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Politische Stimmung: Deutschland steht still - und fühlt sich pudelwohl
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CDU 40 Prozent, SPD 25 Prozent, Grüne zehn Prozent: Seit mehr als einem Jahr stagnieren die Umfragewerte der deutschen Parteien. Warum? Ein Erklärungsversuch.

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dickebank 23.07.2015, 16:38
190. Arhitmetrik

Zitat von bepekiel
Hätte die SPD sich getraut nach der Wahl, eine Regierung SPD, grüne und Linke hätte die Mehrheit gehabt. Gingen lieber den Juniorpartner Deal ein.
... ist auch nicht alles. Wie hätten denn in einer rot-rot-grünen Koalotion die diversen Flügel und Parteigruppierungen in eine Koalitionsdisziplin eingebunden werden sollen?

Rechnerisch eine Mehrheit zu haben heißt eben nicht eine realpolitische Machtposition einnehmen und Vorhaben gestalten zu können.

Im übrigen ist nicht die SPD in die Mitte gerückt. Die CDU ist soweit an den linken Rand der Mitte und darüberhinaus gerutscht, dass für die SPD kaum noch Raum ist zwischen CDU und der Linken.

Unter den derzeitigen Verhältnissen hätte die SPD wenn überhaupt nur eine Chance, eine wiedererstarkte "rechtsliberale" FDP mit Leuten wie Baum oder Hirsch ohne allzu große wirtschafts- und nationalliberale Elemente, um eine sozial-liberale Koalition zu bilden. Damit könnte sie einen Gegenentwurf zu schwarz-grünen Gedankenspielen a la Hessen bilden.

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forsell 23.07.2015, 16:45
191. Solange...

Zitat von garfieƖd
Was ist die Alternative?
sich die society auch ein Leben jenseits des ausschliesslichen Konsums, Konsumierens, und schein-individualisierter Lebensformen -die allerdings nur auf individualisiertem Markt-Konsumverhalten in einem insgesamt gleichgeschaltet monothematischen Werte-Singulärraum beruhen- wird es keinen German "New Deal" geben. Eine Alternative lässt das Sytem nicht zu, es kann diese auch gar nicht zulassen. Weil Alternativen zur Zerstörung des bisherigen Systems -im Sinne von Mchtverschiebung innerhalb der gefestigten Machtstruktur- führen würden.

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dickebank 23.07.2015, 16:45
192. pudelwohl

Zitat von Palisander
Also in meinem Bekanntenkreis gibt es niemanden der sich Pudelwohl fühlt. Wahrscheinlich lebe ich in einer Paralellwelt oder bin nicht so dumm mich von A.M´s Einlulltaktik verführen zu lassen. Es soll so bleiben wie es ist? Mit der aktuellen Situation befürchte ich für die kommenden Jahre das Schlimmste.
Ja wenn sie auch keine Pudel in Ihrem Bekanntenkreis haben, wie soll sich da auch jemand pudelwohl fühlen:)

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vox veritas 23.07.2015, 16:50
193.

So sehr ich Herrn Alemann schätze, und das meine ich ehrlich, aber diesen Beitrag hätte auch einer seiner Studenten verfassen können.

Damit tut er sich und der Politologie keinen Gefallen.

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Eckfahne 23.07.2015, 16:50
194.

Zitat von werner.szymzek
"CDU 40 Prozent, SPD 25 Prozent, Grüne zehn Prozent" Na, haben wir da nicht die drittgrößte Kraft vergessen?
Die Kommunisten kommen im Artikel vor, langt ja auch.

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Pless1 23.07.2015, 16:50
195.

Zitat von
#170 Heute, 16:15 von werner.szymzek naja Zitat von ......
Ist es doch. In der DDR musste sogar die "zweitstärkste Partei" rumdümpeln. Das ist also kein Kriterium.

Keine demokratische Kraft, trotz aller Versuche das totzuschweigen...

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galaxyaner 23.07.2015, 16:51
196. Unterrschiede

Es ist wohl eher, dass die Wähler genau gesehen haben, das es vollkommen egal ist, wen man wählt. CDU, SPD, Gruene, alle gleich, marginal ein paar Unterschiede. Linke und FDP noch schlimmer. Alle wollen, das mit deutschem Geld die Welt geniesst. Keine kümmert sich wirklich um die eigenen Bürger. Es läuft bei alen daruf hinaus, nur noch abhängig vom Staat zu sein. Hauptsache, GR und Resteuropa wird versorgt.
Es gab doch wirklich noch früher Deutsche Parlamente, die haben gutes für die eigenen Bürger getan. Das ist lange vorbei. Deutsche bekommen die Brotkrumen und der Rest Europas das Brot.

