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Polizisten gegen französisches Medienhaus: Macrons Angriff auf die Pressefreiheit
REUTERS

Die französische Staatsanwaltschaft geht gegen Journalisten des Investigativ-Portals Mediapart vor. Deren Mitarbeiter vermuten, dass dahinter System steckt - das System Macron.

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axeljean 18.02.2019, 11:23
1. Mediapart

Mediapart war lange Zeit ein ausgezeichnetes Medium, seit einiger Zeit wird es mehr und mehr zu einer Bild mit Andeutungen, Fragezeichen, Heucheleien, Selbstbemitleidung. Der Fall benalla ist wirklich ein Un ding aber es hat Anhörungen im Parlament und im Senat gegeben , die Staatsanwaltschaft ist an der Arbeit und da veröffentlicht Mediapart Teile die zur Untersuchung stehen und die eigentlich nicht öffentlich sein sollten. Mediapart sucht den Buzz und nicht die Wahrheit, die kann nur von der Justuz kommen und just da stellt sich Mediapart im Weg . Plenel, der Direktor wirkt wie ein kleiner Diktator, er spricht , lässt keine Zwischenfragen zu und auch keine Erwiderung, dann verlässt er das Studio. So geht's nicht !

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koch-51 18.02.2019, 11:41
2. Es geht um Europa

So unerfreulich das Bild ist, dass hier von Macron entworfen wird, müssen wir sehen, dass im Vorfeld der Europawahlen es nicht zielführend ist, dass die Medien den Focus zu sehr auf diese Angelegenheit richten. Der kleinbürgerliche Gelbwestenprotest muss rechtzeitig vor den Wahlen ein Ende finden. Er begann als klimafeindlicher Aufruhr und ist tendenziell rechts und europafeindlich. Macron und Frankreich sind doch nach Trump, Brexit, Orban und Salvini das einzige, woran wir uns doch halten können. - Protest gegen das Vorgehen von Justiz und Polizei gegen die Medien und Gelbwesten - ja, aber nach den Europawahlen, denn dabei geht es ums Ganze.

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Krixus der Schwergläubige 18.02.2019, 12:02
3. Tschuldigung....

Zitat von axeljean
Mediapart war lange Zeit ein ausgezeichnetes Medium, seit einiger Zeit wird es mehr und mehr zu einer Bild mit Andeutungen, Fragezeichen, Heucheleien, Selbstbemitleidung. Der Fall benalla ist wirklich ein Un ding aber es hat Anhörungen im Parlament und im Senat gegeben , die Staatsanwaltschaft ist an der Arbeit und da veröffentlicht Mediapart Teile die zur Untersuchung stehen und die eigentlich nicht öffentlich sein sollten. Mediapart sucht den Buzz und nicht die Wahrheit, die kann nur von der Justuz kommen und just da stellt sich Mediapart im Weg . Plenel, der Direktor wirkt wie ein kleiner Diktator, er spricht , lässt keine Zwischenfragen zu und auch keine Erwiderung, dann verlässt er das Studio. So geht's nicht !
Dass Sie nur wenige Minuten nach Erscheinen des Artikels bereits ein so umfassendes, dezidiertes und geradezu vernichtendes Urteil vorlegen, ist äußerst lobenswert! Noch lobenswerter aber wäre es, wenn Sie uns (les autres qui sont, apres Jean-Paul Sartre, l'enfer :-)) teilhaben liessen an den Quellen, aus denen Sie ihre kategorischen Sentenzen schöpfen! Schließlich gilt für die überwiegende Mehrzahl von uns (Gottlob: noch!) ein anderes geflügeltes Wort eines anderen Franzosen: "dubito, ergo cogito, ergo sum"! Wenn Sie uns aber bezüglich Ihrer Quellen und Argumente im Nebel lassen, glauben einige von uns (Herr behüte!) noch, die unbelegten Fakten, die Sie verbreiten stammten aus einer Regierungsquelle :-)))). Also, wenn ich bitten darf:Hic Rhodus, hic salta! Vielen Dank!

