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Podcast "Stimmenfang": Merkel, die "Klimakanzlerin" - guter Ruf, wenig dahinter?
Michael Kappeler/ AP

Angela Merkel galt lange als die "Klimakanzlerin". Aber hat sie je geliefert?

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53er 19.09.2019, 17:07
1. Kommt darauf an,

wie man die Namensgebung interpretiert. Zumnindest das Klima in Deutschland hat sie nachhaltig verändert.

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Kunstgriffe 19.09.2019, 17:17
2. Da war doch was ...

Ich wähle ja auch nicht CDU, aber hätte irgendwer sonst die Chuzpe gehabt den Atomausstieg wirklich durchzuziehen? Das rechnet ich ihr hoch an.

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friedrich.grimm@gmx.de 19.09.2019, 17:24
3. Warum das Fragezeichen?

"Wie erklärt sich also Angela Merkels Klimapolitik? Welche Ereignisse bestimmen ihr Handeln? Und warum setzt sich die Bundeskanzlerin jetzt, zwölf Jahre nach ihrem Grönlandbesuch, wieder stärker für den Klimaschutz ein?"

Schön reden kann Frau Merkel, das hat sie nun ausreichend bewiesen. Doch daraus den Schluss zu ziehen, sie setze sich "wieder" verstärkt für den Klimaschutz ein, ist noch nicht zu erkennen. Vor allem das Wieder belustigt mich doch sehr. Seit ihrem ersten Amtsantritt 2005, hat Merkel alles für die Autoindustrie und die Konzerne nichts aber für den Klimaschutz getan. Warum nur werden dieser Frau andauernd Dinge zugeschrieben, die mit der Wirklichkeit absolut nichts zu tun haben?

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hans.lotz 19.09.2019, 17:25
4. Wenn's nur das Klima wäre

Die Altlasten aus Fehlentscheidungen und Aussitzen von notwendigen Entscheidungen sind längst noch nicht in ihrer ganzen Tragweite und den daraus resultierenden Langzeitfolgen für unser Land erledigt.

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mr future 19.09.2019, 17:26
5. Hat sie nicht...nur Lippenbekenntnisse

Selbst der Atomausstieg geschah nur unter Druck weil sie nach Fukushima ihre Felle wegschwimmen sah. Aber mit dem Ausstieg bekam die Verbundwirtschaft neu Pfründe zugeschanzt: Ihr betreibt weiter Kohlekraft, das kann euch keiner nehmen. Ihr baut die Stromautobahnen, das könnt nur ihr. Ihr baut Offshore-Wind: das könnt nur ihr und wir werden euch entsprechende Abnahmetarife garantieren. Ausserdem schaffen wir euch durch gesetzliche Deckelung diese lästige dezentrale Konkurrenz vom Hals. Und unserem Autogeschäft in China werden wir gern die deutsche Solarbrache opfern und euch damit die Hoheit erhalten. Genauso geschah es. re future

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butzibart13 19.09.2019, 17:27
6. viel Show, wenig Substanz

"Merkel ist schlimmer als Trump". Der Satz kommt nicht von irgendwem, sondern von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Das sagt schon einiges aus über das Klimaverständnis der Kanzlerin.

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Gluehweintrinker 19.09.2019, 17:28
7. Was ist an dieser Wankelmütigkeit "Chuzpe"?

Zitat von Kunstgriffe
Ich wähle ja auch nicht CDU, aber hätte irgendwer sonst die Chuzpe gehabt den Atomausstieg wirklich durchzuziehen? Das rechnet ich ihr hoch an.
Erst raus, dann doch nicht, und dann - huch - Fukushima hat die Stimmung verändert im Volke. "Na, gut, dann doch raus." Wenn Sie das Chuzpe nennen, was wäre dann der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor?

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mailo 19.09.2019, 17:40
8. Zu spät

Wer die Politik des letzten Jahrzehnts verfolgt hat wusste ohnehin schon, dass das mit der Klimakanzlerin ein Märchen der Medien war. Jetzt, wo Merkel ohnehin nicht mehr antritt werden sogar die Medien wieder ehrlich. Einfach nur enttäuschend!

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kuschl 19.09.2019, 17:49
9. Außer „Wir schaffen das“

Außer „ Wir schaffen das“ ist nicht viel passiert, aber immerhin, es hätte noch schlimmer kommen können. Mit Minimalkompromissen kam sie von nahezu allen EU Gipfeln zurück und verkaufte sie immer als große europäische Durchbrüche. In der Flüchtlingskrise haben Erdogan und Orban ihr den Hintern gerettet und in der Wirtschaft Schröder und Steinmeier mit der Agenda 2010, die sie schweigend zu Lasten der SPD weiter verfolgt hat. Ach ja, der Atomausstieg: Hätten nicht unmittelbar nach Fukushima zwei Landtagswahlen stattgefunden, wäre da nichts passiert. Bilanz: Machterhalt des engsten Führungszirkels hat geklappt und die Presse wurde auf Linie gebracht, freundlich zu sein.

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