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stand.40 23.07.2015, 16:51
197. Bei diesen

Prozentzahlen kann man sich Kritik nicht verkneifen.Wieviel gehen zur Wahl ? Nicht mal 50 Prozent.Wo wurden diese Umfragen erstellt. Weder CDU noch SPD und einige andere sind nicht wählbar.Jetzt wird wahr : Armes Deutschland . Merkel hat es angerichtet. Und es wird nicht besser das steht so fest wie das "Amen in der Kirche "

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muellerthomas 23.07.2015, 16:51
198.

Zitat von dickebank
Im übrigen ist nicht die SPD in die Mitte gerückt. Die CDU ist soweit an den linken Rand der Mitte und darüberhinaus gerutscht, dass für die SPD kaum noch Raum ist zwischen CDU und der Linken.
Helmut Kohl war noch gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, was nun bei der SPD kaum noch ein Reizthema ist. Da ist die SPD doch nun eindeutig nach rechts gerückt. Wirtschaftspolitisch seit Schröder in die Mitte. Ok, die CDU hat sich auch bewegt, klar. Aber ist der Atomausstieg per se ein linkes Thema? Ist ein Mindestlohn von 8,50 Euro wirklich links?

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michel-watcher 23.07.2015, 16:52
199. Eine Insel mit zwei Bergen...

Lange lebten wir mehr oder weniger auf der Insel der Glückseligen, die Probleme waren relativ klein, gemessen an dem, was nun schon da ist oder immer näher rückt. (Flüchtlinge, Ukraine, Griechenland, linke Bündnisse, TTIP, EURO- Krise, Europa- Krise)
Der/die Durchschnittsdeutsche will aber aus der Sicherheit nicht raus, Veränderung macht dem Michel Angst. Außerdem fürchtet ein großer Teil, dass ihm etwas weggenommen werden könnte seiner Privillegien. Interessanterweise aber scheint es da mehrere Kategorien von 'Veränderung' zu geben. Wird diese von der Obrigkeit verordnet, wird sie geschluckt, was der ausgeprägten deutschen Obrigkeitshörigkeit geschuldet ist, kommt sie aber aus der Gesellschaft selbst, wird sie oft als Gefahr gesehen, vor allem, wenn Konventionen gesprengt oder alte Phobien geweckt werden.
Das zeigt sich auch in der Macht der konservativen Geister, für den Merkel und Schäuble stehen, die genau jenen Anteil in der Bevölkerung ausnutzen und verstärken.
Aber auch wenn Merkels CDU auf über 40% Zustimmung kommt, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass mindestens genauso viele überhaupt nicht einverstanden sind mit ihr und ihrem Kurs.
Da die Deutschen sich aber am 'Mainstream' orientieren, selbst wenn dieser erst durch die Vorgabe eines angeblichen Mainstreams entsteht, existiert eine 'breite Masse', die relativ zufrieden ist.
Und da Merkel sich schon lange mit der Manipulation der Massen (ud Medien) beschäftigt, unterstützt von einem Stab, der ihr dabei hilft, wirkt es nunmal so, als sei alles in Butter.
Es mag sich zahlenmäßig nichts getan haben, doch ich halte die Situation für wenig stabil.
Sie ist eher eine Folge eines panischen 'bloß nicht so' als eines euphorischen 'Auja, wir haben eine Vision.' Doch sollten die Krümel, die vom neo-liberal gedeckten Tisch aus dem niederen Volk niederrieseln, weniger werden oder qualitativ schlechter, dürfte der Unmut wachsen.
Dabei verfolgt Merkel eine schalue Idee: Mache die stark, die dir nutzen, begib dich ganz auf Seiten der Reichen und Mächtigen, vertete die Interessen der Wirtschaft und des Kapitals, aber spiele die 'nette, kümmende Kanzlerin der Menschen' und sichere dir so auch die Stimmen der 'einfachen Menschen'.
Un dnoch was kann sie gut: Wenn Fehler passieren, sind es immer die andern, notfalls schlachte einen Bauern, alle Erfolge aber schreibe Dir auf deine Fahnen, selbst wenn diese vom Koalitionspartner kommen.
Der deutsche Michel bekommt von all dem nichts mit, schaut Fußball, trinkt Bier und plant den nächsten Urlaub mit der besten Bundeskanzlerin als Amme. Queen Angie wird es schon richten, genießt unser vollstes Vertrauen...
Alles andere wäre auch viel zu stressig...

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