Forum: Politik
Politische Borniertheit: Alles Nazis außer mir

Je gebildeter jemand ist, desto vorurteilsfreier blickt er auf die Welt - so die populäre Annahme. Experimente von Psychologen zeigen, dass genau das Gegenteil wahr zu sein scheint. Erklärt das vielleicht den Zustand des politischen Diskurses?

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nobody_incognito 28.01.2019, 18:45
400.

Zitat von kelcht
Dafür gibt es in der Regel Versicherungen die im Fall der Fälle einspringen. 4 Jahre sein Kreuz zu machen reicht vollkommen aus dazu noch Landes und Regionalwahlen. Wenn man eine Herausforderung sucht die noch besser vor Obdachlosigkeit schützt wie wärs mit Arbeit?
Wenn das so ist, dann gibt's auch nichts zu meckern. Aber viele meinen halt, dass Kriminalität vor Obdachlosigkeit schützt, oder ein verqueres Verständnis von (Selbst-)Gerechtigkeit in Machtpositionen. Und so entsteht ein Teufelkreis. Quo Vadis?

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pam 28.01.2019, 21:44
401. Interessiert bin ich wohl, aber Ihre Methodik ist fragil

Zitat von spon_4_me
Vielleicht sind Sie an einer weiterführenden Erläuterung interessiert, vielleicht nicht (der Duktus Ihres Beitrags lässt mich da zumindest zweifeln). Der Punkt, den Herr Fleischhauer meines Erachtens bringt, ist in der kognitiven Psychologie relativ gut erforscht. Ich kenne mich persönlich am besten mit den amerikanischen Untersuchungen zu dem Thema aus, aber Sie finden sicher auch Entsprechungen im deutschen Raum....
Louis Liebenberg hat das Spurenlesen als Ursprung des wissenschaftlichen Denkens definiert und konstatiert aus diesen objektiven Tatsachen der Spurendeutung Schlüsse zu ziehen, hätte den menschlichen Geist zur Naturwissenschaft gebracht. Er war übrigens Physiker.

Ob er auch festgestellt hat, dass „Individuen ein starkes Bedürfnis nach sozialer Verortung und Zugehörigkeit haben und als Preis für diese Zugehörigkeit auch vermeintlich objektive Wahrheiten zugunsten der vorherrschenden, solidarisierenden Gruppenmeinung zurückstellen“ mag sein. Die Religion ist das beste Beispiel auf der Welt.

Ihr Thema „Faktenblindheit“ gehört ebenso in diese Abteilung. Wenn die Logik vernachlässig wird, dann möchte der sog. Faktenblinde halt einfach nicht denken. Vielleicht er ist zu einfach zu faul, wie in Ihrem Beispiel genannt, auch noch jede Menge Negativargumente zu finden die seine These widerlegen. Im Übrigen ist nicht die Anzahl der Pro- oder Antiargumente wichtig, sondern derer Inhalt. Das wurde in der Studie gar nicht gemessen. Wie wissenschaftlich ist das denn?

Zu den anderen Herren in Ihrem Artikel kann ich nur sagen, wenn die Fallzahlen und Fragestellungen deren Untersuchungen wirklich repräsentativ wären, könnte man darüber reden. Aber ich halte das Ganze reichlich spekulativ und, demoskopisch gesehen, für fragwürdig.

Sie werden nun nach alldem hoffentlich nicht abstreiten wollen, dass logisches Denken und das vor dem Hintergrund einer bestimmten Bildung, dem Gebildeten unmöglicher ist als dem Ungebildeten. Aber es kommt natürlich noch was hinzu, das sind Empathie und Interessen. Und das sind die Einflussnehmer, die der Logik immer wieder dazwischen funken. Für diese Feststellung brauche ich aber keine Psychologie, sondern nur Logik.

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nobody_incognito 28.01.2019, 22:22
402.

Zitat von pam
Sie werden nun nach alldem hoffentlich nicht abstreiten wollen, dass logisches Denken und das vor dem Hintergrund einer bestimmten Bildung, dem Gebildeten unmöglicher ist als dem Ungebildeten. Aber es kommt natürlich noch was hinzu, das sind Empathie und Interessen. Und das sind die Einflussnehmer, die der Logik immer wieder dazwischen funken. Für diese Feststellung brauche ich aber keine Psychologie, sondern nur Logik.
Das Interesse definiert ja auch ob z.B. Edward Snowden ein Verbrecher ist oder nicht. Wenn man den Standpunkt der Parteien"demokratie" vertritt, dann ist er ein Verbrecher, aus der Sicht der Demokratie mündiger Bürger ist er ein Held. In jedem Fall hat er für Aufklärung gesorgt und vielen einen Psychiatrie-Aufenthalt erspart, was dann auch nicht unbedingt der (Psychopharma) Konjunktur förderlich ist. ;-)

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erdbeerkuchen 30.01.2019, 13:20
403.

Bedingte Zustimmung.
Es ist richtig das Ausgrenzungen zu Radikalisierung und Gewalt führen kann. Das ist allerdings keine neue Erkenntnis sondern predigen Sozialwissenschaftler seit Jahrzehnten. Dabei ist ziemlich egal ob es um Mobbing, Migration oder den Umgang mit ehemaligen Straftätern oder Nazis geht. Es ist richtig das die Gesellschaft eine Brücke bauen muss um diese Menschen aufzunehmen. Ein gutes Beispiel ist da https://www.exit-deutschland.de/start/ die sich genau dem verschrieben hat.
Was aber Nazis oder auch in Teilen von AFD fehlt ist das Bewusstsein für ihr eigenes Unrechtsbewusstsein. Und damit sind wir wieder bei der philosophischen Frage: Sollen wir Menschen als Teil der Gesellschaft akzeptieren, die andere Teile der Gesellschaft aufgrund von Vorurteilen ausschließen wollen?
Ich sage nein, und halte das Mittel das ich mich von solchen Menschen isoliere für ein gutes Mittel mein Missfallen auszudrücken. Ich bin aber gerne bereit, diese Isolation aufzuheben, wenn wir uns darauf einigen können das Menschenrechte und Menschenwürde für alle Menschen dieser Welt gelten.

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demokrat2 30.01.2019, 14:10
404. Fleischhauer denkt wieder mal .....

.... über die anderen nach - und über die Beweggründe ihres Handelns. So kann er auch dem lieben Martin einen mitgeben, der "gewisse" Follower gebeten hatte, dies nicht mehr zu tun. Warum mischt sich Fleischhauer immer nur bei den anderen ein und hinterfragt sich nicht selbst? Da hönnte er seitenlange Kolumnen schreiben. Ob er damit "hinter sich" und seine Motive käme ist fraglich.

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