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Polit-Aufsteiger Tsipras: Griechenlands charmanter Brandstifter
AFP

Schluss mit dem Sparen, Milliarden für die Armen: Mit solchen Botschaften kommt Alexis Tsipras bei den Wählern in Griechenland an. Schon Ende Januar könnte der Linke regieren. Sein Aufstieg wird Folgen haben - für ganz Europa.

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zileri72 30.12.2014, 01:42
130. Darf es noch ein wenig mehr sein ... ?

Austritt aus dem Euro, Schuldenschnitt oder gar kompletter Erlass - bringt das etwas? Solange das politische System marode bleibt, die Lohnstückkosten hoch bleiben etc. wird das Land nicht konkurrenzfähig sein und somit ein Problem haben/sein für lange Zeit. Wäre ein harter Schnitt eine Lösung? Vermutlich wird dieser kommen bevor das Land den Rest mitreißt.
Bedauerlicherweise bleiben dann immer die sogenannten Kleinen auf der Strecke, der Rest, das Establishment, hat vorgesorgt.

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bolzenbrecher 30.12.2014, 01:56
131. Drück die Daumen, Tsipras!

Das wovor alle Reichen und Mächtigen Angst haben in Europa, ist die Tatsache, dass Tsipras beweisen könnte, dass ein menschlicher Wirtschaftskurs, durch Reichenbesteuerung, etc., Erfolg haben könnte. Dies könnte dann nämlich sehr schnell Nachahmer in der EU finden. Insbesondere Deutschland muss sich in Acht nehmen. Hierzulande werden die Armen am meisten von den Reichen ausgebeutet. Höhere Steuern für Reiche wäre mal was Neues. In der deutschen Politik undenkbar. Hoffentlich gelingt es ihm, den deutschen Kurs zu brechen!

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 30.12.2014, 03:20
132. ach

Zitat von Hermes75
Von mir aus können die Griechen auch Herr Tsipras zum neuen Regeierungschef wählen. Das ist Demokratie. Allerdings sollen sie dann auch alle sich daraus ergebenden Folgen tragen. Das ist Verantwortung. Niemand soll aber nachher sagen können, sie hätten nicht gewußt was sie taten.
beim Nationalsozialismus in Deutschland wars doch auch so. Da wollen viele auch nicht mehr gewusst haben was sie da taten, manche machten weiter wie bisher. Besonders in den Spitzenpositionen von Politik, vor allem aber der Wirtschaft.
Auf diese Erfahrung hätte die Menschheit allerdings getrost verzichten können, da das zugrunde liegende Konzept per Definition schon asozial und inhuman war.
Diese Politik, die Wirtschaft und ihre Medien sollen endlich aufhören so zu tun als ob links wie rechts alles gleich böse sei.

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jan.lolling 30.12.2014, 03:33
133. Nur zu logisch

Die Politik des Kahlschlages konnte ja auch nicht endlos so weiter gehen. Diese Sparpolitik war keine! Es war eine Politik der Demontage der griechischen Gesellschaft. Was oll denn bitte daran sinnvoll sein wenn die die simpelsten öffentlichen Dienstleistungen nicht mehr durchführen können aber die EU hatte null Probleme damit wenn Griechenland für viel Geld neue Leopard-Panzer kauft.
Ich wünschen den Griechen viel Erfolg!

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funke04 30.12.2014, 03:36
134. klasse!

Dieser Mann bringt Hoffnung!

Europa diktiert eine Europaweite Armut der Massen und Reichtum für Wenige.

Vielleicht schafft es dieser Mann, gegen die asoziale Entwicklung in Gesamteuropa endlich mal gegen zu steuern.

Deutschland ist übrigens Vorreiter in Sachen Lohndumping, Billig-Sklave-Zuwanderer und so weiter.

Mal wirklich endlich richtig nachdenken, was los ist, wieso auch in Deutschland (und Griechenland) fast nur noch Wirtschafts-Korruption unser Europa regiert?

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fast_weise 30.12.2014, 03:37
135. ja

bitte macht Tsipras und seine Phantastereien zum MP, damit endlich Griechenland sich dem realen Niveau seiner Leistunsfähigkeit, ergo dem Level Bulgariens, Mazedoniens oder Albaniens anpassen kann.

Allein schon wegen AfD und Pegida und Konsorten wird man sich hierzulande nicht noch einmal trauen, diesem failed state wieder Geld hinterher zu werfen. Aber halt, die Griechen können entscheiden, also deren Entscheidung und auch Verantwortung. Vielleicht ein Ende mit Schrecken...für den Rest Europas.

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NauMax 30.12.2014, 03:45
136.

