Forum: Politik
Politik und Alkohol: Tabubruch im Berliner Trinkbetrieb

"Ich bin alkoholkrank": Der CDU-Abgeordnete Schockenhoff bricht mit seinem mutigen*Bekenntnis ein Tabu.*Trinkende Politiker gibt es in Berlin zuhauf, doch niemand redet gerne darüber.*Beginnt jetzt eine neue Debatte über das Thema Sucht und Politik?*

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BluesmanII 08.07.2011, 19:21
110. Im Parlament weht bereits ein Hauch von Hospiz

Zitat von Björn Borg
Aber wir sollten mal darüber reden: Parteipolitiker spiegeln schon lange nicht mehr repräsentativ das Volk (wie manche jetzt vielleicht anmerken wollen), sondern sind inzwischen zu einer ganz besonderen Kaste verkommen, in der mit Trunksucht, Eitelkeit, Machtgier und Verlogenheit die meisten der sieben Todsünden überproportional stark vertreten sind. Abhilfe bewirkt vermutlich nur die längst überfällige Abschaffung der Parteienlandschaft aus dem 19. Jahrhundert: Das wird DIE gesellschaftspolitische Aufgabe dieses Jahrhunderts sein, die zu bewältigen ist, wenn Demokratie sich auch weiterhin der Diktatur als überlegen beweisen will.
Das entspricht auch meiner Meinung-und das Internet bietet die Möglichkeit sich neu zu organisisieren, nur noch eine Frage der Zeit.Die derzeitige Parteienlandschaft hält sich nur noch durch die Trägheit der Massen-aber so langsam kommt was in Bewegung-Gutten-und Vroni-Plag sind ein Anfang.Das große Zittern ob mit oder ohne Alkohol hat bereits begonnen.

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titus_shg 08.07.2011, 19:27
111. ...

Zitat von Björn Borg
Über alles andere erhebe ich nicht den moralischen Zeigefinger.
Ich schon.

Es ist nämlich eine Unverfrorenheit, als jemand, der selbst von Droge A (Alkohol) abhängig ist, andere, die Droge B (Cannabis und Co.) konsumieren, mit dem Strafrecht(BtMG) verfolgen und kriminalisieren zu lassen, und die Konsumenten/Abhängigen der Droge A (weil man selbst dazu gehört) strafrechtlich völlig unbehelligt zu lassen.

Entweder sind beide "krank" oder beide "kriminell" oder beide weder krank, noch kriminell, alles Andere ist pure Heuchelei und sonst gar nichts.

Solche haben in der Politik nix verloren.

MfG Andy

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titus_shg 08.07.2011, 19:27
112. ...

Zitat von Björn Borg
Über alles andere erhebe ich nicht den moralischen Zeigefinger.
Ich schon.

Es ist nämlich eine Unverfrorenheit, als jemand, der selbst von Droge A (Alkohol) abhängig ist, andere, die Droge B (Cannabis und Co.) konsumieren, mit dem Strafrecht(BtMG) verfolgen und kriminalisieren zu lassen, und die Konsumenten/Abhängigen der Droge A (weil man selbst dazu gehört) strafrechtlich völlig unbehelligt zu lassen.

Entweder sind beide "krank" oder beide "kriminell" oder beide weder krank, noch kriminell, alles Andere ist pure Heuchelei und sonst gar nichts.

Solche haben in der Politik nix verloren.

MfG Andy

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Seifen 08.07.2011, 19:28
113. Wenn man die ach so schlimmen Belastungen

eines Politikers nicht ertragen kann, warum tun sie dann noch diese Aufgabe? Im übrigen erklärt der hohe Rauchmittelkonsum dieser Leute so manche politische Entscheidung.

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irobot 08.07.2011, 19:30
114. Hier könnte Ihre Werbung stehen!

Wie sagte Dieter Nuhr mal schön?
Zitat von
Politker sind doch arme Schweine. Vom Wahlvolk gedemütigt, vom Fraktionszwang gebeutelt, ernähren sich nur von Fernet Brance und Underberg...
Spaß beseite. Wie viele Alkoholkranke gibt es in Deutschland. Massenhaft. Wir kennen sie doch alle, die sich auf der Fahrt zur Arbeit im Zug oder in der Straßenbahn erst mal ein paar Halbe hinter die Binde gießen. Oder die in der Pause verschwinden und danach seltsam glücklich wieder kommen. In meiner Firma gab es auch so einen Fall. Nur hat der sich über den ganzen Tag hin Stück für Stück abgeschossen. Nach 4 Uhr konnte man mit dem nicht mehr anfangen. Der ist dann auch entlassen worden.

Also schimpft nicht auf den Mann, der ist auch nur ein Mensch. Auch wenn das viele jetzt nicht glauben möchten. Und Menschen können schwach werden. Warum sollen unsere Politiker da anders sein?

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xeniabloom 08.07.2011, 19:32
115. Oh, doch!

