Forum: Politik
Personalmangel bei der Bundeswehr: Verteidigungsministerium will verstärkt auf Reserv
dpa

Die Bundeswehr soll wachsen, doch sie hat es im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft schwer. Mit einem neuen Gesetz will Ministerin von der Leyen die Armee nun attraktiver machen. Das soll 380 Millionen Euro kosten.

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alfredo24 27.02.2019, 10:33
10. Politiker für Fehlentscheidungen persönlich verantwortlich machen.

Hätte die Politik doch nur den Wehrdienst und was noch viel wichtiger war, den Zivildienst, der für das Land und auch für den jungen Menschen, der etwas über das Leben gelernt hatte und eine gute Sache war, beibehalten. Die Schnapsidee, den Wehrdienst abzuschaffen, ist noch heute mit Problemen verbunden. Wieso kann man Politiker nicht persönlich für solche verehrenden Fehlentscheidungen verantwortlich machen? Der Gedanke Reservisten noch einziehen zu wollen, ist heute noch Hohn auf die damalige Entscheidung.

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heino_h 27.02.2019, 10:39
11.

Ein so kleines Land wie Deutschland, zumal mit seiner Geschichte, wird nie und nimmer in der Lage sein bzw. sich in die Lage versetzen sich gegen wirklich ernsthafte Gegner militärisch zu verteidigen. Da hilft auch keine erneute Wehrpflicht. Wie soll das bitte gehen?

Amerikaner, Israelis, Inder, Chinesen, Russen, alle hochgerüstet bis an die Zähne mit Atomwaffen ballern uns in einem Tag in die Steinzeit wenn sie wollen. Da helfen auch keine 200.000 gut ausgerüstete Soldaten.

Militärisch werden wir immer Hundefutter bleiben, die einzige Alternative die ich persönlich sehe ist weiterhin das Ausland mit unseren Steuergeldern zu bestechen damit sie mit uns Geschäfte machen. Läuft ja auch ganz gut bisher. Dumm wird es nur, wenn ein Land, wie z.B. China, nicht mehr auf uns angewiesen ist. Dann wird man ruckzuck zum Opfer.

Aber da momentan die wirklich kriegsentscheidenden Konflikte wirtschaftlich ausgetragen werden bin ich noch guter Dinge, dass wir auch ohne eine funktionierende BW klar kommen. Eine wirklich schlagkräftige Truppe würde uns doch eh wieder nur den Ruf als Nazis in der Welt einbringen. Gerade so, dass es für die Nato (die ich für Sinnvoll erachte) reicht finde ich gut, für mehr müssen wir kein Geld ausgeben. Schön wäre es nur, wenn nicht immer so eine dilettantische Misswirtschaft durch unsere Politiker betrieben würde, etwas mehr Niveau da oben würde uns sehr gut tun.

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sevtrek 27.02.2019, 10:40
12. prekäre Arbeitsverhältnise...

prekäre Arbeitsverhältnisse …
… nennt man das. Gibt es schon bei der Bundeswehr und ist für den Dienstherren höchst attraktiv!
Jene Reservisten die mit Ihrem zivilen „Arbeits“- Leben nicht klar kommen, also meist arbeitslos oder in Scheinselbstständigkeit sind, gehen auf sogenannte „Langzeit“- Reservedienstleistungen (bis zu 10 Monate im Kalenderjahr oder im Einzelfall auch mehr!). Das war früher verboten, da man keine „Berufs-Reservisten“ wollte. Jetzt freut sich die Truppe über diese Leute: Jederzeit kann die Übung auf Grund von „dienstlichen“ Gründen beendet werden, auch wenn ein anderes Datum auf dem Bescheid steht (zBsp: eine längerfristige Verletzung oder Krankheit -> und Tschüß! Viel Spass beim Versuch Wehrbeschädigung geltend zu machen) . Es gibt ja beliebig viel Verfügungsmasse auf dem „Markt“. Wieso lässt man sich auf das Spiel als Reservist ein? GELD! Mann erhält durch Sold, USG und ggf. eine Prämie von ca. 1500 € p.a. ungefähr das, was der Aktive auf vergleichbarem Dienstposten erhält. Allerdings verzichtet man komplett auf: Pensionsansprüche, Berufsförderung usw. Wer das Spiel bis zur Rente (in die die BW dann mehr schlecht als recht einzahlt) durchhält erwacht dann böse. Ohne dem Einzelnen zu nahe treten zu wollen, aber meiner Meinung nach lässt man sich nach Strich und Faden ausnehmen. Beliebt ist das auch bei Soldaten a.D., die das Renteneintrittsalter nicht erreicht haben. Die kommen einfach 10 Monate als Reservist wieder erhalten ihre Pension und zusätzlich noch Reservistenleistungen und kommen aus dem Lachen nicht raus!
„Normale“ Reservisten (also jene mit zivilem Arbeitsvertrag) existieren auch, sind nur für die Bundeswehr höchst unattraktiv. Laut Arbeitsplatzschutzgesetz kann man bis zu 6 Wochen im Kalenderjahr auf RDL (früher Wehrübung) gehen. Dabei kann man so gut wie keinen Beitrag für die Probleme der Truppe leisten. Dafür war das auch nie gedacht: es geht darum sich in Übung zu halten und den Staatsbürger in Uniform zu stärken, da beide Seiten neue Perspektiven erhalten. Dafür muss die BW aber eben auch für Ausstattung und Ausbildung und Besoldung dieser Reservisten sorgen. Und um es kurz zu machen: DAS WILL MAN NICHT! Man will lieber die Zeitarbeit-Reservisten, die einfach wegzuwerfen sind, ohne Ansprüche an den Dienstherrn! Man macht es den normalen extrem schwer, in dem man ständig neue Anforderungen erfindet, die kaum zu erbringen sind: G20 Untersuchungen, Ansprüche an Dienstposten mit spezieller Ausbildung, die 10 Monate dauert, also unmöglich war zunehmen sein können, ohne zu kündigen. Oder mein Favorit: Das Gegenrechnen der zivilen Bezüge des Reservisten (aus der regulären Arbeitszeit in der Woche) an die Leistungen der Bundeswehr, wenn Wehrdienst am Wochenende (also Freizeit) geleistet wird.
Warum macht man sowas dennoch? Ganz einfach: manche von uns glauben halt an den Staatsbürger in Uniform und wollen die BW nicht dieser pseudo Söldnertruppe überlassen!

