Forum: Politik
Politische Borniertheit: Alles Nazis außer mir

Je gebildeter jemand ist, desto vorurteilsfreier blickt er auf die Welt - so die populäre Annahme. Experimente von Psychologen zeigen, dass genau das Gegenteil wahr zu sein scheint. Erklärt das vielleicht den Zustand des politischen Diskurses?

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interessierter10 24.01.2019, 15:33
1. Wie abgedreht ist das denn?

Kein Sadist nennt sich selbst Sadist... Was versucht Fleischhauer da zu rechtfertigen?

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syracusa 24.01.2019, 15:36
2. schlimm, wenn's anders wäre

Fleischhauer-Zitat: "Der Hang zur Rechthaberei nimmt also, das muss man daraus folgern, mit dem Grad der Bildung nicht ab, sondern zu."

Das, Herr Fleischhauer, hoffe ich aus tiefstem Herzen. Wozu sonst wäre Bildung denn gut als genau dazu, weniger Fehler als andere zu machen, also öfter als andere recht zu haben?

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isi-dor 24.01.2019, 15:39
3.

Es war klar, dass Fleischhauer Herrn Lobo antworten muss, irgendwie. Aber genauso klar war, dass es wieder unreflektiertes Geschreibsel sein wird...

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DougStamper 24.01.2019, 15:39
4. Rein theoretisch

Ist der Gedanke ja wahr. Es bringt aber einfach 0 Punkte bei afd‘lern die andere Wange hinzuhalten, da die sich nur über gutmenschen und co empören. Reiche ihnen den kleinen Finger und sie nehmen sich die ganze Hand. Appeasment gegen Rechts funktioniert nicht. Klare Kante. Auf das vielleicht einer der „verlaufenen“ merkt das er abseits des Pfades wandelt. Auch wenn ich hier anecke, mmn ist die Stigmatisierung noch viel zu sanft.

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ggneba 24.01.2019, 15:41
5. Danke, Herr Fleischhauer

"Wir sind die Vielen" - das ist mir irgendwie sauer aufgestoßen. Auch das städtische Theater, für das ich ein Abo habe, informierte mich neulich schriftlich, dass man sich den "Vielen" angeschlossen hätte. Mein erster Impuls war, mein Abo zu kündigen. Ich habe diesem Impuls zwar nicht nachgegeben, ich möchte aber nicht zwangseingemeindet werden in "die Vielen", sondern ich möchte meine differenzierte Meinung (hinsichtlich des Migrationsthemas) behalten. Im Übrigen kenne ich sehr viele Menschen, deren Position sich von meiner Position nicht wesentlich unterscheidet. Wer sind wir? Die Nazis, die Fremdenhasser, die Ewiggestrigen? Ich bin wohl weder das Eine noch das Andere, aber wenn ich nicht zu den "Vielen" gehöre(n will), scheine ich es doch zwangsläufig zu sein. Wo führt uns dieses grobe Muster noch hin? Ich gebe Herrn Fleischhauer mit seiner Analyse vollkommen recht.

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tantedortel 24.01.2019, 15:43
6. Kluger Beitrag

Lieber Herr Fleischhauer,
ein ganz sachlicher und schlüssiger Beitrag von Ihnen. Volle Zustimmung!

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barbierossa 24.01.2019, 15:45
7. "Aber ich glaube, so ist es nicht."

Von derlei Güte sind die Argumente Herrn Fleischhauers. Nuff said.

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bigroyaleddi 24.01.2019, 15:48
8. und was soll uns dieser Artikel sagen?

Irgendwie kommt das so akademisch herüber, dass die Aussagen auch nicht fassbar werden. Was heisst denn das alles, auch wenn jemand gebildet ist bleibt er ein verbohrter Nazi/Judenhasser/Fremdenfeindlicher - er hat nur mehr Argumente für seine Einstellung?

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print1939 24.01.2019, 15:49
9. Anerzogene Borniertheit

Die ritualisierte Herabsetzung des ideologischen Gegners als "undemokratisch" oder als "Nazi" signalisiert, dass man an freier Meinungsäußerung nicht interessiert ist. Es geht vielmehr um Deutungshoheit, also um Macht. Mit Verve wird der politische Gegner mundtot gemacht und vom öffentlichen Diskurs ausgeschossen.

Wie verkommen die Sitten in dieser Hinsicht schon sind, kann man bezeichnenderweise nirgendwo besser beobachten als an den Orten, wo Meinungsfreiheit eigentlich das höchste Gut sein sollte: an den Ausbildungsstätten sogenannter geistigen Eliten, an den Universitäten.

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