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Politiker in der Flüchtlingskrise: Die Angstmacher und die Ängstlichen
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Tag für Tag kommen Tausende Flüchtlinge. Ist das ein Problem? Ja. Muss man deshalb über die "Festung Europa" reden? Bitte nicht.

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zehwa 30.10.2015, 05:42
1. Kippt die Stimmung?

Oder haengt das Stimmungsbild einfach schief? In meinem Bekanntenkreis konnte ich weder Euphorie noch Fluechtlingsablehnung irgendwo bemerken. Die Stimmung dort ist Merkels "Wir schaffen das." recht nahe.
Aber sind meine Bekannten die, die das Stimmungsbild zeichnen? Eher nicht, sondern die"besorgten Buerger", die derzeit die Foren und sozialen Medien fluten, und daher ihre fatale fatale Fehleinschaetzung ableiten, das Volk zu sein.
Ich wuerde mir fuer jedes Forum eine Statistik in Echtzeit wuenschen, die registriert, wer wie oft postet. Dadurch waere leicht sichtbar, dass so mancher "Empoerungssturm der Massen" von ein paar wenigen simuliert wird.

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abu-l-banat 30.10.2015, 05:44
2. Hass gegen wen?

Es ist schön zu sehen, dass es nicht nur Hass gibt in Deutschland, sondern auch jede Menge private Hilfsbereitschaft. Und alle hasserfüllten Wutbürger sollten sich einmal überlegen, warum sich ihr Hass nicht gegen die Verursacher der Flüchtlingsströme richtet sondern gegen die Opfer von deren Gewalt.

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FraCo 30.10.2015, 05:44
3. Was für ein billiger Kommentar

Obergrenzen ja, kontrollierte Grenzen ja - aber wie durchsetzen wenn gleichzeitig jegliche Form von Abwehr verpönt wird. Was, wenn Integration nicht gewollt wird, aus religiösen Gründen oder Frust. Was, wenn eine Mehrheit deutschen Volkes diese großen Probleme (kultureller und finanzieller Art) nicht will.

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valleyview 30.10.2015, 05:50
4. Warum

macht denn nicht jeder EU Staat einfach für sich die Grenze dicht? Wovor haben die denn so diffuse Ängste?? Schengen gilt als ausgesetzt. Mein Credo: Schützt eure Staatsgrenzen, setzt eure Gesetze durch. Verhindert das Chaos. Davor müsst ihr keine Angst haben!!

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joG 30.10.2015, 06:59
5. Über Jahrzehnte wurde die Erwartung des Volks. ...

....und dessen Selbstverständnis geprägt von den Parteien und Regierungen man wäre kein Einwanderungsland. Probleme der Integration älterer Wellen des Zuzugs von Arbeitnehmern wurden in den letzten Jahren sichtbar und intensiv debattiert ohne Lösung. Seit drei Jahren wird beklagt, dass zu wenig Wohnraum da wäre für die Bevölkerung. Man sah die Inkompetenz und intransparente Art in Berlin und EU Politik zu machen am Euro, Griechenland, Ukraine usw. Die Liste ist lang.

Da kann man sich eigentlich nur wundern, wie ordentlich die Bevölkerung protestiert. Die Politik hat hoch verantwortungslos gehandelt und man traut der Politik nichts zu und traut den Politikern nicht einmal. So ist es doch eher ein Wunder, wie friedlich die Lage ist.
Da haben doch viele Bürger Existenzangst.

