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Plan für Freihandelszone mit EU: May bezwingt die Brexit-Hardliner
REUTERS

Theresa May ist von den Plänen eines harten Brexit abgerückt. Auf einer Kabinettsitzung setzte sie sich gegen die Hardliner in ihrer Regierung durch. Der Kampf wurde mit subtilen Mitteln geführt.

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ramuz 07.07.2018, 11:54
10. Leider ein Null-Argument.

Zitat von kenpegg
Privilegierten ökonkmischen Zutritt zur GB-Wirtschaft. Zum Beispiel, 780 000 Deutsche PKWs die voriges Jahr in GB verkauft wurden.
Wo bitte sei hier das Privileg, die Besonderheit, das besondere Entgegenkommen, wenn auch US-JAPAN-KOREA_etalia Autos ( PKW hat übrigens kein "S" am Plural-Ende der Abkürzung ) nach GB verkauft werden dürfen? Und wie würden sich die Briten fortbewegen, wenn sie keine Autos importieren würden? Ah... ich vergass.. es gibt ja Kokosnusshälften im Commonwealth.

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theodtiger 07.07.2018, 11:56
11. Warum denn einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Warum denn einfach, wenn es auch kompliziert geht? - fragt man sich da. Statt in einem funktionierenden Binnenmarkt zu bleiben, soll da etwas gebastelt werden, das in manchen Bereichen die positiven Effekte (Waren) des EU Binnenmarktes haben könnte. Praktisch dürfte dies aber enorme Schwierigkeiten verursachen. Wenn das VK eigene Handelsabkommen mit eigenen Tarifen hat, wie soll dann an der irischen Grenze festgestellt werden, ob da tatsächlich im VK nach EU Standards produzierte Güter eingeführt werden oder solche die mit niedrigen Zöllen versehen nach z.B. US Standards in den USA produziert wurden. Da braucht man Kontrollen, sonst haben wir im EU Binnenmarkt demnächst vielleicht genmanipuliertes Essen und Chlorhühnchen (um das an Clichées zu verdeutlichen).
Bemerkenswert ist auch, dass das VK mehr als zwei Jahre brauchte, um überhaupt zu wissen was sie eigentlich (gerade) wollen. Interessant ist auch, dass VK statt über EU Standards mitzubestimmen, dann - außerhalb der EU - bestehende und künftige Standards einfach übernehmen will (sofern das Ganze nicht in Zukunft einmal vom Unterhaus gekippt wird). Der EuGH behält bei dieser Konstruktion im Warenverkehrsfragen auch das letzte Wort.
Interessant erscheint auch die Frage, ob sich das VK innerhalb der Freihandelszone, die ausdrücklich auch Agrarprodukte umfasst, auch an der Finanzierung der EU Agrarpolitik beteiligen will und ob britische Empfänger von EU Agrarleistungen - insbesondere die Queen - diese auch in Zukunft erhalten sollen.
Sinn machen diese komplizierten Regelungen, sofern überhaupt umsetzbar, eher im Hinblick auf einen zukünftigen Antrag des VK auf EU Mitgliedschaft nach Artikel 49 EU Vertrag. Dann könnten die Verhandlungen relativ kurz sein und das VK brauchte nicht zu viel umzustellen.

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axel.doser 07.07.2018, 11:58
12. Bitte nicht

Wie immer wir dein kompromiss gemacht. Das wird ein schwerer Fehler sein.
Die Alternative wäre, wir machen alle das gleiche wie Großbritannien. Das wäre auch ok.
Das gäbe erst mal ordentliches Durcheinander aber über kurz oder lang wird auch wieder ruhiger und
es würde helfen die Italiener oder andere "Sparfüchse" die auf einen Schuldenschnitt aus sind auszubremsen.
Aber weil ja die Banken auf der einen und die PKW Hersteller auf den anderen Seite mitbestimmen wird es spannend.

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pepe-b 07.07.2018, 12:05
13. @ stadtmusikant123

Die Hardliner haben was bekommen?? Die Hardliner wollen gar kein Abkommen. Die Hardliner wollen sich nicht an EU-Regeln binden. Die Hardliner wollen auch keine Zölle im Auftrag der EU erheben. In allen drei Punkten haben die Hardliner gar nichts bekommen. Im Gegenteil: May hat sie erpresst, mit Entlassung gedroht und sagte ihnen damit „friss oder stirb“ (Entlassung). Und dass sie sich darüber schon jetzt aufregen, kann man sogar in diesem Artikel lesen. Wie lang diese Vereinbarung also hält, darf man sich wirklich fragen. Da ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen.

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obersterhofnarr 07.07.2018, 12:08
14. Ausverkauf an globale Konzerne

Was denkt Nigel Verarsch wer im UK die Arbeitsplaetze schafft? Die Queen oder Robin Hood? Natuerlich sind es die mulitnationalen Grosskonzerne, die den Sockel der Wirtschaft bilden und wie dumm-dreist ist die Denke, dass multinationale Konzerne aus patriotischen Gruenden auf einen Teil ihres Gewinnes verzichten wuerden. Anderes Land, gleiches Problem: Trump!
Natuerlich nicht. Airbus oder die Autoindustrie denken nicht einmal im allerschlimmsten Albtraum der eingeschlafenen Fuesse daran auf irgendetwas zuverzichten. By the way; wie unverschaemt ist die Idee, dass zwar das Kapital ungehindert per Mausklick wandern darf, aber bitte schoen die Arbeitnehmer in der Sch... sitzen bleiben muessen? Das UK wirbt um Investitionen auch aus den anderen EU Laendern , bzw. fordert den Fortbestand von Paneuropaeischen Produktionen (z.B. Airbus) und sagt aber, alles andere moege bitte draussen bleiben. Das ist einfach nur dreist und sollte entsprechend abgewuergt werden.
PM May ist im Prinzip wie Merkel, rumlavieren und trutschig alles aussitzen in der Hoffnung es geht nichts schief, weil die anderen noch eierloser sind als man selber.

