Forum: Politik
Politik und Alkohol: Tabubruch im Berliner Trinkbetrieb

"Ich bin alkoholkrank": Der CDU-Abgeordnete Schockenhoff bricht mit seinem mutigen*Bekenntnis ein Tabu.*Trinkende Politiker gibt es in Berlin zuhauf, doch niemand redet gerne darüber.*Beginnt jetzt eine neue Debatte über das Thema Sucht und Politik?*

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Fritz Motzki 08.07.2011, 16:40
20. Was kommt denn jetzt?

Zitat von sysop
"Ich bin alkoholkrank": Der CDU-Abgeordnete Schockenhoff bricht mit seinem mutigen*Bekenntnis ein Tabu.*Trinkende Politiker gibt es in Berlin zuhauf, doch niemand redet gerne darüber.*Beginnt jetzt eine neue Debatte über das Thema Sucht und Politik?*
Die Prohibition von Allohol, oder neue Steuern zwecks Volksgesundheit?

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Gani 08.07.2011, 16:40
21. Keine Überraschung

Da ich Alkoholfrei lebe, setze ich mich mal aufs hohe Ross und dotziere von oben herunter!
Einige mögen gleich rufen "Kein Wunder! Die müssen ja alle im Suff leben um Ihr Handeln und Reden zu ertragen!" - recht habt ihr!

Ich biete aber noch eine andere Sicht auf das Thema, denn es scheint zu erklären wieso der Gesetzgeber diesen Gesellschaftlichen Drogenkonsum so lapidar duldet (abgesehen von den fetten Steuereinnahmen): Wer selber säuft wie ein Loch, der wird den Teufel tun und dem allgemeinen und ungehemmten Alkoholkonsum Hürden in den Weg zu legen, obwohl man täglich sehen, hören und lesen kann das es Sinnvoll wäre.
Ja, nun überrascht mich wirklich nichts mehr.
Obschon, der (trockene) Politiker der sich für verschärfte Regeln und hohe Preise für alkoholische Getränke einsetzt, beendet seine Karriere noch schneller als einer der im Suff Leute über den Haufen fährt, denn er würde schlicht keine Stimmen mehr bekommen.

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raka 08.07.2011, 16:40
22. .

Zitat von regierungs4tel
(...)Im Übrigen gehörte zum Reinheitsgebot in dieser Debatte die Erörterung, wieviele Hauptstadtjournalisten in der Vergangenheit alkoholkrank waren. Die weitgehende Diskretion der Journaille lässt sich darauf zurückführen, dass Politiker und Journalisten in Vielem Leidensgenossen sind.
Leidensgenossen und/oder Saufkumpane?

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clh 08.07.2011, 16:41
23. Eben, ...

Zitat von hypnos
Man könnte bei den Diäten ja den Anteil für Alkohol und Zigaretten streichen (und das im richtigen Verhältnis zu Hartz IV).
... wir dürfen diesen Hang zur alt-, neu-, spät-, wie auch immer -römischen Dekadenz nicht auch noch durch Steuergelder finanzieren.

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Iggy Rock 08.07.2011, 16:50
24. Mittel zum Zweck

Zitat von Hubert Rudnick
Ob es eine Bundestagsabgeordneter, oder ein anderer Bürger ist, wo ist da schon der Unterschied? Der Alkoholkonsum ist in der gesamten Bevölerung sehr hoch, wer sich nun über diesen Herrn Politiker aufregt, dem müsste man mal die Frage stellen wie er es denn bei den anderen Bürgern sieht.
Merkwürdigerweise wurde Alkoholkonsum erst im frühen 20. Jhd. zu einem "Problem", nicht durch den aufkommenden PKW-Verkehr und dortige Unfälle, sondern durch die wachsenden Anforderung an Arbeiter in der Industrie. Schon in Mittelalter gab es für besondere Aufgaben deutlich höhere Rationen. In den vergangenen 30 Jahren hat die Ablehnung von Alkohol an sich stetig zugenommen, gleichermaßen steigt der Tablettengebrauch, nebst allerlei illegalen Aufputschmittelchen, Depressionen nehmen trotzdem zu.

