Forum: Politik
Politische Borniertheit: Alles Nazis außer mir

Je gebildeter jemand ist, desto vorurteilsfreier blickt er auf die Welt - so die populäre Annahme. Experimente von Psychologen zeigen, dass genau das Gegenteil wahr zu sein scheint. Erklärt das vielleicht den Zustand des politischen Diskurses?

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muellerthomas 24.01.2019, 16:34
50.

Zitat von olliver_123
Es geht um die, die pauschal als Nazis abgestempelt werden. Also Grundsätzlich alle AFD- und CSU Wähler.
Wer behauptet das denn? Haben Sie auch nur ein einziges Beispiel für Ihre These?

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Kurt-C. Hose 24.01.2019, 16:34
51.

Zitat von pariah_aflame
"Je gebildeter jemand ist, desto vorurteilsfreier blickt er auf die Welt - so die populäre Annahme." Wessen Annahme ist denn das? Es ist doch viel logischer, dass ein gebildeter Mensch seine Meinung zu einem Thema auf mehr Informationen aufbaut als ein Ungebildeter.
Ach so, wer nicht studiert hat, ist ungebildet? Interessante Variante von Überheblichkeit.

Was bitte qualifiziert die Meinung eines studierten IT-Experten in Sachen Asyl höher, als die eines Altenpflegers?

Und ich kenne, ehrlich gesagt, unendlich viele Mediziner, deren Verständnis für ökonomische Zusammenhänge deutlich unter denen jedes Einzelhandelskaufmanns liegt.

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ruassgugge.schwobe.de 24.01.2019, 16:34
52.

Zitat von ggneba
"Wir sind die Vielen" - das ist mir irgendwie sauer aufgestoßen. Auch das städtische Theater, für das ich ein Abo habe, informierte mich neulich schriftlich, dass man sich den "Vielen" angeschlossen hätte. Mein erster Impuls war, mein Abo zu kündigen. Ich habe diesem Impuls zwar nicht nachgegeben, ich möchte aber nicht zwangseingemeindet werden in "die Vielen", sondern ich möchte meine differenzierte Meinung (hinsichtlich des Migrationsthemas) behalten. Im Übrigen kenne ich sehr viele Menschen, deren Position sich von meiner Position nicht wesentlich unterscheidet. Wer sind wir? Die Nazis, die Fremdenhasser, die Ewiggestrigen? Ich bin wohl weder das Eine noch das Andere, aber wenn ich nicht zu den "Vielen" gehöre(n will), scheine ich es doch zwangsläufig zu sein. Wo führt uns dieses grobe Muster noch hin? Ich gebe Herrn Fleischhauer mit seiner Analyse vollkommen recht.
„In der Freiheit nämlich ist einem die Freiheit selbstverständlich, man weiß nicht, dass es nötig ist, sie zu verteidigen. Aber ohne Verteidigung der Freiheit kommen alle möglichen Ideologien auf, in denen die Freiheit verloren geht.“

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cremuel 24.01.2019, 16:35
53.

Vor lauter Spiegelfechterei gegen die bösen Linken (also beinahe alle außer Mutti, ach nee, die war es bei ihm ja auch)) scheint Herr Fleischhauer eine ganz wesentliche Tatsache vergessen zu haben: Die Nazis sind nicht irgendwas aus dem Grusel- und Vorurteilskeller der Linken - es gab sie wirklich. Sie haben Millionen ermordet. Sie sind ca. 1930 ff. allmählich an die Macht gekommen.
Und auch, wenn man nicht antifaschistisch-hysterisch werden soll: Das sollte sich nicht wiederholen.

Und wenn wir jetzt z.B. einen Fraktionsvorsitzenden einer in allen Landtagen und dem Bundestag vertretenen Partei haben, der vom "Wolf werden" schwafelt und in Himmlerscher Manier von den Härten, die wir anständigen Deutschen bald bei der Reinigung des Vaterlandes auch mal aushalten müssen: Dann haben wir Anlass, darüber ernsthaft nachzudenken, ob das "Nie wieder" wirklich so sicher ist.

Das ist IMO viel wichtiger als Filterblasengeblubber. Gegen das es übrigens einen ganz wunderbaren Weg gibt....er hat was mit "Muss nicht" zu tun.

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tuedelich 24.01.2019, 16:35
54.

Demokratische Wandlung setzt allerdings voraus, dass politisch Versprengten erlaubt wird, sich zu besinnen.

So so - und das hat laut Jan Fleischhauer bei Rechtsaußen tatsächlich Sinn? Bei Leuten, die "Lügenpresse" brüllen, statt ihre Meinungen sagen zu wollen? Bei Leuten, die stramm hinter bekennenden Nazis her marschieren? Wie soll denen denn beim "Besinnen" geholfen werden?
Um Herrn Fleischhauers Vorurteil jetzt so richtig zu pushen, sage ich einfach mal, dass ich eigentlich richtig froh bin, nicht so ganz blöde zu sein, und wenigstens über ein wenig Intelligenz verfüge ...... (auch wenn Eigenlob stinkt!)

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finya-satchmo 24.01.2019, 16:36
55.

Zitat von ty coon
Das Problem ist, daß aus linker Warte jede abweichende Meinung mit Kommentaren belegt wird, die irgendetwas mit der Zeit zwischen 1933 und 1945 zu tun haben. DAS vergiftet den, und jetzt benutze ich dieses schreckliche Schwurbelwort auch einmal, Diskurs
Wie kann man einen so monokausal daherkommenden Satz schreiben - und gleichzeitig vorurteilsfreien Diskurs wollen? Ergo: Nichts alles Gerede.

