Forum: Politik
Politische Borniertheit: Alles Nazis außer mir

Je gebildeter jemand ist, desto vorurteilsfreier blickt er auf die Welt - so die populäre Annahme. Experimente von Psychologen zeigen, dass genau das Gegenteil wahr zu sein scheint. Erklärt das vielleicht den Zustand des politischen Diskurses?

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zimond 24.01.2019, 19:12
160. was eine sinnfreie Studie

Weil Afd oder Trumpgegnern keine pro Argumente einfallen, sollen sie genauso vorurteilsbehaftet sein wie ihre Anhänger? So ein Unsinn! Es gibt keine echten Pro Argumente die sich nicht in 2 Sätzen widerlegen liessen. Die Anhänger hingegen wiederholen einfach nur den Stuss den sie vorgekaut bekommen egal wie absurd der ist. Sich mit einem Thema vorurteilsfrei und mit Verstand auseinander zusetzen bedeutet nicht das man nicht zu einer klaren eindeutigen Meinung kommen kann.

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volkerettlich 24.01.2019, 19:13
161. Wenn ich in den letzten Jahren eins gelernt

habe, dann das der gemeine BRD Bürger mehr Kampagnien gesteuert ist als der Ossi der 60iger. Das geht beim Waschpulver los, setzt sich fort über Antikommunismus, Russlandfeindlichkeit, kritiklose US Verherrlichung und überzogener Selbstüberschätzung gepaart mit Arroganz.
Nur weil Ihr mal eine Schlacht gewonnen habt, müsst ihr nicht gleich abheben. Das Pendel schlägt auch wieder mal zurück. Nazis, Herr Fleischauer gehören seit ihrem Bestehen zur BRD - von den Politikern über Kongo Müller bis zur Wehrsportgruppe Hoffmann und wurde nach 1990 unter dem Deckmantel der Demokratie erfolgreich exportiert. Danke dafür.

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abc_bis_z 24.01.2019, 19:13
162. potentielle Nazis (?)

Also erstmal Danke an Jan Fleischhauer als einer der ganz wenigen nicht fanatisch Ideologisierten im Medien-Mainstream. Je mehr sich der linke, mächtige, meinungsmachende Medien-Mainstream selbst fanatisiert ("radikalisiert" möchte ich noch nicht sagen, aber es ist nicht mehr weit davon entfernt) - desto wichtiger sind Stimmen wie die von Fleischhauer. Und ein Gefühl / ein Eindruck / eine Ahnung, derer ich mich nicht erwehren kann - wenn ich so die ganzen Kolumnen der fanatisierten "Aufrechten" und "Guten" lese - ist, dass nicht wenige dieser Menschen im Dritten Reich glühende Nazis hätten sein können: selbstgerecht überzeugt von ihrer vermeintlich noblen Sache. Es ist einfach dieser gewisse Typ von Mensch, der in jeder Materialisierung jeder x-beliebigen Gesellschaftsform mit wehenden Fahnen für "die Sache" kämpt und dem dabei alle Mittel Recht sind und der mir Angst macht.

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kilminster 24.01.2019, 19:17
163.

Eines gestehe ich Herrn Fleischhauer zu.
Er weiß aus erster Hand wie es ist Vorurteile zu haben und das nicht zu knapp. Das war's dann aber auch schon.

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der_mitdenker 24.01.2019, 19:20
164.

Zitat von madameping
Als entschiedene und bekennende AfD-Gegnerin, Trump-Ablehnerin und Brexit-Kritikerin stimme ich Ihnen in einem Punkt zu, was Sie über Linke sagen.
Danke sehr für ihre sehr differenzierte und sachliche Antwort. Der Kommunismus als Philosophie hat seine Daseinsberechtigung und ist sehr interessant. Eine eins zu eins Übertragung auf die reale Welt ist aber mehrfach mit Millionen von Toten gescheitert (Mao, Stalin, Kim Jong Un). Die Fehler des Kommunismus sind die Fehler seines Erfinders. Karl Marx war der reiche Sohn eines Fabrikanten der keinen Tag in seinem Leben arbeiten musste und auch sonst wenig Verantwortung für sein Leben getragen hat. Ein uneheliches Kind musste sogar sein Freund Friedrich Engels als seins ausgeben aus oben genannten Gründen. Die Philosophie des Kommunismus lässt sich so zusammenfassen: “Du zahlst für mein Kram!“
Der Kapitalismus entspricht mehr der menschlichen Mentalität, MUSS aber kontrolliert und geleitet werden, weil sie dazu tendiert sich selber zu kannibalisieren, große Reichtümer auf wenige zu konzentrieren und die Menschen auszubeuten.