Zitat von zeitzeuge10
.Jedenfalls wird man nicht als Alkoholiker geboren.
Wer das Pech hat, eine trinkende Alkoholikerin als Mutter zu haben, wird als Alkoholiker geboren.
Anders formuliert: Wenn Frauen, die Alkoholkrank sind, während der Schwangerschaft weiter trinken, kommen die Babies als Alkoholiker zur Welt und erleiden einen Entzug.

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J-Créme 08.07.2011, 19:32
116. Nimmt sich nicht mehr viel

Zitat von s.malleus
fällt euch was auf? haben anscheinend überwiegend männer probleme mit alkohol...
Das Verhältnis zwischen alkoholkranken Frauen und Männern in stressigen Führungspositonen (wozu man etwas großzügen den Abgeordnetenjob wohl zählen darf) mag etwa 2:3 sein. Ich hab's irgendwo gelesen, kann aber leider keine Quelle angeben.
Plausibel ist das Verhältnis allemal. Frauen liegen auf Grund von gesellschaftlichen Traditionen und geschlechtsspezifischer Erziehung noch etwas zurück, weil Frauen, die heute diese Ämter bekleiden, später in der Jugend oder weniger intensiv zum Saufen als ordentliches Sozialverhalten angehalten und animiert wurde. Wenigstens ein bisschen. Aber sie holen zweifellos auf.

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veszprem 08.07.2011, 19:37
117. xxx

Zitat von Björn Borg
Aber wir sollten mal darüber reden: Parteipolitiker spiegeln schon lange nicht mehr repräsentativ das Volk (wie manche jetzt vielleicht anmerken wollen), sondern sind inzwischen zu einer ganz besonderen Kaste verkommen, in der mit Trunksucht, Eitelkeit, Machtgier und Verlogenheit die meisten der sieben Todsünden überproportional stark vertreten sind. Abhilfe bewirkt vermutlich nur die längst überfällige Abschaffung der Parteienlandschaft aus dem 19. Jahrhundert: Das wird DIE gesellschaftspolitische Aufgabe dieses Jahrhunderts sein, die zu bewältigen ist, wenn Demokratie sich auch weiterhin der Diktatur als überlegen beweisen will.
http://www.bundestag.de/presse/press...m_1107051.html

Wie, Demokratie, wo leben Sie?

"Die Beschwerdeführer würden sich auf ein neuartiges Recht berufen, das bisher gar nicht existiere, nämlich ein umfassendes Grundrecht auf Demokratie. Für die Anerkennung eines solchen Grundrechts und eine damit verbundene Ausweitung der Möglichkeiten zur Verfassungsbeschwerde gebe es aber keinen Anlass."

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J-Créme 08.07.2011, 19:37
118. Putzfrauen auf Koks - voll irre

Wegen Zitat: Doch, doch, es wurde vor einigen Jahren mal berichtet, dass Wissenschaftler, denen man zu Forschungszwecken Zugang gewährte, in den Toiletten des Reichstag, die von Abgeordneten frequentiert werden, dicke Kokain-Ablagerungen auf den sanitären Anlagen nachweisen konnten.

Zitat von Absurdistan-Veteran
Stimmt, kann mich auch erinnern. Gerissenerweise wurde das dann, wenn ich mich recht erinnere, Bauarbeitern und Putzfrauen in die Schuhe geschoben.
Echt? Das hatte ich gar nicht mitbekommen. Putzfrauen, die Spitzenverdienerinnen unter den Karrierefrauen, geben ihr überflüssiges Einkommen für Koks aus? Wahnsinn. Da sieht mann, dass die zuviel verdienen. Während man Bauarbeitern, die z.b. kühn und schwindelfrei auf Gerüsten rumklettern müssen, das bisschen Koks natürlich gönnen muss.

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keinzeitungsleser 08.07.2011, 19:40
119. Die schlimmste Droge

Zitat von sysop
"Ich bin alkoholkrank": Der CDU-Abgeordnete Schockenhoff bricht mit seinem mutigen*Bekenntnis ein Tabu.*Trinkende Politiker gibt es in Berlin zuhauf, doch niemand redet gerne darüber.*Beginnt jetzt eine neue Debatte über das Thema Sucht und Politik?*
Respekt vor dem Abgeordneten! Vielleicht sollte eher eine Debatte über Alkoholsucht und Gesamtbevölkerung beginnen. Ich halte Alkohol für die mit Abstand schlimmste Droge. Sie zerstört Beziehungen, rafft jährlich an die 40000 Menschen hier in Deu. dahin, und lässt auch viele Menschen stehen bleiben in ihrer Entwicklung. Die Krankheit der Alkoholabhängikkeit ist dabei offenbar in allen Schichten fast gleich stark vertreten und wird oft nicht als solche erkannt. Davon abgesehen denke ich, das es wahrscheinlich mehr schnupfende Politiker gibt.

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