Forum: Politik
Plagiatsvorwurf : Spitzenforscher verteidigen Schavan
dapd

Annette Schavan kämpft um ihren Ruf. Nun bekommt sie in der Plagiatsaffäre Unterstützung aus der Wissenschaft. "Skandalös" nennen führende Forscher das Verfahren der Universität Düsseldorf gegen die Ministerin. Grünen-Chefin Roth dagegen legt der CDU-Politikerin den Rücktritt nahe.

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idealist100 16.10.2012, 09:49
90. Frage an die Foristen

Zitat von sysop
Annette Schavan kämpft um ihren Ruf. Nun bekommt sie in der Plagiatsaffäre Unterstützung aus der Wissenschaft. "Skandalös" nennen führende Forscher das Verfahren der Universität Düsseldorf gegen die Ministerin. Grünen-Chefin Roth dagegen legt der CDU-Politikerin den Rücktritt nahe.
wie kann man Promovieren ohne ein Studium vorher erfolgreich absolviert zu haben? Abitur und anschließend Doktorarbeit schreiben so was man hört? Kannte bis dato nur Dipl. abgelegt und anschließend wenn Zeit, Geld und Möglichkeit promoviert.

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kannmanauchsosehen 16.10.2012, 09:50
91.

Zitat von gisbertlinneman
Bisher habe ich immer geglaubt, nur Mord verjährt nicht. Das ganze Theater ist ein Trauerspiel, und ich hoffe, dass es nicht endgültig in eine politsch motivierte Schlammschlacht ausartet.
Das sind zwei Paar Dinge. Frau Dr. Schavan wird ja nicht für ein mögliches Plagiat bestraft - die Frage ist, ob sie den Doktortitel zurecht trägt, und da gibt es KEINE Verjährungsfrist.

Wenn Sie bei einem Nachbarn ein Gemälde aus der Wohnung stehlen, dann ist der Diebstahl nach einigen Jahren verjährt.

Aber Sie dürfen das Gemälde nicht behalten, wenn der Diebstahl nach einigen Jahren ans Licht kommt (... ich hoffe, ich habe Recht, gibt es Juristen im Forum die hier Bescheid wissen?).

Es gibt Grenzbereiche, in einigen europäischen Ländern ist es so, dass das Verändern von Grunstücksgrenzen mit dem Nachbarn (Diebstahl von Land) nach einigen Jahren verjährt, und der Gesetzgeber geht sogar davon aus, dass die Beute dann dem Dieb gehört. Man geht hier von einem Gewohnheitsrecht aus, welches man nach einer bestimmten Frist ins Kadaster eintragen darf.

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w.uljanow 16.10.2012, 09:52
92. Ein Witz oder?

Zitat von otzer
kann ich zu den Vorwürfen wenig sagen. Aber dass der selbsternannte Plagiatsjäger im Schutze der Anonymität arbeitet, ist ein menschliches Armutszeugnis für ihn.
Natuerlich, jetzt mal ordentlich den Ueberbringer schlechter Nachrichten fertig machen. Natuerlich muesste sich auch jeder Whistleblower erstmal outen, weil das sonst menschlich arm ist, oder wie? Sollte der Gute in der Wissenschaft taetig sein oder im oeffentlichen Dienst, was glauben Sie wuerde demjenigen wiederfahren? Bestimmt wuerde er das Bundesverdienstkreuz bekommen, dass er ja wirklich verdient hat oder?

