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Piloten-Mord: Das Grauen

Der Tod des jordanischen Piloten Moaz al-Kassasbeh hat die Welt in Schrecken versetzt. Was für ein Verbrechen! Barbarisch? Ja. Unmenschlich? Leider nein. Wir alle sind Lehrmeister des Grauens.

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Kurt2.1 05.02.2015, 18:10
50. #34

Zitat von glen13
Leider hat er Recht. Ich bedaure das aufrecht, denn es zeigt nur, wie scheißegal es unserer tollen Welt ist, wie es den Anderen geht. Amerika ist keinen Deut besser. Ich habe nichts gegen die USA, denn alle anderen sind auch nicht besser. Menschen sind leider nicht human, das sind nur Tiere.
Ich gehe nicht davon aus, dass in den USA die besseren Menschen wohnen und wir Deutschen haben zur Genüge bewiesen, was wir auf dem Gebiet alles können.
Thema war die Unmenschlichkeit der IS. Mich stört die Leichtigkeit, mit der Augstein das zur Seite wischt und punktgenau und ohne Umschweife genüsslich die USA anklagt.
Trotzdem gibt es einen kleinen Unterschied, den Augstein in siener US-hassenden Blindheit nicht sieht: Wann wird die IS ihren ersten Folterbericht veröffentlichen?

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spon-facebook-10000136365 05.02.2015, 18:10
51. Jakob Augstein hat sie nicht alle beisammen

Typisch für die ganz ... Linken. Es geht gar nicht um das, was geschehen ist, sondern offenbar nur darum, den Amerikaner und ihren Helfershelfern einen auszuwischen. Jedes Mittel ist dabei Recht. Nur in diesem Fall geistig.

Dabei steht es außer Frage, dass Guantanamo eine Schande und wie die gezielten Drohnen-Tötungen in fremden Ländern nicht rechtens ist.

Aber dass öffentliche, grausamste Hinrichtungen im Namen einer Religion verglichen werden mit der Kriegsführung im 2. Weltkrieg, bestimmter Militär-Strategien oder dem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan, ist nicht nur unzulässig, es ist bodenloser Zynismus, der vor gar nichts mehr Halt macht und offenbar nur eines kennt: Den direkt der Hölle entstiegenen Klassenfeind USA.

Es ist armselig und kotzt mich so maßlos an, dass ich hier nicht mehr lesen möchte ...

Schlimm.

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Faceoff 05.02.2015, 18:14
52. Differenzierung notwendig

Ich sehe da schon einen deutlichen moralischen Unterschied zwischen einer Organisation, welche die Grausamkeit zelebriert, welche sich mit der Grausamkeit medial schmückt und brüstet - und Staaten, die zwar ebenfalls Grausamkeiten begehen / in Kauf nehmen, diese aber keineswegs feiern, sondern die sich solcher Vorgänge schämen und sie am liebsten wegschweigen würden.

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Beteigeuze 05.02.2015, 18:18
53. Was ich aus dieser Kolumne herauslese?

Dass Herr Augstein anscheinend Bewunderung für die IS-Mörder empfindet und dies lediglich oberflächlich verschleiert. Wenn man die Affinität der Linken zu Islamisten und Dschihadisten betrachtet, ist das aber auch nicht weiter verwunderlich. Siehe auch Frau Wagenknecht und ihre Relativierung der IS-Verbrechen.

Ich habe die schreckliche RAF-Zeit miterleben dürfen und mich schaudert es im Angesicht der UdSSR und DDR-Vergangenheit, dass diese Rattenfänger sich nun hier breit machen und ihre kruden antidemokratischen und antifreiheitlichen Vorstellungen verbreiten.
Haben wir nichts gelernt?

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tra 05.02.2015, 18:23
54. Umflorte sich auch längst mein armes Land...

Herr Augstein aus Othmarschen erklärt uns die Welt - und immer ist im Vorhinein klar, wo die Reise hingeht. "Im Zweifel Links" kennt keine Zweifel, ist kathederprophetisch im Sinne Max Webers. Und nicht nur seiner Kolumne möchte man diesen Vorwurf darbringen. Letztlich versehrt daher sein politisches "Denken" uns alle. Ein deutscher John Steward tut journalistisch Not, von einem Stephen Colbert ganz zu schweigen...

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glen13 05.02.2015, 18:24
55.

Zitat von Faceoff
Ich sehe da schon einen deutlichen moralischen Unterschied zwischen einer Organisation, welche die Grausamkeit zelebriert, welche sich mit der Grausamkeit medial schmückt und brüstet - und Staaten, die zwar ebenfalls Grausamkeiten begehen / in Kauf nehmen, diese aber keineswegs feiern, sondern die sich solcher Vorgänge schämen und sie am liebsten wegschweigen würden.
Also sind die Brutalen, die ihre Taten veröffentlichen, schlimmer als die, welche Kollateralmorde mit vielen Kindern beschönigen? Es tut mir auch weh, wenn ich einsehen muss, dass wir keinen Deut besser sind. Aber erst, wenn wir erkennen, dass unsere Morde das selbe Leid erzeugen, wie die Morde der Anderen, können wir Frieden schaffen.

