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Politiker in der Flüchtlingskrise: Die Angstmacher und die Ängstlichen
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Tag für Tag kommen Tausende Flüchtlinge. Ist das ein Problem? Ja. Muss man deshalb über die "Festung Europa" reden? Bitte nicht.

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Gunter 30.10.2015, 11:15
120.

Zitat von Nania
2. Integration wird in den allermeisten Fällen gewollt. Integration heißt aber (das verstehen gerade Deutsche häufig falsch) nicht Assimilation.
Ich glaube wer so argumentiert, denkt vom falschen Ende her. Integration ist ein lange anhaltender Prozess. Nach spätestens drei Generationen sollte das schon in Assimilation münden.

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Nania 30.10.2015, 11:20
121.

Zitat von vpeters
Der Autor schreibt zwar, dass es eine Obergrenze gibt, aber nicht, wie man diese einhalten koennte. Denn der Fluechtlingsstrom reisst nicht ab und die Massnahmen auf europaeischer Ebene wirken nicht (und werden auch kurz-mittelfristig nicht wirken). Insofern ist dieser Kommentar ein weiterer in der SPON-Rubrik "weltfremde Links-Naivisten kaempfen gegen den Stimmungswandel". Wenn Angst so ein schlechter ......
Sie haben im Grunde genommen Recht: Angst soll vor Gefahren warnen. Angst kann aber durchaus auch etwas irrationales sein, gegen das man selbst bewusst kämpfen kann bzw. gegen das andere Menschen helfen können.
Kinder beispielsweise haben vor allem möglichen Angst, viele Dinge, die ihnen aber gar keine Angst machen brauchen. Manche Menschen können aber ihre irrationalen Ängste schlicht nicht mehr erkennen und glauben, dass sie rational sind (Chemtrails beispielsweise oder die Angst vor dem Weltuntergang 2012. Für manche Menschen waren das absolut reale und berechtigte Ängste).
Die "Angst" vor dem islamischen Terrorismus kann man als berechtigt betrachten. Aber deshalb zu glauben, man müsse Angst vor Flüchtlingen haben, ist irrational. Um es ganz drastisch zu sagen: Sie können Angst vor dem islamischen Terrorismus haben - sollte es soweit kommen, können Sie es aber nicht verhindern. Außer, dass sie einfach nie wieder aus dem Haus gehen.

Ihre Formel mag zwar ebenfalls im Kern richtig sein - das passiert aber nur, wenn die Gesellschaft damit fortfährt, Menschen mit Migrationshintergrund schlicht auszuschließen oder sie von vornherein als potentielle Gefahr zu betrachten. Nehmen Sie sie als Chance war, gegen Sie ihnen eine Chance und Ihre Gleichung verschiebt sich massiv.

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Freezer 30.10.2015, 11:23
122. es reicht doch schon

Zitat von Nania
1. Wie soll diese "Festung Europa" aussehen? 2. Wieso glauben Sie, dass es sich um "Armutszuwanderung" handelt? 3. Wieso gehen Sie davon aus, .....
Antwort haben Sie ja bereits von einem User bekommen
es reicht doch schon das viele Leute das gleiche bekommen wie "UNSERE" Hartz 4 er die breits 30 Jahre hier gearbeitet haben das die genausoviel bekommen wie viele Rentner die hier 45-50 Jahre gearbeitet haben ..siehe auch Leiharbeiter und Niedrigverdiener EIN UNDING

dazu kein Geld für Kitas Rentner Strassen (wobei das menschliche natürlich vorgeht aber) usw jetzt auf einmal holen die
Milliarden raus
und die anderen Fragen siehe Krimilaität sorry das ist doch BEREITS JETZT SO...

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oalos 30.10.2015, 11:23
123. Hellwach

Zitat von bayern2.0
# 83: Zu erwähnen wäre noch, der starke Süden Deutschlands und Österreich wollen mauern. Man sollte sich auf zumindest auf Bayerns Gespür verlassen, denn schließlich ist es das Land, das Deutschland massgeblich nährt. Herrn Fischer und allen Willkommensenthusisten rufe ich zu, aufwachen und Schluss mit träumen
Leider mauert der starke Süden m.E. an falscher Stelle: Bayern nährt nicht nur Deutschland, sondern beglückt auch die arabischen Waffenkäufer. Die deutsche Rüstungsindustrie - gerade in Bayern überproportional ansässig - vermeldet für 2015 deutliche Zuwächse. Das wird 2016 die Flüchtlingsströme nicht gerade schrumpfen lassen.

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bekkawei 30.10.2015, 11:27
124.

Zitat von Nania
Sie haben im Grunde genommen Recht: Angst soll vor Gefahren warnen. Angst kann aber durchaus auch etwas irrationales sein, gegen das man selbst bewusst kämpfen kann bzw. gegen das andere Menschen helfen können. Kinder beispielsweise haben vor allem möglichen Angst, viele Dinge, die ihnen aber gar keine Angst machen brauchen. Manche Menschen können aber ihre irrationalen Ängste schlicht nicht mehr erkennen und glauben, dass sie rational sind (Chemtrails beispielsweise oder die Angst vor dem Weltuntergang 2012. Für manche Menschen waren das absolut reale und berechtigte Ängste). Die "Angst" vor dem islamischen Terrorismus kann man als berechtigt betrachten.
Die Menschen hier haben keine Angst vor den Flüchtlingen.

