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Podcast "Stimmenfang": Wie die Politik die Wohnungsnot verschleppt
dpa

Mietwohnungen fehlen, Immobilien werden unerschwinglich. Welche Fehler in der Wohnungspolitik über Jahre gemacht wurden und warum auch die aktuellen Impulse der GroKo nur Symptome lindern - hören Sie die Analyse im neuen Podcast.

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peter.di 07.10.2018, 09:26
1. "Immobilien werden unerschwinglich."

Vor allem seit Beginn der Eurorettung, Draghis"what ever it takes" und der "ultralockeren Geldpolitik". Weil alle ihr Geld in Betongold retten. Die EZB nennt die explodierenden Preise "Deflationsgefahr" und begründet damit die Politik, die die Preis inzwischen für die meisten unerschwinglich gemacht hat.

Halt eine Nebenwirkung der Eurorettung, die sowieso ein politisches, soziales und ökonomisches Desaster ist. Genau wie der Euro selber. Ein Desaster, außer natürlich für die Immobilienbesitzer, die profitieren von der Eurorettung wenn sie rechtzeitig die Immobilien hatten.

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dirk.resuehr 07.10.2018, 09:51
2. Die jahrelangen Versäumnisse

sind leider Kennzeichen der letzten 14 Jahre. Wo soll man anfangen? Klima? Energie? Bildung? Digitalisierung?
Immobilien? Letzteres kommt zuletzt, weil jeder zu Beginn der Niedrigzinsphase hätte kaufen können. Das haben überwiegend die getan, die mit den Immobilien Geld machen wollten, also Amigos, selbst schuld, das Geplärre heute nutzt nun nichts mehr. Außerdem, wer vertraut bitte unserer Politik? Was ist das überhaupt?
Die wesentlichen Entscheidungen trafen Lobbyisten aller Bereiche!

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qjhg 07.10.2018, 09:55
3. Wie schon seit Jahren bekannt,

hat die Regierung durch die unsägliche „schwarze Null“ Politik nicht nur dafür gesorgt, dass unzählige Bauunternehmen schließen mussten und jetzt natürlich nicht mehr zur Verfügung stehen, sie hat die Wohnungsnot über Jahre ignoriert und das heutige Desaster damit herbeigeführt. Andere Versäumnisse bei Bildung, Verkehrsinfrastruktur, Renten, Altersarmut etc. werden auch offensichtlicher und werden dazu führen, dass die Regierungsparteien wie jetzt in Bayern dramatisch abstürzen werden. Schade, dass man nicht schon früher den warnenden Stimmen über das weiter so gefolgt ist.

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lathea 07.10.2018, 10:07
4. Deutschland ist ein Vermieterland und....

