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Plan für Sozialreformen: Chef der Wirtschaftsweisen kritisiert SPD-Konzept
DPA

Die SPD schicke sich an, "das arbeitsmarkt- und rentenpolitische Rad wieder zurückzudrehen": Der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt bemängelt vor allem die Pläne zum Arbeitslosengeld und Mindestlohn.

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World goes crazy 13.02.2019, 08:59
70. Die Wirtschaftsweisen...

...haben so viel Ahnung von Wirtschaft, wie Lothar Matthäus vom Kommentieren der live-Spiele...ihnen hier einen Artikel zu widmen ohne ihre wirtschaftliche Fachkompetenz in Frage zu stellen, grenzt schon an schwache, neoliberale Propaganda, da hat sich ein FDPler bei der dpa wohl durchgesetzt -.- Und darüber hinaus: Wie "weise" kann man denn sein, wenn man es in seinem Leben nur dazu gebracht hat, "Wirtschaft" zu studieren? ;)

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wiesenflitzer 13.02.2019, 09:04
71. Wirtschaftsweise; ich lach mich schlapp

Gemeint ist wohl eher der "Verbund der Wir-halten-der-Wirtschaft-treu-das-Händchen-Männer". Weise; Da fällt mir doch glatt ein Spruch eines wirklichen Weisen ein: "Ich weiß, dass ich nichts weiß"!!

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n.wemhoener 13.02.2019, 09:05
72.

Originalton des weisen Prof. Schmidt im Jahr 2013:

"Jeder Arbeitsplatz muss sich wirtschaftlich tragen, sonst fällt er weg. Die Pläne für die Einführung des Mindestlohns sind ein Spiel mit dem Feuer. Die von der Politik ins Spiel gebrachten 8,50 Euro sind entschieden zu hoch."

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wiesenflitzer 13.02.2019, 09:14
73. Kann man so sehen, kann man aber auch anders sehen,

Zitat von gastundredner
Wirtschaftlicher Verstand war noch nie Kernkompetenz von typischen SPD- Mitgliedern. Lehrer, Beamte und Sozialpädagogen haben andere Stärkeb oder sollten zumindest welche haben.
nämlich dass die Kernkompetenz der CDU-Mitglieder im Grunde darin besteht sich selbst die Taschen zu füllen. Ob das jetzt eher wirtschaftstauglich ist, müssen Sie sich wohl selbst beantworten; darf aber gleichwohl sehr stark bezweifelt werden.

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gastundredner 13.02.2019, 09:21
74. Kompetenz

Wer glaubt, die SPD hätte mehr Wirtschaftskompetenz als die Wirtschaftsweisen, der glaubt auch, daß man mit Ponys zum Südpol kommt.

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Lagombra 13.02.2019, 09:26
75. Dahinter steckt Methode

Zitat von malu501
Neun Monate verlängertes ALG I sind also ein Brücke in die Rente. Lieber Herr Schmidt! Das erzählen Sie mal bitte jemandem, der mit 55, 56, 57, 58 noch einen Job sucht und keinen findet, weil trotz des propagierten Fachkräftemangels niemand einen 55-jährigen einstellt. Bis zur regulären Rente mit 67 fehlen dann 12(!) Jahre. Ihre Brücke, Herr Schmidt, reicht dann allenfalls bis in die Mitte des Flusses. Danach heißt es Baden gehen mit Grundsicherung! Ich kann mir nicht helfen, werden die Argumente der Wirtschaftselite wirklich immer realitätsferner? Denken die eigentlich manchmal noch nach oder sind solche Äußerungen nur ein ausgelöster Reflex, sobald es um winzige Verbesserung der Lebensbedingungen einfacher Leute geht?
Ziel vieler Wirtschaftsverbände ist ja, eine möglichst große Anzahl gewerkschaftlich nicht organisierter Mindestlohn-Arbeitsbienen zu bevorraten, bzw. mit Kurzzeitverträgen und Leiharbeit eine möglichst große Unsicherheit zu erzeugen, damit Arbeitnehmer und pseudo-Selbständige nicht aufbegehren können. Auch deshalb werden über 50-jährige nicht mehr wirklich fortgebildet, sondern dazu erzogen, zu kuschen und sich in die neue Arbeitswelt zu fügen.

Ab 50 heißt es Amazon, DHL, Lieferando, Zalando-Logisik usw. als karrierefördernde Arbeits-Gelegenheiten zum Mindestlohn willkommen zu heißen, und bis zur Rente in der Republik den Arbeitsmöglichkeiten hinterherzuziehen. Ob dabei die Familie, die Vereine und Freunde auf der Strecke bleiben, ist mittlerweile irrelevant.

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helmb 13.02.2019, 09:48
76.

Zitat von gastundredner
Wer glaubt, die SPD hätte mehr Wirtschaftskompetenz als die Wirtschaftsweisen, der glaubt auch, daß man mit Ponys zum Südpol kommt.
Lieber gastredner,
wer glaubt, die sog. Wirtschaftsweisen würden sich politisch neutral und wirtschaftlich unabhängig, sowie absolut frei von marktfundamentalistischen Grundüberzeugungen zu diesem Thema äußern, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

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anark 13.02.2019, 09:49
77.

Wenn der Streit um des Kaisers Bart entflammt sind die Wirtschaftswaisen nicht weit. Irgendwie müssen sie schließlich ihre Existenzberechtigung nachweisen.

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deana 13.02.2019, 09:49
78. ...im Gegenteil

Unternehmen müssten im Grunde gezwungen werden einen Lohn zu zahlen, der mindestens so hoch ist, dass eine daraus finanzierte Altersrente 20% über dem Existenzminimum liegt. Aufstocken auf den Mindestbedarf ist entwürdigend, Löhne, bei einem Vollzeitjob, die nicht zum Leben reichen, verletzen ebenfalls die Menschenwürde. Lohndumping durch Leiharbeit und Werkverträge die nach wie vor systematisch von Unternehmen genutzt werden gehören verhindert. Wer nach der Finanzierbarkeit fragt der schaue auf Unternehmensgewinne von Konzernen und deren Ausschüttungen an die Shareholder, der schaue auf die unverhältnismässige Diskrepanz zwischen dem Lohn der Reinigungskraft und dem des Vorstands, der schaue auf Sonderlösungen für diverse Berufsstände und die Politik bezüglich Sozialversicherungen.
Dass solche Menschen wie der "Wirtschaftsweise" nicht fähig zu der Erkenntnis sind auf wessen Arbeit der Reichtum der "oberen" 10% gewachsen ist verwundert nicht wenn man berücksichtigt wer die Menschen in diesen Kaptalismusfanclub beruft.

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dlaber 13.02.2019, 09:50
79. Gähn...

Bin doch sehr überrascht. Hätte doch eher mit Begeisterungsstürmen der wirtschaftsnahen Weisen gerechnet, wie eigentlich immer, wenn mal etwas für weniger Betuchte gemacht werden könnte...

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