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Profdoc1 07.07.2018, 12:09
15. Cherry picking

Was soll das? Es ist herzzerreißend , wie sich Ms May müht, aber das kann doch nicht funktionieren. Freihandelszone, aber Zölle, Abschottung und keine Freizügigkeit bei einem bereits jetzt schlingernden Arbeitsmarkt ohne Fachkräfte, etc. Dann noch ein Boris Johnson, der auf Kritik aus der Wirtschaft mit 'Fuck Business' reagierte.
Die Herrschaften sind nicht von diesem Planeten .....kann jemand den Briten erklären, dass sie ein kleines Land in der Nordsee sind, welches auch noch damit rechnen muss, dass Nordirland und Schottland, später ggf. Wales mit der englischen Verhandlungsposition nicht unbedingt einverstanden sein werden.

Es gibt kein 'Britannia rules the waves' mehr. Good night and good luck!

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skr72 07.07.2018, 12:16
16. Da mach ich mir keine Sorgen

Zitat von erst nachdenken
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die EU auf diesen Schwachsinn nicht einlässt. Die Briten würden bekommen, was sie wollen, und wir?
das was May da aufgestellt hat ist ja zunächst nichts anderes als die freiwillige Aufgabe der Eskalationsstufe Hard-Brexit. Alles andere ist lediglich eine Rechnung, die ohne den Wirt gemacht wird.


Der Wirt ist aber in dem Fall 27 einzelne EU Staaten die alle zustimmen müssten, wenn für GB irgendwelche Sonderrechte gelten sollen. Das wird nicht funktionieren.


Warum sollte die EU auf den Deal eingehen, wenn eh schon klar ist, dass es keinen Hard-Brexit mehr gibt? Für einen Soft-Brexit gibt es bereits eine zweifach bewährte Regelung , siehe N u. CH.


Warum sollte es da eine dritte Regelung durchsetzen? Wer ausser GB hätte da was davon? Forget it!

Max. kann ich mir da einen Kompromiss von der Reichweite des Unions-Asylkriegs vorstellen, wo am Ende Seehofer lediglich eine Handvoll Flüchtlinge für 24 h festsetzen, aber noch nicht mal einsperren darf.. Aber auch nur wenn er selber die Verhandlungen mit seiner heiligen 'Achse der Unwilligen' gewinnt. Ich lach mich schief...

GB hat dann für sowas seine Mitwirkung an allen politischen Entscheidungen verschenkt. Klasse!!! Nur der Agent-Orange schafft es ähnlich vorteilhafte Verträge für sein Land abzuschließen!

Das sind wahre Patrioten! God save the queeen!!!

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kjartan75 07.07.2018, 12:22
17. May lebt weiterhin m Wunderland

Natürlich ist das erstmal das absolute Wunschprogramm von UK, das niemals von der EU akzeptiert werden kann. Dessen ist sich May auch bewusst, aber sie braucht Verhandlungsspielraum. Vor allem, dass das Parlament nach Gutdünken entscheiden kann, ob man sich weiter an EU-Standards halten soll, das ist geradezu grotesk und wird nie und nimmer so umgesetzt werden können. Aber das war auch ein Zugeständnis an die Brexiters, die damit weiterhin glauben machen könnten, das Parlament hätte die Kontrolle wiedererlangt. Und das ist beim Aushandeln eines Handelsvertrags mit der EU absoluter Schwachsinn. Wenn UK mit der EU Handelsverträge eingehen will, dann wird sie einen Preis bezahlen müssen und der bedeutet eben die Einhaltung von EU-Standards. UK hätte innerhalb der EU Mitspracherecht gehabt, wie sie aussehen sollen. Außerhalb der EU hat UK darüber jede Kontrolle verloren und dessen sind sich die Brexiter anscheinend immer noch nicht bewusst. UK ist nur deshalb auf Platz 5 der Welt hinsichtlich des GDP, weil sie in der EU waren. Diesen Platz werden sie definitiv räumen müssen, wenn sie komplett raus sind.

Und zu glauben, dass man mit Trump einen fantastischen Deal erreichen kann, der vor allem britischen Interessen genügt, das ist so dermaßen lächerlich, dass die Brexiter einem echt Leid tun können und man sie wegen Wahnvorstellungen eigentlich in die Psychiatrie einweisen müsste.

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Atheist_Crusader 07.07.2018, 12:28
18.

"Der ehemalige Chef der rechtspopulistischen United Kingdom Independence Party (Ukip), Nigel Farage, bezeichnete Mays Pläne als "Ausverkauf an globale Konzerne". Dass keiner der euroskeptischen Minister in Mays Kabinett zurückgetreten sei, zeige, dass sie "keine Prinzipien" hätten, wütete Farage."

Jemand der das Volk mit offensichtlichen Lügen die er schon einen Tag nach der Abstimmung eingeräumt hat zu einer selbstzerstörerischen und auf reinem Populismus basierenden Entscheidung verführt hat und anschließend nicht mal die Eier in der Hose hatte um an der Umsetzung dieses Desasters mitzuwirken, sollte GANZ vorsichtig sein eher er Anderen Prinzipienlosigkeit unterstellt.

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zensurgegner2017 07.07.2018, 12:30
19.

Die EU will ein Handelsgebiet mit 70 Mio Kunden
Das kostet
GB will ein Gebiet mt 420 Mio Kunden, das kostet

Es ist naiv zu glauben, dass die EU mit demselben Vertrag wie mit einem 8 Mio Staat diesen Zugang erhält, zudem wäre es ungerecht

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