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Personalmangel bei der Bundeswehr: Verteidigungsministerium will verstärkt auf Reserv
dpa

Die Bundeswehr soll wachsen, doch sie hat es im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft schwer. Mit einem neuen Gesetz will Ministerin von der Leyen die Armee nun attraktiver machen. Das soll 380 Millionen Euro kosten.

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Ottokar 27.02.2019, 11:02
20. Die Bundeswehr

wurde einmal als Verteidigungsarmee gegründet um die Bundesrepublik zu verteidigen. Welcher junger Mann oder junge Frau ist bereit dafür seine Haut, für fragwürdige, Interessen zu riskieren. Was hat die Bundeswehr in Afghanistan, Mali etc. zu suchen. Stoppt diese sinnlosen, teuren, Auslandseinsätze und es werden sich mehr junge Menschen am Vaterlandsdienst beteiligen.

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wannbrach 27.02.2019, 11:04
21.

Den allgemeinen Wehrdienst wieder einführen.

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vander1 27.02.2019, 11:05
22. Wehrdienst ist nicht zeitgemäß

Für den aktuellen Bedarf kann man Rekruten nicht einsetzen, wer das fordert sollte nochmal nachdenken.
Bereits vor Jahren war es so, das man für eine Laufbahn bei der BW schon einiges an Patriotismus mitbringen musste. Als reiner Arbeitgeber, naja. Wenn's gefällt, ansonsten unerträglich.

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archi47 27.02.2019, 11:06
23. Dienstpflicht für alle ist die Lösung

Wir brauchen schon aus Gründen der innenpolitischen Stabilität eine allgemeine Dienstpflicht für alle. Da sollte kein Attest dran vorbeiführen.

Für jeden jungen Mann und jede junge Frau gibt es genügend gesellschaftliche oder gemeinwohlorientierte Arbeiten, die in dieser Marktwirtschaft "liegenbleiben". Sei es in Vereinen und Verbänden der Sport, der Sozialwirtschaft und der Rettung.

Dabei fällt sicher auch genügend für die Bundeswehr ab. Hieraus könnten dann wie früher die Zeit- und Berufssoldaten generiert werden.

Unsere Demokratie braucht dies als inneren Kitt, damit sie nicht vor die Hunde geht.
Unsere Armee braucht dies als gesellschaftliche Kontrolle, damit sie nicht klammheimlich von Radikalen übernommen wird.

Mir unerklärlich, warum sich hier keiner rantraut diese Fehler der Aussetzung des Wehrdienst in einer zeitgemäßen Form zu korrigieren ...

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archi47 27.02.2019, 11:12
24. auf Europaebene betrachten

Zitat von heino_h
Ein so kleines Land wie Deutschland, zumal mit seiner Geschichte, wird nie und nimmer in der Lage sein bzw. sich in die Lage versetzen sich gegen wirklich ernsthafte Gegner militärisch zu verteidigen. Da hilft auch keine erneute Wehrpflicht. Wie soll das bitte gehen? Amerikaner, Israelis, Inder, Chinesen, Russen, alle hochgerüstet bis an die Zähne mit Atomwaffen ballern uns in einem Tag in die Steinzeit wenn sie wollen. Da helfen auch keine 200.000 gut ausgerüstete Soldaten. Militärisch werden wir immer Hundefutter bleiben, die einzige Alternative die ich persönlich sehe ist weiterhin das Ausland mit unseren Steuergeldern zu bestechen damit sie mit uns Geschäfte machen. Läuft ja auch ganz gut bisher. Dumm wird es nur, wenn ein Land, wie z.B. China, nicht mehr auf uns angewiesen ist. Dann wird man ruckzuck zum Opfer. Aber da momentan die wirklich kriegsentscheidenden Konflikte wirtschaftlich ausgetragen werden bin ich noch guter Dinge, dass wir auch ohne eine funktionierende BW klar kommen. Eine wirklich schlagkräftige Truppe würde uns doch eh wieder nur den Ruf als Nazis in der Welt einbringen. Gerade so, dass es für die Nato (die ich für Sinnvoll erachte) reicht finde ich gut, für mehr müssen wir kein Geld ausgeben. Schön wäre es nur, wenn nicht immer so eine dilettantische Misswirtschaft durch unsere Politiker betrieben würde, etwas mehr Niveau da oben würde uns sehr gut tun.
eine Allgemeine Dienstplicht, in der eine Wehrpflicht eingebettet wäre, wäre die Lösung.
Natürlich sollte die Bundeswehr Teil einer europäischen Allianz sein. Für sich alleine betrachtet haben sie recht.

