Forum: Politik
Podcast "Stimmenfang": Mal ehrlich, wie viel tun Sie für den Klimaschutz?
DPA

Wir haben unsere Podcast-Hörer gefragt, was sie persönlich unternehmen, um das Klima zu schützen. Die Antwort: erstaunlich viel. Aber wie stark kann der Einzelne seinen CO2-Fußabdruck reduzieren - und wo muss die Politik ran?

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PJanik 18.07.2019, 17:05
1. Jeder ändert sein Leben so das wir nur noch 70% ausstoßen.

Wieviel erreichen wir damit?
Immer noch 70%

Der Fokus auf Einzelne anstatt auf große Systeme ist GAGA.

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misterknowitall2 18.07.2019, 17:47
2. Die wirklich großen Räder...

kann man nur in der Politik drehen. Dort müssen Rahmenbedingung definiert werden, wohin die Reise für alle gehen soll. Da braucht man einen verlässlichen Rahmen. Nichts desto trotz muss sich jeder seiner Verantwortung stellen und so viel machen wie ihm möglich ist.

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misterknowitall2 18.07.2019, 17:48
3. Nein,

Zitat von PJanik
Wieviel erreichen wir damit? Immer noch 70% Der Fokus auf Einzelne anstatt auf große Systeme ist GAGA.
schon mal 30% weniger, würde ich sagen. GAGA ist was anderes, nämlich nichts zu tun und mit dem Verweis aufs große Ganze sich aus der Affäre ziehen.

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mailo 18.07.2019, 17:52
4. @1 PJanik

Genau richtig! Damit ist fast alles Gesagt.
Nicht nur fürs Klima sondern auch für den Geldbeutel fahre ich jetzt trozdem seit Dezember 6 km mit dem Fahrrad zur Arbeit.

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Gluehweintrinker 18.07.2019, 17:55
5. Klimaneutralität kann kein Privatprojekt sein

Zitat von PJanik
Wieviel erreichen wir damit? Immer noch 70% Der Fokus auf Einzelne anstatt auf große Systeme ist GAGA.
...und darf es nicht. Ich kann mich auch nicht freiwillig dazu entscheiden, ob ich den Nachbar knuddle oder ihm einen Baseballschläger über die Rübe ziehe, weil es in meinem Ermessen liegt. Ich habe keine Wahl, ob ich mich im PKW anschnallen möchte oder nicht. Und wenn ich meinen Haushaltsmüll aus dem Fenster werfe statt ihn zur Mülltonne zu tragen, wird recht zügig das Ordnungsamt an meiner Tür läuten.

Also kann es auch nicht unser aller Privatvergnügen sein, in einem bestehenden völlig ungeeigneten Wirtschaftssystem, welches auf stetig wachsendem Rohstoffverbrauch beruht, Besitz und Gier, das Klima durch freiwillige Alibimaßnahmen zu retten.

Wie lange wollen wir denn dabei zusehen, wie sich die eine Hälfte über den Zustand des Planeten erregt ("Wir müssten dringend mehr tun"), anschließend mit dem SUV zum Bioladen fährt, fair gehandelte Schokolade und Biobier kauft, mehrmals im Jahr zu ökologisch korrekten All-Inclusive-Bio-Resorts per Fernflug reist, dabei vielleicht noch eine Atmosfair-Kompensation leistet und sich einredet, dass wir doch schon sooo viel für das Klima täten? Die andere Hälfte meint entweder, es sei sowieso schon zu spät, der Planet sei verloren und daher könnten wir noch ein paar Jahrzehnte Party machen, bevor uns der Laden um die Ohren fliegt oder flüchtet sich in Nachgeplapper wie "Was soll das kleine Deutschland mit seinen 2% am globalen CO2 schon ausrichten?". So ungefähr ist die Lage.

Welcher ernst zu nehmende Mensch bzw. Mensch und Politiker soll denn ernsthaft erwägen, dass solcher Blödsinn zielführend sei? Wir sehen doch, in welche Richtung sich unsere Emissionen, der Müll, der Rohstoffverbrauch, der Verlust an Artenvielfalt, die Flächenversiegelung, der Waldverlust, die Überfischung, und und und führen. Staaten haben zu lenken und für ihre Völker die besten und zukunftsfähigsten Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, und da ist offensichtlich noch jede Menge Luft nach oben. Luft mit einem CO2-Gehalt deutlich unter 500 ppm, bitte sehr!

