Forum: Politik
Politik und Alkohol: Tabubruch im Berliner Trinkbetrieb

"Ich bin alkoholkrank": Der CDU-Abgeordnete Schockenhoff bricht mit seinem mutigen*Bekenntnis ein Tabu.*Trinkende Politiker gibt es in Berlin zuhauf, doch niemand redet gerne darüber.*Beginnt jetzt eine neue Debatte über das Thema Sucht und Politik?*

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J-Créme 08.07.2011, 17:45
50. Abgeordnete vs. Hartz-IV-Empfänger

Zitat von hypnos
Man könnte bei den Diäten ja den Anteil für Alkohol und Zigaretten streichen (und das im richtigen Verhältnis zu Hartz IV).
Abgeordnete müssen sicherlich so gut wie nie für das Zeug, was sie wegsaufen, selber zahlen. Die Glücklichen!
Ganz im Unterschied zu Hartz-IV-Empfängern, die sich das Geld für Alkohol tatsächlich vom Munde absparen müssen: Von wegen entweder vernünftig Essen oder unvernüftig Saufen.

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Foul Breitner 08.07.2011, 17:47
51. Der Besitzer

Zitat von beraterit
man gehe morgendlich auf einen Behördenparkplatz oder bei einer großen Firma (Strom,Wasser, GAs, Öl, Autos, Chemie..) und sammle die Flachmänner auf. Schätzungsweise 25 % aller Angestelletn - egal bei Firmen oder im öffentlichen Dienst - ist alkoholkrank......
von meinemZeitungsladen sagte damals, daß er um 8 normalerweise zumachen könne, da hatte er mit Zigaretten, Schnaps und Zeitungen eigentlich genug verdient, sodaß es sich normal nicht mehr lohne, die restliche Tageszeit im Laden zu bleiben.

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radhe 08.07.2011, 17:49
52. Qualifikation

es scheint für einen Volksvertreter eine Schlüsselqualifikation zu sein tief ins Glas schauen zu können.
Ich frage mich, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich sehe
von was für Pappnasen diese Land regiert wird.
Aber was kann man erwarten, die Wähler sind in der Regel keinen Deut besser, würden sie sonst solche Idioten wählen?

Für mich ist klar: Demokratie kann nur im Dorf funktionieren, alles andere ist Illusion. Diese Illusion nennt sich Lobbykratie. Daraus kommen niemals weise Entscheidungen, sondern nur Interessenvertretungen.
Das ganze System gehört schleunigst abgeschafft.
Ich will einen Monarchie mit einem weisen Rat unabhängiger,
selbstverwirklichter Seelen von denen ich regiert werde und
nicht von Leuten, die ihre Sinne und ihren Geist nicht im Griff haben.

Wahlen in unserem Sinne entmündigend.

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Gezeitenwechsel 08.07.2011, 17:50
53. Richtig

Zitat von Klaraussage
Was hier bislang zu lesen war, zeugt nur von mangelnder Sensibilität im Umgang mit einer Volkskrankheit. Herr Schockenhoff ist nicht mit Häme oder gar der hier üblichen populitischen Politiker-Beschimpfung zu überziehen .....
Das ist ein wichtiger Kommentar. Vielen Dank.

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stesoell 08.07.2011, 17:53
54. oo

Zitat von Klaraussage
Was hier bislang zu lesen war, zeugt nur von mangelnder Sensibilität im Umgang mit einer Volkskrankheit. Herr Schockenhoff ist nicht mit Häme oder gar der hier üblichen populitischen Politiker-Beschimpfung zu überziehen - vielmehr gebührt ihm Respekt für sein mutiges Bekenntnis. Viele sind alkoholkrank, bekennen.....
Danke. Sehr richtig.

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grafkoks2002 08.07.2011, 17:53
55. Und wann beginnen Sie mit der Therapie?

Zitat von zeitzeuge10
Einfach lachhaft,was in dem Artikel da an Entschuldigungen gebracht wird. 1.alter Grundsatz wer säuft,kann auch arbeiten,will heißen;man muß sich auch zusammen nehmen können und man sollte seine Grenzen.....
Und wann fangen Sie mir ihrer Therapie an? Alkoholismus, um das klar zu stellen, ist eine Krankheit. Sie hat nichts mit Willen und solchen Dingen zu tun. Es kann eigentlich jeden treffen. Man merkt es nicht, mal hier ein Schnäpschen, da ein Bier. Wenn man jung ist, zur Uni geht, verträgt man einiges. Samstags gesoffen, montags Klausur. Das geht. Man steht gut in der Kondition. Dann ist man 44, samstags gesoffen, sonntags Familienausflug, dicke Birne, Montag Geschäftsessen, dazu ein Schnäpdchen, ah, das tut gut. Der dicke Kopf ist weg.