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urvogel 16.10.2012, 09:52
93. Die Zeit macht nichts wahrer

Zitat von gisbertlinneman
Bisher habe ich immer geglaubt, nur Mord verjährt nicht. Das ganze Theater ist ein Trauerspiel, und ich hoffe, dass es nicht endgültig in eine politsch motivierte Schlammschlacht ausartet.
Was sollen diese juristischen Vergleiche, ein falscher Führerschein ist noch nach dreißig Jahren ein falscher Führerschein. Selbst wenn es sich nur um Todschlag handeln würde, dürfte es einem Politiker schwer fallen noch im Amt zu bleiben, wenn das nach 30 Jahren herauskommt. Eine Doktorarbeit sollte eine eigene Leistung sein und das schließt auch die Zusammenfassung und Interpretation der Werke anderer ein. Was in diesem Falle sogar die eigentliche Leistung der Dissertation hätte darstellen sollen. Wenn dann jemand aus Zusammenfassungen abschreibt, die eben diese Leistung darstellt, so täuscht er eine eigene Leistung nur vor, ziert sich aber in Wirklichkeit mit den Federn anderer. Für mich in diesem Fall kein Grenzfall, wie es vielleicht wäre, wenn diese behandelten Werken nicht zur zentralen Analyse der Dissertation gehören würden. Nebenbei finde ich es schwierig eine Theologin als Hauptverantwortliche für die Wissenschaft zu bestellen. Aber das ist eine ganz andere Frage.

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xehris 16.10.2012, 09:53
94. Mehr Schein als Sein

Zitat von uguntde
Die hat das Problem natürlich nicht, da sie nur ein nach 2 Semestern abgebrochenes Studium hat. Sie könnte Schavan's Arbeit wahrscheinlich nicht einmal lesen.
Auch wenn man viele Ansichten Claudia Roths nicht teilt, muss man aber zugestehen, dass sie eine leidenschaftliche Politikerin, sich wirklich für die Inhalte der Politik interessiert und nicht nur für den eigenen Machterhalt. Das sehe ich bei Frau Schavan, bei der ich ein leidenschaftliches Engagement für die doch so immens wichtige Bildungspolitik vermisse, völlig anders. Ihre Chefin stützt sie, weil Merkel ihrer Freundin in dieser Hinsicht sehr ähnlich ist.
Merkel und Schavan sind beide reine Machtpolitikerinnen, mehr Schein als Sein.

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uezegei 16.10.2012, 09:53
95.

Zitat von spon-facebook-1412817548
Ich will es als Akademiker einmal so sagen: Sollte manes bis zum Ende eines Studiums schaffen steht doch jeder angehende Akademiker vor dem Problem Abschlussarbeit. Dabei kommt bei nahezu jedem der Gedanke auf wie man diese denn möglichst effizient hinter sich bringt. Das bedeutet: die möglichst beste Note bei möglichst gringem Einsatz in der kürzesten Zeit. Nur die Hardcore Idealisten mit dem nötigen Background an Zeit und Geld mögen dies anders handhaben, doch schlussendlich ist das die sehr große Unterzahl. Das ProblemAbschlussarbeit oder eben Dissertation bleibte bestehen. Man ist am Ende seines Studiums, ist am Ende seiner Kräfte (nach Abschlussprüfungen und dem ganzen Fristbrimbamborium), es fehlt an Geld und Zeit, möglicherweise hat man schon oder noch Kinder, oder steht anderweitig unter einem Final-Druck. So gut wie jeder schummelt an der Stelle, egal ob es nur handwerkliche Fehler sind oder kleine Passagen die mal eben etwas umformuliert werden, merkat ja keiner, die Zeit für solche ausgiebigen Kontrollen fehlen, die Software ist eh zu schlecht und es interesseirt (sofern die Arbeit nicht total auffällig und handwerklich schlecht ist) eh kaum einen Prof. So ist es nunmal, ich habe kaum Studenten kennengelernt die nicht hier und da etwas übernommen, umgeformt und abgeändert haben um die Seiten zu füllen, einfach weil es verführerisch leicht ist. Ein Risikospiel mit dem Feuer. Nur wenige schaffen es ohne. Vor allem wenn man BEdenkt das es sich eben nur um eine Abschlusarbeit handelt. Eine Dissertation ist natürlich etwas schwerwiegender, doch trotz alledem handelt es sich um Arbeiten die doch im Prinzip nach dem Abschluss in VErgessenheit geraten. Bei Frau Schavan sieht es noch etwas extremer aus. 3 oder mehr Jahre (?) Arbeit an einer Dissertation. Neben der Arbeit an der Dissertation gibt es ja noch eine ganze Menge Forschung- Uni- und Lehrarbeit zu tun. Natürlich sollte man nach einer so langen Zeit davon ausgehen das sie dabie nicht schummelt, doch die äußeren Umstände verleiten doch dazu. Und so wird es wohl auch bei ihr gewesen sein. Der Eindruck verstärkt sich wenn man das Schavanplag-Gutachten liest. SIe hat geschummelt und das ist nunmal nicht von der Hand zu weisen. Ich würde mal sagen, leider, Annette, Du hast einfach Pech gehabt erwischt zu werden. Ein Horror den schon Massen an Akademikern vor Dir hatten :-) Ich frage mich daher wer hier jetzt ominöse Rückendeckung liefert und um seine/ihre eigene Reputation bangt. :-D
Da stellt sich doch Frage, wenn das ganze Theater nur eine Formsache ist am Ende des Studiums, warum man an so einer übekommenen Sache noch festhält. Man kann dann doch gleich allen den Titel in die Hand drücken ohne weitere Prüfung wenn ohnehin "abgekürzt" wird, oder?