Zitat von warholandy
immer diese Linkenhysterie - letztlich haben linke Ideen die soziale Marktwirtschaft erfolgreich gemacht - hinter diesen linkenfeindlichen "Thesen" steckt doch nur das Interesse Pfründe nicht zu verlieren. Wenn Reiche höher besteuert werden sollen heißt es im Artikel "warum soll dies Herrn Tsipras besser gelingen als seinen Vorgängern?" Soll das etwa ein Gegenargument sein? Die Versorgung armer Schichten der Gesellschaft mit lebensnotwendigen Gütern soll Kosten verursachen? Ja fließt denn das Geld für diese Güter nicht komplett wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück - eben WEIL es für lebensnotwendige Güter zur Verfügung gestellt wird - also für diese ausgegeben werden muss. Da fallen überhaupt keine Kosten an - das Geld fließt eben nur durch bedürftige Hände, und das ist gut so.
Lesen Sie mal genauer: Der Anteil der Steuerzahler mit einem versteuerbaren Einkommen von über 100.000 Euro/Jahr beträgt etwa 0,5%. Das sind bei den knapp 11 Millionen Einwohnern Griechenlands etwa 55.000 "Besserverdiener". Was genau erhoffen Sie sich, von denen holen zu können, um damit den Staatshaushalt zu sanieren? Für eine Vermögenssteuer oder einen höheren Spitzensteuersatz ist es leider zu spät, denn diejenigen, die sowohl Steuerschulden haben, als auch über eine Menge versteuerbares Einkommen verfügen, haben das Land schon lange verlassen und würden sich wahrscheinlich eher ausbürgern lassen als finanziell für die jahrzehntelangen Versäumnisse der Politik einzustehen. Was die Versorgung ärmerer Schichten angeht: Das mag für den subventionsfreien Verkauf so stimmen, aber sobald der Staat durch Querfinanzierung (subventionierung) die Verbraucherpreise drückt oder gar Güter umsonst verteilen lässt, belasten diese selbstverständlich den Haushalt. Sie erhoffen sich anscheinend, frei nach J.M. Keynes einen Multiplikatoreffekt durch Staatsausgaben. Dieser ist aber bloße Theorie und gilt nicht für den Sozialsektor, sondern für Subventionen in der Industrie und im Dienstleistungssektor. Der Staat verschafft Anreize zum Investieren, das schafft Arbeitsplätze, was wiederum zu mehr (Steuer-)einnahmen führt. So jedenfalls die Theorie. Aber finden Sie einmal jemanden, der momentan in Griechenland investieren will.

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jan.lolling 30.12.2014, 03:46
137.

Zitat von chirin21
"... Die Arbeitsverträge ausgehebelt, die Infrastruktur Berlins - und die ist nicht nur allein so- wurde zugunsten von Schwulenpartys katastrophal zusammen geschrumpft. "
Oh Mann wie sind sie denn drauf? Berlin leidet an vielem aber wohl eher nicht unter "Schwulenpartys".
Nebenbei bemerkt die Verursacher der größten Schulden Berlins bisher waren stramme CDU Granden: Diepgen, Landowski und Co. Summe gefällig: schlappe 10.000.000.000 DM (war zumeist noch vor 2000)

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NauMax 30.12.2014, 03:52
138.

Zitat von cbhb
An einer Überschuldung haben immer auch die schuld, die einem Schuldner mit hohem Risiko zu viel Geld leihen! Aus reiner Gier wegen der hohen "Rendite" = Risikoprämie. Sollen sie doch das Risiko auch mal mittragen das sie sich seit Jahren so schön vergolden lassen.
Ein Schuldenschnitt an sich wäre gar nicht mal das Problem, sondern eher, dass die Gefahr besteht, dass die Griechische Regierung, wer auch immer sie dann stellt, dann so weitermacht wie bisher, sofern sie denn überhaupt noch neue Kredite am Markt bekommt. Es ist wie als Privatperson: Zahlt man seine Kredite nicht zurück oder hat zu hohe Schulden angehäuft, bekommt man irgendwann keine neuen mehr. Selbst wenn eine Institution wie der IWF da aushilft, wäre Griechenland in 30 Jahren wieder genau da, wo es heute ist. Das Land lebt eindeutig über seine Verhältnisse und Kürzungen erfolgten bisher am falschen Ende. Anstatt des aufgeblasenen Militärbudgets hat man lieber die Sozialausgaben beschnitten. Statt der Entschlackung des Beamtenapparates hat man lieber die Sozialausgaben noch weiter beschnitten. Das führte zu sozialen Unfrieden, was wiederum am letzten "gesunden" wirtschaftlichen Standbein nagt; dem Tourismus.

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NauMax 30.12.2014, 03:55
139.

Zitat von klaus meucht
Wird die griechische Linke gewählt, dann nicht wegen Tsirpas. Der Grund liegt eher in der Troika, IWF und Merkel und die Unfähigkeit zu verstehen wie eine Währungsunion funktioniert. Die Austeritätspokitik ist gescheitert. Was sich in Griechenland andeutet, kann bald in Frankreich bei den extremen Rechten fortgesetzt werden. Der Euro wird nicht wegen Griechenland scheitern. Der Auslöser wird Frankreich oder Italien sein. Die Ursache des Scheiterns liegt aber viel tiefer.
Eine Währungsunion bedeutet eben nicht, dass schlecht wirtschaftende Staaten wie Griechenland uneingeschränkt und auf Kosten der gut Wirtschaftenden Staaten wie z.B. Finnland, die BeNeLux Staaten oder auch Deutschland neue Schulden aufnehmen können, ohne ernsthaft Reformen anzustrengen. Damit würde man sich nur Zeit erkaufen und später als Währungsunion vor demselben Problem stehen, wie Griechenland als Einzelmitglied.

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