Die Wohltaten des Sozialstaates wurden in den letzten Jahren in Deutschland von der SPD angegriffen, die afd gab es da noch nicht. Die Ängste der Menschen sind real, wenn sie wissen wollen wie ein Land immer mehr islamisiert wurde, schauen sie sich den Libanon an. Wenn Sie Wissen wollen wie die Minderheitenrechte für Christen in einem muslimischen Land aussehen, schauen sie sich Ägypten an.

Die afd fürchtet keine Überfremdung, eher einen Identitätsverlust für dieses Land (waren sie in Berlin oder Duisburg?). Und klar haben viele Rechte eine Heimat in der afd gefunden.
Aber wo ist die Heimat der Linken? Die SPD etwa?

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fördeanwohner 24.01.2019, 19:22
165. -

Zitat von dieter-ploetze
warum schliesst die SPD den ihr unliebsamen sarrazin nicht einfach aus der partei aus? etwa weil sie waehler des konservativen spektrums halten will? natuerlich nicht. sondern ganz einfach, weil parteiausschluesse aeusserst schwierig sind und die damit verbundene publcity sicher auch nicht foerderlich ist. besonders dann wenn der ausschluss nicht gelingt wie bei sarrazin schon zweimal. davon abgesehen, denke ich, dass die AfD weiss, dass sie ohne hoecke und gefolge wahrscheinlich mehr stimmen insgesamt erhalten wuerde.
Das ist nicht wirklich vergleichbar. Die SPD ist soweit von Sarrazin entfernt, dass es kaum einen Unterschied macht, ob er noch in der Partei ist oder nicht. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, er selbst ist es, der sich disqualifiziert, weil er nicht von sich aus austritt. Was die Stimmen für dei SPD angeht, macht es auch keinen Unterschied. Sie würde nicht mehr Stimmen erhalten, wenn sie Sarrazin schasste.

Mit Herrn Höcke verhält es sich genau umgekehrt, ansonsten würde sich die gesamte AfD-Spitze öffentlich ganz anders äußern. Herr Gauland würde in einer Talkshow sagen, man könne ihn leider nicht loswerden. Tut er aber nicht. Stattdessen faselt er was von "Heimatliebe" usw. Nee, die AfD hat sehr vielen Rechten "endlich" edie Möglichkeit gegeben, rechts zu wählen. "Ich bin ja nicht rechts, aber ..." Die NPD ist zu OFFENSICHTLICH nah am NS-Gedankengut dran. Die AfD erscheint vielen da als weniger schlimm nach außen, so dass man sich traut sie zu wählen.

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im_ernst_56 24.01.2019, 19:26
166.

Zitat von fördeanwohner
Wer diffamiert? Und wen eigentlich? Werden Sie und all die anderen, die das behaupten, doch mal ganz konkret, bitte! Und erklären Sie mal ganz sachlich und nüchtern, weshalb jemand, der nicht fremdenfeindlich ist, AfD wählen sollte. Ich versuche das nachzuvollziehen. Ich gehe auch mit vielem, was die CDU z.B. macht, nicht konform, aber ich würde niemals AfD wählen, nämlich weil sie fremdenfeindliche und menschenverachtende Prinzipien vertritt. Wer meint, dass das nicht so sei, der möge mir außerdem mal seine Definition von "fremdenfeindlich" erläutern, damit ich das Abstreiten einer solchen Einstellung nachvollziehen kann. Ich meine das nicht diffamierend, sondern ich bin wirklich interessiert.
Die AfD ist für viele eine Projektionsfläche für ein Misstrauen und allgemeine Unzufriedenheit gegenüber den etablierten Parteien. Es geht um mehr als die Angst vor Überfremdung. Deswegen finden sich unter den AfD-Wählern nachweislich auch Menschen mit Migrationshintergrund. Das Phänomen der AfD-Wähler ist relativ komplex und lässt sich nicht mit einem einfachen Menschenbild ("Fremdenfeindlichkeit") erklären.