.....die Rücklagen des Bundes und der Sozialkassen sowie der Gemeinden sind zum großen Teil auch in Immobilien angelegt. Man sollte das Problem mal unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen. Bei den niedrigen Bankzinsen stellen Immobilien noch immer eine Anlage mit Verzinsung dar. Die ärmeren Haushalte werden durch das Wohngeld unterstützt und es ist gar nicht beabsichtigt, Hartz4-Haushalte in Gegenden zu halten, in denen sich ein wesentlich besserer Mietertrag erzielen ließe und in denen es freie Jobs gibt, die Hartz4-Empfänger nicht übernehmen können. Ausserdem sind die Immobilienpreise durch die letzte Wirtschaftskrise kräftig in den Keller gefallen und haben erst jetzt die damaligen Anschaffungskosten überholt. Die Wertsteigerung gehört aber normalerweise auch zum erwarteten Ergebnis einer Immobilienanlage, da die Miete eher die Zinsen, die Instandhaltung (Werterhalt) sowie das unternehmerische Risiko abdeckt. Wenn Firmen heute in Großstädten ihre Arbeitnehmer halten oder neue einstellen wollen, dann können sie ja Werkswohnungen zur Verfügung stellen oder auch Betriebsstätten verlagern bzw. einfach die Gehälter anheben. Ausserdem stehen in Deutschland sehr viele Wohnungen leer, jedoch in Gegenden, in die niemand hinziehen will. Vor allem im Osten haben die Pegida- und AfD-Anhänger die Gegend für Normalos extrem unattraktiv gemacht und gerade dort gibt es noch viel preiswerten Wohnraum sowie Investitionsmöglichkeiten. Da wollen nicht einmal mehr Rentner hinziehen - die gehen lieber ins EU-Ausland. Momentan hat sich die Lage am Wohnungsmarkt ausserdem wieder einigermaßen eingependelt und die Immobilienpreise werden nicht mehr viel steigen. Ausserdem stoßen langsam die Anleger kleinerer Objekte, die in der Krise investiert haben, ihre Objekte langsam mit Gewinn ab, weil die Spekulationsfristen abgelaufen sind und langsam, aber sicher, neue Investitionen in Instandhaltung fällig werden sowie andere EU-Standorte attraktiver werden. Der Markt regelt einfach Angebot und Nachfrage und unsere Regierung ist eine Regierung der Mitte und nicht der sozial Schwachen. Mit der AfD wäre es übrigens noch schlimmer. Wer davon nicht abhängig werden will, muss schauen, Geld anzusparen, sich einzuschränken, einen Zusatzjob für sich oder den Partner zu suchen und in ein Eigenheim zu ziehen oder die SPD und die Grünen wählen. Es war noch niemals einfach, die erste Immobilie anzuschaffen und erst wenn diese abbezahlt ist, wohnt man Mietpreise und braucht nur noch gute Rücklagen für die Instandhaltung und trägt die Verwalterkosten, die man als Mieter nicht einmal zu Gesicht bekommt. ;-)

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alaskafuchs 07.10.2018, 10:10
5. Die Weitsicht fehlt überall, und die Realität straft Merkel Lügen!

Insbesondere, dass sie angeblich die Dinge von ihrem Ende her betrachtet und angeht.
Hier die Fakten laut "Focus":
Wohnungssuchende: Focus v. 14.11.2017
421.000 Wohnungssuchende Deutsche,
436.000 anerkannte Flüchtlinge mit "verfestigtem" Aufenthaltsstatus,
Summe: ca. 857.000 Wohnungssuchende, ein Anstieg seit 2014 um 150%!
Hochrechnung für 2018: 1,2 Mill.
Gebaut werden 2018 voraussichtlich 305.000 Wohnungen
Genehmigte Whgn Jan-Juli 2018: 203.300 Whgn.
Die Politik "fordert": 375.000 Whgn.
Die verfehlte Flüchtlingspolitik (vgl. Prof. Herdegen im Welt-online-Interview v. 06. 07. 2018) schlägt unweigerlich bis zum kleinen Mann durch.
Für mich sieht das eher nach Dilettantismus als nach Weitsicht aus!

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Mister Stone 07.10.2018, 10:16
6. Wer ist "die Politik"?

Nein, es ist ganz und gar nicht "die Politik", die die Wohnungsnot seit mehr als einem Jahrzehnt verschleppt. Es war und ist die neoliberale Regierung Merkel, sonst niemand! Immer dann, wenn unsere Regierung nachgewiesenermaßen richtig Mist gebaut hat, soll "die Politik" schuld sein. Aber dann, wenn es ausnahmsweise mal etwas (angeblich!) Gutes zu berichten gibt, ist es der heiligen Angela und ihren wunderbaren Engeln der Groko zu verdanken.

