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Pläne für europäische Armee: Trump wirft Macron Beleidigung vor
REUTERS

Der französische Staatschef Macron spricht sich für eine europäische Armee aus, was US-Präsident Trump zurückweist. Auf Twitter ätzt er gegen seinen Amtskollegen.

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brosswag 10.11.2018, 13:55
280.

In jedem Falle müsste der Formierung einer europäischen Armee vorausgehen und klar gemacht werden welche Länder das nicht wollen. Polen, die Ukraine und das Baltikum sind praktisch jetzt schon amerikanisches Mandatsgebiet. Die Hauptfrage, die sich mir stellt ist: Wie könnten wir die USA wieder aus Europa herausbekommen? Das Entstehen einer europäischen Armee wäre gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für einen Weltfrieden. Zumindest der Weg zu militärischer und wirtschaftlicher Entspannung. Wir brauchen eine multipolare Grundlage für eine neue Weltordnung.

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barzussek 10.11.2018, 14:09
281. Die Europäer sind nicht die Knechte der USA

Die Europäer sollten sich abnabeln von dieser elenden Bevormundung Dieser Trump ist nicht ernst zu nehmen solange er sich nicht an diplomatische Gepflogenheiten hält Wenn er seine geistigen Ausdünstungen per Twitter von sich gibt sollten die Europäer dies gar nicht zur Kenntnis nehmen weil nicht Stil gerecht und in Europa eine Kultur herrscht welche auf Traditionen beruht und keine Twitter Diplomatie

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quark2@mailinator.com 10.11.2018, 14:29
282.

Zitat von Rüdiger Rommel
sich gegen China, Russland und "sogar die USA schützen müßte", dann kann ich die Reaktion des US-Präsidenten durchaus verstehen. Was Macron da von sich gab kann ich nicht nachvollziehen, und ausgerechnet am Tag vor "Armistice Day" und Trumps Ankunft in Frankreich um an den 1. Weltkrieg zu gedenken. Das war ein 'faux pas' Monsieur le President!
Warum ? Weil die USA in die Weltkriege jeweils dann eingetreten sind, als sie mit minimalem Einsatz maximalen Profit für sich rausschlagen konnten ? Es ist lange dokumentiert, daß die USA genau abwogen, wen sie wann stützen müssen, damit DE und RU sich in WK2 am meisten gegenseitig schwächen. Sogar ein Kriegseintritt auf Seiten Hitlerdeutschlands wurde ernsthaft erwogen. Die Interessen Europas sind mit denen der USA keineswegs identisch, was man eigentlich daran sehen müßte, was in den letzten 10..15 Jahren rund um die EU passiert ist und wer wo was jeweils getan hat. Stichwort "F*ck the EU". Sorry, Macron sagt in diesem Fall nur die Wahrheit, aber eine wirklich hinreichend starke EU-Armee kann es mMn. erst geben, nachdem man von den Völkern die Zustimmung hat. So wie es unter Juncker lief, hat man viele Völker aber verloren.

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Siebengestirn 10.11.2018, 15:42
283. Was ist das für ein Wortgeklingel?

Zitat von From7000islands
Schön gesagt ! Nicht zu vergessen, dass durch Merkels Russland Phobie die Furcht vor einem Angriff Szenario durch die Russen immer angeheizt wird, während Merkel bei anderen für sie wirtschaftlich oder politisch relevanten Staaten alle ihre Augen zudrückt.
"Merkels Russland Phobie" und "Furcht vor einem Angriffsszenario durch die Russen immer angeheizt wird"? Russland hat in der Ukraine massiv das Völkerrecht verletzt, es hält sich nicht an die Absprachen von Kiew. Also sind insbesondere wirtschaftliche Sanktionen sinnvoll und angemessen. Von jedem deutschen Regierungschef ist zu erwarten, dass so ein völkerrechtswidriges Verhalten nicht einfach hingenommen wird. Im Übrigen bemüht sich die Bundesregierung u.a. auch, Russland für vernünftige Regelungen in Syrien zu überzeugen und lässt den Gesprächskontakt nicht abreißen. Was ist daran eine Phobie vor Russland?

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rant.biden 10.11.2018, 17:20
284. Falsch verstanden?

Zitat von Beat Adler
Wenn das so ist, warum reicht dann die NATO nicht aus Russland abzuschrecken?
"Wenn das so ist, warum reicht dann die NATO nicht aus Russland abzuschrecken?"

Die EU-Armee wird nicht diskutiert, weil man eine zusätzliche Abschreckung gegen Putinrussland für notwendig hält, sondern um die europäische Verzettelung zu beenden, effektiver zu werden und die technische und militärisch-politische Abhängigkeit von den USA zu verringern. Seit Trumps Unberrechenbarkeiten ist dieses alte Thema wieder aktuell geworden.

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Kreaktivist 10.11.2018, 18:48
285. Vergeudete Lebenszeit ist ...