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LeoNottebohm 24.01.2019, 19:29
167. Fleischhauer - Gott sei Dank immer noch im Spiegel

Als ehemaliger Linker (anscheinend wie er selbst) lese ich den neuen Gutmenschen-Spiegel nur noch wegen Fleischhauer. Das trägt zu meiner Beruhigung bei, falls ich zufällig auf das angepaßte Gelabere von anderen Kommentatoren stoße. Vor allem Diez, der hinter jedem Baum einen Antisemiten wittert, und Berg mit ihrer verkrampften Kosmopolität, womit sie sich nur als Provinzlerin outet. Solange Fleischhauer noch im Spiegel als Rufer in der konformistischen Wüste schreiben darf, hat man noch Hoffung auf einen Rest von Vernunft in der grün gefärbten Redaktion

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quacochicherichi 24.01.2019, 19:29
168. Der Mensch ist Opportunist

leider hat Herr Fleischhauer recht. Das Herdentier Mensch bewegt sich gern in der grossen Gruppe. Als es opportun war Nazi zu sein, waren es die Meisten. Als es opportun wurde kein Nazi mehr zu sein, wollte es auch nie einer gewesen sein. Nun da die Gruppe am rechten Rand stärker wird, zieht sie all jene wieder an, die innerlich schon immer eine Abneigung gegen Fremde hatte. Nun können sie wieder laut aussprechen was ihnen schon immer auf der Zunge lag, berufen sich auch gern auf die Meinungsfreiheit. Jeder Mensch hat Vorurteile, man verliert diese nur wenn man vom Gegenteil überzeugt wird. In geschlossenen Gruppen wird man diese nicht los. Insofern leider ja, es ist falsch jene mit Vorurteilen gegen Fremde auszuschliessen, man treibt sie damit nur in die Arme der extremen Gruppen, da sie sich da als Herdentier und Opportunist nicht ausgeschlossen fühlen.

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luny 24.01.2019, 19:32
169. Endlich!

Zitat von Das Grauen
Das grundsätzliche Recht haben Sie, aber versuchen Sie das mal umzusetzen! Dafür gibt es bei Twitter leider kein wirklich passendes Werkzeug. Sie sind de fakto gezwungen, mit der Kanone auf Spatzen zu schießen. Denn die einzige Möglichkeit, unliebsame Follower dauerhaft auszuschließen, ist diese zu blocken! Wer nicht gleich zu dieser ganz großen Keule greifen will, dem bleibt nur der Trick, kurz zu blocken und wieder entblocken. Damit ist man den Follower erstmal los. Der kann aber jederzeit wieder ankoppeln, wenn er will. Und je mehr Follower man hat, desto mehr Zeit nimmt die Kontrolle in Anspruch. Bei populären Tweeps ist das beinahe unmöglich. Da bräuchte man ein eigenes Social Media Team, um die Profile zu sichten und die Spreu vom Weizen zu trennen.
Hallo Das Grauen,

endlich eine Ausführung, wie das "Unfollow-me" funktionieren kann
oder eben nicht.

Der Aufruf lautet ja: "Follow me" und um so mehr "Follower", desto
toller.

Und nun kommt die Botschaft: "Unfollow-me".

Das unterläuft doch das ganze Geschäftsmodell, oder?

Bin aber nur Theoretiker, weil ich bei dem ganzen "Follow me"-
Gedöns noch nie mitgemacht habe.

LUNY

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