Forum: Politik
Politologe Münkler zum Gauck-Streit: "Ach, die Stechschrittpazifisten von der Linken"
DPA

Mehr Einsätze der Bundeswehr im Ausland? Joachim Gaucks Forderung ist auf heftige Kritik gestoßen - der Politologe Herfried Münkler springt dem Bundespräsidenten bei.

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frubi 02.07.2014, 13:32
80. .

Zitat von irrenderstreiter
des Textes, kann ich kein überzeugendes Argument dafür finden, warum sich Deutschland im Ausland militärisch engagieren sollte. Nur allgemeines Bla-Bla.
Wie halt so häufig. Das deutsche Militär ist zur Verteidigung des Landes vorhanden und nicht um unseren Wohlstand zu sichern.

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Fricklerzzz 02.07.2014, 13:32
81. Die Bundeswehr ist doch zu fast garnichts in der Lage

Der Wehretat ist total zusammengestrichen, aber nicht die höhere Verwaltung. Das bedeutet wir haben einen riesigen Wasserkopf aus Leuten die in der freien Wirtschaft keine Chance hätten.

Die Ausrüstung ist schlecht und veraltet, es gibt kaum noch genügend Trainingseinrichtungen. Die Qualität der Rekruten ist schlecht.

Für Auslandseinsätze braucht man eine flexible gut ausgebildete und einsatzwillige Truppe. Die Bundeswehr war und ist aber eine Volksarmee. Der Umbau zieht sich wegen der Altlasten ewig hin.

Würde die Bundeswehr mal gewinnen, das heißt einen Feind wirklich besiegen, würden wir wieder zu den bösen rassistischen Nazis gemacht.

Das wissen die potentiellen Kämpfer auch, deswegen melden sich meist nur solche zum Dienst, die die Versorgung und den Sold wollen, nicht aber gewinnen.

Daher sollen Sie ruhig Soldaten zum "Urlaub auf Staatskosten mit Anschlagswarnung" schicken, viel mehr als in der Kaserne exerzieren und Ausrüstung pflegen, können die ja doch nicht leisten, selbst wenn sie wollten.

Mein Freund war in Jugoslavien, im Kossowo und ist jetzt gerade das letzte mal in Afganistan und hat mir erzählt und anhand Fotos gezeigt, wie die Auslandseinsätze der Bundeswehr praktisch ablaufen.

Unsere Afganstan-Truppe bereitet sich schon auf Mali vor und will nichts mehr riskieren, das war mein jetziger Eindruck.

Wenn Herr Gauck jetzt mit dem Säbelchen droht, dann ist das nur mit dem von einem "Käseigel" möglich.

Jetzt will man mangels Kampftruppen wieder auf Drohnen gehen, schade nur das man das Geld dafür auch schon verschwendet hat.

Fricklerzzz

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curti 02.07.2014, 13:32
82. Die "außenpolitische.....

Zitat von sysop
Mehr Einsätze der Bundeswehr im Ausland? Joachim Gaucks Forderung ist auf heftige Kritik gestoßen - der Politologe Herfried Münkler springt dem Bundespräsidenten bei.
....Kompetenz" von Münkler offenbart sich bereits darin, das Engagement der USA zunehmend im pazifischen Raum zu verorten. Liegt dort auch die Ukraine und der nahe Osten, die gegenwärtig primären "Tummelplätze" des US-Imperialismus?

Eben, entsprechend ist auch der Rest seiner Aussagen einzuordnen. Ergo - geschenkt!

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binvonmorgen 02.07.2014, 13:33
83. Immer mehr halten es in der BRD für notwendig,