Überhaupt ist eine solche Meta-Diskussion, wie sie hier und allenthalben geführt wird, nicht produktiv. Sie erhöht sie Klickzahlen - das ist alles. Es gibt keinen erkenntnisgewinn, keine neuen, guten, weiterführenden Ideen und Konzepte.

Lasst uns über die realen Dinge und Prozesse streiten, nicht über deren vielfache Reflektionen in virtuellen uns sich sozial nennenden Cyberwelten.

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gruenerfg 24.01.2019, 16:36
56. Naja

Da kommt es wieder, dieses Bild des "besorgten Bürgers", der wg. fehlender Rentenerhöhung AfD wählt und mit Nazis aus Demos marschiert. Völliger Quatsch. Wer bereit ist, solche Parteien zu wählen und solche Leute zu unterstützen, bei dem ist es zu spät für Selbstheilung. Die gehören nicht mehr zur demokratischen Bundesrepublik mit ihrem Grundgesetz.

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dubsetter 24.01.2019, 16:38
57. ach so,...

Zitat von der_mitdenker
Ich habe noch nie verbohrtere, ideologisiertere und rechthaberischere Menschen gesehen als unsere aktuellen Linksgerichteten. Um das eigene Weltbild zu erhalten schreckt man vor nichts zurück. Der Gegner wird diffamiert, ihm werden Meinungen unterstellt, es wird verallgemeinert was das Zeug hält. Und während des gesamten Diskurses hält man sich für moralisch überlegen und grundsätzlich als den besseren Menschen. Egal um welches Thema es geht: Tempolimit, Arbeitslosengeld, Flüchtlinge, Fahrverbote, Energiewende, Rüstung und Armee. Es wird am Ende nur gefordert, keiner will erklären wie alles bezahlt werden soll, außer vielleicht dass die Reichen es tun sollen. Es wird verboten was nicht dem eigenen Weltbild passt, egal welche Konsequenzen daraus entstehen. Und keinerlei Selbstreflexion dabei zu erkennen. Keiner kommt auf die Idee, dass das der Grund ist warum Millionen Menschen die afd gewählt haben. Aufgrund merkelschen, “alternativlosen“ Politik und einer fehlender echten Opposition sind wir da wo wir sind.
und das gilt ihnen als rechtfertigung,
obwohl bekannt ist das in der afd viele im rechten flügel ehmalige und neue neaonazis, antisemiten, und anhänger des deutschen reiches in den grenzen von 1937 sind.

wie gehen siie damit um??


sorry ,
aber wer diese partei wählt,
wählt den braunen dreck gleich mit, und wundert sich dann, das viele mitbürger das mit schrecken beobachten.

und an herrn fleischhauer:
wenn sie in rostock zb. einer gruppe kahlköpfiger, tätowierter männer gegenüberstehen, dann möchte ich sie nochmal fragen:
sind das keine nazis ??

gleiches gilt für ihre brüder im geiste in den burschenschaften,kubitschek, afd flügel usw.!

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fördeanwohner 24.01.2019, 16:40
58.

Zitat von der_mitdenker
Ich habe noch nie verbohrtere, ideologisiertere und rechthaberischere Menschen gesehen als unsere aktuellen Linksgerichteten. Um das eigene Weltbild zu erhalten schreckt man vor nichts zurück. Der Gegner wird diffamiert, ihm werden Meinungen unterstellt, es wird verallgemeinert was das Zeug hält. Und während des gesamten Diskurses hält man sich für moralisch überlegen und grundsätzlich als den besseren Menschen. Egal um welches Thema es geht: Tempolimit, Arbeitslosengeld, Flüchtlinge, Fahrverbote, Energiewende, Rüstung und Armee. Es wird am Ende nur gefordert, keiner will erklären wie alles bezahlt werden soll, außer vielleicht dass die Reichen es tun sollen. Es wird verboten was nicht dem eigenen Weltbild passt, egal welche Konsequenzen daraus entstehen. Und keinerlei Selbstreflexion dabei zu erkennen. Keiner kommt auf die Idee, dass das der Grund ist warum Millionen Menschen die afd gewählt haben. Aufgrund merkelschen, “alternativlosen“ Politik und einer fehlender echten Opposition sind wir da wo wir sind.
Wer diffamiert? Und wen eigentlich? Werden Sie und all die anderen, die das behaupten, doch mal ganz konkret, bitte!
Und erklären Sie mal ganz sachlich und nüchtern, weshalb jemand, der nicht fremdenfeindlich ist, AfD wählen sollte. Ich versuche das nachzuvollziehen. Ich gehe auch mit vielem, was die CDU z.B. macht, nicht konform, aber ich würde niemals AfD wählen, nämlich weil sie fremdenfeindliche und menschenverachtende Prinzipien vertritt.
Wer meint, dass das nicht so sei, der möge mir außerdem mal seine Definition von "fremdenfeindlich" erläutern, damit ich das Abstreiten einer solchen Einstellung nachvollziehen kann.
Ich meine das nicht diffamierend, sondern ich bin wirklich interessiert.

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finya-satchmo 24.01.2019, 16:41
59.

Zitat von Dengar
(...) absehbaren Ende der '68er-Ideologie geschuldet, ein letztes verzweifeltes Aufbäumen, bevor vielleicht mal so etwas wie Normalität und Gelassenheit einziehen kann.
Kleiner Hinweis eines alten Mannes, der 68 mit auf der Strasse war: Ohne uns 68er könnten Sie solche Sätze nicht öffentlich schreiben, wie sie es hier getan haben. Sie haben ziemlich eindeutig keine eigenen Erfahrungen mit der Enge und den verkrampften Korsettregeln, die es in den 50ern und 60ern hierzulande gab. Seien Sie bitte ein wenig zurückhaltender in den angelesenen Verurteilungen. Danke.

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