Forum: Politik
Politische Sprache: Was ist rechtspopulistisch, was rechtsextrem?
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Wie nennen wir die neuen rechten Parteien und Bewegungen? Die Konfusion der Bezeichnungen ist groß und ihr Gebrauch keineswegs einheitlich. Der Historiker Ralf Melzer weist einen Weg durch den Begriffsdschungel.

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gekreuzigt 30.06.2016, 11:59
1. Wer für Linkspopulisten arbeitet,

braucht mir nicht feine Unterschiede der rechten Seite zu erklären. Diese aus Steuergeldern finanzierten Stiftungen der Parteien sollten ohnehin abgeschafft werden. Für mich sind das lediglich Propagandazentralen.

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echoanswer 30.06.2016, 12:00
2. Andere Frage ...

Was ist heute noch rechts oder links? Sobald eine politische Strömung in den Genuss des Politikerparadises kommt, sind alle gleich. Ob SPD, Grüne, Linke ... es geht dann nur noch um den eigenen Vorteil. Was muss man da um Orientierungen reden? Alles was Berlin nicht in den Kram passt ist populistisch und/oder extrem. Dabei spielen links und rechts keine Rolle.

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paulvernica 30.06.2016, 12:01
3. jenseits von rechts und links

Zitat aus Artikel :
die sich - häufig in Verbindung mit Gewaltbereitschaft - offen rassistisch, antisemitisch und demokratiefeindlich positionieren, sind rechtsextrem
Zitat Ende :

Das würde auch für Salafisten und orthodoxe Muslime in
Deutschland gelten.

Sind die Begrifflichkeiten Rechts und Links nicht längst überholt ?

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Hilfskraft 30.06.2016, 12:02
4. hmmm ...

... könnten wir uns auf den Oberbegriff "Meinung" einigen?

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mielforte 30.06.2016, 12:05
5. Diese Begriffe unterliegen ständigen Interpretationen,

denn heute würde ein Alfred Dregger schlicht als Nazi durchgehen und viele andere honorige Gestalter der alten Bundesrepublik ebenfalls. Was heute bereits rechtspopulistisch ist war in Friedenszeiten (also im kalten Krieg) simple Heimatliebe, abgewürzt mit ein wenig Pathos. Alles nicht so schlimm und schon garnicht gefährlich. Doch heute?

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candidesgarten 30.06.2016, 12:06
6. Systemfragen

Die Fairness verlangt schon zu sagen, dass zumindest Jongen mit " System" nicht den demokratischen Verfassungsstaat, sondern eine Gemengelage aus linksliberalen Medien, Elitendiskursen und Meinungsgenerierung in Form " politischer Korrektheit" ( Lieblingsformulierung von Rechtspopulisten) meint, ein selbstgerrechtes und steriles " System" eben, in dem Dunja Halali und Co. gegen " diffuse Ängste" angehen um sich Sachargumente zu ersparen. Jongen hat zum Fall Gedeon in der AfD BaWü mit bemerkenswerter Härte Stellung genommen, - was ein klassischer Rechtsextremist nicht getan hätte.

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schwaebischehausfrau 30.06.2016, 12:07
7. Journalistische Sternstunde

Schön wenn ein Mitarbeiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung uns erklärt, was "nur" rechts-populistisch ist und was rechts-extrem ist. Das ist ungefähr so objektiv als würde man nen Veganer fragen, was er von Schweinshaxe hält. Ich warte gespannt auf die nächste Folge, wo dann sicher ein stramm Rechter wie Strache oder Gauland erklären darf, wo die Trennlinie verläuft zwischen Links-Populisten (SPD, GRÜNE) und links-extremistischen Gruppierungen.

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papelbon 30.06.2016, 12:08
8.

Was ist daran "rechts", wenn man gegen Armutseinwanderung von Menschen ist, die keinen einzigen Vorteil, aber dafür Nachteile ohne Ende mit sich bringen? Das ist nicht "rechts", sondern gesunder Menschenverstand.

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west_ost 30.06.2016, 12:08
9. Interessante Bezeichnung

Wenn man die polnische Regierungspartei PiS als rechtsradikal bezeichnet, wie soll man die bayerische CSU nennen, die viel wieter rechts angesiedelt ist?

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