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Piloten im Ausstand: Tschüs, Solidarität!
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Der Ausstand der Piloten war ein Lehrstück: Klassenkampf war vorgestern - solidarisch sind wir nur noch mit den Unternehmern. Aber warum sollen eigentlich Angestellte Verzicht üben, während Manager sich die Taschen füllen?

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spon-facebook-10000211648 07.04.2014, 14:38
1. optional

Also eines gibt dieser Kommentar klar her, von Wirtschaft hat er keine Ahnung. Es sind einfach populistische Aussagen, die an Naivität kaum noch zu überbieten sind.

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kwik-e-mart 07.04.2014, 14:57
2. Mir kommen immer noch die Tränen

wenn ich an das Leid der Piloten denke. Wenn der Job so schlecht bezahlt ist - und die Arbeitsbedingungen so hart - Altenpfleger werden immer gesucht. Die wissen erstens kaum wohin mit dem ganzen Geld und wirken zweitens immer, als kämen sie gerade aus dem Sanatorium.. Ich habe neulich sogar gesehen, wie sie eine Lichterkette für verarmte Piloten veranstaltet haben.

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otto_iii 07.04.2014, 14:58
3. 123

Ich bin ja mal gespannt, ob Herr Augstein auch so viel Verständnis hat, wenn die Ärzte mal wieder streiken...

Eines ist doch offensichtlich: Da nutzen ein paar wenige privillegierte Arbeitnehmer, die sowieso schon weitaus mehr verdienen als der Rest der Belegschaft, ihr Druckpotential um für sich, und nur für sich höhere Gehälter bzw sonstige finanzielle Zugeständnisse (voll bezahlter Vorruhestand) herauszuholen.

Wo wird die Lufthansa wohl das fehlende Geld herholen wenn die Piloten sich durchsetzen? Beim Kunden? Auf dem hochumkämpften Markt nicht durchsetzbar. Bei den Aktionären? Die investieren ihr Geld dann woanders.

Eingespart wird dann wieder mal auf Kosten der Flugbegleiter und des Bodenpersonals. Das lief schon immer so, und die Mehrheit der Deutschen weiß das längst. Irgendwann wird es sich vielleicht auch noch zu den Salonsozialisten herumsprechen.

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an-i 07.04.2014, 14:58
4. tja, so ist es, da haben sie Recht

seit der, Ackermannsche 20% Rendite, mit der Selbstbedienung von Esser, dann das berühmte Victory Zeichen, anschließenden alternativlosen Bankenrettung und der Auszahlung von sündhaften Bonis, ist die Solidarität mit der sozialen Marktwirtschaft zu Grabe getragen worden...

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mcfly71 07.04.2014, 15:05
5. Piloten hin oder her!

Zitat von kwik-e-mart
wenn ich an das Leid der Piloten denke. Wenn der Job so schlecht bezahlt ist - und die Arbeitsbedingungen so hart - Altenpfleger werden immer gesucht. Die wissen erstens kaum wohin mit dem ganzen Geld und wirken zweitens immer, als kämen sie gerade aus dem Sanatorium.. Ich habe neulich sogar gesehen, wie sie eine Lichterkette für verarmte Piloten veranstaltet haben.
Es geht Augstein nicht um Piloten, sondern um die Macht des Zusammenhalts. Auch Krankenschwester, Lehrer etc. könnten exakt das gleiche erreichen, wenn sie sich solidarisierten.

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Dramaturg 07.04.2014, 15:06
6. Entsolidarisierung

Hallo Herr Augstein,
Sie haben noch etwas bei Ihrer Analyse vergessen, was man bei den ersten beiden Kommentatoren sehr gut erkennen kann: Die Arroganz und Dummheit unserer Mitmenschen.

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yipman 07.04.2014, 15:10
7. Vergleich mit Unternehmen

Wenn Sie den Vergleich mit Unternehmen aufmachen, dann sollten man die Pilotengewerkschaft mit Monopolen vergleichen. Bei diesen wird die Profitgier auch staatlich reguliert. Zu recht!

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Mellybo-at-SPON 07.04.2014, 15:11
8. Die süße Droge....

....der (nahezu) totalen gratis Absicherung. Was ja auch eigentlich eine gute Errungeschaft unserer Gesellschaft ist.
Um eine Gesellschaft zu haben welche wieder mit Verve und Engagement auf die Straße geht und sehr viel solidarischer ist als jetzt, müsste es dieser halt viel schlechter gehen als jetzt. Aber wer will das schon nur damit die Gewerkschaften wieder erstarken?

Es geht den Leuten zu gut. Das ist der Grund für die gesunkene Akzeptanz für die Gewerkschaften. Ist ja auch eigentlich gut so. Macht aber Gewerkschaften auch teilweise obsolet. Und dann kommen nur noch Gewerkschaften zur Geltung deren Mitglieder nicht redundant sind. Lokomotivführer, Ärzte (Was für ein Witz, oder ??) und Piloten zum Beispiel.

Ich wundere mich etwas dass der Autor diesen Zusammenhang außen vor lässt..

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Thorrbert 07.04.2014, 15:11
9.

Zitat von spon-facebook-10000211648
Also eines gibt dieser Kommentar klar her, von Wirtschaft hat er keine Ahnung. Es sind einfach populistische Aussagen, die an Naivität kaum noch zu überbieten sind.
Warum? Erklären Sie das mal. Aus meiner Sicht hat Augstein hier Recht. Die Gehaltsexzesse der Top-Manager haben eben eine gesellschaftliche Auswirkung. Warum sollten normale Angestellte auf satte Gehaltserhöhungen verzichten, wenn sie einen Hebel haben, sie durchzusetzen? Aus "gesellschaftlicher Verantwortung"? Sie können nun allzu leicht auf die "Bosse" zeigen.

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