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Podcast "Stimmenfang": "Lieber berüchtigt als politisch tot"
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Was würde Christian Lindner bei Jamaika-Verhandlungen heute anders machen? Ein Jahr nach dem Scheitern der Sondierungen erzählt der FDP-Chef im Podcast, was er bereut und warum er sich auf das Ende der Ära Merkel freut.

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Paul Max 22.11.2018, 13:02
1.

Ich verstehe beim besten Willen nicht, wieso uns Herr Lindner, mit seinen unmaßgeblichen Meinungsäußerungen ständig zitiert wird.
Das Ende seiner politischen Aktivitäten war ja schon mal erreicht, und ich kann nicht feststellen, und was sein Wiederauftauchen gebessert haben soll.
Eins steht fest: Sein Verschwinden aus der Politik wird sicher deutlich weniger bedeutsam, als der Rückzug einer über 3 Legislaturperioden erfolgreichen Kanzlerin Merkel.
Sein Verschwinden werden wohl nur einige Medien registrieren und bedauern.

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hardy_knorrig 22.11.2018, 13:24
2. In die Sackgasse manövriert

Mich würde tatsächlich mal eher ein Artikel interessieren, in welchem der SPIEGEL (so wie früher halt) mal die Lage der FDP beleuchtet.
Die Partei ist strategisch völlig festgefahren, Lindners latentes Rechtsblinken hat der FDP Zuwächse versperrt, von denen die Grünen heute profitieren und die nächste Jamaikaverhandlung wird um einiges unangenehmer als die letzte - sofern die Zustimmungswerte so bleiben wie aktuell.
Die FDP hatte schon immer ein bißchen Pech mit der Realität. In "Blau-Gelb verdrängt Grün!" sagte Lindners Kollege Buschmann, einst die Entwicklung des Vierparteiensystems zu einem Dreiparteiensystem voraus - kurz darauf war es ein Fünfparteiensystem.
Geschichte wiederholt sich.

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kael 22.11.2018, 13:33
3. Kein Empfehlungsschreiben für Herrn Lindner

Wer aus den 2-stelligen dramatischen Verlusten von Union und SPD für sich und seine FDP kaum neue Wähler gewinnt, scheint (um es positiv zu formulieren) politisch entweder abseits zu liegen oder (um es negativ zu formulieren) überhaupt nicht wahrgenommen zu werden. Letzteres ist wohl eher zutreffend.

So gesehen halte ich die ständige mediale Präsenz von Herrn Lindner durch nichts gerechtfertigt. Um es auf den Punkt zu bringen: Mit diesem Vorsitzenden, der ja bereits in der Ära Westerwelle eine tragende Rolle spielte, ist kein FDP-Staat zu machen.

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wrkffm 22.11.2018, 14:10
4.

Der Mann sollte lieber wieder einen normalen Job machen, um seinen Unterhalt zu verdienen. Die Aussichten, für ein extrem lukratives Angebote aus der Wirtschaft, muss er sich aber erst durch befriedigte Lobbyisten und einem längeren Mandat erarbeiten.

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s.l.bln 22.11.2018, 14:24
5. Unseriös...

...wär noch geschmeichelt.
Man erinnere sich an den durchchoreographierten Abgang nach den an der FDP gescheiterten Jamaikaverhandlungen.
Zeitgleich zum vor dem Gebäude aufgesagten Spruch( besser gar nicht...blabla... als...bla...) war bereits das vom Graphiker dazu entworfene Logo in den sozialen Netztwerken aufgetaucht.
Was für ein Schauspiel.
Schuld waren natürlich die Grünen, mit ihren völlig weltfremden Forderungen, obwohl jeder Interessierte mitbekommen konnte, daß die drei anderen beteiligten Parteien incl. der Grünen praktisch jede Forderung der FDP abgenickt hatten, um das irgendwie zum Abschluß zu bringen.
20 seiner medialen Roatationen später hört man Herrn Lindner nun verblüffenderweise sagen, daß er mit den Grünen gerne regieren möchte, auch ohne Neuwahlen und wenn nötig, sogar schlecht. Hauptsache irgendwie regieren.
Aber natürlich nur, wenn die Merkel weg ist. Die ist schließlich das Problem. Weiß doch jeder.

Ich übersetze mal: "wir hatten nie vor Jamaica zu realisieren und hatten fälschlicherweise angenommen, wenn wir uns besonders kernig und kompromisslos geben, würden die dann erfolgenden Neuwahlen uns eine noch bessere Position bescheren.
Leider haben wir die Rechnung ohne die Sozen gemacht. Neuwahlen gab es nicht, unsere Werte sind geschrumpft, Mutti dankt ab und der neoliberale Nachfolger könnte uns bei der Wahl so viele Stimmen kosten, daß wir vielleicht wieder raus sind.
Bloß schnell koalieren und die Schuld am ersten Scheitern geben wir Merkel. Die ist dann eh weg und die Leute wissen sowieso nicht mehr, was vor ein paar Monaten war".

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spon-facebook-1582946237 22.11.2018, 14:42
6.

Hat einer der Kommentarschreiber hier überhaupt den Podcast ganz angehört? Ist überhaupt jemand in diesem Land noch bereit Meinungen wahrzunehmen und zu verstehen? Hier wird nur noch die eigene Position in die Welt geschrien und der Rest soll gefälligst still sein.

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kajoter 22.11.2018, 14:56
7.

Der Mann ist sehr reaktionsschnell und rhetorisch versiert, wenngleich manchmal etwas klugscheißerig und pathetisch. Trotzdem - es ist ja Potential vorhanden. Warum nutzt er es nicht besser?
Zum Beispiel damit, die FDP mit einem neuen Programm aus der neoliberalen Schmuddelecke zu führen und gleichzeitig aus der Eineinhalb-Mann-Show eine breiter aufgestellte Partei zu machen.
Er verschenkt viel Potential damit, dass er einstige liberale Kernthemen, wie sie noch von Baum und Leutheuser-Schnarrenberger vertreten wurden, auf das Abstellgleis schiebt und vor allem wirtschaftsbezogene Themen präferiert.
Bei Anne Will fiel er vor allem dadurch auf, den Talkshowkasper darzustellen. Mit einem derartigen Auftreten wird er die Partei als Lokomotive aber nicht mehr lange ziehen können. Insofern erinnert die momentane Situation an die Aera Westerwelle.

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Suppenelse 22.11.2018, 15:07
8. Danke

...für ein hörenswertes und gut gemachtes Interview, sachlich, unaufgeregt und nicht reißerisch. Lindner ist ein heller Kopf mit programmatischen Ideen, die den anderen teils gut zu Gesicht stünden. Und allen (teils regelrecht prolligen) Beschimpfungen zum Trotz ist die damalige Entscheidung, die Sondierungsgespräche zu verlassen, vollkommen nachvollziehbar - auch dazu sagt er ja einiges. Dennoch: Die FDP wäre in der aktuellen Groko-Lethargie voller Minimallösungen dringend nötig.

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ihawk 22.11.2018, 15:18
9. Warum Wieso Weshalb

Christian Lindner mag medial ganz interessant zu sein - nur hat er meines Erachtens nichts zu vermelden, das ihn permanent in die Medien katapultieren sollte.
Da hat beispielsweise Frau Wagenknecht wesentlich mehr und substanzielle Politik vorzuweisen.

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