Forum: Politik
Podcast "Stimmenfang": Was macht die Angst vorm Datenklau mit Politikern?
REUTERS

Angst machen und einschüchtern - das wollen Täter, die private Daten von politischen Gegnern im Netz veröffentlichen. Wie ändert sich Politik, wenn Datenklau und Doxing zur permanenten Gefahr werden?

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DCWorld 10.01.2019, 12:22
1. Politische Entrüstung

Wieder einmal zeigt sich, wie sehr sich die Poltik vom Leben der Bürger abgekapselt hat. Jeder Mensch hat seit vielen Jahren mit dem Risiko des Datenklau, Datenmißbrauch und seltsamen E-mails (Phising) zu kämpfen. Das heisst, das Thema Datenklau betrifft die Menschen schon viel länger.

Aber jetzt, wo ein paar Politiker betroffen sind, ist die Entrüstung plötzlich groß. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

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wintipc 10.01.2019, 12:35
2. Kindergarten vs. Profis

"Angst machen und einschüchtern - das wollen Täter, die private Daten von politischen Gegnern im Netz veröffentlichen" Da ist die NSA und co. schlauer! Die Veröffentlichen erst wenn Politiker nicht machen was bestimmte Kreise vorgeben. Im Vergleich zu dem was Geheimdienste treiben ist der aktuelle Daten Leak Fall ein Kindergarten Event. Wer immer noch glaubt Politiker hätten etwas zu entscheiden dem ist nicht mehr zu helfen.

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der_rookie 10.01.2019, 12:58
3. Hm

Was heisst da Angst vorm Datenklau? So aktiv wie alle diese Betroffenen Ihre Daten US Firmen in den Rachen werfen kann doch keiner von denen Angst um seine Daten haben. Sonst müsste man die alle für unmündig erklären lassen.
Nebenbei gefragt: Welcher SPON Redakteur versteht eigentlich welche Firmen alles was für Daten von den SPON Lesern erhalten wenn ein solcher SPON öffnet?

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flaffi 10.01.2019, 13:06
4. Ganz simpel

Vernünftige Passwörter, Daten verschlüsselt, und nur das speichern, was nicht kompromitieren kann.

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Mister Stone 10.01.2019, 13:15
5.

Zitat von wintipc
"Angst machen und einschüchtern - das wollen Täter, die private Daten von politischen Gegnern im Netz veröffentlichen" Da ist die NSA und co. schlauer! Die Veröffentlichen erst wenn Politiker nicht machen was bestimmte Kreise vorgeben. Im Vergleich zu dem was Geheimdienste treiben ist der aktuelle Daten Leak Fall ein Kindergarten Event. Wer immer noch glaubt Politiker hätten etwas zu entscheiden dem ist nicht mehr zu helfen.
Die Folgen, die den Schüler erwarten (es ist von mehreren Millionen Euro Schadensersatz die Rede, Anwalts- und Gerichtskosten gar nicht mal berücksichtigt) werden ihn für sein ganzes Leben wirtschaftlich ruinieren. Darüberhinaus erwartet ihn ein Strafverfahren. Der junge Mann ist erledigt. Er hat niemanden geschlagen, niemanden erstochen, niemanden beleidigt, keine Wertgegenstände beschädigt, keine Katastrophe ausgelöst, er hat auch nichts "gestohlen" (die Daten sind ja noch da). Aber er hat gegen geltende Gesetze verstoßen. So wie jemand, der falsche Angaben bei seiner Steuererklärung macht, ebenfalls gegen ein geltendes Gesetz verstößt.

Frage: Welchen Folgen mussten denn die Täter tragen, die Merkels Handy abgehört und flächendeckend millionenfach private Daten von deutschen Bürgern gefischt haben? Keine?

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Systembereuer 10.01.2019, 13:26
6. Gute Frage!