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blume4000 18.07.2019, 17:55
6. Die Bürger tun was

Kleines Auto und kürzere Wege zur Arbeit wären sinnvoll. Dazu müssten die Firmen auch in ländliche Gegenden bauen. Aber oft wird alles in die größeren Städte verlagert. Und dann über den Ausstoß meckern.

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hajomango 18.07.2019, 17:57
7. Nichts

Nichts wird getan von all den Klugschwätzern. Alles was irgendwie halbwegs ernsthaft etwas ändern würde, schädigt die Wirtschaft so massiv, daß es eben nicht machbar ist.

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L_P 18.07.2019, 18:00
8. Feigheit oder Verlogenheit, das ist hier die Frage.

Es gibt Dinge, die zu groß sind, um sie von Deutschland oder meinetwegen auch Europa aus zu retten. Das Klima gehört dazu. Wer das Klima ersthaft retten will, muß mit Chinesen, Indern, Amerikanern usw. verhandeln, verhandeln, verhandeln. Und nochmals verhandeln.

Wer unter den selbsternannten Klimarettern dieses nicht tut, hat entweder die Struktur des Problems nicht erkannt, oder verfolgt andere Ziele als die Klimarettung.

Wie oft waren Spitzengrüne rezent in den Hauptemissionsländern, um zu verhandeln? Grüner Fundamentalismus in einer grünen Oase ist einfach. Und nicht zielführend.

Die Grünen haben mit dem Thema Klimarettung das Problem, das die Feministinnen mit Saudi Arabien haben: Da, wo sie die "big points" machen müssen, sind sie praktisch nicht aktiv.

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MichaelundNilma 18.07.2019, 18:02
9. Klima strategisch

Im Gegensatz zur Bundesregierung begann mein Klimaschutzprogramm mit dem Kauf meines Hauses 1985. Es war eines der ersten mit, damals noch freiwilliger, Außenwandisolierung. Der nächste Meilenstein war die Solaranlage auf dem Dach. Danach macht der Klimaschutz bei mir wegen fehlender Alternativen eine Zwangspause. Der Ersatz der alten Ölheizung durch eine neue, wenn auch eine hocheffiziente, war für mich nicht zufriedenstellend, aber aus den verschiedensten Gründen alternativlos. Allerdings hat die neue Ölheizung einen Anschluß für eine elektrische, vom Solardach gespeiste Beheizung für später, wenn die Einspeisung in´s öffentliche Netz entfällt und oder die Solaranlage mehr Leistung bringt. Das neue Auto fährt ebenfalls, wegen mangelnder Alternative mit Benzin, wenn auch mit schwächstem Motor und damit niedrigem Benzinverbrauch. Mein Ziel ist in 10 Jahren das Solardach durch eines mit höherem Wirkungsgrad zu ersetzen und damit das Heizen mit Solarenergie zu ermöglichen. Damit einhergehend den Ersatz des Benziners durch ein Elektroauto. Als Privatmann braucht man einen langen Atem, Geduld und Hoffnung. Hoffnung auf preiswerte, einfache, bezahlbare Heiztechnologie, jenseits von Öl und Holz. Unendliche Geduld mit einer Bundesregierung, welche man bezüglich Förderung diesbezüglicher Alternativen, noch immer zum Jagen tragen muß. Die einzige Frage welche ich mir noch stelle ist die, tue ich mir das in meinem Alter noch an oder übergebe ich die Verantwortung an meine Nachkommen, damit noch etwas Klimawandel für sie übrig bleibt. Viele Leser werden denken, muß der Geld haben. Als Normalverdiener war es nicht das Geld, sondern Glück das alles im richtigen Moment paßte um die private (Klima)Planung umsetzen zu können. D.h. es braucht marktverfügbare Produkte, damit es nicht wie bei mir, Jahrzehnte dauert.

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