Forum: Politik
Podcast "Stimmenfang": Was ist aus der CDU geworden?
Sven Simon/ picture alliance

Das erste Jahr nach der Merkel-Ära war schwierig - schafft sich die CDU als Volkspartei allmählich ab? Zum Parteitag analysiert Dirk Kurbjuweit, warum die Krise der Christdemokraten auch eine Chance ist.

Seite 1 von 4
hpkeul 21.11.2019, 17:56
1. Ja sicher. Wo lebt der Autor. in einem Kloster?

Zu wenig Streit? Wo findet dieser Nicht-Streit statt? Was uns fehlt ist nicht dieses Gezänk, das niemand so beherrscht wie die SPD. Es fehlt an Minimalkonsens. Das wird man ja wohl mal sagen dürfen? Und natürlich ist der Streit über den richtigen Weg in Ordnung. Aber am Ende sollten Entscheidungen stehen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 21.11.2019, 18:25
2. ...

"Das erste Jahr nach der Merkel-Ära"

Seltsam, ich kann mich nicht daran erinnern, dass Merkel nicht mehr Bundeskanzlerin waere. Was soll das?

Ich vermute sogar inzwischen, dass Merkel AKK aus einem bestimmten Grund zur "Nachfolgerin" gemacht hat: Weil sie schwach ist. Weil sie es nicht kann. Weil dann, na wer wohl, fuer die CDU bei der naechsten Bundestagswahl kandidieren MUSS. Merkel hat zwar angekuendigt, nicht mehr kandidieren zu wollen, aber wie oft hat sie sich schon selbst widersprochen und eine Wende um 180 Grad vollzogen. Das war so beim Atom, bei der Bundeswehr, bei der Ehe fuer Alle. Sie WILL Kohl in den Schatten stellen. Sie ist einfach zu bequem. Es gefaellt ihr gut in ihrem Amt. Und mit AKK hat sie momentan genialerweise einen Blitzableiter fuer alles, was falsch laeuft in der CDU. Ihr ging es im Grunde nie besser, denn sie kann lautlos im Hintergrund das tun, was sie am Besten kann. Nichts. Abwarten. Aussitzen. Man muss ihr im Grunde Respekt zollen. Denn so ausgefuchst, das ist schon was.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Watschn 21.11.2019, 18:38
3. Bei dieser gespaltenen CDU kommt es evtl. schlimmer als bei der SPD...

Wenn eine Partei sich das Kadavergehorsam über Jahre angewöhnt hat, und im Stillen (unter Merkel) die Richtung sich massiv nach Grün-Links verschoben hat, und nun nach rund 20 Jahren beginnt die Partei aus ihrem Tiefschlaf aufzuwachen..., u. erkennen muss dass sie in einer linksgrünen Pampa aufgewacht sind;

- die CDU-Wählerschaft (ohne CSU) seit dem Jahre 2002 unter Merkel defacto halbiert worden ist,
- ihr eine (national)rechtskonservative AfD stetig die breite konserv. CDU-Wählerschaft abnimmt,
- u. sie in 2 Bundesländer bereits vor der CDU die Nase vorn hat,
- Merkel dies ziemlich egal scheint,
- es den Anschein macht, das gar die CDU ihr egal ist, (es nur noch darum geht, die 2 Jahre vollzumachen)
- Merkel...AKK als ihre desig. Nachfolgerin kühl u. beleidigt ins Leere laufen lässt
- u. diese Kanzleramtsraute gar CDU-Parteitagsbeschlüsse herablassend ignoriert, u. als Makulatur betrachtet,

dann sollte Alarmstufe rot mit umgehend dringend nötigen Massnahmen (Neupositionierung der Partei samt Auswechslung ihrer Spitze) bei der CDU ausgerufen werden...

Man muss sich das mal vorstellen:
..eine bräsige CDU-Kanzlerraute, welche im Voraus ihrer Partei zu erkennen gibt, dass sie sich nicht an die eigenen CDU-Parteibeschlüsse hält... Wo gibt's denn sowas..? Nicht mal in China, dort wäre der Kopf des Parteichefs bereits der Partei serviert worden.....