Zitat von der_rookie
Nebenbei gefragt: Welcher SPON Redakteur versteht eigentlich welche Firmen alles was für Daten von den SPON Lesern erhalten wenn ein solcher SPON öffnet?
Ich zähle aktuell 8 Tracker welche mein Surfverhalten auf dieser Seite mitschneiden sollen. SOLLEN denn ich blocke sowas standardmässig.

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prions.ku 10.01.2019, 13:45
7. DCWorld....

.....hat es richtig dargestellt. Jedem durchschnittlich intelligentem Benutzer dieser Medien ist bekannt, dass es bei fahrlässigem Umgang damit Leute gibt, welche darauf bestrebt sind, an die Daten ran zu kommen. Also sollte man etwas sensibel sein. Aber im Zeitalter modernster Meedien muss jeder Mensch, welcher sich für unheimlich wichtig findet, seine Meinung auf Twitter und Ähnlichem kund tun. Präsidenten machen es ja vor. In einem Interview hat am Montag Herr Kubicki (Bundestagsvizepräsident) dieses Modeform treffend formuliert: Das Verhalten mancher Menschen verglich er mit Leuten, welche die Haustüre offen stehen lassen, sogar für den Fall, dass die Haustür zu fällt, den Schlüssel stecken lassen, dann in den Urlaub fahren und bei der Rückkehr entrüstet die Polizei rufen, da die Wohnung ausgeräumt wurde.

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danubius 10.01.2019, 14:00
8. Einfach zu lösen

Headline und Kommentar sind mir zu einfach auf nur eine Bevölkerungsgruppe gestrickt. Das " Angst machen und einschüchtern" passiert nicht nur Politikern, sondern auch Schülern und Lehrern, Arbeitnehmern und Chefs, kurzum all denjenigen, die ihre vermeintlichen Gegner diskreditieren wollen. Vertrauliche Daten (Adresse, Fotos, Kreditkarten, Lebenslauf, medizinische Details, etc. gehören ohne vorheriges Nachdenken nicht einfach so blauäugig ins Netz. Sonst muss ich mir später den Vorwurf zu Recht gefallen lassen, dass ich, wie bei einem unverschlossenen und dann von Dieben ausgeräumten Auto, mich durch Hochladen persönlicher Daten einer Mittäterschaft schuldig gemacht habe. Der Täter hat m.E. hier nur einer Ich-bezogenen Gesellschaft zu Recht den Spiegel vorgehalten und die jetzt Betroffenen (und andere mehr) hoffentlich in Punkto Datensicherheit etwas sensibilisiert.

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Mephisto der x-te 10.01.2019, 14:08
9. Straftatbestände ?

Zitat von Mister Stone
Die Folgen, die den Schüler erwarten (es ist von mehreren Millionen Euro Schadensersatz die Rede, Anwalts- und Gerichtskosten gar nicht mal berücksichtigt) werden ihn für sein ganzes Leben wirtschaftlich ruinieren. Darüberhinaus erwartet ihn ein Strafverfahren. Der junge Mann.....
mir ist überhaupt nicht klar, welche justiziablen Straftaten dem Schüler zur Last gelegt werden ? Insbesondere geht es auch um die Mittäterschaft der Plattformen, die seine Dokumente bereithalten. Wenn ein Bild von mir ohne meine Zustimmung veröffentlicht wird, kann ich meines Erachtens gerade mal die Entfernung beantragen. Gestohlen wurde ja nichts, es ist alles noch da. Die meisten Daten "Kontonummern, Telefonnummern, Adressen" sind ja öffentlich, z.B. Freunde, Geschäftspartnern, WhatsApp, usw., es wird nur versucht, sie nicht allen bekannt zu machen. Inwiefern ein Login mit erratenem Passwort strafbar ist, weiß ich nicht, wenn kein Schaden angerichtet wird. Bis jetzt ist nicht bekannt, dass jemand ein finanzieller Schaden entstanden ist. Bis jetzt haben sich die Medien in dieser Hinsicht noch nicht qualifiziert geäußert. Das Geplärre Passwortklau und Datendiebstahl ist nur lachhaft. Hacken ist auch so ein Wort, das wenig aussagt.

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