Kriegseinsätze durch Deutsche im Rahmen der Bundesrepublik Deutschland (vereinigt) und nicht mit zuständigen UNO-Missionen zu veranstalten, und per Nato sollte dies ebenfalls nur im Verteidigungsfalle bleiben, obwohl man das formell und praktisch bereits umgangen hat. Das heißt, Deutsche Politiker sollen in Zukunft allein entscheiden, wer bekriegt und wer nicht. In unseren bisherigen Nachkriegserfahrungen haben die Siegermächte wie auch die Rest der Weltbevölkerung nun bald 70 Jahre lang sehr klar gemacht, das wir uns per Einbindung in UNO und Nato vielleicht beteiligen können, wenn andere darüber entschieden haben. Wenn man Hilfe von uns wollte, würde man um Geld bitten, oder um Waffen. Der Einsatz von Deutschen wird als Vasallen-Armee der Amerikaner gesehen, deren Interessen wir zu folgen haben. Natürlich stutzt dabei auch die Welt , wenn uns die Amerikaner immer noch bespitzeln. Das wir jetzt aber selber als Deutsche an die Waffen rufen wollen, und Kriege führen wollen (für andere?) auf eigene Regie, wird man uns nie zugestehen. Und ich sehe auch keinen Grund, das zu ändern. Was soll das ausdrücken - wir sind wieder wer ? Wer waren wir denn? Jeder, der die echte Geschichtsschreibung kennt, weiß, das man dies zum Anlass nehmen wird, Deutschland auf die Schulter zu klopfen, und wenn, dann immer von der falschen Seite.
Unsere "Kämpfer" sind weder gut geführt, noch gut ausgerüstet, noch steht das Volk hinter Krieg. Wir konnten uns bisher nicht mal allein verteidigen.
Woher dieser falsche Ehrgeiz - und - für wen?
Modern ist ja zur Zeit, Söldnerarmeen unter falscher Flagge zu schicken, und auch darüber sollten wir nicht mal nachdenken. Wer so etwas entscheiden will, begeht m.E. Hochverrat an der heutigen Deutschen Bevölkerung und der Ihr versprochenen deutschen Linie nach dem 2. Weltkrieg: " Nie wieder Krieg!".
Ehrgeiz in dieser Richtung schadet nur. Stellen sie doch die Frage mal an das Volk per Volksbefragung!
Man wird es wohl noch mal dazu manipulieren müssen.... 9/11 oder Pearl Harbour wird es auch nicht mehr überzeugen können. Zunächst bringt aber die Bundeswehr auf einen Stand, sich wirklich verteidigen zu können, wenn das in Europa denn noch nötig sein sollte. Und das müsste schon gut erklärt und belegt werden, und zwar von den zuständigen Leuten!
Oder wollt Ihr vielleicht damit die Schulden Eurer Politik tilgen?

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cheechago 02.07.2014, 13:33
84. Münkler's Heimatfront gewinnt für uns die Kriege...

Zitat von sysop
Mehr Einsätze der Bundeswehr im Ausland? Joachim Gaucks Forderung ist auf heftige Kritik gestoßen - der Politologe Herfried Münkler springt dem Bundespräsidenten bei.
Herr Münkler:
Kriegsgewinnler sind immer die, die nicht an der Front stehen. Schön warm zu Hause und palavern über die Siege der Soldaten , die sie zum gegenseitigen Abschlachten geschickt haben.
Vor dem 1. Weltkrieg - der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts - mussten sich Pazifisten das ebenfalls anhören, was sie hier von sich geben.

Herr Gauck:
die Kirchen in Deutschland haben sich positioniert: Gott will keinen Krieg - sie sind Pfarrer. Wie passt das zusammen?

Ach so, sie reden nur von militärischen Einsätzen und von grösserer Verantwortung in den Krisengebieten. An die Ursachen der Kriege gehen sie nicht ran weil es ja unsere Aussenhandelsinteressen betrifft.

Sie beide haben nur die selben furchtbare Antworten wie immer; sie sind zu alt um andere Lösungen zu finden.

Lassen Sie sich beide fragen:

Wer verdient an den Gemetzeln?
Lohnt es sich sein Leben für wirtschaftliche Aussenhandelsinteressen zu geben?

Margaret Käsmann hat dazu folgenden aktuellen Artikel in der SZ:
http://www.sueddeutsche.de/politik/g...rieg-1.2025505

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berns 02.07.2014, 13:33
85. Im Gegensatz zur Bundeswehr

war die NVA in keinem Kriegseinsatz im Ausland eingesetzt. Was der Pseudo-Wissenschaftler Münckler da erzählt, entbehrt jeder Wahrheit und ist reine Propagande eines rechtsgerichteten Mannes.
Deutschland hat eine immerfortwährende große Schuld am 1. und zweiten Weltkrieg mit 70 Millionen dadurch getöteten Menschen.
Für aklle zUkunft darf sich dieses Land nie mehr an Kriegseinsätzen im Ausland beteiligen.
Der absolute Hohn ist auch noch, dass Münckler Brecht für seine unsägliche Argumentation mißbraucht.
Ich finde seine (Müncklers) Stellungnahme eine dreiste Frechheit eines ebenfalls in die Sparte "widerlicher Kriegshetzer" einzuordnenden Mannes.