Man ist nicht erst ein Alkoholiker, wenn man sich jeden Tag die Hacken dicht säuft, man ist Alkoholiker, wenn es zu einem regelmäßigen Konsum kommt und man diesen regelmäßigen Konsum als "normal" betrachtet. Man ist in diesem Fall vielleicht noch kein Fall für die AA, aber auf jeden Fall sollte man das eigene Verhalten anfangen zu reflektieren. Andererseits: Wie reflektiere ich etwas, von dem ich gar nicht merke, dass es für mich langsam zum Problem wird?

Ob Bundestagsabgeordneter oder Lidl-Filialleiterin: Man steht unter Stress. Und ein lecker Cognac hilft bei der Bewältigung. Das geschieht weder bewusst ("ich haue mir einen hinter die Binde, um die Welt in schöneren Farben zu sehen"), noch ist irgend jemand dagegen gefeiht. Außer Anti-Alkoholikern, die nicht einmal eine Weinbrandbohne essen vielleicht.

Wenn Sie so toll sind - rauchen Sie? Oder treiben Sie vielleicht viel Sport? Gehören Sie zu denen, die nach einem harten Arbeitstag noch einmal die Laufschuhe überziehen und eine große Runde durchs Karree laufen, weil sie einfach dieses Gefühl brauchen, ihren Körper noch einmal auszupowern? Gut, das ist jetzt keine Sucht, mit der sie andere Menschen gefährden, da sie im Straßenverkehr die roten Ampeln so putzig finden, aber es kann eine persönliche Sucht werden. Übrigens: Auch Macht ist eine Sucht. Das Gefühl, dass man gebraucht wird, kann zur Sucht werden. Wenn die Macht schwindet, was tut man dann, um wieder im vollen Saft zu stehen? Man beginnt sich du dopen...

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J-Créme 08.07.2011, 17:57
56. Kokainablagerungen im Reichstag

Zitat von kjartan75
Im Allgemeinen ist auch bekannt, dass es eine nicht unerhebliche Zahl an Bundestagspolitikern gibt, die ein Problem mit anderen Rauschmitteln als Alkohol haben. Über das weiße Pulverchen sollte man auch mal einen Artikel schreiben, das wird ja vollends unterschlagen.
Doch, doch, es wurde vor einigen Jahren mal berichtet, dass Wissenschaftler, denen man zu Forschungszwecken Zugang gewährte, in den Toiletten des Reichstag, die von Abgeordneten frequentiert werden, dicke Kokain-Ablagerungen auf den sanitären Anlagen nachweisen konnten.

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danubius 08.07.2011, 17:57
57. Alkoholsucht ...

...kann dann bekämpft werden wenn die/der Betroffene wirklich bereit ist, eine entsprechende Therapie auf zu nehmen.

Jammern und Lippenbekenntnisse allein helfen hier nicht - Tun ist angesagt, d.h. vor allem anderen: Therapie in einer Suchtklinik.

Aber vielleicht wächst innerlich bei Herrn Schockenhoff ja noch etwas was ihn dazu zwingt, eine Therapie wirklich an zu nehmen.

Und wenn sich dabei heraus stellt, dass er mit seinem Amt und den Erwartungshaltungen seiner Wähler überfordert ist, dann muss auch der sicher schmerzhafte Rücktritt folgen.

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brux 08.07.2011, 17:58
58. Tja

Zumal Alkohol auch noch doof und aggressiv macht. Eigentlich hilft unserer Demokratie nur noch die Freigabe von Cannabis.

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Geziefer 08.07.2011, 17:58
59. Behauptung

Zitat von sysop
"Ich bin alkoholkrank": Der CDU-Abgeordnete Schockenhoff bricht mit seinem mutigen*Bekenntnis ein Tabu.*Trinkende Politiker gibt es in Berlin zuhauf, doch niemand redet gerne darüber.*Beginnt jetzt eine neue Debatte über das Thema Sucht und Politik?*
Würde man den Bundestag und die Bundesregierung trocken legen und ihnen "sonstiges Zeugs" wegnehmen, hätten wir eine andere (bessere?) Politik in Deutschland.

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