Forum: Politik
Piloten-Mord: Das Grauen

Der Tod des jordanischen Piloten Moaz al-Kassasbeh hat die Welt in Schrecken versetzt. Was für ein Verbrechen! Barbarisch? Ja. Unmenschlich? Leider nein. Wir alle sind Lehrmeister des Grauens.

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ocelot99 06.02.2015, 13:23
250. Langsam wirds echt unerträglich

Zitat von BoomTschak
Man sollte sich aber immer in Erinnerung behalten, dass viele der IS Kämpfer verbrennende Menschen nicht zum ersten mal sehen. Weil sie den Schrecken des Krieges miterleben mussten und sich an solche Bilder mittlerweile wohl schon gewöhnt haben, nur dass sie ihrer eigenen Familie beim Sterben zusehen mussten.
Die Islamisten sind doch keine traumatisierten Kriegsopfer! Die Islamisten bringen seit Jahren tausende um, und zwar mit Vorliebe Zivilisten! Worum geht es hier denn überhaupt? Der Irak-Krieg entmachtete die sunnitische Minderheit. Ehemalige Offiziere gründeten IS. Es geht hier um Macht, um einen Konflikt zwischen verschieden Volksgruppen, nicht um einen Freiheitskampf gegen den Westen!

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woelfer15 06.02.2015, 13:39
251. Ja klar Herr Augstein ...

... alles ist gleich, alle sind Barbaren. Das gilt nur für jene, welche selbst keinerlei Wertvorstellungen haben. Dann ist einem auch sch... egal wenn da einer im Käfig abgefackelt wird. War ja schliesslich nicht der erste, demnach alles menschlich gell?

Nein!!! So viel zynischer Unfug in drei Absätzen, kann nur einer verirrten Seele im Dschungel der menschlichen Moral entspringen.

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parisien 06.02.2015, 13:50
252. Schlicht Unsinn

Zitat von BoomTschak
Man sollte sich aber immer in Erinnerung behalten, dass viele der IS Kämpfer verbrennende Menschen nicht zum ersten mal sehen. Weil sie den Schrecken des Krieges miterleben mussten und sich an solche Bilder mittlerweile wohl schon gewöhnt haben, nur dass sie ihrer eigenen Familie beim Sterben zusehen mussten.
Sie wollen suggerieren, dass viele der IS-Mörder eine Art Rachefeldzug durchführen oder abgestumpft sind ?
Und wie erklären Sie dann die Rekrutierungen aus anderen Ländern ?
Die Tötung aller "Nichtgläubigen" , das bestialische Umbringen aller Angehörigen anderer Stämme oder Glaubensrichtungen ?
Letztere haben sämtlichst noch nie eine Drohne gesehen.

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woelfer15 06.02.2015, 13:53
253. Auf die Sichtweise kommt es an ...

Zitat von sunabi0404
Hr. Augstein spricht wie so oft in seinen Kolumnen einen entscheidenen Punkt an. Eine Gewalteskalation entsteht nie aus dem nichts heraus, sondern entwickelt sich immer aus vorhergehenden Gewaltakten und aus einer falschen Schlussfolgerungen der jeweiligen moralischen Sichtweise. Wenn in Afganistan durch einen amerikanischen Drohnenangriff, der urprünglich dazu dienen sollte, die terroristische Gefahr zu bekämpfen, unschuldige Menschen ums Leben kommen, dann mag das für westliche Betrachter "nur" ein Kollateralschaden sein, der einem höheren moralischen Zweck gedient hat. Für den afganischen Familienvater, der dadurch Frau und Kinder plötzlich auf brutale Weise verloren hat, ist es dagegen ein terroristischer Akt seitens der Amerikaner. Aus diesem Grund hat Fr. Wagenknecht völlig recht mit ihrem Vergleich. Wenn wir uns darüber Gekanken machen, in welcher Welt wir zukünftig leben wollen, dann müssen wir uns diesen Betrachtungsweisen stellen. Das hat rein gar nichts mit "realitätsfremd" zu tun, wie viele Foristen hier meinen. Leider reicht das intellektuelle Niveau der meisten Politiker (wie z.B. der im Artikel erwähnte Hr. Oppermann) auch nicht aus, eine moralische Selbstreflexion durchzuführen für die Dinge, die in der Vergangenheit falsch gemacht wurden und die das heutige Terrorproblem erst erschaffen haben.
... na klar doch, der Breyvik hat sich ja schliesslich auch auf Notwehr berufen, gell.

