Forum: Politik
Podcast "Stimmenfang": Sachsen, wir müssen reden!
AFP

Warum immer wieder Sachsen? Rechtes Gedankengut ist weit verbreitet, sagt unser Kollege Janko Tietz. Er kommt selbst aus Sachsen und ist nach Chemnitz einmal mehr überzeugt: Schweigen bringt den Freistaat nicht weiter.

Seite 7 von 12
madameping 30.08.2018, 14:44
60. Vielleicht liegt's ja...

Zitat von Crom
In seinem Duktus spricht der Podcast alle Sachsen an. Ähnlich ist es bei dem letzten Augstein-Kommentar.Ein derart dumpfes und pauschales Sachsenbashing würde man sich bei anderen nicht erlauben.
... an den Sachsen selbst, dass die meisten so unentspannt reagieren, sobald sie einen Dunkelhäutigen sehen...

Beitrag melden
Manitou-01@gmx.de 30.08.2018, 14:45
61.

Der Rechtsextremismus im Osten wurde von der CDU und den mit Westbeamten aufgebauten Polizei- und Verfassungsschutzbehörden geradezu gefördert.
Wie kam es, daß die vom Westen aus Bautzen freigekauften Neonazis (die wurden in der DDR schnell gefaßt und hart verurteilt) bei ihrer Rückkehr aus dem Westen nach 1990 V-Leute wurden? Weil sie als "National-Arbeiter" der Jugend eine für den Kapitalismus ungefährliche orientierung geben sollten. Arbeit und Ausbildung gab es nicht, die Treuhand machte die Betriebe platt.
Es war klar, daß in dieser Situation, wo auch familiäre Strukturen zerbrachen, sich Jugendliche radikalisieren.
Aus Angst, daß diese Radikalisierung nach Links erfolgt (Anti-Treuhandkampf, politische Ostalgie) hat man mit Staatsgeldern die rechte Radikalisierung durch den Verfasungsschutzorganisiert. dies kam im NSU-Prozess in Teilen heraus, wenn auch nur die Spitze des Eisberges

Beitrag melden
maynard_k. 30.08.2018, 14:47
62. gleiche Hautfarbe wie A UND B

Zitat von der-junge-scharwenka
Das Ausland berichtet durchaus über dieses Thema, und zwar keinesfalls mit dem Tenor, dass das alles frei erfunden sei. Meine Tochter lebt zurzeit in Montreal. Auch dort ist das Thema angekommen. Und wissen Sie was? Die Lütte wird inzwischen regelmäßig aufgefordert, das, was da passiert ist, zu erklären: von ihren Gasteltern, in der Schule... Und sie .....
ironischer weise, war der Erstochene kubanischer Abstammung und damit ebenfalls dunkelhäutig. Spricht ja schon fast für die Nazis, dass sie da keine Unterscheidung machen. Fürchte nur dass liegt einzig und alleine daran, dass die meisten nicht wissen welche Hautfarbe der Erstochene hatte ...

Ansonsten natürlich volle Zustimmung!

Beitrag melden
Andraax 30.08.2018, 14:50
63.

Zitat von geschädigter5
Diese ist vollkommen richtig. Es muss ergänzt werden durch den Kurs der CSU, Seehofer, Söder und die anderen, die der Meinung sind, die AFD rechts überholen zu können. Ebenso um die geistige Einstellung der Polizei, nicht nur in Sachsen. Wir haben immer noch einen dreckigen braunen Bodensatz, dem wir uns stellen und bekämpfen müssen.
Seehofer ist aus meiner Sicht einer der Hauptverantwortlichen des Erstarkens der rechtsextremen Strömung. Sein "Herrschaft des Unrechts" ist der Duktus, den sich die Rechten zueigen gemacht haben, und wie eine Monstranz vor sich hertragen.

Beitrag melden
sold123 30.08.2018, 14:53
64.

Zitat von dirk.resuehr
Genau über diese Schwäche, ständig auf Vernunft zu setzen, lachen die gewaltbereiten Rechten doch. Der Staat ist so stolz auf sein Gewaltmonopol, soll er es doch einsetzen, falls er es noch kann und die zuständigen Organisationen nicht selbst schon infiltriert sind.
Haben wir in Hamburg gesehen was der Staat an Gewaltmonopol so kann nichts.

Beitrag melden
CyberDyne 30.08.2018, 14:58
65. Warum reden?

