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Pläne für europäische Armee: Trump wirft Macron Beleidigung vor
REUTERS

Der französische Staatschef Macron spricht sich für eine europäische Armee aus, was US-Präsident Trump zurückweist. Auf Twitter ätzt er gegen seinen Amtskollegen.

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minando 10.11.2018, 09:00
140. Ziemlich missverständliche Überschrift...

...die suggeriert, Trump habe generell etwas gegen das Projekt einzuwenden.
Dabei kann man durchaus nachvollziehen, daß Trump von Macrons Rede angefressen ist.
Lässt sich von den USA beschützen und benennt dann seinen Beschützer als potentiellen Feind.
Abgesehen davon dass sich Europa unabhängiger machen sollte ist es nicht sonderlich klug, seinen stärksten Verbündeten so vor den Kopf zu stossen, zumindest nicht so lange man im Vergleich selbst schwach wie ein Säugling ist.

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dr._seltsam 10.11.2018, 09:01
141. Freund-Feind-Kennung

Nun, aus dem Munde von Mr. Trump ist das sowas wie der Ritterschlag. Er ist immerhin Experte im Thema Beleidigung. Schade nur, dass ihm der Werte-Kompass längst abhanden gekommen ist. Ebenso schade, dass er die Fähigkeit zur Selbstreflektion auf dem Weg zur Macht verloren hat. Und weil man Werte nicht mehr teilt, am Besten in die Volloffensive gehen und das Weinfass mit dem ältesten Label seiner Regierungspolitik -lies Kostenbeteiligung- aufmachen. Eine weitere offensichtliche Neiddebatte anstoßen. Alles um den dann flugs in neue Schläuche für einen selbstgerchten Gedenkauftritt in Europa abzufüllen. Dear Mr. Trump, I got news for you: Wir können sehr gern über eine Änderung der Beteiligung an den Natokosten verhandeln. Wir werden dies aber definitiv nur tun, wenn wir im gleichen Atemzug über die Kostenbeteiligung der von amerikanischen Kriegen ausgelösten Destabilisierung des Nahen Ostens sprechen. Die Last der durch die sinnlose und kurzsichtige Interventionspolitik der USA ausgelösten Flüchtlingskrise tragen nämlich die Staaten von Europa allein. Von den paar mal ab, die lieber die Grenzen schließen, als über eine faire Verteilung zu sprechen. Bevor die USA nicht ihren fairen Anteil an diesen Kosten übernehmen, verbietet sich aus meiner Sicht ein Gespräch über höhere Kostenanteile im Bereich der NATO. Das kann nämlich kein Mensch bei Verstand einem Europäer überzeugend darlegen.

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Outdated 10.11.2018, 09:01
142. Naja der Klassiker halt

Amerika wirft den Europäern vor nicht genug zu tun...
Aber gleichzeitig verhindern sie, so gut sie können, alles was dafür sorgen würde das die Europäer tatsächlich effektiver würden.
Denn ein Europa mit einer geeinten Armee und effektiveren Programmen wäre über Nacht der größte Rivale der USA.

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robert.mantis 10.11.2018, 09:02
143. Demenz?

Langsam frage ich mich ernsthaft, ob Trump dement ist. Vor Monaten bereits bezeichnete er Europa wortwörtlich als Feind der USA. Und nun regt er sich darüber auf, dass Europa das umgekehrt genauso sieht?

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cobaea 10.11.2018, 09:03
144. Wie bitte?

Zitat von Fuxx81
Europa braucht als erstes eine demokratische Legitimation. Ein undemokratisch gewähltes Parlament, das sowieso nichts zu sagen hat, ist nicht genug. Wenn die EU auf demokratischen Füßen steht, können wir über alles andere reden.
Hä? Könnten Sie mir mal erklären, weshal das Europäische Parlament "undemokratisch gewählt" sein soll? Gibt's in einem Mitgliedsland keine Europawahl? Ist diese nicht frei, gleich, geheim und allgemein? Abgesehen davon, dass das Parlament inzwischen durchaus etwas zu sagen hat. Sollte es seine Kompetenzen ausbauen dürfen, erklären Sie uns doch, welche Zuständigkeiten die nationalen Paralmente ans Europaparlament abgeben sollen - irgendwoher müssen die neuen Zuständigkeiten ja dann kommen.

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Atheist_Crusader 10.11.2018, 09:06
145.

Zitat von wick.eurocon
Was aus dem Mund von Trump kommt ist nur Reiner Abfall und sollte in den Kehrichteimer landen. Aber die Europäer würden gut daran tun, eine eigene ,unabhängige Verteidigung aufzubauen. Die NATO sollte mit den Amerikanern aufgelöst werden,denn die Europäer brauchen keine NATO ,die USA jedoch braucht ihre Stützpunkte in Europa.
Falsch. Momentan brauchen wir die NATO noch, es sei denn wir wollen in Kürze ein paar Grenzzwischenfälle in den baltischen Staaten erleben, gefolgt von Monaten der Eskalation und Rhetorik in denen Putin dann beteuert zwar Frieden zu wollen aber auch die armen, ach so unterdrückten Russen beschützen zu müssen, gekrönt dann von der Frage: "Wollt ihr wirklich einen Krieg, nur für ein Stück Land das keinen interessiert?".