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elli1965 30.10.2015, 07:02
6. Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Sehr guter Kommentar. Tatsächlich stehen wir nicht vor dem Zusammenbruch des Abendlandes durch den Zustrom der Flüchtlinge, genausowenig wie wir überrannt wurden durch Polen, Tschechen, Balten, Bulgaren usw. durch deren Beitritt zum Schengenraum. Einige meist konservative Politiker schüren Ängste, weil ihnen ausser "es soll so bleiben wie es ist" nichts einfällt. Klar gibt es Probleme, insbesondere wenn Bürokraten ihre Verordnungen und Verwaltungsvorschriften mit Klauen und Zähnen verteidigen statt pragmatische Lösungen zu suchen. Merkel hat schon Recht, wir können das schaffen. Allerdings muss dazu auch der Wille bestehen, der jedoch ist gerade bei der Union sehr gering ausgeprägt, trotz des C's im Parteinamen. Allerdings müssen auch die linken Parteien eines realisieren: Wir können nicht alle hier aufnehmen, die ein besseres Leben suchen. So ist ein richtiges Einwanderungsrecht überfällig und natürlich wird es dabei eine Begrenzung und ein Auswahlverfahren geben müssen. Und eines müssen auch die Befürworter für Einwanderer dann akzeptieren: Ist das Kontingent erfüllt muss der Rest draussen bleiben. Zu der Hilfsbereitschaft für Menschen in Not gehört auch eine nötige Härte Wirtschaftsflüchtlinge eben draussen stehen zu lassen. Wäre so ein Einwanderungsrecht etabliert, dann wären gerade den pöbelndem rechten Pack eine Menge Argumente entzogen und PEGIDA könnte einpacken.

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scareheart 30.10.2015, 07:07
7.

Wirkliche Lösungen bietet Herr Fischer aber auch nicht an.Das es "natürlich auch Probleme mit den Flüchtlingen geben wird" ist doch die Untertreibung des Jahres.Zumindest spricht er schon über "Zuwanderung",denn um nichts anderes handelt es sich hier.Wenn man sich aber ansieht,wie diese Zuwanderung in anderen Ländern läuft,dann ist der Benefit für dieses Land nicht vorhanden,ganz im Gegenteil.Fischer spricht auch von Staatsgrenzen,die es selbstverständlich gäbe,die aber nichts bringen,weil der Zustrom nicht gebremst wird,also täglich immer mehr Menschen kommen.Und ja,eine Obergrenze gibt es,man muß sie als Signal aber auch verkünden,um einen weiteren Zustrom unattraktiv zu machen.Hier hat sich Merkel zu weit aus dem Fenster gelegt,sie fährt lieber in die Türkei und will den ansonsten so ungeliebten Erdogan die Drecksarbeit machen lassen.Ein bißchen Realität anerkennen,bringt also nicht viel,Herr Fischer.Man muß schon bereit sein,die Konsequenzen zu ziehen,denn die Belastungsgrenze ist schon erreicht.Wie soll man einer Regierung vertrauen,die uns vor Monaten noch vorgelogen hat,dass da nur dringend benötigte Fachkräfte kämen,die wir aus demographischen Gründen dringend bräuchten.Es handele sich hauptsächlich um Frauen und Kinder,die direkt aus dem Kriegsgebiet kämen.Inzwischen alles widerlegt.Wer Ängste vermeiden will,muß offen sein und ehrlich.Soviel Toleranz traut man dem eigenen Volk dann aber wohl doch nicht zu.

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rocky_heike 30.10.2015, 07:29
8.

Angstmacher, die eine vermeintliche Realität beschreiben und damit Progrome auslösen, sind Fälle für die Staatsanwalt (Verzehr von geklautem Pferdefleisch, Vergewaltigungen, Ausrauben von Supermärkten). Angstmacher, die von Stoppen, Festungen, Transitzonen reden, streuen zwar keine Gerüchte, aber sie brüllen auch nur herum. Wie geht denn Stoppen ? Was sind denn Festungen ? Was sollen Transitzonen sein ? Wie sieht denn so ein Transitgelände konkret aus? Das traut sich doch niemand zu sagen.

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mariakar 30.10.2015, 07:53
9. Genau, das Machbare ist aus den Augen der Politik

verloren gegangen.
Wie groß muss die Not von Menschen sein, wenn sie bei lebensgefährlichem Seegang auf Nussschalen steigen? Aber, wer zwingt sie dazu? Sie waren in Sicherheit. Ist es nicht auch so, dass wie im Artikel geschrieben mit dieser "keine-Obergrenze" -Glückseligkeit die Menschen noch zusätzlich angelockt werden? Dass Österreich und die anderen Balkan-Länder sagen, es sind eure Flüchtlinge wundert da nicht.

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