... sich mit den oft wirren "Botschaften" des amerikanischen Präsidenten zu befassen. Europa hat nach der amerikanischen Präsidentenwahl viel zu lange Geduld in der Hoffnung gezeigt, Trump würde die westliche Welt und ihre, zugegeben manchmal langatmigen Entscheidungs- und Einigungsprozesse, begreifen. Der ständige Personalwechsel im Weißen Haus zeigt nachvollziehbar, daß keine Insider mit Zielen und vor allem Art seiner Politik klarkommen. Der Mann ist unberechenbar und verwechselt politische Verantwortung mit gezwungenem Entertainment. Unterhaltung, die die Welt nicht braucht.
Selbstverständlich braucht Europa ein eigenes Verteidigungsbündnis, das allerdings nur Mitglieder "verteidigt", die sich an die Grundrechte halten. Menschenrechte, Justizunabhängigkeit, Pressefreiheit, usw. Vielleicht auch als Denkanstoß an unsere "EU-Partner" in Ungarn, Polen, usw. ;-)
Die Reihe der fast täglichen Trump'schen Beleidigungen in alle Himmelsrichtungen -auch aktuell gegen Macron- beeindruckt keinen Zeitgenossen mit gesundem Menschenverstand.
Europa muß seinen eigenen Weg gehen - unabhängig von den Wahlkapriolen der Amerikaner!

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alfredo24 11.11.2018, 23:22
286. @Beat Adler, #258

Zitat von Beat Adler
Es geht um glaubwuerdige ABSCHRECKUNG, nicht Kriegsfuehrung! Das Abschreckungspotential der NATO ist ungebrochen, da kann Trump herumstaenkern soviel er will, es bleibt so. Eine EU Armee kann dieses Abchreckungspotential nicht noch zusaetzlich vergroessern, ohne Irrsinnskosten. "Wirtschaftliche Eroberung kann ich mir schon eher vorstellen. Doch da ist die Politik des eigenen Landes dann wirklich auch selbst schuld. Die Globalisierung ist ein erster Schritt hierfür." Die Globalisierung sorgte dafuer, dass Deutschland Weltmeister im Exportueberschuss ist, im Export strategisch wichtiger Gueter und nebenbei noch im Leistungsbilanzplus. Dieser deutsche Reichtum wird von der NATO, inklusive der Atomwaffen Frankreichs und Grossbritaniens garantiert. mfG Beat
Da bin ich Ihrer Meinung, dass das Abschreckungspotential der NATO vollkommen ausreicht. Nur hat Deutschland beim Beitrag für die Nato etwas geschummelt und bezahlt nicht einmal die Hälfte der vereinbarten Kosten ein. Wie Sie richtig schreiben, ist Deutschland durch die Globalisierung immer wieder durch den Exportüberschuss Weltmeister darin. Und dies zu Lasten anderer Länder wie beispielsweise der USA. Geschützt wird das überwiegend durch die Nato und somit der USA, die mit Abstand die größten Kosten tragen. Deutschland lehnt sich da gemütlich zurück. Deshalb kann ich hier Trump sehr gut verstehen, der den Zusammenhang Nato/Exportweltmeister sieht und einen Ausgleich anfordert. Wie dumm sind die Menschen in Deutschland/EU schon geworden, dass sie diesen Zusammenhang nicht erkennen. In einem anderen Zusammenhang habe ich auch geschrieben, dass in Deutschland erst einmal eine ganze Generation verdummen muss, damit die Menschen in Deutschland wieder aufwachen und von neuem anfangen können.

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ulrich-lr. 11.11.2018, 01:35
287. Hohe Erwartungen

Zitat von Siebengestirn
"Merkels Russland Phobie" und "Furcht vor einem Angriffsszenario durch die Russen immer angeheizt wird"? Russland hat in der Ukraine massiv das Völkerrecht verletzt, es hält sich nicht an die Absprachen von Kiew. Also sind insbesondere wirtschaftliche Sanktionen sinnvoll und angemessen. Von jedem deutschen Regierungschef ist zu erwarten, dass so ein völkerrechtswidriges Verhalten nicht einfach hingenommen wird. Im Übrigen bemüht sich die Bundesregierung u.a. auch, Russland für vernünftige Regelungen in Syrien zu überzeugen und lässt den Gesprächskontakt nicht abreißen. Was ist daran eine Phobie vor Russland?
Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Niemand erwartet von der Bundeskanzlerin, dass sie den Bruch des Völkerrechts einfach nur hinnimmt. Man darf erwarten, dass sie Völkerrechtsbrüche auch weiterhin ausdrücklich befürwortet und unterstützt, wenn sie von Verbündeten begangen werden.

Separatismus ist zwar kein Völkerrechtsbruch, man darf aber von der Bundeskanzlerin erwarten, dass sie ihn trotzdem als Bruch des Völkerrechts bezeichnet. Natürlich nur in den Fällen, in denen dadurch die Expansionspolitik der EU gestört wird.

Übrigens bemüht die Bundesregierung sich nur sehr scheinheilig um "vernünftige Regelungen in Syrien". Denn die Kanzlerin ist eine der treibenden Kräfte für die Aufrechterhaltungen der Sanktionen gegen Syrien. Einerseits das Leid der Syrer öffentlichkeitswirksam beklagen und andererseits den Wiederaufbau mit Sanktionen obstruieren.

Einerseits die Russen für ihren erfolgreichen Kampf gegen islamistische Terrorgrupierungen in Syrien beschimpfen, aber den Völkermord im Jemen beschweigen. Die Russen für die Befreiung von Aleppo an den Pranger stellen, die mindestens ebenso massiven Einsätze westlicher Verbündeter in Mossul und Raqqa total beschweigen. Wenn die Ursache nicht Russophobie ist, dann ist es mindestens boshafte Heuchelei.

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