Die CDU kann sich doch nicht so unverfroren auf der Nase herumtanzen lassen...Wenn sie es doch geschehen lässt, dann wird ihr Ansehen noch mehr in den Keller gehen, u. der AfD noch mehr Aufschwung grossflächig befeuern...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DietrichHorstmann 21.11.2019, 18:49
4. Rezo hat Merkel und due CDU besser getroffen

Beide monieren daa abwartende auf Sicht fahren. In hektischen Zeiten des Umbruchs bewundernswerte Gelassenheit. Innenpolitischt und wirtschaftspolitisch marktliberal. Sozialpolitisch die SPD ausbremsend, aber deren Erfolge für sich einheimsend. Weltpolitisch ausgleichend mit großer Kompetenz für Ausgleich. Militaristisch mit Augenmaß. Gesellschaftpolitisch bei Niemandem aneckend , dem Mainstream der Medien folgend , was keineswegs sozialdemokatisch isr, sondern dem Konsumismus und seinen Werten folgend. Kurz Mit sehr guter Sachkompetenz innenpolitisch desinteressiert, auf dem sozialen Auge blind, weil die marktkonforme Demokratie priorisiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
didel-m 21.11.2019, 19:07
5. Der Parteitag ist die allerletzte Chance für die CDU

Bekommt der Merz-Flügel die Kurve jetzt nicht, ist es aus mit der CDU. Eine Tauber-geführte CDU geht geradewegs in die Bedeutungslosigkeit, wie einst die SPD.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupo44 21.11.2019, 19:37
6. habe beruflich mit den Mittelständler zu tun (Tischler).....

einhellige Meinung so wie es jetzt nicht geht,geht es einfach nicht weiter.Die CDU ist von den Volkksparteien noch die Einzige der man zutraut mit einer radikalen Personenveränderung an der Spitze noch etwas zu retten gegen die aufstrebene Übermacht der Günen und der AFD.Der Begriff des "Merkellismus" als neue Gesllschafsordnung soll sich verabschieden um Platz zu machen für eine christliche geführte Politik. Und dafür steht derzeitig ein Name und der lautet Friedrich Merz.Man geht dabei davon aus das dieser Mann Niemanden etwas schudet und aller Wahrscheinlichkeit die CDU/CSU jenseits der 40% führen kann.Deutschland und seine fleißigen Menschen hätten es verdient.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
apk 21.11.2019, 19:52
7. Alles nix!

Ob CDU oder SPD - führungslos, gesichtslos, planlos. Es ist eine Schande, ein Trauerspiel. Sie wollen alle erreichen und doch erreichen sie keinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muelk 21.11.2019, 20:04
8. SPD wird sich vorher erholen

Das draufhauen werden die Leute langsam leid. Die SPD hat sehr viel durchgesetzt in den Grokos, vorher noch mehr. Klar hat Sie auch Fehler gemacht, aber der Gesamtsaldo ist sehr eindeutig positiv. Die Korrekturen zum Beispiel zu HartzIV hat sie teilweise soweit Mehrheiten vorhanden waren umgesetzt bzw. In ihre Programme übernehmen. Scholz ist auch wesentlich stärker sachkundiger als AKK und deutlich menschlicher als Merz. Zusätzlich hat die SPD aktuell mehr als 53% ihrer 425000 Mitglieder politisch aktiviert und 23 Regionalkonferenzen mehr als gut gefüllt. Bei allen Schwierigkeiten ist dies eine klare Stärkung der Demokratie

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xxgreenkeeperxx 21.11.2019, 20:21
9. Solange ...

... Frau Merkel für die CDU Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland ist, solange ist meiner Meinung nach die "Merkel-Ära" für die CDU noch nicht vorbei. Da ändert auch eine vor dem Rücktritt stehende CDU-Vorsitzende Frau Kramp-Karrenbauer nichts dran. Ganz im Gegenteil, sie wertet die Ära "Merkel" in meinen Augen noch entscheidend auf und die Stimmen für die CDU zum jetzigen Zeitpunkt als noch wertloser ab. :(

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4