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Platzeck sieht "ungute Grundstimmung" in Ostdeutschland: "Das Gefühl ausgebildet, der
DPA

Vor dem 30-jährigen Jubiläum der Deutschen Einheit äußert sich Ex-SPD-Chef Platzeck besorgt über die Stimmung im Osten. Die Demokratie in Deutschland sieht er "am Rande einer Krise".

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dirkcoe 14.08.2019, 07:27
1. Der Geburtsfehler bleibt

Eine echte Vereinigung hat doch bis heute gar nicht stattgefunden. Die alte BRD hat die alte DDR einfach einverleibt - ohne Rücksicht auf Verluste. Und auch danach wurde es kaum anders. Klar, es ist sehr viel Geld geflossen - die Menschen waren aber eher unwichtig, sie sollten dankbar sein und fertig. Sich jetzt nach 30 Jahren zu wundern, dass die Neuen Länder ihre Eigenarten haben ist wirklich sehr naiv.

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vliege 14.08.2019, 07:27
2. Herrn Platzeck

sollte mal jemand den Unterschied zwischen Gefühl und Fakten erläutern bzw. subjektiv und objektiv zu unterscheiden.

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claus7447 14.08.2019, 07:34
3. Die Hoffnung stirbt zuletzt....

Herr Platzeck. Offensichtlich ist der Osten abgedriftet. Die Berichterstattung, zumindest die die man hier im Westen mitbekommt:

- ein Fussballklub der fest in der Hand von rechten Hooligans befindet und sich nicht zu schade ist von ihnen einspannen zu lassen.
- die gleiche Stadt hat eine grosse Menge Menschen, die öffentlich Ausländer bedrohen, und darunter welche jüdische lokale mit antisemitischen Parolen beschmieren.
- eine Polizei, spezifisch in einem Bundesland, die alte 3. Reich Symbole als Sitzbezüge in ihre Dienstfahrzeuge einbauen lässt und bei rechten Aufmärschen wenig Präsenz zeigt. Allerdings wohl ein MP der mit kleinen Nadelstichen rechte Konzertaufmärsche unattraktiv macht.
- eine Bevölkerung (Teile) die wieder die Schuld bei Institutionen suchen, die bei der Wiedervereinigung sich um VEB Bereiche kümmerten.
- Stimmungsberichte bei denen hervortritt, das der Staat sich eben nicht mehr umfassend um das tagesleben seiner Bürger kümmert, das selbst ist der Mann/Frau verlangt wird.
- Berichte über Flüchtlinge, die vor Angst vor Gewalttätigkeiten verlegt werden müssen.
- Bürgermeister, die ihr Amt abgeben, weil sie sich bedroht fühlen und für die Sicherheit ihrer Familien nicht mehr geradestehen können.
- vermutlich könnte die Liste länger werden... aber


Letztlich, eine Region, die bereit ist, alle gewonnen Freiheiten und eine rückwärtsgewandte Partei anhimmeln, deren Funktionäre überwiegend aus dem Westen kommen. Eine Partei, deren Ideologie einer Vergangenheit ähnelt, die die in Europa schwer gewonnene Freiheit wieder einschränken möchte. Die aber keine Ideen für die Zukunft haben.

Was ist da passiert?

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fatherted98 14.08.2019, 07:34
4. Die Krise...

....sollte Platzek mal bei sich und er eigenen Partei suchen. Die Antwort auf die Frage warum die SPD so abschmiert wagt keiner der Verantwortlichen zu beantworten....weil nicht sein kann was nicht sein darf.....da ist es doch besser über eine "Grundstimmung" zu philosophieren....macht intellektuell auf jeden Fall einen schmalen Fuß.

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tulius-rex 14.08.2019, 07:35
5. Jammerei

Die Jammerei hat den einzigen Zweck weitere unangemessene Vorteile zu erpressen. Funktioniert immer.
30 Jahre und eine komplett neue Infrastruktur; besser geht es nicht. Leider haben sich die rechten Arbeitsplatzvernichter im Osten etabliert und schrecken jeden liberalen, großzügigen und offenen Menschen ab.

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nairolf 14.08.2019, 07:35
6. Krise schon da

Ein Grundvertrauen in die Politik gibt es zumindest in meinem Umfeld schon lange nicht mehr. Niemand mir bekanntes wählt eine Partei, weil er oder sie glaubt, diese würde etwas verbessern. Es wird nur noch das geringste Übel und der langsamste Verfall der Demokratie gewählt.
Aber so traurig und teilweise sogar beängstigend das auch ist, sind meine Bekannten und Kollegen wenigstens intelligent genug, sich nicht von der AfD zu sog. Protestwählern machen zu lassen.
Schließlich sollte die Antwort auf eine Krise der Demokratie nicht deren Abschaffung sein!

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muellerthomas 14.08.2019, 07:40
7.

""Im Westen trifft man eher auf ein Desinteresse am Osten,"

Auch der Satz zeigt schön die Parallelwelt vieler Ostdeutscher. Über den Osten wird weit überproportional berichtet, er steht geradezu im Zentrum der politischen Diskussionen - und das bei weniger Einwohnern als NRW. Aber offenbar sind weder die ständige Berichterstattung noch die 100 Mrd.Euro pro Jahr genug....

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hiko.fairbanks 14.08.2019, 07:41
8. Wie kommt's?

Herr Platzeck selbst scheint mir eine gewisse Mitschuld an diesem Gefühl zu tragen. Angesichts der unfassbaren Bevölkerungsverdrossenheit, welche Politiker üblicherweise an den Tag legen, ist dieses sensible Gefühl ja geradezu ein Erdbeben auf der dunklen Seite der Macht.

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FocusTurnier 14.08.2019, 07:44
9. Hat er das wirklich gesagt?

Da das eine dpa-Meldung ist, muss man die Aussagen Platzecks erst mal verifizieren, denn die dpa legt Politikern ja gerne mal Worte in den Mund, die diese nicht gesagt haben......

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