Forum: Politik
Pentagon-Bericht: Syrische Kämpfer sollen US-Waffen an Extremisten weitergegeben habe

Schwerer Rückschlag für das Pentagon im Kampf gegen islamische Extremisten in Syrien: Von den USA trainierte Rebellen sollen Qaida-nahen Kämpfern Militärgerät ausgehändigt haben.

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WwdW 26.09.2015, 10:53
50. Tja so funktioniert Korruption und Vetternwirtschaft

Liebe Amerikaner, so funktioniert es leider man erkauft sich so bestimmte Dinge wie freies Geleit etc.

Ihr werdet es nie lernen.

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Hoss_Cartwright 26.09.2015, 10:53
51. Würde sich das Volk einmal wirklich damit beschäftigen

Zitat von susannebanse
Sie wollen doch nicht behaupten, dass das Volk in der Lage ist, die verschiedenen Aspekte solcher Entscheidungen richtig einschätzen zu können? Die einzige Intelligenz ist die Obrigkeit, alle anderen sind zu dumm und nur als Wahlvolk zu gebrauchen.
wie die kleine Gruppe hier im Forum und sich nicht nur von den Massenmedien von einem Alarmismus zum Nächsten treiben lassen, dann wäre das Volk sehr wohl in der Lage, die Dinge richtig zu beurteilen. Auch der einfache Mann von der Strasse hat grundsätzlich einen richtigen politischen Instinkt, wurde aber leider durch die "Playstation", Trash-TV, "Bild", etc. nachhaltig sediert.

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observatorius 26.09.2015, 10:54
52. Daesch wurde auch von SPON verharmlost

Dieses Spielchen läuft schon von Anfang an.
Die USA unterstützen immer die angeblich "Guten" und sind dann angeblich ganz enttäuscht, wenn diese sich als Extremisten oder deren Helfeshelfer herausstelle (Mudjaheddin in Afghanistan, Saddam Hussain in den 1980ern, die FSA seit 2011, usw.).

Aber die Wahrheit ist: Die Unterstützung der Extremisten, einschließlich Daesch war von Anfang an Teil der US-Strategie zum Regimechange in Syrien.
Das ist längst keine Verschwörungstheorie mehr, sondern nachweisbare Tatsache: Ein Blick in die Datenbank der Wikileaks Cable, oder das neue Buch von Julian Assange würde jedem Journalist gut tun... Aber bei SPON dürfen ja Shiitenhasser und Alawitenfresser seit Jahren die sunnitisch extremistische Ideologie der sogenanten "Freie Syrische Armee" verharmlosen. Dabei ist jedem Beobachter längst klar, dass dies im Grunde auch nur ein PR-Labelling für einem im Kern schon verdorbenen Aufstand war.

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Sabbelbacke 26.09.2015, 10:57
53. Widersprüchlich

Zitat von pavel1100
Wenn sich der IS im Netz präsentiert sieht man überwiegend folgendes: russische Panzer, russische Schützenpanzer, russische Kalaschnikows, vermutlich Assads Schergen abgenommen. Es ist Putin, der das mengenmäßig größte Kontingent an Waffen in die Region pumpt um einen grausamen Diktator zu stützen.
Also was jetzt? Nimmt der IS nun den "Assad-Schergen" die Waffen ab oder beliefert Putin den IS? Um den Assad zu stürzen mit dem er zusammanarbeitet?

Ich verstehe Ihre Aussage nicht.

Egal, hauptsache gegen Putin. Schonmal was von "kognitiver Dissonanz" gehört?

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Sabbelbacke 26.09.2015, 11:01
54. Wieso?

Zitat von Troll-Oberkommando
Es ist sehr erstaunlich, dass die USA aus ihrer langen langen Historie von gescheiterten und eskalierenden Interventionen rein gar nichts lernen.
Was sollten sie denn lernen? Hauptsache sie verdienen gut daran. Das reicht doch. *Zyn. off*

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Wolfgang Lorenz 26.09.2015, 11:05
55. US-Außenpolitik...

Die US-Außenpolitik bleibt sich treu, auf ihre unverbrüchliche europäische Gefolgschaft darf sie sich verlassen. Das galt und gilt für den Irak, für Afghanistan, es gilt für Libyen, Syrien und beinahe hätte man Ägypten hinzufügen müssen, wenn die Militärs in Rückbesinnung auf ihren Selbsterhaltungstrieb nicht die Notbremse gezogen hätten und so ihren Staat vor dem Zerfall bewahrt hätten – der histerisch-frohlockend anmutenden Begleitmusik sozialer Netzwerke und eines Teils der Medien um den „arabischen Frühling“ zum Trotz.
Dabei kann es keinen Zweifel geben: die Regierungschefs von Libyen, dem Irak und auch Syrien waren und sind nach unserem Staatsverständnis schwerst kriminell. In diesen Staaten durch massive äußere Einmischung Bürgerkriege zu provozieren hat jedoch, wie wir jetzt – deutlicher als uns lieb sein kann - erkennen müssen, den völligen Zerfall jeglicher Ordnung in diesen Staaten zur Folge gehabt. Als wiederum zwangsläufige Folge hieraus bildeten sich die verschiedensten militanten Gruppen und deren Untergruppen mit ihren unterschiedlichsten Interessen und Zielen. Einen durch die Mehrheit der jeweiligen Bevölkerung dieser Staaten legitimierten Gesprächspartner sucht man vergebens in diesem Konglomerat aus Inkompetenz, Egoismus, Korruption und purem, kriminell durchsetzten Machtwillen.
Die Verläßlichkeit der amerikanischen Außenpolitik gründet sich nicht ausschließlich auf ihren Dilettantismus, sie wird natürlich auch von massiven geopolitschen Interessen bestimmt. Diese unheilige Allianz wurde in der Vergangenheit in Chile und Vietnam beängstigend deutlich. Ihre Kontinuität erfährt sie seit geraumer Zeit im Nahen und Mittleren Osten. Folgerichtig verzeichnen wir von dort und vom afrikanischen Kontinent ein schier endloses Heer von flüchtenden und hoffenden Menschen auf ihrem Weg zu einem besseren Leben. Sie jedenfalls trifft keine Schuld. Vielmehr sollten die einzelnen Mitglieder „der Gefolgschaft“ ihre Treue mit einem gesunden Schuß Realismus und Eigeninteresse unterfüttern.

