Forum: Politik
Pläne für mehr Kooperation: Der Traum vom neuen Europa
REUTERS

Spaniens marode Banken, Italiens lahmende Konjunktur, Griechenlands Rekordschulden: Die Krise zwingt die EU, sich Gedanken über eine stärkere Kooperation zu machen. In Brüssel werden intern erste Schritte hin zu einem europäischen Bundesstaat entworfen - aber wollen das die Bürger überhaupt?

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erichheini 12.06.2012, 14:30
230. Zwängerei

Die Zwängerei mit der Euro-Krücke hat nicht nur 'Europa' geschwächt, sondern die Nationen wieder gegeneinander aufgehetzt. So hat sich Kohl den Frieden wohl nicht vorgestellt.

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Asirdahan 12.06.2012, 14:30
231. ohne

Zitat von sysop
Spaniens marode Banken, Italiens lahmende Konjunktur, Griechenlands Rekordschulden: Die Krise zwingt die EU, sich Gedanken über eine stärkere Kooperation zu machen. In Brüssel werden intern erste Schritte hin zu einem europäischen Bundesstaat entworfen - aber wollen das die Bürger überhaupt?
Die Idee vom vereinten Europa ist gut. Es zeigt sich aber jetzt, dass es so, wie es gemacht wurde, nicht klappt. Das ist der Hektik und der Hybris geschuldet. Wir müssen immer alles gleich, sofort und im Übermaß tun. Wir vergessen, dass ein Zusammenwachsen ein langsamer Prozess ist. Wir haben viel zu viele Länder in zu kurzer Zeit aufgenommen, das war politischer Raison geschuldet, nicht der Vernunft. Wir haben den Euro überstürzt eingeführt, wir haben ihn fast blind auch den Ländern gegeben, die mit ihm überfordert sind. Fehler über Fehler. Wen wundert es da, dass wir jetzt die Rechnung präsentiert bekommen? Weniger wäre mehr gewesen. Ich bin sicher, dass es zu Anfang genug warnende Stimmen gegeben hat, doch wenn es darum geht, zu wachsen, zu wachsen, Größe zu zeigen, wenn auch nur quantitativ, dann sind die Entscheidungsträger nicht zu bremsen.

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phoenix56 12.06.2012, 14:31
232. Wie oft

muss man es noch sagen ! Dieses Europa wollen wir nicht!
Wir behalten unsere eigenen Sprachen, Nationalflaggen und Hymnen. Unsere Nationale Sportmannscvhaften wollen wir auch nicht aufgeben.

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teufelsküche 12.06.2012, 14:31
233. Einspruch

Zitat von Rudi Rakete
im Prinzip scheinen wir keine andere Wahl zu haben als die stärkere Integration. Heute steht Deutschland gut da. Aber vor 20 Jahren titelte der Spiel noch "der kranke Mann" Eurpoas - gemeint war Deutschland. Seitdem hatten wir als Arbeitnehmer immer neue Nullrunden und Sparbemühungen der Regierung zu ertragen. Trotzdem steht Deutschland heute nicht mit einem ausgeglichenen Haushalt da. Fast 2 Billionen Euro Schulden und jedes Jahr neue Staatsschulden sprechen Bände. Das Vertrauen der Märkte auf Deutschland kann auch ganz schnell wieder kippen. Z.B. bei einer Abwertung und den damit verbundenen Risiken. Einige Leser in diesem Forum scheinen zu denken, dass Deutschland aus reine Boshaftigkeit keine weiteren Mittel zur Verfügung stellen will. Das ist ein großer Irrtum. Eigentlich stehen wir gar nicht so gut da wie wir gerne glauben machen möchten. Gelöst werden kann das Problem nur, wenn alle sich auf ein Ziel konzentrieren und nicht jeder versucht neidisch dem anderen weitere Zugeständnisse abzutrotzen.
Erstens ist das keine 20 Jahre her, sondern etwa 10. Zweitens wurde der Begriff vom kranken Mann geprägt, weil die EU Nachbarn uns konjunkturell davonzogen, oder so schien es wenigstens.
Heute ist klar, die haben alles nur auf Pump geschafft, der Boom von damals ist der Absturz von heute. Und dafür sollen wir jetzt blechen?

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Prekarianer 12.06.2012, 14:33
234. unsinn

Zitat von mandy1949
Und ich frage mich ernsthaft, warum das so einige nicht sehen. Wir werden ein starkes Europa brauchen gegen China, Indien, Brasilien und die vereinigten Staaten. Wenn wir als einzelnes Land antreten, in Verhandlungen, dann werden wir akzeptieren müssen, was sie uns vorgeben. Das kann nicht die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder sein! Darüber sollte man einmal nachdenken!
deutschland war export WM ohne eu.
eu hat deutschland doch nur geschwächt. welcher normalsterbliche hat denn einen einzigen vorteil durch den euro ? wenn man ehrlich ist niemand. sieht man das aber aus anderer ländersicht -zb ita gre esp usw - da wird ein schuh draus

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DasReptil 12.06.2012, 14:33
235. .....

