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Plagiatsvorwürfe: "Jeder wusste, wie zu zitieren ist"
dapd

Die Plagiatsvorwürfe gegen Bildungsministerin Annette Schavan werden immer noch geprüft. Dabei spielt Fachliteratur zu Zitierweisen aus den Siebzigern eine wichtige Rolle. Die Erkenntnis: Die Vorgaben waren damals so streng wie heute.

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DukeGozer 01.02.2013, 23:59
1. Kurz und knapp

Is' nich' (wie der Berliner kurz und knapp sagt). Wer betrügt oder so dämlich ist, fliegt!

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erlenstein 02.02.2013, 00:02
2. Satire

Zitat von sysop
Die Plagiatsvorwürfe gegen Bildungsministerin Annette Schavan werden immer noch geprüft. Dabei spielt Fachliteratur zu Zitierweisen aus den Siebzigern eine wichtige Rolle. Die Erkenntnis: Die Vorgaben waren damals so streng wie heute.
Egal, ob sie ihren Titel behält oder nicht, diese Bildungsministerin muss zurücktreten. Mit ihrer dreisten Behauptung von nur "Flüchtigkeitsfehlern" hat sie sich klar ins Aus begeben. Selbst ihr gesonnene Unterstützer empfehlen die sachlichen Mängel klar zu benennen, um Studenten davon abzhalten ähnlich zu arbeiten. Ist das schon Satire?

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flüchtig 02.02.2013, 00:18
3. Wir können uns ja alle ein

bisschen "fremdschämen"...so wie sie es beim guten Theo tat!

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rainer_daeschler 02.02.2013, 00:28
4.

"Die Vorgaben waren damals so streng wie heute."

Wenn es anders wäre, hätte ich meinen Professoren das wissenschaftliche Arbeiten beibringen müssen und nicht die mir.

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Kashrlyyk 02.02.2013, 00:30
5. Feige und verdorben.

Zitat von
Er plädiert dafür, "das Vorgehen Schavans scharf zu kritisieren, damit niemand sich ermutigt fühlt, es ihr nachzumachen", gleichzeitig solle man die Politikerin aber "für ihre Jugendsünden begnadigen".
Wenn der Titel nicht aberkannt wird, dann ist das definitiv eine Ermutigung. Kein Doktor interessiert sich dafür, ob es Kritik zur Doktorarbeit gab oder nicht, sondern nur das der Titel bleibt, denn der ist in der Regel Basis des momentanen Broterwerbs.

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prb.richert 02.02.2013, 00:31
6. Verjährungsfristen

1. dreißig Jahre bei Taten, die mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht sind,
2. zwanzig Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als zehn Jahren bedroht sind,
3. zehn Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als fünf Jahren bis zu zehn Jahren bedroht sind,
4. fünf Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren bedroht sind,
5. drei Jahre bei den übrigen Taten.
Die Doktorarbeit von Frau Dr. Schavan ist gut über 30 Jahre her. Nur mal so. Der Mörder kann zu Hause bleiben, Frau Dr. Schavan muss geschlachtet werden. Ihr "Verbrechen" schlägt ja auch alles jemals Dagewesene. Hut ab vor den Vorverurteilern. Das findet anscheinend fast jeder normal und OK. Würde jeder mal vor seiner Tür kehren wäre das Land leer und die Gefängnisse voll oder die Scheiterhaufen (passt eher zum Thema) in Dauerbetrieb. Es muss doch mal gut sein. Aber zu viele geilen sich daran auf im Dreck zu wühlen. Schade für das Volk der Dichter und Denker!!!

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Pinin 02.02.2013, 00:38
7. Kapier ich nicht ...

... wörtlich zitieren ohne Anführungszeichen ist ein Plagiat, egal ob in Erziehungswisenschaften oder anderswo. Und im allgemeinen gehört zu so einem Zitat auch eine eigene Stellungnahme.

Aber vielleich war es dort einfach üblich den Doktortitel in Geisteswissenschaften bereits für eine Literaturzusammenstellung zu erhalten?

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dieter1812 02.02.2013, 00:39
8. Zweierlei Maß

Der Versuch Schavans vorgehen als Jugendsünden abzutun ist nicht haltbar. Mann oder Frau XY wäre der Titel längst aberkannt worden. Auch das Argument, dass die Zitier Regeln nicht klar waren sticht nicht. Für mich ist die Bildungsministerin eine Frau ohne Berufsabschluss und sollte ihren Titel und Amt mit Anstand zurückgeben.

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Reziprozität 02.02.2013, 00:45
9.

Aus dem Artikel:

"... Er plädiert dafür, "das Vorgehen Schavans scharf zu kritisieren, damit niemand sich ermutigt fühlt, es ihr nachzumachen", gleichzeitig solle man die Politikerin aber "für ihre Jugendsünden begnadigen". Formal würde eine solche Lösung bedeuten, Schavan den Titel zu belassen, aber die Mängel offiziell festzustellen. ..."

Die Zeiten waren in der Tat damals andere, allerdings sieht kein Promotionsrecht, weder vergangenes noch aktuelles, eine "Begnadigung für Jugendsünden" vor. Ich würde deshalb, schon aus elementaren Fairnisgründen allen anderen "ehrlichen" Doktorierenden gegenüber, dafür plädieren, dass die Uni Düsseldorf den temporalen Kontext angemessen würdigt und Frau Schavans Arbeit dementsprechend einordnet.

Ansonsten gilt: Beschixx bleibt Beschixx, egal ob 2013 oder 1980.

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