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jennerwein 07.10.2018, 10:21
7. Mietwohnungen fehlen? Ja! - Aber vor allem fehlt es an Wohneigentum

An vielem ist "die Politik" schuld, aber nicht an allem Übel. Ein Beispiel: Das schöne Urlaubsgebiet rund um den Starnberger See, Ammersee usw. geniesend, sehe ich modernste Industrieunternehmen. Umweltfreundlich, Frauenarbeitsplätze, nahezu traumhaft alles. Aber - wie kann es anders denn auch sein - eine neue Kapitalistenlist vermutend - gehe ich in die Tiefe: "Warum nicht Oberfranken u.a. strukturschwache Gebiete? Billige Grundstückpreise, willige Komunen, relativ viele Arbeitssuchende und weitere solcher Argumente?! - Ach Du Unwissender: Wenn ich - selbst in Großstädten, Köln, Hannover, Berlin u.a. Stellenangebote schalte: Fachkräfte für . . . nach Herrsching gesucht, dann kommen die, trotz Höchstmieten usw.. So oder so ähnlich läßt sich das auf viele andere deutsche Magnete, z.B. Hamburg, übertragen. Und dann werden die hohen Mieten da noch höher, der bebaubare Wohnraum aber nicht. Nach 1+1-Logik hingegen müßten die Firmen und die Menschen vom - durchaus schönen - Ammerland usw. angezogen werden.

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m.gu 07.10.2018, 10:25
8. Dieser wurde sehr gut beschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf.

Es ist eine Schande, dass unser reiches Deutschland Millionen von Menschen in arge Schwierigkeiten bringt. Bereits jetzt und heute ist die Wohnungslosigkeit von deutschen Mitbürgern unfassbar, siehe Beweis Quelle. "Wohnungslosigkeit - 860 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Jeder 2. wohnungslose Europäer ist inzwischen ein Deutscher. Ende 2018 sollen es bereits ca. 1,2 Millionen deutsche Wohnungslose sein. Die Hauptschuld trifft den Politikern der GroKo, die nachweisbar in Deutschland eine Politik für die Reichen, Vermögenden, Besserverdienenden, Beamten und Politiker betreiben. Der große Rest der deutschen Bevölkerung wird durch eine Politik der sozialen Ungerechtigkeit immer weiter in die Armut geführt. Auslöser dieser Politik der sozialen Ungerechtigkeit sind, dass ca. 18 Millionen deutsche Mitbürger im Monat weitaus weniger als 1 056 Euro zum Leben und für Mietzahlung zum Leben haben. Darunter ca. 8,6 Millionen Rentner die weniger als 800 Euro für Miete und zum Leben vom Staat erhalten. In keinem westlichen Nachbarland herrschen diese Zustände wie in Deutschland, dort gibt es nach Abzug der Mietzahlung zum Leben Minimum 1 000 Euro (Österreich bei fast gleichen Lebenshaltungskosten) bis 1 600 Euro (Dänemark, Norwegen bei ca. 30%igen höheren Lebenshaltun
gskosten) an Rente. Beleg für die bittere Armut von Millionen Mitbürgern in Deutschland sind siehe Quelle: "Studie mit präziseren Kriterien: Arme Familien sind ärmer als gedacht.) Die Politiker der GroKo, leider auch viele Wähler dieser Parteien reden die Not und das Elend vieler deutscher Mitbürger noch schön, siehe Beweis Quelle: "Bertelsmann Studie zur Familienarmut. Geschönte Armut statt schön."

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lupo44 07.10.2018, 10:32
9. Genau ist das eines der großen Probleme unserer Kanzlerin.....

Europa ist ihr in den 13 Jahren ihrer Machtausübung wichtiger als die Innenpolitischen Probleme dieser Gesellschaft.Aber es wäre vermessen nur Ihr die Schuld für diese Vernachlässigung zu geben.
Der deutsche Bundestag hat sich ebenfalls sehr wenig um diese Belange gekümmert. Wohungsnot, Pflege ,Altersarmut, Kinderarmut, Ärztemangel auf dem Land,Digitalisierung voran bringen.Alles Themen die uns 80 Millionen Menschen betreffen.In Europa und in der Welt als die Größte gefeiert,aber im eigenen Land sehr umstritten von Jahr zu Jahr mehr.Man muß aber Konstatieren wir Alle wollten es so und haben diese Machtausübung alle 4 Jahre wieder gewählt.Hoffentlich werden jetzt die richtigen Konsequenzen gezogen bei der nächsten Wahl. Aber bitte nicht die AfD!!!!

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