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Podcast "Stimmenfang": Daran ist die Mission Merz gescheitert
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Das Mikrofon zu leise? Die Rede nicht geübt? Hören Sie im neuen Podcast, warum Friedrich Merz sein Comeback als CDU-Parteichef verpatzt hat und wie es jetzt mit ihm und der Partei weitergehen könnte.

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haarer.15 13.12.2018, 13:46
10.

Zitat von zvonimir
und praktisch nicht zu erklären, dass Merz überhaupt so viele Stimmen erhalten konnte. Der Mann ist nicht nur von vorvorgestern, seine Politik über weite Strecken längst überholt.
Mit der Meinung sind Sie nicht allein. Deshalb wäre es fatal, wenn dieser Mann einen Posten in der CDU oder gar noch in der Regierung bekleiden würde.

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andere Hobbys 13.12.2018, 13:49
11. Als Merz

von der Unterstützung für die " Fleißigen" und von Eigenverantwortung (weniger Staat) gesprochen hat, ist doch bei einigen die Erkenntnis hochgekommen, dass er etwas ändern will.
Außerdem ist er an der Sturheit und Beratungsresistenz alter weißer Frauen gescheitert.

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RGK20 13.12.2018, 13:57
12. Genau auf den Punkt gebracht

Zitat von andere Hobbys
von der Unterstützung für die " Fleißigen" und von Eigenverantwortung (weniger Staat) gesprochen hat, ist doch bei einigen die Erkenntnis hochgekommen, dass er etwas ändern will. Außerdem ist er an der Sturheit und Beratungsresistenz alter weißer Frauen gescheitert.
alle Berufspolitiker, die es sich unter Merkel warm eingerichtet haben, fürchteten um ihre Pfründe. Wir steuerzahlende Industriemitarbeiter, "Die Fleissigen", müssen doch diesen ganzen Politbetrieb unterhalten. Unter Merz hätte es Steuererleichterungen gegeben. Da hätte mancher Polit- oder Verwaltungsprofi kürzer treten müssen. Das war die eigentliche Ursache der Ablehnung.

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antelatis 13.12.2018, 14:06
13.

Mit Merz als Bundeskanzler hätte Black Rock eine schön Absicherung gehabt, wenn deren Cum-Cum und Cum-Ex Aktivitäten abgerechnet werden. Mit Merz hätten sie dann leicht einen angenehmen Vergleich aushandeln können ... jetzt könnten harte Zeiten auf die zukommen.

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georg.groeg 13.12.2018, 14:10
14. Merz ist an sich selbst gescheitert,

weil er zu siegessicher war. Nicht zuletzt dadurch, dass er auf den Regionalkonferenzen wohl den meisten und lautesten Applaus bekommen hat (bezahlte Claqueure auch dabei?). Er hat auch zu wenig solide und konkrete Vorschläge für eine bessere Politik im Rucksack gehabt. Er steht für eine Generation, die sich besser auf den Ruhestand vorbereiten sollte und für eine Sorte Politiker, die mit altmodischen Seilschaften (Andenpakt) bereits gescheitert sind. Leider hatte er mit dem Bundestagspräsidenten auch noch einen Fürsprecher, der für einen äußerst negativen Teil der Parteigeschichte steht. In der Summe also niemand, in den man mit Blick auf die Zukunft investieren sollte. Er hat eine außerordentlich überraschend gute Chance zu nutzen versucht, aber er hat sie vertan. Und seitdem habe ich nirgends von ihm gehört oder gelesen, wie er seiner Partei zukünftig selbstlos helfen will. Dadurch hat er sich endgültig disqualifiziert.

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k.Lauer 13.12.2018, 14:15
15. Image ist alles

AKK ist - imagemäßig - eine Minimerkel, ein Merkel-Klon und sonst noch alles, was nicht für sie spricht. Merz hingegen ist - imagemäßig - der Mann von Vorgestern, ein Mann des Großkapitals (AR-Vorsitzender von Blackrock, dem weltweit größten Vermögensverwalter), als Einkommensmillinär mit zwei Flugzeugen ohne Beziehung und Einsicht in die Nöte des kleinen Mannes, u.a.) und ohne Bezug zur CDU als Partei.

