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Podcast "Stimmenfang": Vor 13 Jahren - wie die Ära Merkel begann
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"Deutschland kann es schaffen" - so beendete Angela Merkel am 30. November 2005 ihre allererste Regierungserklärung. Vor welchen Problemen stand die Kanzlerin damals und wie hat sich das Land seither verändert?

Stefan_Schmidt 29.11.2018, 13:41
1.

Die Merkel-Ära begann mit einer paradoxen Regierungsbildung: verglichen mit der BTW 2002 ergab die BTW 2005 einen Linksruck, aber Merkel wurde Kanzlerin. Wer's nicht glaubt, bitte selbst die Zahlen recherchieren. Rot-Grün hatte zwar keine Mehrheit mehr, aber es hätte locker zu RRG gereicht. Ist nur daran gescheitert, dass die SPD Schiß davor hatte. Im Rückblick betrachtet war das auf jeden Fall keine erfolgreiche Strategie zum Erhalt ihrer Wählerstimmen.

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Sportzigarette 29.11.2018, 14:01
2. Quatsch!

Zitat von Stefan_Schmidt
Die Merkel-Ära begann mit einer paradoxen Regierungsbildung: verglichen mit der BTW 2002 ergab die BTW 2005 einen Linksruck, aber Merkel wurde Kanzlerin. Wer's nicht glaubt, bitte selbst die Zahlen recherchieren. Rot-Grün hatte zwar keine Mehrheit mehr, aber es hätte locker zu RRG gereicht. Ist nur daran gescheitert, dass die SPD Schiß davor hatte. Im Rückblick betrachtet war das auf jeden Fall keine erfolgreiche Strategie zum Erhalt ihrer Wählerstimmen.
RRG hätte uns, die SPD. mehr Stimmen gekostet. Es ist im Westen einfach nicht vermittelbar, mit den LINKEN, also der SED Nachfolgepartei in eine Koalition zu gehen. Und auch im Osten gab es nicht genügend Anhänger dieser Variante. Ich wäre mit Sicherheit ausgetreten, hätte man mit den Kommunisten gemeinsam Sache gemacht. Dies ist schon in einzelnen Bundesländern schwer erträglich. Davon mal abgesehen, wären die Verhandlungen bereits auf Grund der utopischen Forderungen der Linken (raus aus der Nato! ) nie zu einer Koalition gekommen. Gut So! Da waren wir mit Mutti doch ganz gut dran!

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LeBigMacke 29.11.2018, 14:38
3. Nicht RRG, sondern die Groko hätte niemals eine Option sein sollen

Zitat von Sportzigarette
RRG hätte uns, die SPD. mehr Stimmen gekostet. Es ist im Westen einfach nicht vermittelbar, mit den LINKEN, also der SED Nachfolgepartei in eine Koalition zu gehen. Und auch im Osten gab es nicht genügend Anhänger dieser Variante. Ich wäre mit Sicherheit ausgetreten, hätte man mit den Kommunisten gemeinsam Sache gemacht. Dies ist schon in einzelnen Bundesländern schwer erträglich. Davon mal abgesehen, wären die Verhandlungen bereits auf Grund der utopischen Forderungen der Linken (raus aus der Nato! ) nie zu einer Koalition gekommen. Gut So! Da waren wir mit Mutti doch ganz gut dran!
Die SPD würde mit Sicherheit besser stehen als derzeit, wenn RRG damals eine Option gewesen wäre. Die SPD war seit jeher eine Partei im linken Spektrum und nicht etwa "der Mitte". Die Bauchlandung 2005 lag darin begründet, dass man seine Klientel schlichtweg verraten hatte. Spitzensteuersatz senken, Deregulierung der FInanzmärkte, und anschließend mit Hartz4 nach denen getreten, die sowieso schon am Boden lagen.
Seither versucht die SPD denselben Weg immer wieder zu gehen, natürlich als kleine hässliche Schwester der CDU - für die Merkel optimal, da fällt der SPD dann nicht nur der eigene Mist auf die Füße, sondern gleich das ganze Paket. Merkel ruht sich auf dem aus, was Rot-Grün damals verbrochen hat, allerdings ohne die negativen Stimmen, denn Schwarz/Gelb hat ja nur übernommen und nicht implementiert.

