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Physiker Danilenko: Der russische Onkel der iranischen Bombe

Irans Atomforscher sollen Hilfe von einem*skurrilen russischen Erfinder bekommen haben - das vermuten jedenfalls westliche Geheimdienste.*Wjatscheslaw Danilenko stellte einst Diamanten durch Sprengungen her. Doch er bestreitet, der Mastermind hinter Teherans Nuklearplänen zu sein.

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JDR 14.11.2011, 22:53
10. ...

Zitat von sysop
Irans Atomforscher sollen Hilfe von einem*skurrilen russischen Erfinder bekommen haben - das vermuten jedenfalls westliche Geheimdienste.*Wjatscheslaw Danilenko stellte einst Diamanten durch Sprengungen her. Doch er bestreitet, der Mastermind hinter Teherans Nuklearplänen zu sein.
Es erscheint zunächst wenig hilfreiche, den Mann ins Licht der Öffentlichkeit zerren zu wollen.

Wenn er über Informationen verfügt, so wäre es im ureigensten Interesse des russischen Sicherheitsdienstes, diese abzuschöpfen und auszuwerten. Wenn dort Danilenko als Quelle geführt wird, gibt es erst einmal keinen Grund, die "russische Vaterschaft" in irgendeiner Weise anzuklagen.

Im Gegenteil: Russland könnte besser selbst als Aufklärer der iranischen Machenschaften firmieren.

Noch einmal: Es kann nicht darum gehen, Schuld hin- und herzuschieben, sondern darum, jetzt Verantwortung zu übernehmen.

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JDR 14.11.2011, 23:00
11. ...

Zitat von Aurora025
Solche vermutliche Propaganda geschichten werden meistens nicht von Regierungen ausgedacht, sondern von renomierte PR-Firmen wie zb. die US Firma Burson-Marsteller
PR-Firmen, die sich wahre Geschichten ausdenken können, sind wohl jeden Cent wert.

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wohlmein 14.11.2011, 23:04
12. Gefangen in den westlichen Denkmustern

Da wir unsere westlichen Denkmuster nicht ablegen können, und zudem bei den Foristen das Jagdfieber ausgebrochen zu sein scheint, werden wir leicht Opfer von Manipulation (des Westens).
Peter Scholl-Latour versichert immer wieder, daß der Iran überhaupt nicht daran denke, Kernenergie kriegerisch zu nutzen, das verbiete schon allein der Koran. Aber wir laufen in die Falle.

Auch hat Herr Ahmadinedschad noch vor ca. 1 Woche gesagt,
(Gedächtniszitat ARD): sein Land sei doch nicht lebensmüde, das Risiko einzugehen, 2 Atomsprengköpfe zu produzieren, wenn doch bekannt sei, daß die USA 20.000 davon habe.
Eigentlich logisch.
Wenn tausende Unschuldiger gestorben sind und gelitten haben, werden wir erfahren, ob die Behauptung von den Atomwaffen ein blosser Kriegsvorwand war. Und ob wir uns an der Kriegsvorbereitung indirekt schuldig gemacht haben.
Frage am Rande: Mußte sich Israel je einer Kontrolle durch die Internationale Atomenergie-Organisation unterziehen?
Warum Israel nicht? Etwa, weil Israel keine Atomwaffen besitzt?

Siehe auch: tandemvipera.blogspot.com (Link)

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kabuhm 14.11.2011, 23:20
13. .

Zitat von Sabi
Die Fortschritte in Nuklearwaffen der Iraner sind jedenfall nicht auf den eigenen Mist gewachsen. Wer das annimmt kennt den Iran und .....
Stimmt... und weil man heut sowas als Staat relativ einfach einkauft, das restliche Wissen aus Internet und Physikbüchern hat (sowieso haben die Iraner keine schlechten Wissenschaftler), heutzutage ausserdem Computer besitzt die einem nochmal viel Arbeit abnehmen ist man seit über 15 Jahren immer ein bis zwei Jahre davor die Bombe zu besitzen... wie lang haben damals USA und Russland gebraucht? Und die letzten Atomclubbeitritte? Das passt doch alles nicht..

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Stauss 14.11.2011, 23:56
14. Die Plaudertaschen der westlichen Geheimdienste

"das vermuten jedenfalls westliche Geheimdienste."

Der Spiegel weiss aber ganz gut, was westliche Geheimdienste vermuten. Im Gegensatz zu dem wenigen, was Geheimdienste wissen, sind Vermutungen wohl nicht geheim.

80 % der Arbeit von Geheimdiensten ist das Streuen von Gerüchten. Bei ihren Freunden, den Journalisten.

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mr_smith 15.11.2011, 00:11
15. Interessante Firma...

Zitat von Aurora025
Solche vermutliche Propaganda geschichten werden meistens nicht von Regierungen ausgedacht, sondern von renomierte PR-Firmen wie zb. die US Firma Burson-Marsteller
http://de.wikipedia.org/wiki/Burson-Marsteller:

"Im Mai 2011 wurde bekannt, dass Burson-Marsteller USA einen verdeckten Auftrag von Facebook für eine Kampagne gegen Google mit Hilfe scheinbar neutraler Presseberichte angenommen hatte."