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monopinion 06.02.2015, 13:56
254. An alle Ursachenforscher

wenn die USA schon schuld an Al Quaida etc. sind, dann waren wohl auch die Soviets unterwandert und wurden von der CIA gezwungen in Afghanistan einzumarschieren. Also Leute...

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sunhaq 06.02.2015, 14:10
255.

Aha, weil in der USA vor 30 Jahren eine Studie veröffentlicht wurde bzw weil vor 70 Jahren im zweiten Weltkrieg die Atombombe geworfen wurde, ist der Westen nicht viel besser als der IS, der mordend, foltern und plündernd durch den Osten ziehen, um eine primitive islamistische Diktatur zu errichten. Ist Ihnen keine Theorie zu peinlich, wenn es darum geht, die USA oder den Westen schlecht zu reden, Herr Augstein?

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henryboehm 06.02.2015, 14:21
256. das mit dem philosophieren ueber starke maenner

verstehe ich nicht ganz. desperado trifft es fuer mich ganz gut wenn das gemeint ist.
abzuwaegen was unmenschlicher ist - drohnen oder enthauptungen... faellt schwer! aber auch mal die sichtweise des gegners anzunehmen tut gut.
was aber fakt ist: das krieg desperados - zu allem bereite verrohte fanatiker schafft. auf beiden seiten.

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tmendrzyk 06.02.2015, 14:27
257.

Zitat von Kurt2.1
Es ist mal wieder erstaunlich, oder eigentlich auch nicht, wie kurz Augsteins Weg ist, um Amerika anzuklagen. IS kann tun und lassen, was es will, Augsteins Amerika toppt das mühelos. Er entblödet sich auch nicht , Realität und Filmszenen miteinander zu vermengen. Wann endlich, wird die Öffentlichkeit von diesem Dampfplauderer verschont?
Da Herr Augstein dieses "Organ" teilweise geerbt hat, wird wohl seine Meinung uns noch länger in dieser Form erhalten bleiben...

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hyperlord 06.02.2015, 14:29
258.

Zitat von galahad610
während der westen versucht frieden zu stiften,gleichberechtigung und ähnliches,sind sie sich nicht doof genug um uns mit denen gleichzusetzen.
Entschuldigung, aber wenn Sie ernsthaft behaupten wollen, dass "der westen" frieden stiftet, dann sollten Sie mal einen Realitätsabgleich machen bezüglich verschobenes Weltbild.

Die Folterung und Ermordung Gefangener ist immerhin auch bei den Amerikanern geschehen und zwar durchaus in vollem Bewußtsein dessen, was man da tut - man hat ja sogar noch versucht, die Greueltaten juristisch reinzuwaschen.

Es geht im Kern auch gar nicht darum, die Verbrechen des IS zu relativieren, denn man kann die Verbrechen der einen Mörderbande nicht gegen die Verbrechen der anderen Mörderbande aufrechnen.

Was aber bleibt ist die Erkenntnis, dass es so etwas wie "westliche Werte", die einen ein moralisches Urteil erlauben, so nicht mehr gibt, denn wir sind in der Tat nicht besser als IS oder Al Quaida, wenn wir unschuldige Menschen mit fliegenden Robotern umbringen oder ein Spezial-Killerkommando schicken wie im Fall von Bin-Laden. Auch "der westen" bedient sich der Terrormethoden des Entführens, Folterns und wahllosen Ermordens - nur wird das hier nicht in der Form kommuniziert.

In dem der westen sich unter Führung der USA auf diesen Irrweg begeben hat im Namen des "War on terror", hat er seine eigenen Werte verraten und damit sein moralisches Fundament und die moralische Deutungshoheit verloren.

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