Gegen Vorurteile anzukämpfen ist schwierig. AKK betont immer wieder, dass sie schon mal Merkel widersprochen hat und ihre eigene Persönlichkeit ist. Merz macht den unverzeihlichen Fehler, einen Vorschlag zur Alterssicherung ins Gespräch zu bringen, der ihn total für das Amt des CDU-Vorsitzenden disqualifiziert: mit Aktien!

Blöder geht´s nimmer in Zeiten der globalen Verunsicherung und unsicherer und zu geringen Renten als mit Aktien daherzukommen. Mit Aktien spekulieren und damit reich zu werden ist etwas für Leute, die es sich leisten können, aber nichts für den kleinen Mann und gleich zweimal nicht, wenn der Dax seit 2 Monaten auf dem Weg nach unten ist.

Der unverzeiliche Fehler besteht darin, dass Merz nicht nur einen dummen Voschlag gemacht hat (Aktien als Mittel gegen Altersarmut und sind das verkehrte Mittel, besonders in Zeiten eines sinkenden Dax), sondern darin, dass er die gegen ihn bestehenden Vorurteile als Mann für das Kapital nicht widerlegt sondern bestätigt hat

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k.Lauer 13.12.2018, 14:27
16. Die Frauen sind an allem schuld

eine solche Aussage bedient bei manchen bestehende Ressentiments gegen Frauen und taugt absolut nichts, wenn sie nur Vorurteile bedienen soll.

Weit davon entfernt, Frauen hinter die Kochtöpfe verbannen zu wollen, stellt sich bei mir doch die Frage, inwieweit bei der Abstimmung über die drei Kanditaten für AKK nicht der Umstand eine Rolle gespielt hat, dass gerade die Frauen aus 1.) aus Solidarität und 2.) mehr noch aus Gründen der Stärkung der Frauenposition in Staat und Gesellschaft Frau AKK von Frauen gerade deshalb gewählt wurde.

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k.Lauer 13.12.2018, 14:49
17. seine Rede war es nicht.

Merz ist vorher auf den Regional-Vorstellungen schon gescheitert. Da hatten die Delegierten die Möglichkeit sich ein Bild über alle drei Kanditaten zu machen. AKK wurde dort immer höher als Merz gehandelt und die einzige Frage war doch nur, wohin die Spahn-Befürworter bei einer entscheidenden Stichwahl tendieren würden

Die Vorstellung, dass eine alles entscheidende Rede auf der CDU--Vollversammlung den letzten Auschlag für AKK und gegen Merz gegeben hätte, bedient nur einen Mythos, den große Redner (Themostenes, Marc Antonius oder Churchill) geschaffen haben. Die Wirklichkeit sieht vielmehr so aus, dass jeder der Delegierten seine Meinungsbildung bereits vorher abgeschlossen hat. Für Merz waren es einfach ein paar Leute zu wenig, die einen großen Neuanfang mit einem altem Mann aus früheren Zeiten wollten.

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manni.baum 13.12.2018, 15:07
18. der Wähler will keine Änderung

Zitat von andere Hobbys
von der Unterstützung für die " Fleißigen" und von Eigenverantwortung (weniger Staat) gesprochen hat, ist doch bei einigen die Erkenntnis hochgekommen, dass er etwas ändern will. Außerdem ist er an der Sturheit und Beratungsresistenz alter weißer Frauen gescheitert.
mehr Eigenverantwortung (weniger Staat) wird er nur akzeptieren wenn dazu sofort proportional die Steuern sinken.

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Röntgen 13.12.2018, 15:23
19. Der Ruf des Herrn Merz

ist im wesentlichen darauf begründet, dass er unser Steuersystem mit seiner Überarbeitung "auf einen Bierdeckel" bekommen wollte. Habe schon damals den Kopf geschüttelt, da dies nur unter kompletter Aufgabe der heute so ernst genommenen Steuergerechtigkeit ginge. Auch die Aussage jüngst, man solle das Asylgesetz mal unter die Lupe nehmen und der anschließende Rückzieher wegen des Protestgeheules haben den Eindruck entstehen lassen, dass mit der Nichtwahl des Herrn Merz keine allzu großen Nachteile für die CDU eingetreten sind. Die ruhige Besonnenheit von AKK wird sicherlich dazu beitragen, den momentan sehr erfolgreichen Wirtschaftskurs beizubehalten - und dieser ist nun mal Voraussetzung für alle sozialen Wohltaten, an denen die Regierungen schließlich gemessen werden.

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