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hörwurm 27.02.2019, 10:45
13. heller Wahnsinn

Viele Kommentare lassen mich einfach nur laut lachen. Wenn ich von der allgmein fehlenden Bildung ausgehe, kann es den meisten nur um "Party jeden Tag" gehen. Es gibt einen geschichtlichen Hintergrund für die deutsche Abneigung gegen eine Armee. Das hat aber mehr mit der Tendenz zu absoluten Gegensätzen zu tun. Bis 1945 sind die Menschen auf "deutschem Boden" zu Militaristen erzogen worden, wo man unter Friedrich d. Großen selbst in der Freizeit den Waffenrock trug. Diese einseitige Erziehung und Bildung brachte auch den Antisemitismus hervor, eben weil wir andere für uns denkn lassen und dann rummaulen, wenn es uns nicht paßt. Angesichts dessen, was im Ostblock an deren Jugend herangetragen wird, ist unsere Ablehnung einer Wehrpflicht die blanke Dummheit. Genauso, wie viele das Erlernen eines Handwerks ablehnen, weil es mit Arbeit verbunden wäre, stehen wir bei der Selbstverteidigung dumm da. Mittlerweile könnte die Wiedereinführung der Wehrpflicht das falsche Zeichen für die Weltgemeinschaft sein, denn die übrige Welt ist auch nicht gerade mit Klugheit gesegnet.

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Nordstadtbewohner 27.02.2019, 10:48
14. Ohne mich

Da ich zu den letzten Wehrpflichtigen gehöre, die bei der Bundeswehr Zwangsdienst leisten mussten, lehne ich den Einsatz von Reservisten bei der Bundeswehr ab. Menschen zu einem Zwangsdienst zu pressen, ist einfach nicht mehr Zeitgemäß. Die Bundeswehr muss für Freiwillige attraktiver werden, zum Beispiel über einen höheren Wehrsold.

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Havel Pavel 27.02.2019, 10:51
15. Alles Kappes!

Zitat von whgreiner
Jetzt sollen es also mal wieder die Männer richten: von Reservistinnen habe ich bisher nichts gehört... Und dass die Bundeswehr jetzt schon mitten im Frieden (abgesehen von ein paar so unnötigen wie unsinnigen Auslandseinsätzen) Reservisten braucht, um den stinknormalen Routinebetrieb aufrecht zu erhalten, spricht Bände über ihren Zustand. Reservisten sind für den Verteidigungsnotstand da, Frau von der Leyen, nicht für den Notstand unfähiger Führung in Friedenszeiten!
So einen Unsinn von sich zu geben ist eines Politikers unwürdig! Gleich mehrere Gesetze verbieten ein solches Vorgehen. Erstens ist die Wehrpflicht sowieso ausgesetzt, weiterhin gibt es mittlerweile soetwas wie Gleichstellung und es dürfte wohl kaum eine nennnswerte Anzahl an Reservistinnen geben. Ausserdem gibt es da noch soetwas wie eine Quotenreglung auf die so viele Politiker gepocht haben und die man ja wohl nicht nach Belieben so einfach ignorieren kann. Und gerade hier gibt es bei der Bundeswehr noch viel nachzuholen. Gefühlt dürfte auf 10 Männer wohl so höchstens eine Frau kommen, Ouotenreglung lässt grüssen!

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Theophanus 27.02.2019, 10:52
16. Und die....

....Reservisten und Reservematrosen und -offiziere fahren dann mit nicht vorhandenen Panzern und Schiffen, steigen in an Land liegende Uboote, fliegen mit untauglichem Material und schießen mit um die Ecke schießenden Gewehren?

Die Bundeswehr hat andere Probleme, die erst gelöst werden müssen, bevor es an die Reservisten geht.