Zitat von Nonvaio01
Alle diese Parteien sind Pro Euro, und wenn es dann eine gibt die nicht pro Euro ist, wird diese von der Presse niedergemacht und von den anderen Prteien, siehe die Piraten. Dann ist China ja auch eine perfecte demokratie denn dort koennen die Buerger ja auch zwischen kandidaten waehlen.
Das wollte ich damit ja auch zum Ausdruck bringen, wer sich nicht gegen die Blockparteien zur Wehr setzt sondern diese Jahr um Jahr mit seiner Stimme legitimiert verliert das Recht sich zu beschweren und muss eben den Mist auslöffeln den er sich selbst eingebrockt hat.

Da hilft dann auch nicht das Gejammer es gäbe ja keine Alternativen, wenn es die nicht gibt muss man sich eben selber welche schaffen.

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uezegei 12.06.2012, 14:33
236.

Zitat von Hörbört
Noch im Januar sprach sich Merkel gegen die Direktwahl des deutschen Bundespräsidenten aus, wie schon im Jahr 2009 (als Köhler diesen Vorschlag machte). Nun - auf einmal - soll der EU-Ratspräsident direkt gewählt werden? Dieser Frau ist kein Standpunkt zu glauben, zumal, wenn er unter der Überschrift "mehr demokratische Teilhabe" daher kommt. Denn Wort und Tat klaffen immer mehr auseinander (Stichwort: Technokratenregierungen).
Wie beim Tsunami von Fukushima bekam die Merkel eben ganz plötzlich eine göttliche Eingebung, welche sie zur Kursumkehr veranlasste.
Dort war plötzlich der Ausstieg aus dem Ausstieg machbar, hier eben ein sprunghafter Wandel zu mehr Bürgerbeteiligung.
Wer's dieser machtgeilen, an ihrem Platz klebenden Politikerkarikatur glaubt, hat selbst Schuld.

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heiko1977 12.06.2012, 14:34
237.

Zitat von MütterchenMüh
Ich möchte keinen europäischen Bundesstaat. Jedenfalls nicht derzeit und schon gar nicht einen, der aus der aktuellen Not herausgeboren wird. Deutschland wird sich für die Pleitegeier krummlegen (bis 67 +++) und sparen müssen. Schauen wir uns doch mal unsere Städte, Straßen, Schulen und Kindergärten an. Da kann man als Normalo nicht auf die Idee kommen, dass wir etwas zu verschenken hätten. Der Fikalpakt wird genauso wenig solide und regide durchgezogen werden, wie die derzeitige EZB sich an solide Stabilitätspolitik hält. Die Partei, die den Euro-Raum verlässt bekommt meine Stimme - sonst niemand.
Die Nöte der Kommunen und Gemeinden, die für die genannten Gebäude, Strukturen und Institutionen zuständig sind, existieren schon seit der Zeit Kohls und haben nichts mit der "Krise" des Euros zu tun.

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paoloDeG 12.06.2012, 14:34
238. Das Quartett !

Diese Leute, wie auch alle Regierungen der Länder der EU, haben nur beschränkte Fähigkeiten! Sie haben die Krisen nicht voraussehen können und noch weniger haben sie die Krisen meistern können! Man darf diese Tatsache nicht verneinen, sondern die Realität betrachten und danach handeln! Die Institutionen der EU und der EuroZone haben jämmerlich versagt! Schon seit Anfang 2006 auf meine Webseite bitte ich auf mehr Einigkeit, weil es dringend nötig war um ankommende Krisen leicht zu bewältigen! Alles umsonst! Europäische Bundesstaat, es ist schon längst Zeit! Aber wo sind die richtigen Leuten um an der Spitze zu stehen ??

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roastbeef 12.06.2012, 14:35
239.

Zitat von neuesausderanstalt
in Deutschland mit ansehen zu müssen - wie sich die Medien zum Sprachrohr Merkels entwickelt haben. Der Bürger soll ganz bewusst manipuliert werden. Liebe Mitbürger schaut nach Brüssel, was sich dort abspielt. Hört auf youtube die Reden von Nigel Farage an - ein wahrer Demokrat und er sagt die Wahrheit. Nach dem Wunsch Merkels und Schäubles soll unsere Demokratie ausgehebelt und demontiert werden. Nein so ein Europa wollen wir nicht - die Bürger enteignet, ohne Rechte und Sklaven der Finanz und Wirtschaft. Unsere Medien haben sich eine Gehirnwäsche von Merkel unterzogen - ich lese jetzt telepolis und andere Informationsquellen. Boykott den Medien mehr kann man dazu nicht mehr sagen.

ja, Nigel Farage ist ein Vorzeigedemokrat, sicher...
Und die UKIP als ewiggestrige Partei ist die beste politische Lösung für Europa, ganz genau....

Sorry, aber Merkel und Schäuble den Wunsch zur Aushebelung der Demokratie zu unterstellen, zeigt aus welcher politischen Ecke Sie kommen.

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