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FakeBot 26.09.2015, 11:08
56. Rebellen geben Waffen an Extremisten

Wirklich jetzt? Dazu fällt mir nur eins ein:

https://www.youtube.com/watch?v=w4aLThuU008

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Duzend 26.09.2015, 11:09
57. Ein bisschen Paternalismus geht immer - muss!

Zitat von msvanessacheng
Sehr schöne Analyse! Nun gehen wir doch einen Schritt weiter und fragen uns warum - falls wir wirklich in einer demokratischen Gesellschaft leben sollen - wir nicht in der Lage sind unseren Politikern Einhalt zu gebieten oder sie dazu zu bewegen, dies zu tun, was das Volk will. Das ist doch die Grundeigenschaft einer Demokratie, oder? Wenn das Volk nicht mehr entscheiden kann, dann haben wir auch eine Form von Diktatur - Politoligarchie, Apparatschniktum oder sonst was, aber sicherlich keine Demokratie!
Zur Demokratie und den Politikern soviel:
1) Eine Demokratie der Bürger kann es ohne Staat nicht geben.
2) Die meisten Staaten enstehen zwar nicht aus dem Nichts, aber es gibt, insbesondere bei Zäsuren, wie sie beim Übergang von einer Monarchie zu einer Demokratie etabliert sind, einen Gründungsakt, eine Grundlegung.
3) Diese Grundlegung wird auch bei Demokratien nicht durch demokratische Verfahren geleistet. Es sind Gründerväter (oder -mütter), die die Grundfesten, auf denen der neue oder runderneuerte Staat ruhen soll, formulieren.
4) Gründungsgedanken und Verfassungsartikel bremsen das Plebiszitäre an einer Demokratie aus. Man könnte auch von einem Urmisstrauen gegen den Wähler schlechthin sprechen.
5) Hieran knüpft sich auch das Konstrukt der "Staatssicherheit". So eingängig die Abwehrbereitschaft jeder Nation gegen Angriffe von aussen ist, so sehr befremdet es zuweilen, dass ein Staat von Demokraten von innen Schaden nehmen soll. Wie schlimm wäre es, wenn er alle paar Jahrzente neu aufgelegt oder sogar geografisch mehr nach dem Zeitgeist ausgelegt würde?
6) So ist das, was Sie monieren, nichts mehr als ein inflationärer Umgang mit dem Staatsschutzgedanken. Es wird suggeriert, Ihren Handlungsplänen wohnten Gefahren inne, die nur die ganz Eingeweihten durchblicken.
7) Ich nenne dies Selbstgerechtigkeit der politischen Kaste bzw. ein untrügliches Zeichen dafür, dass ihre Pläne Machenschaften sind und sie sie mit dem letzten Aufgebot verteidigen und bemänteln müssen.

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Bueckstueck 26.09.2015, 11:09
58.

Zitat von lupenreinerdemokrat
Das trifft es wohl am besten. Vier oder fünf der von USA über Saudi-Arabien mit Waffen unterstützte "Rebellen" kämpfen tatsächlich gegen den IS (das werden dann wohl die Ausbilder von "Academi" sein). Die restlichen Lieferungen gehen, wie allgemein bekannt, direkt in Richtung IS und Al Nusra und das ist von den USA mit größter anzunehmender Wahrscheinlichkeit auch so gewollt. Ebenso sind die sogenannten "Luftwaffeneinsätze" wohl kaum dazu gedacht, den IS wirklich zu schwächen. Ein bisschen Symbolpolitik, um die wirklichen Absichten zu verschleiern...
Hat ja nur vier Kommentare gebraucht, bis der erste sich nicht mehr nur mit dumpfer Polemik zufrieden gibt, sondern auch noch ein paar eigene "Wahrheiten" dazu dichtet um sich besser zu fühlen.

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SanchosPanza 26.09.2015, 11:09
59. Berechnung oder Totalversagen

Das kommt ja noch schlimmer als befürchtet.

Nur zur Erinnerung, Al Qaida, so wurde uns erzählt, das waren mal die ganz schlimmen Jungs, wegen denen die USA einen weltweiten Kampf gegen den Terror ausriefen, den Mittleren Osten und Afghanistan in Flammen aufgehen liessen und Hunderttausenden den Tod brachten.

Schon bei der Zerstörung Libyens wurde daraus eine punktuelle Zusammenarbeit. Im syrischen Bürgerkrieg versorgen die USA jetzt also Al Qaida bzw. die Al Nusristen mit Kämpfern und Waffen.

Ist das jetzt grenzenlose Dummheit, politisches Totalversagen oder vielleicht Berechnung?

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