Dass die SPD sich jedes mal aufs neue auf die große Koalition einlässt, mit entsprechenden Folgen für die Partei (und das Land..), ist für mich nicht nachvollziehbar. Aus Fehlern lernt man, sollte man meinen.

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friedrich.grimm@gmx.de 29.11.2018, 14:43
4. Sand in die Augen...

......streut bereits der nachfolgende Satz: "Deutschland hatte fünf Millionen Arbeitslose und galt in Europa als "kranker Mann". So sah das Land aus, als Angela Merkel 2005 Bundeskanzlerin wurde."
Man hätte den Artikel auch so beginnen können bzw. müssen: Nach Schröders sozialem Kahlhieb übernahm Frau Merkel einen einigermaßen gut bestellten "Laden". In diesem führte sie sich mitunter auf, wie der Elefant im Porzellanladen (Ausstieg vom Ausstieg und Totalausstieg).
Dank Schröder musste Merkel, außer stupiden Reden, alles war alternativlos, musste Frau Merkel nicht viel tun. Es folgten zahllose folgenlose Gipfel, einer teurer als der andere. Die Krönung war dann der G20-Gipfel in Hamburg. Doch zwischendurch galt es Griechenland zu Gunsten des Kapitals zu ruinieren.
Entschuldigung, es wird gerade etwas romanhaft, stimmt aber dennoch alles was hier kurz gestreift wird. Wobei das meiste noch fehlt. Unerwähnt blieb auch ihr Assistent, der beliebte Herr Schäuble. Usw., usw.

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bedireel 29.11.2018, 14:56
5.

Das Prinzip dieser und der vorangegangenen Regierungen unter Merkel lautet: Die Steuereinnahmen maximieren (bevorzugt diejenigen, die der Bürger bezahen muss), um dann mit Scheckbuchpolitik Probleme (Banken, Euro, EU-Zerfall, Migration...) in
die Zukunft zu verlagern, wo sie uns dann um so härter treffen werden. Nach dem Gießkannenprinzip werden dann noch ein paar Wählerschichten mit "Wohltaten" bedacht (Mütterrente, Baukindergeld etc.), um von den horrenden Summen abzulenken, die für die vorgenannten Zwecke verschleudert werden.
Den meisten Wählern gefällt es offenbar, oder er ist zu dumm, das perfide Spiel zu erkennen. Die etablierten Medien spielen das Spiel leider auch mit. Die Zeche werden unsere Kinder noch bezahlen.
M.f.G.

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n.wemhoener 29.11.2018, 15:10
6.

Ein Kernsatz aus der ersten Regierungserklärung:

"Wir können den Schwachen nur dann etwas abgeben, wenn wir genügend Starke haben, die die anderen mitziehen."

Ein entlarvender Satz, nach dem Frau Merkel sich folgerichtig während ihrer Kanzlerschaft in erster Linie um das Wohl der Starken kümmerte. Das Ergebnis: Die größte Ungleichheit in diesem Land, seitdem es Statistiken über Einkommens- und Vermögensverteilungen gibt.

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karl-felix 29.11.2018, 18:20
7. Und

Zitat von Stefan_Schmidt
Die Merkel-Ära begann mit einer paradoxen Regierungsbildung: verglichen mit der BTW 2002 ergab die BTW 2005 einen Linksruck, aber Merkel wurde Kanzlerin. Wer's nicht glaubt, bitte selbst die Zahlen recherchieren. Rot-Grün hatte zwar keine Mehrheit mehr, aber es hätte locker zu RRG gereicht. Ist nur daran gescheitert, dass die SPD Schiß davor hatte. Im Rückblick betrachtet war das auf jeden Fall keine erfolgreiche Strategie zum Erhalt ihrer Wählerstimmen.
jederzeit ( ausser schwarz-gelb) hätte die SPD die Kanzlerschaft Merkel beenden können
und Münte, Beck oder Platzek,Gabriel oder Schulz zum Kanzler küren können . Schisser halt.
Heute sieht es so aus : Merkel hat mit Ihrer CDU praktisch keine Stimmer verloren , die SPD aber zerlegt und die AfD hält Merkel den Rücken frei . Taktisch klug von den CDU/CSU Leuten die AfD zu wählen , die keine Ansprüche stellt.

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