Die haben Angst vor einer völlig unfähigen Regierung, die das Land ohne rechts und links zu schauen an die Wand fährt.

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Nania 30.10.2015, 11:28
125.

Zitat von paulvernica
Also die "Erfinder" des GGs konnten mit so etwas wohl kaum rechnen. Damals gabs ja noch nicht mal das internet. Hin und wieder bedarf es schon mal einer Anpassung an die Moderne. Das hat der Islam übrigens auch nicht verstanden. Die sind immer noch im Mittelalter.
Die Erfinder des GG haben mit vielem gerechnet, denn immerhin gab es damals in Deutschland schon Flüchtlinge. Wenn es sich darum auch im weitesten Sinne um Binnenflüchtlinge handelte.
Gleichzeitig wollten die Väter und Mütter des GG gerade verhindern (!), dass man das GG einfach ändern kann. Denn damit hatte man schon einmal die Katastrophe bedingt.

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judasmüller 30.10.2015, 11:32
126. Wo ist das Problem?

In Deutschland leben die Meisten wie die Maden im Speck. Es wird doch wohl niemandem wehtun, wenn er ein paar Steuern mehr für die Einwanderer zahlen muss. Auch ist es völlig irrational von der Bundesregierung zu versuchen, die Einwanderer auf andere EU-Länder zu verteilen. Merkel hat die Menschen eingeladen, also sind es unsere Gäste. So einfach ist das. Die Beste Lösung wäre es sogar, die Menschen in Griechenland oder gar in Syrien, Afghanistan, Kosovo und all den anderen Krisengebieten abzuholen und sicher nach Deutschland zu bringen. Und zwar vordringlich die moslemischen Menschen. Denn die haben in den anderen EU- Ländern sonst keine Lobby. Also, packen wir's an - Wir schaffen das!

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bruderlaurentius 30.10.2015, 11:34
127. Angst ist kein guter Ratgeber

aber Dummheit auch nicht.
Ich frage mich wirklich, warum so wenig Menschen in DE dieses Thema sachlich (unter Einbeziehung von Soziologien, Wirtschafts- und Nachhaltigkeitsforschern)diskutieren können.

Es muss doch jedem klar sein, dass die deutsche Bevölkerung - die jetzt schon mehrheitlich gegen Merkels Politik ist - noch gar nicht richtig in Berührung mit den Flüchtlingen gekommen ist. Flüchtlinge in Camps unterzubringen und mit Brot und einer Decke zu versorgen, ist das eine. Sie dauerhaft über Jahrzehnte zu integrieren ist das andere. Und wenn man ehrlich ist, ist die Integration in den letzten Jahren schon gescheitert.

Hilfe müssen wir leisten, aber mit Augenmaß. Das Signal, was Deutschland doch derzeit aussendet ist, wir nehmen alle auf. Theoretisch müssten wir dann auch halb Afrika und Asien Asyl gewähren, aufgrund von Bürger- oder Ressourcenkriegen bzw. Menschrechtsverletzungen. Mir fehlt hierbei jegliche Verhältnismäßigkeit, die auch im europäischen und globalen Kontext debattiert werden muss. Fakt ist doch, dass sich alle anderen EU-Mitgliedsstaaten von Merkels Tugendbefehl distanzieren. Frau Merkel sollte wissen, dass DE nicht Europa ist, sondern DE lediglich zu Europa gehört.

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wersglaubt77 30.10.2015, 11:36
128. @95

Das kann ich Ihnen sagen:
Sind sie persönlich bereit langfristig auf 10% ihres Gehaltes zu verzichten, um das alles zu finanzieren? Sind sie bereit 10 bis 20% mehr Miete und Gebühren für Kindergärten etc. zu bezahlen? Sind sie bereit länger als bis 68 Jahren zu arbeiten, bis 72 oder so? Sind sie bereit, dass evtl Ghettos in Großstädten entstehen, wenn es nicht mit der Integration klappt? Sind sie bereit mit der Gefahr von Anschlägen zu leben, wenn die enttäuschten Flüchtlinge sich vielleicht radikalen anschließen?

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Nania 30.10.2015, 11:36
129.

Zitat von Gunter
Die Argumentation mit Ängsten ist mir zu emotional. Die Frage die entschieden werden muss, ist, wollen wir so vielen Leuten die Zuwanderung erlauben. Wenn die Antwort nein ist, kann man sehr wohl mit Zäunen und Grenzbefestigung einen Erfolg erzielen. Nämlich dann, wenn man die Leute dorthin ......
1. Zuwanderung und Asyl sind zwei unterschiedliche Dinge. Asyl kann darin münden, dass Deutschland neue Bürger bekommt - ist aber erstmal nicht der Grundgedanke.

2. Wollen Sie auf die Leute schießen, die dann dennoch versuchen, über den Zaun zu klettern? Oder ihn mit NATO-Stacheldraht bestücken?
Die Flüchtlinge kommen, weil sie keinen Ausweg mehr sehen, Zäune halten Sie nicht ab. Das sind keine Schafe!

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