Bestimmt fallen SPON-Redakteure auf gefälschte Presseberichte rein;)

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Gandhi 15.11.2011, 01:34
16. die aber ihre Auftraggeber haben,

Zitat von Aurora025
Solche vermutliche Propaganda geschichten werden meistens nicht von Regierungen ausgedacht, sondern von renomierte PR-Firmen wie zb. die US Firma Burson-Marsteller
Und das sind auch Regierungen oder ihre Geheimdienste.

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optverteiler 15.11.2011, 07:28
17. Guntype

Zitat von wakaba
Guntype Bombe funktioniert ähnlich wie ein Panzerfaust - da brauchts doch keinen russischen Input für.
Der Guntype ist wirklich ein einfaches Design. Allerdings ist der Typ anfällig für Selbstzündung durch mechanische Defekte oder, ganz trivial, durch Vorhandensein von Neutronenstrahlung von außen.

Das ist neben dem Wirkungsgrad mit einer der Gründe dafür, warum das Design seit Jahrzehnten nicht mehr verwendet wird.

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Minkffm 15.11.2011, 07:36
18. hmm

Zitat von wakaba
Der Artikel ist nur eine PR-Ente wie damals die Yellowcake-Geschichte und der Irak. Danilenko hat ein Angebot gekriegt das er nicht abschlagen konnte - die Russen sitzen diesmal bereits im US-Boot. Guntype Bombe funktioniert ähnlich wie ein Panzerfaust - da brauchts doch keinen russischen Input für. Also Covergeschichte für die Dummen.
Sie haben nciht Unrecht, allerdings bedarf es auch eine ausgegkluegelten Sprengtechnik. Und das(!) ist das Spezialgebiet des russischen Wissenschaftlers. Prinzipiell ist es aber voellig egal, wie, wen und was ein Akteur X als A/H-Bombe bauen moechte. Das Wissen, das man benoetigt um solche Waffen herzustellen ist seit mitte der 60er in jeder Bibliothek erhaeltich. Freilich, eine Miniaturwaffe herzustellen ist deutlich schwerer und erfordert Kernwaffentests oder zumindest Simulationen mit "echten", aus Tests gewonnen Daten. Dennoch sollte der Iran mit der Vielzahl an nuklear-experimentellen/theoretischen Zentren im Stande sein, einen funktionsfaehigen Sprengkopf herzustellen.

Wissen Sie, das eigentliche Problem ist naemlich die Materialbeschaffung; Plutonium, Uran-235, verschiedene andere Isotope, elektronikbauteile sind relativ schwer zu erhalten. Lustigerweise baut der Iran alles selbst. Und genau(!)das alermiert den Westen/Osten.

Da brauch man auch ncith mit Verschwoerungstheorien daherkommen. Es ist seit 2002 offensichtlich, dass der Iran an einer Kernwaffe arbeitet oder sich zumnidest die Moeglichkeit offen haelt, eine Waffe schnell zu entwicklen. Bedeutet, MAterial zur Verfuegung zu haben und die noetigen BAuteile gepaart mit dem Wissen, welches man braucht. Mal eine kurze Chronologie, um das dem letzten Zweifler/Verschwoerungstheoretiker(?) zu verdeutlichen:
-Im Jahr 2002 wurde bekannt, dass der Iran Atomanlagen unterhielt, die der IAEO verheimlicht worden waren, unter anderem in Natans und Arak
-Im März 2004 fordert die IAEO Teheran auf, bis Juni alle Pläne und Informationen seines Atomprogramms offen zu legen. Der Iran geht dieser Forderung in der folgenden Zeit jedoch nicht nach.
-Mitte Dezember 2005 billigte Präsident Ahmadinedschad ein Gesetz, dem zufolge das Land die internationale Kontrolle seiner Atomanlagen jederzeit aussetzen darf
-Als vorläufiger Höhepunkt des Streits wurden im Januar 2006 von der IAEO versiegelte Anlagen zur Urananreicherung vom Iran wieder in Betrieb genommen
-Zudem werden im Iran zahlreiche weitere verborgene Einrichtungen vermutet – nach Erkenntnissen des deutschen Bundesnachrichtendienstes sind es mindestens 20
-Am 9. Februar 2010 kündigte ein Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde an, mit der Anreicherung von Uran auf 20 % zu beginnen
-Am 22. Februar 2010 gab der Leiter der iranischem Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ISNA bekannt, dass der Iran zwei neue Urananreicherungsanlagen bauen würde

Zwischendurch gab es natuerlich immerweider ein Entgegekomemn seitens des Iran, was fuer eine Taktik der Zeitgewinnung spricht.

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ralphofffm 15.11.2011, 07:38
19. Pr

Ja, wieder mal Zeit die westliche Öffentlichkeit auf einen Krieg vorzubereiten?
Die Umsätze der Waffenindustrie müssen ja gestützt werden.

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