Forum: Politik
Podcast "Stimmenfang": Wütende Jugend, ratlose Politik
AFP

Sie streiken für den Klimaschutz und demonstrieren gegen Uploadfilter - viele junge Leute engagieren sich lieber auf der Straße als in Parteien. Verscherzt es sich die Politik gerade mit der wütenden Generation?

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hardeenetwork 28.03.2019, 17:06
1. Mitbestimmung?

Ich finde es großartig das sich die Jugend in die (Klima-) Politik einmischt und dafür auf die Strasse geht. Ist längst überfällig gewesen. Aber nur demonstrieren alleine bringt die Dinge nicht weiter. Aktiv in der Politik mitwirken sollte die Strategie ihrer Zukunft sein.

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HanzWachner 28.03.2019, 17:16
2. Wenn man sich die Reaktionen...

…der Parteien auf die Demos der jungen Leute bei Fridays For Future und der Uploadfilter-Geschichte anschaut muss sich ja nicht wundern, wenn die jungen Rebellen mit denen politischen Platzhirschen nichts am Hut haben. Ob alte CDUler oder Junge Union, Lindner und die FDP reagieren wie von der Tarantel gestochen auf Proteste, die vollkommen berechtigt sind. Die Politik lässt sich so viel Zeit bei allen wichtigen Zukunftsthemen, dass es nur verwundert, dass nicht noch viel mehr Menschen, auch Eltern, Großeltern und alle anderen auf die Straße gehen.

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robana 28.03.2019, 17:21
3. Nicht nur die Jugendlichen sind wütend

Die (deutsche) Politik verscherzt es sich Augenblick nicht nur mit Jugendlichen. Was sollen junge Leute in einer Partei???
Die berühmte "Ochsentur"? Man müsste schon einen Ortsverein geradezu Okupieren um auch nur ansatzweise in einer Partei Gehör zu finden. Selbst dann sitzen die "Alten" Fest im Sattel und verteidigen ihre Pfründe mit Zähnen und Klauen. Da geht es nicht um Politik, da geht es ums politische überleben und den dazugehörigen Gehältern.
Das Volk??? NEBENSACHE
Erst wenn das Wahlsystem auf Direktwahl umgestellt würde könnte sich das ändern. Dann kann sich niemand mehr auf Parteilisten stützen.

Von der EU will ich erst gar nicht zu reden.

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cruiserxl 28.03.2019, 17:27
4. auf gehts Kids!

Ihr seit meine letzte Hoffnung für die Welt, nachdem man jahrelang das Gefühl hatte in diesem Land sind alle voll mit Valium

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olli0816 28.03.2019, 17:31
5. Ja, die Politiker haben verkackt

Trotzdem muss ich gleich dem ersten Kommentator zustimmen: Um etwas verändern zu können, muss ich da sitzen, wo ich die Macht habe etwas zu verändern. So Sätze wie: "Die hören unsere Argumente noch nicht mal an" oder "Es stimmen nur alte Männer und Frauen ab, die keine Ahnung haben" bringen nicht weiter. Demos sind ganz nett, um Themen zu transportieren, aber mehr passiert da nicht.

Ich hatte die Hoffnung, das mit der Piratenpartei damals eine solche politische Macht entsteht, die genau diese Dinge zum Ausdruck bringt. Aber es ist leider gescheitert. Nur wenn diese Generation genau die für sie wichtigen Dinge voran bringen möchte, braucht sie so eine Institution wie eine Piratenpartei, wie auch immer sie heißen mag. Mit den entsprechenden Stimmen bei Wahlen wird es dann - pardon - keine alten bräsigen Säcke mehr geben, die so einfach behaupten können, Demonstranten wären gekauft, die lieben Kinderchen sind nicht kompetent genug, um bei Umweltthemen mitzureden und sollen lieber in die Schule gehen oder es wären alles Bots.

Selbst ich als alter, weißer Sack von 52 Jahren würde euch die Stimme geben, da ich es inzwischen unfassbar finde, wie sich die ältere Generation mit ihrer Anspruchshaltung über die Wünsche der jüngeren Generation hinwegsetzt. Es liegt in der Hand der jungen Generation, sich zu wehren und nicht mehr alles sich gefallen zu lassen, was nicht in Ordnung ist. Und es ist vieles nicht in Ordnung. Also macht endlich etwas, um zu zeigen, dass es nicht in Ordnung ist. Übernehmt Verantwortung.