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teacher20 27.02.2019, 10:53
17.

Zitat von rosalin
Bundeswehr komplett abschaffen, alle Mitarbeiter bei Polizei, Feuerwehr, THW und sonstigen Einrichtungen einsetzen. Kasernen in Wohnraum umgestalten. Truppenübungsplatz als Biosphärenreservat. Deutschland braucht keine Armee.Niemand will uns überfallen, zur Zeit sind wir die Angreifer, leider.. viel Leid und Elend könnte vermieden werden. Wenn wir all das Geld in sinnvolle und wichtige Projekte transferieren würden, könnten wir ein Zeichen setzen. Eine Armee ist sowas von gestern. Mfg
"rosalin" in ihrer rosaroten Wohlfühlblase. Ach ja...
Und dann halten wir uns alle an den Händen und haben uns ganz ganz lieb... Träumen Sie ruhig weiter. Solange andere für Ihre Sicherheit sorgen, ist das Ihr gutes Recht.

Es lohnt sich nicht, sich mit jedem einzelnen Ihrer "Argumente" auseinanderzusetzen.

Nur so viel: Wo bitte war das noch mal, wo "wir" gerade jemanden "angreifen" und "viel Leid und Elend" verursachen? Muss mir irgendwie entgangen sein (und ich beschäftige mich sehr intensiv mit dem Thema Bundeswehr.

Und übrigens: schon jetzt sind Truppenübungsplätze praktisch Biosphärenreservate. Warum wohl ist die Rückkehr des Wolfes von Truppenübungsplätzen ausgegangen, wo sich nicht nur "Meister Isegrimm" pudelwohl fühlt?

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teacher20 27.02.2019, 10:57
18.

Zitat von heino_h
Ein so kleines Land wie Deutschland, zumal mit seiner Geschichte, wird nie und nimmer in der Lage sein bzw. sich in die Lage versetzen sich gegen wirklich ernsthafte Gegner militärisch zu verteidigen. Da hilft auch keine erneute Wehrpflicht. Wie soll das bitte gehen? Amerikaner, Israelis, Inder, Chinesen, Russen, alle hochgerüstet bis an die Zähne mit Atomwaffen ballern uns in einem Tag in die Steinzeit wenn sie wollen. Da helfen auch keine 200.000 gut ausgerüstete Soldaten. Militärisch werden wir immer Hundefutter bleiben, die einzige Alternative die ich persönlich sehe ist weiterhin das Ausland mit unseren Steuergeldern zu bestechen damit sie mit uns Geschäfte machen. Läuft ja auch ganz gut bisher. Dumm wird es nur, wenn ein Land, wie z.B. China, nicht mehr auf uns angewiesen ist. Dann wird man ruckzuck zum Opfer. Aber da momentan die wirklich kriegsentscheidenden Konflikte wirtschaftlich ausgetragen werden bin ich noch guter Dinge, dass wir auch ohne eine funktionierende BW klar kommen. Eine wirklich schlagkräftige Truppe würde uns doch eh wieder nur den Ruf als Nazis in der Welt einbringen. Gerade so, dass es für die Nato (die ich für Sinnvoll erachte) reicht finde ich gut, für mehr müssen wir kein Geld ausgeben. Schön wäre es nur, wenn nicht immer so eine dilettantische Misswirtschaft durch unsere Politiker betrieben würde, etwas mehr Niveau da oben würde uns sehr gut tun.
Inder, Amerikaner und Chinesen brauchen uns als Gegner nicht (im Falle der Chinesen: noch nicht) zu interessieren.
Israel dagegen ist um mehr als den Faktor 10 kleiner als die Bundesrepublik. Also so klein ist die Bundesrepublik gar nicht. Im Gegenteil zeigt gerade Ihr "Vergleich" mit Israel, dass es nicht die "Fakten" sind, die die Bundesrepublik militärisch relativ unbedeutend machen, sondern die gewollte Entscheidung einer sicherheitspolitisch inkompetenten Regierung.

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Havel Pavel 27.02.2019, 10:57
19.

Zitat von rosalin
Bundeswehr komplett abschaffen, alle Mitarbeiter bei Polizei, Feuerwehr, THW und sonstigen Einrichtungen einsetzen. Kasernen in Wohnraum umgestalten. Truppenübungsplatz als Biosphärenreservat. Deutschland braucht keine Armee.Niemand will uns überfallen, zur Zeit sind wir die Angreifer, leider.. viel Leid und Elend könnte vermieden werden. Wenn wir all das Geld in sinnvolle und wichtige Projekte transferieren würden, könnten wir ein Zeichen setzen. Eine Armee ist sowas von gestern. Mfg
Recht haben Sie, nur ist halt der überwiegende Teil der Menschheit auch immer noch sowas von gestern und zwar nach dem Prinzip je grösser das Land desto doller! Kleine aber feine Länder sollten hier Vorbild sein, man betrachte sich die Schweiz, Singapur, Monaco Liechtenstein, etc. Dort käm keiner auf die Idee sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen! Und geht es den Menschen dort etwa schlecht?

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