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rauchmelder 02.07.2014, 13:33
86. Kein Bock auf Normalität

Früher waren viele Umgangsformen auch normal --> Lobotomie, Schlagen von Kindern. Wir werfen den damals Lebenden indirekt vor so barbarisch gelebt zu haben. Also erkennen wir das Normale als Legitmiation für Gewalt rückblickend nicht mehr an. Etwas aus der Normalität heraus zu begründen, ist also schlichtweg kein Argument. Hinterfragen, Kritisieren und Verändern und nicht das Bestehende weiter stützen.
Die polemische Gleichmache der Linken, hätte ich von einem Wissenschaftler, der ja eine weitesgehend differenzierten Blick auf die Dinge haben sollte, fehl am Platze.

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garfield 02.07.2014, 13:33
87.

Zitat von maggi1947
Deutschland beansprucht einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der UN, da kann sie sich erst recht nicht immer klein machen und mit dem Scheckbuch Politik betreiben. Es geht ja nicht darum, deutsche Vormacht in Konfliktgebieten zu werden, sondern lediglich in "Notwehrfällen" das Töten von Menschen zu verhindern.
Tja, nur bezieht sich die Notwehr auf UNSER Land. Militärische Angriffe - nichts anderes sind "Interventionen" in anderen Ländern - gibt unser GG nicht her. Ebensowenig wie die Rolle eines Weltpolizisten, was die meisten auch nicht werden wollen - bei allem Elend, das es auf dem Globus gibt.

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deus_ex_machina 02.07.2014, 13:33
88.

Zitat von sysop
Mehr Einsätze der Bundeswehr im Ausland? Joachim Gaucks Forderung ist auf heftige Kritik gestoßen - der Politologe Herfried Münkler springt dem Bundespräsidenten bei.
Na bestens, seine Großillumination, der überhochgeheiligte Münkler, steigt aus dem Geistesolymp herab um dem madigen Fußvolk vorzuschreiben was es zu denken hat, und zu erklären warum alle Andersdenkenden bloß nichts begriffen haben. So ein Glück, aber auch!

Schön, wenn die unanfechtbare Deutungshoheit in Menschengestalt Kritiker als "Stechschrittpazifisten" diskreditiert und Kriegsgegnern vorhält, sie würden eine "Extrawurst" einfordern. Besonders deshalb, weil die USA, Großbritannien und Rußland ja weiß Gott auch genug kritisiert werden wenn sie in ein neues imperiales Großmachtabenteuer aufbrechen. Die Kritiker möchten lieber, dass die Kriegsfans in aller Welt sich an Deutschland (vor 1993) ein Beispiel nehmen, und Herr Münkler fordert kriegslüsterne Gleichmacherei.

Dass er sich ausgerechnet dazu versteigt, Berthold Brecht als Leumundszeugen aufzurufen, zeugt von bemerkenswerter Chuzpe: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch."
Als Sachkundiger hätte Herr Münkler ja mal erläutern können, wo genau Deutschlands Verantwortung definiert ist, damit man ihr denn gerecht werden kann. Dass Deutschland hinsichtlich technologischen Fortschritts gern eine Vorreiterrolle einnehmen darf, damit schmeicheln sich die deutschtümelnden Konservativen gern gegenseitig, aber in menschlichen Belangen wird beständig ein Rückschritt ins frühe 20. Jahrhundert gefordert. Wieso soll Deutschland denn da nicht mit gutem Beispiel vorangehen?

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Mac_Beth 02.07.2014, 13:34
89. Die Forderung nach einer Rückkehr...

...zur Normalität ist mehr als gerechtfertigt. Nur zur Erinnerung, die deutsche Geschichte geht zurück bis auf den Zerfall des weströmischen Reiches. Es wäre falsch so zu tun als würde es reichen unsere Geschichte auf die Zeit zwischen 1933 und 1945 zu reduzieren. Dabei würde ich persönlich auch nicht mitspielen, weil mir damit direkt eine Art Knacks im Hirn unterstellt werden würde.

Zitat von
Münkler: Ach, die Stechschrittpazifisten von der Linken. Die erzählen samstags: Wenn die NVA damals marschiert wäre, hätte sie die Bundeswehr platt gemacht. Und sonntags sagen sie: Von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen.
Das mit den Stechschrittpazifisten passt wie die Faust aufs Auge. Das linke Spektrum in der Gesellschaft wird zuweilen immer aggressiver bzw. "mutiger", da sie ihre moralische Integrität der anderer Menschen überordnet. Der Zweck fängt also an die Mittel zu heiligen.

Ich sags mal so, was für die USA ganz rechts außen die Tea-Party-Bewegung ist, ist für mein Verständnis bei uns ganz links die Antifa. Bei der Antifa sehe ich allerdings mehr Bereitschaft zur Gewalt.

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