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otto_lustig 05.02.2015, 18:26
56. Ja, das ist richtig, aber

Zitat von jjcamera
Jemand empfindet Spaß und Genugtuung dabei, einen Menschen in einem Käfig bei lebendigem Leibe zu verbrennen? Jeder Versuch, diese Tat mit einer anderen zu relativieren oder aufzuwiegen, so wie Frau Wagenknecht das macht, ist abwegig und führt lediglich dazu, den Kreislauf der Vergeltung am Leben zu halten, anstatt ihn zu durchbrechen. Daran sollten Sie sich nicht beteiligen, Herr Augstein.
wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Ich halte die IS für einen Haufen von psychopathischen Fanatikern. Das große Problem ist, dass viele den Islam dafür verantwortlich machen. Schon vergessen, in Deutschland haben angebliche Christen Hexen verbrannt und nicht nur eine. Hier geht es nur um geistig minderbemittelte muslismische Fanatiker. Der Islam gehört zu Deutschland, aber diese Spinner nicht.

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serene 05.02.2015, 18:28
57.

Sowohl Wagenknecht als auch Herr Augstein haben recht: Gewalt ist Gewalt, Folter ist Folter. Da gibt's nichts zu vergleichen, zu rechtfertigen, oder gegenseitig aufzurechnen. Und das tut Hr.Augstein auch nicht. Wichtiger wäre zu begreifen, dass unsere westliche Idee von Demokratie und Zusammenleben möglicherweise gar nicht die Vorstellung aller Menschen ist, und wie durch versuchten 'Export' unserer Ideale Gruppierungen wie IS erst ermöglicht wurden (wobei man durchaus auch diese Exportidee als solche anzweifeln darf, wenn es eigentlich doch eher um Macht, Einfluss und Profit geht, nicht um die Fackel des Friedens in den jeweiligen Gebieten). Das ist der Spiegel, in den keiner wirklich gucken möchte. Die Frage wäre dann, wie gehen wir im Westen im Weiteren mit IS/Al Nusra/Boko Haram etc.um? Aber vielleicht wäre es sinnvoller, wenn diese Frage erst mal eindeutig von anderen muslimisch geprägten Ländern beantwortet würde. Ich sehe da keinerlei Einheitlichkeit, und Handeln schon gar nicht. Und nur nebenbei: es bleibt abzuwarten, ob Jordanien mehr als markige Sprüche (und die beiden Hinrichtungen) drauf hat, denn IS erfährt dort innerhalb vieler Stämme durchaus Unterstützung.

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spon-facebook-10000136365 05.02.2015, 18:29
58. Jakob Augstein hat sie nicht alle beisammen

Typisch für die ganz ... Linken. Es geht gar nicht um das, was geschehen ist, sondern offenbar nur darum, den Amerikaner und ihren Helfershelfern einen auszuwischen. Jedes Mittel ist dabei Recht. Nur in diesem Fall geistig.

Dabei steht es außer Frage, dass Guantanamo eine Schande und wie die gezielten Drohnen-Tötungen in fremden Ländern nicht rechtens ist.

Aber dass öffentliche, grausamste Hinrichtungen im Namen einer Religion verglichen werden mit der Kriegsführung im 2. Weltkrieg, bestimmter Militär-Strategien oder dem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan, ist nicht nur unzulässig, es ist bodenloser Zynismus, der vor gar nichts mehr Halt macht und offenbar nur eines kennt: Den direkt der Hölle entstiegenen Klassenfeind USA.

Es ist armselig und kotzt mich so maßlos an, dass ich hier nicht mehr lesen möchte ...

Schlimm.

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mikeklatt 05.02.2015, 18:30
59. man könnte es einfach beenden..

Es gibt genügend (sog. strategische Waffen) die dem IS sehr schnell den Garaus machen könnten. Nur wer kauft all die schönen Waffen dann?
Ich vermisse im übrigen auch Sanktionen gegen die Staaten, die den IS finanzieren...Logo..war ja keiner, weiss auch keiner wer...Sie verkaufen öl...bla,bla...irgendwer, verlogen kauft es ihnen ja auch noch ab.
So sich dann aber Menschen, allein wegen ihrer "Befürchtungen" Luft machen und gegen (Islam/IS - klar nicht das Gleiche) demonstrieren, wird diesem Umstand - Medial - mehr Aufmerksamkeit gewidmet, als eben dem Umstand, das (auch Deutsche Konzerne) am Waffenverkauf Prima verdienen.

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