Jedes mal nach solch Ausschreitung im Osten will man reden. Auf Videos aus Chemnitz ist deutlich zu vernehmen, wie jene besorgten Bürger mit denen man reden müsse unverholen dem Nazimob huldigt und ihm auch noch applaudiert. Irgendwann sind der Worte genug gewechselt!
Bei den 1. Mai Demos linker Gruppen will auch niemand mit denen Reden, da fährt der Staat alles auf an Polizei, was er zu bieten hat und es gibt es ordentlich auf die Mütze!

Beitrag melden
Crom 30.08.2018, 14:58
66.

Zitat von madameping
Vielleicht liegt's ja...... an den Sachsen selbst, dass die meisten so unentspannt reagieren, sobald sie einen Dunkelhäutigen sehen...
Damit haben die meisten Sachsen überhaupt kein Problem und reagieren vollkommen tiefenentspannt.

Beitrag melden
Crom 30.08.2018, 15:03
67.

Zitat von der-junge-scharwenka
Das Ausland berichtet durchaus über dieses Thema, und zwar keinesfalls mit dem Tenor, dass das alles frei erfunden sei. Meine Tochter lebt zurzeit in Montreal. Auch dort ist das Thema angekommen. Und wissen Sie was? Die Lütte wird inzwischen regelmäßig aufgefordert, das, was da passiert ist, zu erklären: von ihren Gasteltern, in der Schule... Und sie kann es nicht.
Ich würde Ihrer Tochter empfehlen, sich über Rassismus in Kanada, den dort operierenden Gruppen und vor allem bezüglich der verschwundenen Indianerfrauen zu informieren. Mit diesen Hintergrundinformationen kann Sie Gasteltern und Schule ja versuchen zu konfrontieren.

Beitrag melden
madameping 30.08.2018, 15:26
68. Schön wäre es

Zitat von Crom
Damit haben die meisten Sachsen überhaupt kein Problem und reagieren vollkommen tiefenentspannt.
Immerhin hat doch ein beträchtlicher Großteil des Bundeslandes Sachsen die AfD gewählt. Und die tritt nicht gerade für den entspannten Umgang mit Migranten ein und seltsamerweise sind die Pegida-Kundgebungen erstaunlich gut gesucht.

Nein, nicht alle Sachsen sind rechtsnational, rechtsextrem, nationalsozialistisch oder dergleichen eingestellt. Sicher nicht. Es fallen aber eben diese Gruppierungen besonders auf. Wenn Sie also so tiefenentspannt sind, wie Sie sagen, dann gebieten Sie diesem Treiben Einhalt. Stehen Sie auf, gehen Sie auf die Straße, um gegen den Mob gegen Rechts zu demonstrieren - der dieses Bundesland im Ausland einmal mehr in Misskredit bringt.

Beitrag melden
juewu 30.08.2018, 15:31
69. Gedanken

Miteinander konstruktiv reden ist ist nur dann sinnvoll, wenn die Gesprächspartner einander ausreden lassen und zuhören was der andere sagt. Ich befürchte, dass das in Chemnitz und überall dort wo der braune Mob sich austobt, nicht mehr möglich ist. Also was tun? Ursachenforschung? Einige Foristen habe sich hier bereits zu diesen Thema geäußert. Meiner Meinung nach trägt die AFD große Verantwortung an dem jetzigen Zustand. In den letzten Tagen habe ich irgendwo einen Vergleich der "Chemnitzer Zustände" mit Frischs "Biedermann und die Brandstifter" gelesen. Die Szenarien dieser "Aufführungen" sind sehr gut vergleichbar. Damit wird auch die "teuflische Rolle" der AFD deutlich.
Wenn ich in einem weiteren Artikel lese, dass Lehrer an sächsischen Schulen dem rechten Gedankengut aufgeschlossen gegenüber stehen, ist das für mich nicht nachvollziehbar. Der öffentliche Dienst wird auch als Staatsdienst bezeichnet, was bereits ziemlich viel über die Voraussetzungen zur Aufnahme beinhaltet.
Ich denke, dass hier strikt nach den Buchstaben der gültigen Gesetzte gehandelt werden muss, damit die Menschen, die es betrifft, erkennen, dass sie mit dieser Art von Gesinnung zukünftig in keinem Bundesland der Bundesrepublik Deutschland willkommen sind und eine Zukunft haben.

Beitrag melden
Seite 7 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!