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spon_7933274 28.03.2019, 17:37
6.

Zitat von hardeenetwork
Ich finde es großartig das sich die Jugend in die (Klima-) Politik einmischt und dafür auf die Strasse geht. Ist längst überfällig gewesen. Aber nur demonstrieren alleine bringt die Dinge nicht weiter. Aktiv in der Politik mitwirken sollte die Strategie ihrer Zukunft sein.
Wenn die Jugend demonstriert, dann ist das aktive politische Mitwirkung.
Politik findet nicht in den Hinterzimmern der Parteien oder in den Parlamenten statt.

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ruhepuls 28.03.2019, 17:41
7. Schnell langweilig...

Politik ist "langweilig" und oft sehr zäh. Junge Leute wollen aber nicht dicke Bretter bohren oder stückchenweise alte Gewohnheiten überwinden, sondern den "gordischen Knoten" möglichst mit einem Schlag durchhauen.
Auf die Straßen zu gehen ist da sicher "hipper", aber nützt recht wenig. An den "real existierenden" Problemen ändert man so nicht viel.

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Koana 28.03.2019, 17:45
8. Vorschlag

... schaut euch die Ideen der Grünen aus den 80ern an, die wurden leider von den "Realos" gekapert und in die Tonne getreten.
Nun 40 Jahre später könnte man aus der Erfahrung lernen, smarte Psychopathen kann man erkennen, man MUSS sie ächten, ein Statut das den Egoisten und Karrieristen verhindert ist machbar - auch gesunde Menschen sind klug - und äh, ist die Politik der letzten 40 Jahre von klugen Menschen oder von kleinen Gaunern gemacht worden?
Gemeinsam haben diese cleveren Mandatsräuber euch vor eine Grundsatzentscheidung gestellt - die Leute der letzten Wahldekaden haben sie nicht geächtet, sie haben sie weiter ihre Beutezüge abhalten lassen.
Die Piraten wurden eben von solchen Psychopathen gleich zu Anfang überrannt, die lukrativen Mandate ließen sie Blut lecken, einzig sie haben es derart gierig und obszön praktiziert, dass die etablierten aufatmen und ihr Spielfeld für sich behalten konnten - äh - bis auf die AFD, die hat es auch ins Boot der Mandatsgewinner geschafft.
Wollt Ihr diese Gruppen weiter eure Lebenswelt maßgeblich mitformen lassen?
Auch in eurer jetzigen Bewegung stehen die typischen Blender auf den Podien und die engagierten halten die Transparente hoch, organisieren und klatschen...... - passt auf!

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skilliard 28.03.2019, 17:56
9. Fakten sind out

Es gibt "die junge Generation" ebensowenig als homogene Gruppe wie es "die weißen alten Männer gibt". Das sind griffige Phrasen, die derzeit durch die Presse wandern und die werden auch wieder verschwinden. Leider ist es den meisten Artikeln anzumerken, dass sie auf emotionalen Effekt produziert werden und nicht auf Fakten.
Fakt ist : Letztes Jahr ist der CO2-Ausstoß um 2,5 % gestiegen.
Fakt ist auch, dass die Hauptverursacher Indien, China und die USA waren.
In Deutschland ist man derzeit dabei, einen Umbruch herbeizureden der dem Klima absolut nichts bringen wird.
Derzeit sind ca. 1400 Kohlekraftwerke in Planung; die drei Top-Länder auf der Liste: China, Japan, Südkorea. Viel Spaß beim Demonstrieren da drüben.
Und dafür träumt man in Deutschland davon, Autos abzuschaffen und unsere gesamte Lebensweise auf den Kopf zu stellen.
Der Kampf gegen den Klimawandel wird entweder durch Technik gewonnen oder aber gar nicht. In diesem Sinne wäre es vielleicht doch besser, die Schule nicht zu schwänzen und dafür in Physik besser aufzupassen.

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