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spon-facebook-10000211648 16.10.2012, 09:54
96. optional

Warum das Gutachten vorweg veröffentlicht worden ist bleibt eine "Sauererei". Auch vom Spiegel. Hier wäre es aus meiner Sicht anständiger gewesen, das Verfahren geordnet ablaufen zu lassen und so lange zu warten. Aber das ist heute wohl nicht mehr opportun. Man macht Auflage in dem man jemanden bewußt zu Strecke bringt.

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Wunderläufer 16.10.2012, 09:54
97. Nicht zu voreilig!

Die Vorgehensweise ist durchaus äußerst problematisch: es darf nicht sein, dass das Gutachten zuallererst an die Öffentlichkeit gelangt; ein Vorverurteilung ist dadurch automatisch gewährleistet.
Aber der reflexartige Ruf von Frau Roth nach Rücktritt dürfte Frau Schavan letztendlich helfen. Offenbart Frau Roth doch eher parteipolitische Interessen, ohne Inhaltliches beizutragen.
-> Gesamtnote: UNGENÜGEND

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ändru 16.10.2012, 09:55
98. Nach 30 Jahren

Zitat von sysop
Annette Schavan kämpft um ihren Ruf. Nun bekommt sie in der Plagiatsaffäre Unterstützung aus der Wissenschaft. "Skandalös" nennen führende Forscher das Verfahren der Universität Düsseldorf gegen die Ministerin. Grünen-Chefin Roth dagegen legt der CDU-Politikerin den Rücktritt nahe.
so ein Kasperletheater. Wer kommt nur auf solch dumme Gedanken?
Armes Deutschland

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mittagspause 16.10.2012, 09:55
99. 30 Jahre

Nach 30 Jahren ist in Deutschland alles ausser Mord verjährt.
Wenn sie also due Uni abgefackelt hätte dann könnte sie hierfür heute nicht mehr belangt werden.
Wenn Sie den Dr. durch erpressung erlangt hätte könnte sie heut auch nicht mehr belangt werden.
Es gibt auch gute Gründe dafür, dass die Vergangenheit irgendwann einmal ruht und warum soll es hier anders sein.

Auch wenn jemand möglichwerweise vor über 30 Jahren einen Fehler gemacht hat, dann würde er das vielleicht heute nicht mehr tun, man muss den Menschen auch zugestehen sich wieter zu entwickeln.

Im übrigen nicht meien Idee sondern der Kommentar der Tagesthemen von gestern

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