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vom Hügel 18.02.2019, 12:11
4. Mediapart

ohne Mediapart wüssten wir nichts über Benalla, seine Diplomatenpässe, seine Geschäfte mit russischen Oligarchen während seiner Zeit im Élysée . Sein umgangenes Kontaktverbot.Und eine versuchte Perquisition von Matignon bei einem kritischen Media.
Es genügt.

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fkfkalle3 18.02.2019, 12:12
5. Merkwürdige Auffassung "Koch 51" oder so

Nun denn, wenn der Protest der Gelbwesten " Rechtsfeindlich " ist , dann mit meinem Segen. "Europafeindlich" sind die Proteste nicht. Es geht um die sich stetig verschlechternden Lebensbedingungen eines nicht unwesentlichen Teil der Menschen in Frankreich. Vor der Redaktion, darum geht es, kann man nur den Hut ziehen, die verteidigen gerade Europa, ein schönes Vorbild für Spon.

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Ezechiel 18.02.2019, 12:52
6. Aha .......

Zitat von koch-51
So unerfreulich das Bild ist, dass hier von Macron entworfen wird, müssen wir sehen, dass im Vorfeld der Europawahlen es nicht zielführend ist, dass die Medien den Focus zu sehr auf diese Angelegenheit richten. Der kleinbürgerliche Gelbwestenprotest muss rechtzeitig vor den Wahlen ein Ende finden. Er begann als klimafeindlicher Aufruhr und ist tendenziell rechts und europafeindlich. Macron und Frankreich sind doch nach Trump, Brexit, Orban und Salvini das einzige, woran wir uns doch halten können. - Protest gegen das Vorgehen von Justiz und Polizei gegen die Medien und Gelbwesten - ja, aber nach den Europawahlen, denn dabei geht es ums Ganze.
Sie hätten solche Dinge gerne vertuscht, damit der Europa-Strahlemann sauber erscheint. Da sieht man, welche Visionen (darauf stehen ja seine deutschen Jünger) Herr M. offensichtlich von Recht und Gesetz hat.

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qoderrat 18.02.2019, 13:10
7.

Zitat von koch-51
Protest gegen das Vorgehen von Justiz und Polizei gegen die Medien und Gelbwesten - ja, aber nach den Europawahlen, denn dabei geht es ums Ganze.
Sehe ich jetzt geradezu gegenteilig. Nur vor einer Wahl finden Proteste überhaupt Gehör, danach werden diese einfach ignoriert.

Macron im Stile eine Napoleons hat sich diese Affären selbst ans Bein gebunden, diese Suppe darf er jetzt auslöffeln.

Und wenn sich die EU in diesen Angelegenheiten hinter ihn stellt, darf sie ruhig selbst den Löffel auch gleich in die Hand nehmen, unter Demokratie verstehe ich nicht die gegenwärtig vertretene Selbstherrlichkeit. Wie heisst es doch so schön, wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten, das hat man uns als Bürger ja oft genug gesagt.

Und natürlich geht es bei dieser EU Wahl ums Ganze. Aber nicht wegen gerechtfertigten Protesten, sondern vielmehr weil man einen Zustand zugelassen oder sogar aktiv betrieben hat, verursacht durch unmässige Lobby-Hörigkeit und Ignoranz der eigenen Bevölkerung gegenüber. Genau dies treibt die Wähler den Populisten zu, genau deshalb steht die EU auf der Kippe.

Die Populisten selbst haben doch nichts überzeugendes anzubieten, man braucht sich ja nur Italien derzeit anzuschauen. Diese Gruppierungen haben nur dann Chancen, wenn der Rest der Parteienlandschaft gemeinsam versagt und am Ende so viel Frust erzeugt, dass man sogar die Rechten wählt. Wer glaubt diese Problematik könne man mit Realitätsvertuschung und Vogel-Strauss-Taktik lösen, hat die Vorgänge in Italien immer noch nicht verstanden.