Nein, die NATO ist notwendig, zumindest für den Moment. Zuerst müssen wir einen Ersatz schaffen, dann können wir sie demontieren.

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arago 10.11.2018, 09:07
146. Die europäische Armee

macht deutlich, wie dringend wir die EU brauchen. Unsere Weltordnung gleitet wieder in das nationalstaatliche ab. Und die Nato wird von den zunehmenden Amerika first Interessen dominiert. Da wird das kleine Nato-Mitglied Deutschland künftig überhaupt nichts mehr zu melden haben. Der einzige Ausweg ist, den schlafenden Riesen Europa wachzurütteln - auch militärisch.

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Spiegelleserin57 10.11.2018, 09:08
147. Herr Trump wünscht Ärger!

um seine Politik in gutes Licht zu rücken provoziert dieser Mann immer mehr Ärger auf der ganzen Welt!
Was ist sein Ziel? Sein Land auf der gesamten Welt zu isolieren?
Wer sich mit allen Ländern anlegt zeigt doch nur seine eigenen Inkompetenz!

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Atheist_Crusader 10.11.2018, 09:08
148.

Zitat von tailspin
Auf wen sollen die Soldaten dann ihren TreueEid schoweren? Auf ihr Vaterland oder auf die Bruesseler Baggage? Was ist, wenn Poland und Portugal sich zoffen? Fuer wen kaempft die Armee dann? Macron hat sich wohl verpisst, als es um den Wehrdienst ging, und deswegen fehlt ihm auch die Vorstellung, was es alles so gibt.
150 Jahr zuvor:
"Eine gemeinsame deutsche Armee? Auf wen sollen die Soldaten dann ihren TreueEid schoweren? Auf ihr Vaterland oder auf die Berliner Baggage? Was ist, wenn Preussen und Sachsen sich zoffen? Fuer wen kaempft die Armee dann?"

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Freedom of Seech 10.11.2018, 09:09
149.

Zitat von Beat Adler
Der einzige Ideengeber der freien Welt: Emmanuel Macron! Nach dem Totalausfall von Trump in dieser Rolle, dem Ruecktritt in Raten von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem Brexitchaos von Theresa May, der Unwilligkeit von Shinzo Abe, ist Macron nun der Wichtigste unter den demokratisch gewaehlten Staatschefs der Welt. Nicht vergessen, auch ihm wird von einem Offizier der "nuclear football" hinterher getragen! Ob seine Ideen zu Europa, zur europaeischen Armee klug sind oder nicht, darf debatiert werden. Sie sind auf jeden Fall ueberlegenswert. Wer die Reden Macrons vor dem US Kongress, der UNO Vollversammlung, dem UNO Sicherheitsrat gehoert hat, weiss dass seine ideen nicht "nur" ueberlegenswert, sondern richtig gut sind! Er wird sein Programm vor dem Bundestag wiederholen. Noch etwas: Eifersucht auf Macron ist nicht angebracht! Die unreflektierte Bewunderung seiner Ideen auch nicht! mfG Beat
@Beat Adler. Sie vergaßen zu erwähnen, dass sich Macron mit seiner Bewegung "En Marche" für die Wahl des Europäischen Parlaments im kommenden Jahr der Fraktion der Liberalen (ALDE) angeschlossen hat. Aufgrund des vorhersehbaren massiven Stimmenverlust der Sozialisten im Europäischen Parlament, könnte damit die ALDE zur 2-stärksten Fraktion nach der EVP (Konservative) aufgsteigen. Das wird auch den Einfluss der liberalen Partei FDP in Deutschland erheblich steigern. Sollte es nächstes Jahr zu einer Koalition der FDP/CDU/CSU in Deutschland kommen. wäre eine enge europäische Zusammenarbeit mit Frankreich möglich. Stichworte: gemeinsame Außenpolitik, Verteidigungspolitik, Energiepolitik. Was wir dann in Deutschland überhaupt nicht gebrauchen können sind europäische Sonntagsreden gefolgt von "Ja, aber" Sprüchen (wie das auch bei Ihnen anklingt, ähnlichers hören wir ständig von den Grünen, den Linken und auch Mitte-Links CDUlern). Das gilt sowohl für die europäische Verteidigungspolitik (Bundestags Mandat vor Militäteinsätzen muss gestrichen werden, Bekenntnis zur gemeinsamen Nuklearen Verteidigung) und in der Energiepolitik muss die Einsicht einkehren, dass bei realstischer Betrachtung die deutsche Energiewende nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ohne Kernkraft wird es nicht gehen wenn man Klimapolitik wirklich ernst nimmt (vgl. aktueller Bericht des Weltklimarates der Vereinten Nationen IPCC). Herrn Lindner ist daher dringend zu empfehlen sich inhaltlich eng mit Macron (und Herrn Merz) abzustimmen. Strategisch wäre es darüber hinaus zu empfehlen die parteiübergreifenden nationalistischen Strömungen bis hin zu der deutschen Life Style Partei die Grünen als anti-europäisch zu entlarven.

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