Die Wahrheit ist wohl eher, dass der Mensch im europäischen Raum seit jahrtausenden Alkohol regelmäßig konsumierte, bis hin zum Vollrausch. Auf anderen Kontinenten und in anderen Kulturen wurde nicht zur Flasche gegriffen, sondern zu anderen Drogen.

Die Politik würde ich daher ebenfalls nicht als besonderes Feld sehen, natürlich verleitet der Job dazu, sich wenigstens Abends zuviel zu gönnen, statt sich Beruhigungsmittel, Schlaftabletten und Antidepressiva einzuwerfen. Das machen angeblich ziemlich heftig und fast jeden Abend bestverdienende Bänker, manch ein Lehrer schon morgens um 7 Uhr, gerade auch an den Hochschulen, aber genauso wie ein Pilot, der sich im Hotel im Ausland mit der restlichen Crew langweilt. Der versteckte Alkoholismus ist weiter verbreitet wie man glaubt, vor allem weil der öffentliche Eindruck eher das Gegenteil darstellt. Alkoholiker zu sein ist angeblich nichts für Eliten, für Führungspositionen und auch nichts für einen ordentlichen Arbeitnehmer, schon eher etwas was man bei Arbeitslosen finden soll. Dabei dürfte der Konsum quer durch die Gesellschaft überall gleich hoch sein.

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Björn Borg 08.07.2011, 16:54
25. Sie irren

Zitat von Klaraussage
Herr Schockenhoff: Sie sind mutig. Ignorieren Sie die dummschwätzerische Häme, die Sie unweigerlich treffen wird.
Wenn er mutig wäre, hätte er lange vor einem Autounfall seinen Job als Volksvertreter (!) niedergelegt.

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littlejon 08.07.2011, 16:54
26. Bei Jürgen Leinemann nachlesen!

Zitat von regierungs4tel
Wenn Sie bei Youtube unter "Detlev Kleinert" nachsehen, dürften Sie fündig werden. Im Übrigen gehörte zum Reinheitsgebot in dieser Debatte die Erörterung, wieviele Hauptstadtjournalisten in der Vergangenheit alkoholkrank waren. Die weitgehende Diskretion der Journaille lässt sich darauf zurückführen, dass Politiker und Journalisten in Vielem Leidensgenossen sind.
Der Politikchronist, Spiegelautor und bekennender Alkoholkranker Jürgen Leinemann hat in seinem Buch "Höhenrausch.Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker" unter anderem dieses Phänomen sehr genau beschrieben.

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ratxi 08.07.2011, 16:56
27.

Zitat von Hubert Rudnick
Ob es eine Bundestagsabgeordneter, oder ein anderer Bürger ist, wo ist da schon der Unterschied? Der Alkoholkonsum ist in der gesamten Bevölerung sehr hoch, wer sich nun über diesen Herrn Politiker aufregt,.....
Nein, dieser Einzelne wäre wahrlich kein Problem.
Interessant fände ich aber mal, würde ein jeder beim Betreten des Bundestages pusten, was dabei heraus käme.
Ob es ein Abgeordneter oder ein anderer Bürger ist, macht insofern schon einen Unterschied, dass die Abgeordneten zu der Kaste gehören, die mitbestimmen über Wohl und Übel des ganzen Volkes.
Und wenn einer Entscheidungen mit trägt, an die ich mich zu halten haben, freue ich mich, wenn er sich am nächsten Tag noch daran erinnert...

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neon.apocalypse 08.07.2011, 16:56
28. Kokain

Der Alkoholkonsum ist ja noch gesellschaftlich vollkommen akzeptiert, da muss solch ein Eingeständnis nicht gleich das Karriereende bedeuten.

Mich würde mal interessieren, wie viele Parlamentarier die gleichen Probleme mit Kokain haben!

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Baikal 08.07.2011, 16:57
29. Ach, wird vielleicht..

Zitat von hypnos
Man könnte bei den Diäten ja den Anteil für Alkohol und Zigaretten streichen (und das im richtigen Verhältnis zu Hartz IV).
.. schon deshalb die monatliche Sitzprämie um 292 Euro erhöht und das sogar zweimal, 2012 und 2013 noch einmal? Oder ist den Volks"vertretern" jetzt schon klar, dass die Mehrwertsteuer der schlechten Haushaltslage wegen erhöht werden wird weil muß?

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