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loddarcontinua 18.02.2019, 13:15
8. Ehre wem Ehre gebührt.

Zitat von vom Hügel
ohne Mediapart wüssten wir nichts über Benalla, seine Diplomatenpässe, seine Geschäfte mit russischen Oligarchen während seiner Zeit im Élysée . Sein umgangenes Kontaktverbot.Und eine versuchte Perquisition von Matignon bei einem kritischen Media. Es genügt.
es war "Le Monde" die am 24.Juli 2018 die Staats-Affäre Benalla an die Öffentlichkeit brachte. Damit begann der Niedergang Macrons, weil sich jedermann fragte, wie und warum Benalla ins Zentrum der Macht kommen konnte. Zumal danach vor allem Mediapart aufdeckte, dass Benalla noch im Juni 2018 ein Sicherheitsabkommen mit einem russischen Oligarchen verhandelte und und in Höhe von 2,2 Millionen € abschloss. Auch nach seiner Entlassung (Ende Juli 2018) unterhielt Benalla noch beste Beziehungen zu Macron/Elyssee. Er durfte seine Diplomatenpässe und sein Hochsicherheits-Handy behalten und nutzte beides reichlich aus bis Ende 2018. Eine Hausdurchsuchung der Staatsanwaltschaft wurde plötzlich verschoben, am nächsten Tag fehlte genauso plötzlich dann der Panzerschrank in Benallas Wohnung.... Ende 2018 verhandelte Benalla und seine Firma ein weiteres Sicherheitsabkommen mit einem russischen Oligarchen (980 000 €). Nach Aufdeckung all dieser Dinge verließ plötzlich die Sicherheitsbeauftragte des Premierministers Philippe ihren Posten... ihr Lebensgefährte ist mit einer der Sicherheitsfirmen Benallas verbandelt. 4 der engsten Mitarbeiter/Berater Macrons haben ihren Meister seither verlassen... Kontrastierend dazu wurden an den 13 Samstagen seit dem 17. November 8.400 Gilets Jaunes/Demonstranten festgenommen, wovon 7.500 in Polizeigewahrsam genommen wurden. Es gab schon 1.800 Verurteilungen, 1.500 warten noch auf ihr Urteil... 1.300 Schnellgerichtsverfahren, 1.300 verletzte Polizisten/Feuerwehrleute, an die 2.000 Verletzte Demonstranten....und Benalla läuft noch frei herum. Irgendwas stinkt gewaltig bei unserem Nachbarn!

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Beat Adler 18.02.2019, 13:17
9. Macrons Angriff auf die Pressefreiheit: Das ist Unsinn!

Polizisten gegen französisches Medienhaus: Macrons Angriff auf die Pressefreiheit: Das ist Unsinn!

Macron greift niemanden an. Macron schickt keine Staatsanwaelte los, um iregendwelche fake news Verbreiter zu sanktionieren!

Die Affaire Benalla ist KEINE Staatsaffaire und schadet dem Macron keineswegs, auch wenn das Viele, inklusive Putin, der seine Agenten bei Macron plazierte, so gerne haetten!

Es gibt kein System Macron in Frankreich. Auch das ist Unsinn! Macron nutzt die Gelbwesten zu seinen Gunsten. Seine Umfragewerte stiegen seit dam an, und wie! Wenn heute in Frankreich Wahlen waeren, gewaenne Macron den ersten Wahlgang noch viel deutlicher PLUS 6%.

Ein junger Mann, Angestellter im Elysée Palast glaubt ueber Allen Anderen zu stehen, das Gesetz mit Fuessen treten zu koennen, hat nun mehrere Anklagen am Hals und wird vor Gericht gezerrt. Dort wird er dann auf Normalmass zurueckgestutzt.
mfG Beat

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