Forum: Politik
Plagiatsaffäre: Vorteil von der Leyen
AFP

Die Medizinische Hochschule Hannover belässt Ursula von der Leyen ihren Doktortitel - und führt teils fragwürdige Argumente an. Der Ministerin kann das egal sein: Am Ende dürfte sie von der Affäre profitieren.

Seite 1 von 9
Newspeak 10.03.2016, 05:37
1. ....

hat sie sich als perfekte Krisenmanagerin erwiesen. Eine wichtige Qualifikation in höchsten Staatsämtern.

Betrug gehört wohl auch dazu. Immerhin erschleicht man sich mit einem durch Täuschung erworbenen Doktortitel zumeist geldwerte Vorteile, über Jahrzehnte. Und auch sonst öffnen sich manche Türen in manche Jobs schneller, vor allem solche mit Führungsverantwortung. Aber Deutschland ist eine einzige Vetternwirtschaftsrepublik.

Die Uni Hannover ist eine Schande für Deutschland und die dortigen Professoren, die in der Kommission saßen, sind das, was man in Deutschland fast überall an den Unis findet. Elende Opportunisten.

Beitrag melden
joachimscholz 10.03.2016, 05:46
2. Wissenschaft wurde damit weltweit unglaubwürdig

Gerade in einem prominenten Fall hätte besonders strikt geurteilt werden müssen, weil dadurch sonst weltweit der deutsche Doktortitel unglaubwürdig gemacht wird.

Beitrag melden
testuser2 10.03.2016, 05:57
3. nicht gut

"die Qualität der Wissenschaft vor Plagiatoren zu bewahren" ist nicht das einzige Anliegen von "Plagiatsjägern". Mindestens genauso wichtig ist es, nicht nur diejenigen nach vorne bzw. oben kommen zu lassen, die schummeln und betrügen. Das fängt beim Erschleichen von umkämpften Praktikumsplätzen durch falsche Angaben während des Studiums an und hört noch nicht mal beim Plagiieren von Arbeiten auf. So hat Frau Dr. von der Layen nicht "Schwein gehabt", wie Frau Hoffmann im morning briefing schreibt, sondern es sollte ihr kein Fehlverhalten unterstellt werden, da sie dadurch im Amt beschädigt worden wäre - das ist zmindest meine Meinung, mit der ich vermutlich nicht alleine dastehe.

Beitrag melden
Miere 10.03.2016, 06:07
4. Ein Mediziner auf meiner Etage im StudiWohnheim ...

... ließ sich seine Doktorarbeit aus einem Datensatz, den andere erhoben hatten, von einem Ingenieur und einem Mathematiker auf derselben Etage innerhalb weniger Wochen zusammenschreiben. Er selbst hat keinen Finger krumm gemacht.

Ein Professor sagte mir mal, wenn eine Doktorarbeit in Medizin einer Diplomarbeit in den Naturwissenschaften in Umfang und Anspruch nah komme, sei sie ganz außergewöhnlich gut.
Ein Arzt sitzt an seiner Doktorarbeit (falls er sie selber schreibt) einige Wochen oder Monate, ein Naturwissenschaftler an seiner zwei bis fünf Jahre.

Jeder weiß, dass der Doktortitel bei Medizinern grundsätzlich völlig lächerlich ist. Ob plagiiert wurde oder nicht, das macht den Kohl auch nicht mehr fett.

Beitrag melden
clearglass 10.03.2016, 06:14
5. Sehr klug und umsichtig

hat sich v.d. Leyen in das unvermeidliche gefügt und sich in die weit verzweigte Sister-Connection Merkels eingefügt. Sie wird damit auch in den Medien der Springer-Presse und des Mohn-Imperiums nachsichtig behandelt werden. Im übrigen SO WHAT...

Beitrag melden
uli_muellh 10.03.2016, 06:21
6. Das wird richtig sein

Es geht meiner Meinung nach darum zu prüfen ob beim Schreiben schlampig gearbeitet wurde aber trotzdem genug eigene gedankliche und experimentelle Leistung in der Arbeit steckt, die den Doctor rechtfertigt, oder ob wie beim Ex-Verteidigungsminister einfach nur abgeschrieben wurde. Der Uni diese sorgfältige Prüdung abzusprechen ohne wahrscheinlich die Arbeit selbst zu kennen und beurteilen zu können finde ich nicht richtig. In ser Regel ist ein Dr. Mit jahrelanger Arbeit verbunden, wegen ein paar Mängeln kann man bei der Note variieren, muss aber nicht gleich alles als Mist bezeichnen. Die Uni wird gut hingeschaut haben
Uli_Muellh

Beitrag melden
shotaro_kaneda 10.03.2016, 06:29
7.

Das versteht man heutzutage also unter Krisenmanagement. Schweigen und seinen Job machen, für den man sowieso fürstlich entlohnt wird. Eine wichtige Qualifikation in Führungsämtern...

Beitrag melden
magnethelm 10.03.2016, 06:34
8. Dies zeigt mir ...

... nur, dass das gute, alte Sprichwort "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" nichts an Aktualität vermissen lässt.
Sorry, aber mit diesen "Eliten" ist das "Land der Denker" wirklich arm bedient.
#Magnethelm

Beitrag melden
reifenexperte 10.03.2016, 06:45
9. Fragwürdige Argumente?

Die hätte ich auch schon gerne gekannt, statt nur in der Überschrift davon zu lesen.

Beitrag melden
Seite 1 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!