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mantrid 27.02.2019, 11:14
25. Wehrpflicht ist nicht abgeschafft

sondern nur ausgesetzt. Weil nur noch ein Bruchteil der Wehrpflichtigen tatsächlich Wehr- oder Ersatzdienst leistete war eine Wehrgerechtigkeit nicht mehr gegeben.Ich wäre für ein Pflichtjahr für alle, also Frauen und Männern, entweder im sozialen Bereich oder wahlweise bei der Bundeswehr (Ausnahmen für THW- und Freiwillige Feuerwehrleute). Natürlich auch für unsere Neubürger! Dazu, kein Studienplatz und keine Verbeamtung für Leute, die keinen Dienst geleistet haben, außer wenn es ihnen aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Das wäre die Chance für den Pflegebereich, Bundeswehr, Feuerwehr oder THW Personal längerfristig zu gewinnen oder abzuschrecken, wenn man sich zu doof anstellt.

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aku12 27.02.2019, 11:14
26. Frau von der Leyen dienen Sie dem Land und treten zurück.

Sie hatten sicherlich beste Absichten als sie das Amt übernahmen. Mangels Glück und/oder schlechter Beratung haben Sie das Vertrauen vieler Soldaten (und Reservisten) verloren - und zwar unwiederbringlich. Der Soldat, der im eigenen Land nicht anerkannt wird und im Ausland wegen der fehlenden Schlagkraft verspottet wird, verliert die Motivation sein Leben einzusetzen.
Frau von der Leyen: Friedrich Schiller schrieb (Kapitel 5 -Wallenstein)
"Der Soldat muß sich können fühlen..."
Um dieses fehlende Selbstwertgefühl wieder herzustellen ist aus meiner Sicht ein sofortiger Amtswechsel erforderlich.
Frau von der Leyen dienen Sie dem Land und treten zurück.

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count.number 27.02.2019, 11:15
27. Ja wenn es nicht mehr anders geht..

..dann müssen halt die alten Männer ran. Kennen wir ja.

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rfriedfe 27.02.2019, 11:17
28. Na Hurra

Mich würde mal interessieren wieviel Geld für diesen wertvollen Tip an McKinsey überwiesen wurde.
Schon damals zu meiner Zeit, als noch 18 Monate Wehrdienst vorgeschrieben waren, waren sämtliche Berufs-/Zeitsoldaten die ich dort angetroffen habe Zivilversager, die nach eigenen Aussagen ansonsten arbeitslos gewesen wären. Insofern besteht meiner Meinung nach keine Konkurrenz mit der Industrie.

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whitewisent 27.02.2019, 11:17
29.

Mann kann nicht eine Armee im Jahr 2018 führen, als ob man 1998 hätte. Das Problem ist hier nicht die Bezahlung, sondern das völlig überholte Verständnis von Soldaten.

Die Bezahlung von Zeitsoldaten beginnt bei A3, das entspricht dem Wachtmeister im einfachen Dienst, den es in der Verwaltung kaum noch gibt. Für wehrpflichtiges Kanonenfutter mag das reichen, aber wenn man die Einstellungsvoraussetzungen sieht, erkennt man, daß hier mindestens A7 entsprechend der Bezahlung bei Bundespolizei und Zoll zu erwarten wäre. Was aber amtsmäßig bereits dem Rang eines Feldwebels entspricht.

Darum ist die Entkopplung von Rang, Stelle und Besoldung die naheliegenste Lösung, außer man will immer noch die Traditionen der Deutschen Reichswehr weiterpflegen. Gleiches gilt auch für Offiziere bzw. Offiziersanwärter. Wer einen Leutnant wie einen Polizeikommisar mit A 9 bezahlen will, ist vieleicht ein Sparfuchs, bekommt aber keine Kommandeure für Fuchspanzer.

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