Forum: Politik
Politologe über den Brexit: "Extrem peinlich für den Premier"
Isabel Infantes/ AFP

Ein Bündnis von Opposition und abtrünnigen Torys hat Boris Johnson eine bittere Niederlage zugefügt. Ein Gespräch mit dem Politologen Tim Bale über das gefährliche Spiel des angeschlagenen Premiers und die Chancen der Brexit-Gegner.

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dieter-ploetze 05.09.2019, 19:07
1. antibrexiter arbeiten fuer die EU

mit dem gesetz nicht ohne deal ausscheiden zu duerfen, geben sich die antibrexiter voellig in die haende der EU. denn nun muss die EU in keinem fall wegen eines brexitvertrages noch kompromissbereit sein. das ist
letzten endes eine schaedigung des eigenen landes und auch eine missachtung des volksentscheides.
ein zweites referendum muss her, dass dann aber auch von der regierung umgesetzt werden muesse, meint
Bale. wieso soll es dann umgesetzt werden, wenn das erste dermassen sabotiert wird, meine ich.
umgesetzt wird wohl nur eines mit dem ausgang pro EU.

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spon_8471103 05.09.2019, 19:09
2. Ein 2. Referendum

Ein 2. Referendum wäre sicherlich sinnvoll.
Aber wie bei jedem Referendum ist das größte Problem die Formulierung der Frage oder der Fragen.
Es ist notwendig zu klären ob es einen Brexit nur mit oder notfalls auch ohne Deal geben soll.
Wenn die Option Brexit nur mit Deal eine Mehrheit bekommt, wäre ein weiteres referendum über den Austittsvertrag sinnvoll!

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elbernabeu 05.09.2019, 19:22
3. Mir ist schleierhaft, warum Labour...

...ihren Vorsitzenden Jeremy Corbyn nicht einfach absetzen und durch einen beliebteren und fähigeren Mann oder Frau ersetzen. Mit Corbyn ist doch die Niederlage für Labour vorprogrammiert. Kein Wunder dass Boris Johnson auf Neuwahlen pocht, bei so einem schwachen Gegner war es noch nie so leicht eine Wahl zu gewinnen.

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hyichbindas 05.09.2019, 19:23
4. Ihre Umfrage im Artikel

Soll es Neuwahlen geben. Ich habe nicht teilgenommen, vermute aber ein großes Ja als Ergebnis.

Spannender hätte ich die Frage gefunden: Sollen Neuwahlen vor oder nach dem 31 Oktober stattfinden.

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Ralf1234 05.09.2019, 19:25
5.

Ich denke für Johnson läuft alles nach Plan:
1. Er hat die Torys die gegen einen harten Brexit sind aussortiert
2. Er hat der Opposition die öffentliche Zusage abgerungen nach in Kraft treten des No-Deal Gesetzes Neuwahlen zuzustimmen
3. Es wird ein Wahlkampf mit nur einem Thema: für oder gegen den Brexit
4. Er wird die Wahlen gewinnen, da es zu viele Oppositionsparteien gibt die sich die Stimmen streitig machen
5. Er wird nach Brüssel fahren und die Pistole auf die Brust setzen: meinen Deal oder keinen Deal
6. Brüssel wird kuschen, da es sonst auf jeden Fall zum harten Brexit kommen wird, da es diesmal keine Hoffnung auf eine Parlamentsrevolte geben wird und falls nicht wird es Johnson auch egal sein
7. Johnson's Plan ist aufgegangen

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oldman2016 05.09.2019, 19:26
6. Demokratie heißt Verantwortung der Wähler

So sehr ich die Tragikkomödie im Zusammenhang mit dem Brexit auch genieße, die Verantwortung dafür tragen auch die Wähler. Das Referendum war ein Versagen der Wähler, die aus welchen Gründen auch immer den Brexitees auf den Leim gegangen sind und die Pro-Europäer aus purer Faulheit, sich an dem Votum zu beteiligen, nicht die notwendige Unterstützung gegen hat. Das ist auch ein Problem in Deutschland. Soziale Medien tragen meiner festen Überzeugung zur Förderung der Schwarmdummheit bei.

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meenix 05.09.2019, 19:37
7. Genau, wählen bis das Ergebniss

passt.
Warum ist das eine Blamage? Es täte Spon gut mal etwas abzurüsten was das verspotten und beleidigen von Menschen mit anderer Meinung angeht.

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haresu 05.09.2019, 19:39
8. Warum sollte die EU ja sagen?

Nach einer Wahl hat sie es mit Farrage zu tun, dann kommt der ungeordnete Brexit und man kann danach auch nicht mehr vernünftig mit der britischen Regierung neu verhandeln. Die Tories werden dann wahrscheinlich sogar nur noch Juniorpartner sein, Labour wird implodieren und die Liberaldemokraten immerhin eine klar proeuropäische Opposition führen. Es gibt also eigentlich keine vernünftigen Gründe für Labour und Tories eine Wahl nach Oktober anzustreben. Johnson blamieren zu können ist da doch ein schwacher Trost. Corbyn wird sich böse verzocken, ohnehin ist er einer der ganz üblen Gestalten in diesem Trauerspiel.

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onkel-ollo 05.09.2019, 19:46
9. Zweites Referendum

Ich finde es sehr wichtig die Bevölkerung ein zweites Mal abstimmen zu lassen. Und zwar zu einem Zeitpunkt, wenn die alternativen Möglichkeiten bekannt sind UND diese dem Volk auch verständlich erklärt wurden: Wollt ihr einen No-deal oder den Vertrag mit der EU - so in etwa. 'Leave or remain' war einfach zu unpräzise, beides konnte alles und nichts bedeuten.

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