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Plan für Freihandelszone mit EU: May bezwingt die Brexit-Hardliner
REUTERS

Theresa May ist von den Plänen eines harten Brexit abgerückt. Auf einer Kabinettsitzung setzte sie sich gegen die Hardliner in ihrer Regierung durch. Der Kampf wurde mit subtilen Mitteln geführt.

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chb_74 07.07.2018, 11:21
1. Das Ende der EU...

Angesichts der Existenz des EWR wäre eine solche maßgeschneiderte Rosinenpickerlösung, deren Vorteile praktisch allein auf Seiten UKs liegen, der mittelfristige Tod der EU wie wir sie kennen, weil das dann allen Separatisten Auftrieb geben wird und alle anderen EU-kritischen Staaten ebenfalls den Austritt samt Forderung nach Verträgen "wie UK" betreiben werden. Ob Brüssel da überhaupt zustimmen kann? Was bietet UK denn eigentlich der EU als Gegenleistung für den privilegierten ökonkmischen Zutritt zur EU-Wirtschaft in diesem Modell?

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BeatDaddy 07.07.2018, 11:29
2. Die

Briten wollen sich jedes Mal die Rosinen aus dem Kuchen herauspicken...und dann nicht dafür bezahlen. Finde ich persönlich nicht in Ordnung. May kann ja mit ihrem neuen "Freund" aus Amerika eine Freihandelszone bilden. Ach halt, Trump kündigt nur auf und droht der Welt...er erschafft nichts....Die Mauer steht immer noch nicht, obwohl es doch so ein "dringliches" Problem war.

Ich denke, die Briten sollten es sich noch einmal ganz genau überlegen, ob sie wirklich raus wollen oder einfach nur neue Verhandlungen anstreben sollten.

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claus7447 07.07.2018, 11:29
3. Noch ein Plan

...oder planlos. May und die Brexittruppe werden wie es aussieht scheitern und GB in ein Chaos entlassen. Zufällig habe ich gerade ein "Betreuungsprojekt" in UK, auch die mittelständische Industrie macht sich Gedanken wo dann produziert wird. Sicher mittelfristig nicht mehr dort.

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kenpegg 07.07.2018, 11:34
4. Gegenleistung

Zitat von chb_74
Was bietet UK denn eigentlich der EU als Gegenleistung für den privilegierten ökonkmischen Zutritt zur EU-Wirtschaft in diesem Modell?
Privilegierten ökonkmischen Zutritt zur GB-Wirtschaft. Zum Beispiel, 780 000 Deutsche PKWs die voriges Jahr in GB verkauft wurden.

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stadtmusikant123 07.07.2018, 11:36
5. nun ist Brüssel wieder dran

Nun hat es PM May doch noch geschafft, die beiden Brexit-Gruppen in ihrer Regierung zu einem Kompromiss zu vereinen.
Jede Gruppe bekam etwas geboten. Die "EU-Freundlichen " den Kompromiss hinsichtlich Binnenmarkt für Güter, und die "Exit-Hardliner" den "Exit ohne Abkommen", im Falle eines Scheiterns dieser Verhandlungen. Unverhandelbar sind also die handelspolitsche Unabhängigkeit.
Da Barnier im "ersten Anlauf" , nicht wie sonst , sofort diese Vorschlag abgelehnt hat, deutet sich hier eine Möglichkeit des Kompromisses schon mal an.
Sicher werden wieder einige "Rosinenpickerei" rufen, aber mit einer 70 Mil.-Kopf-Volkswirtschaft zusammen zu arbeiten, hat halt seinen "Preis". Und diese 70 Millionen sind auch der entscheidende Unterschied zwischen Schweiz und Norwegen.

Ein weiterer positiver Effekt der jetzigen Entwicklung ist auch, dass das Ball jetzt wieder im Brüsseler Feld liegt, und somit Unternehmensführer wie z.B. Herr Enders eine neue Adresse für ihrer Apelle und Botschaften haben.

Bei der Berichterstattung gab es dezente Hinweise, dass das Handelsabkommen UK-USA wohl keine "Fata Morgana" ist. Derzeit wird das niemand offiziell bestätigen, weil es ja eigentlich nicht erlaubt ist . Aber wer hat schon geglaubt, dass die Briten mit den "Vorbereitungen" bis nach dem Exit warten würden?
Mit Blick auf dieses und ähnlicher Abkommen werden sich die Warenströme zunehmend verändern.

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die-metapha 07.07.2018, 11:41
6.

Innenpolitisch ist dieses Land zutiefst gespalten.
Was von diesem Beschluss wirklich und substanziell übrig bleibt, wird sich spätestens Montag Abend zeigen. Und die Mehrheit wird dieser Meldung aus den Reihen des britischen Kabinett sehr skeptisch gegenüberstehen.
Genau diese taktierten und die innenpolitische Zerrissenheit hat dazu geführt, dass nicht einmal mehr ein halbes Jahr für Verhandlungen zur Verfügung stehen.
Eigentlich ist das zu wenig Zeit, um den gesamten Themenkomplex abzuarbeiten.
Es gab weder einen klaren Plan noch klare, realistische Vorstellungen für den selbstgewählten Ausstieg aus der EU.
Man hat Hasardeuren und Zockern wie Johnson, Farage und wie sie alle heißen und deren Einschätzung vertraut, die EU würde gegenüber dem UK einknicken.
Besagte Riege wird daran nicht zugrunde gehen - allesamt haben ihren persönlichen Reichtum gesichert - Rees-Mogg hat sein Finanzmodell eilig ins europäische Nachbarland verlegt. Weshalb wohl, wenn doch die Zukunft laut diesen Burschen in einem "freien" UK liegt?

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erst nachdenken 07.07.2018, 11:43
7.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die EU auf diesen Schwachsinn nicht einlässt. Die Briten würden bekommen, was sie wollen, und wir?

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Holbirn 07.07.2018, 11:51
8. Der Jubel ist umwerfend, alle zufrieden

Erst ein Sieg nach Penalty, und dann die glorreiche Einigung auf eine Brexit-Lösung. Mein Gott, was für ein Erfolg, die Presse jubelt. Dummerweise ist die Brexit-"Lösung" nichts weiter als ein Gedankenkonstrukt, ein Wunsch, nach zwei Jahren nicht enden wollenden wirren Herumgeblödels. Sollte es zu einem harten Bruch kommen (noch immer hat dieser wichtige und zahlreiche Befürworter), das Vereinigte Königreich hat vergessen, genug Grenzpolizisten einzustellen, um Grenzkontrollen durchzuführen. Die Schlange der abzufertigenden Fahrzeuge wird durch Belgien bis nach Deutschland reichen.

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stadtmusikant123 07.07.2018, 11:51
9. xxx

Zitat von chb_74
Was bietet UK denn eigentlich der EU als Gegenleistung für den privilegierten ökonkmischen Zutritt zur EU-Wirtschaft in diesem Modell?
UK ist ein potentieller Kunde mit rund 70 Mio. Köpfen / Kunden.

Das ist der Unterschied zur Schweiz und Norwegen.

Und diese potentielle Kundschaft hat ihren Preis.

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