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Populismus in Europa: Was die neuen Rechten stark macht
REUTERS

Frankreich, Deutschland, Österreich, die Niederlande - der Zulauf zu Europas neuen Rechten ist ungebrochen. Eine Studie aus 28 Ländern zeigt: Der Erfolg der Populisten speist sich vor allem aus der Angst vor Globalisierung.

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bijae 30.11.2016, 06:17
1.

Haben diese Menschen auch Angst vor der Globalisierung, wenn sie die Schnäppchen einkaufen, die von den wirklichen Globalisierungs- Verlierern, die unter schlimmsten Bedingungen den Wohlstand hier bei uns mit möglich gemacht haben? Oder ist das keine Angst sondern einfach das schlechte Gewissen, dass diese eigentlichen Opfer ausblendet? Und hier nicht sehen will?

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bumpes 30.11.2016, 06:23
2. Ist das noch rational zu begründen?

In einem der stärksten Exportländer der Welt (vereinfacht) haben fast 80% der Anhänger der rechtspopulistischen AfD Angst vor der Globalisierung. Das sind mehr als in jedem anderen aufgeführten Land.

Da würde sich manche Person aus der deutschen Geschichte im Grabe herumdrehen und rufen: Mehr Mumm, Kameraden.

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Dr.Krümelmonster 30.11.2016, 06:35
3. Irrsinn als Erfolgsgeschichte

Der ganz normale Irrsinn der Globalisierung

In einer Reportage schildert die ZEIT die konkreten Folgen der Globalisierung. Traurige Pointe: Der Irrsinn wird uns als Erfolgsgeschichte verkauft. (...)

https://makroskop.eu/2016/11/der-ganz-normale-irrsinn-der-globalisierung/

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rgw_ch 30.11.2016, 06:35
4. Falscher Ausdruck

Es ist keine "Angst" vor der Globalisierung, sondern dir durchaus rationale Erkenntnis, dass die Globalisierung nicht das gebracht hat, was sie versprach, und dass darum ein Marschhalt oder gar ein Schritt zurück angebracht ist.
Die Globalisierung hat der freien Marktwirtschaft geschadet, denn sie hindert den Endkonsumenten daran, frei aus mehreren Produzenten wählen zu können. Stattdessen wählen Grosskonzerne nach vorwiegend finanziellen Kriterien Produzenten in fernen Ländern und lassen dem Kunden nur noch eine Scheinwahl. Er hat weder die Kontrolle darüber, welchen Erlös der Produzent bekommt, noch wie die Produktionsbedingungen sind, noch kann er die Qualität der Produkte korrekt beurteilen. Dazu muss er mit Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung durch weltweite Transporte leben. Natürlich resultiert aus der Tatsache, dass man billig produzieren und teuer verkaufen kann, ein fantastischer Gewinn. Doch der bleibt vorwiegend bei einer dünnen Bevölkerungsschicht hängen, die ohnehin schon kaum noch weiss, wohin mit all dem Geld, und die darum dauernd auf der Suche nach immer neuen Investitionsmöglichkeiten ist.
Für den Rest der Bevölkerung heisst es sparen, sparen, sparen.

Die friedlichsten und produktivsten Zeiten waren immer die, in denen die Wohlstandsunterschiede am geringsten waren. Die Spannungen waren immer grösser, wenn eine Adelsschicht die Früchte der Arbeit abschöpfte, ohne realen Gegenwert zu liefern. Dahin bewegen wir uns nun.

Es ist absolut verständlich, dass immer mehr Bürger, diesen Trend brechen wollen. Das hat nichts mit irrationaler Angst zu tun. Und wenn man das mit den etablierten Parteien nicht mehr machen kann, dann muss man eben Alternativen suchen. Auch wenn man kein "Faschist" oder "Rechtspopulist" ist.

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HH1960 30.11.2016, 06:36
5. Globalisierung lässt sich auch gestalten!

Freihandel ist per se nicht schlecht, schlecht wird er, wenn es nur wenige Nutznießer aber viele Verlierer gibt. Die Politik hat es versäumt zu gestalten und bekommt jetzt die Quittung die für Spaltung der Gesellschaft. Denn diejenigen, welche verloren haben oder weiter zu verlieren drohen, sind gegenüber den Gewinnern in der Überzahl. Jede Statistik über die Einkommens- und Vermögensverteilung ergibt das gleiche ungerechte Bild. Irgendwann ist das Faß zum Überlaufen voll und es genügt ein Ereignis - wie z.B. die Flüchtlingskrise - und etwas läuft aus dem Ruder. Schwer das Ruder jetzt noch umzuwerfen, dazu hat sich m.E. schon eine hohe Eigendynamik in Richtung Rechts entwickelt. Auch glaube ich nicht, dass die Politiker schon ausreichend verstanden haben.

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diamant1 30.11.2016, 06:40
6. Keine Angst

Ihre ständige Widerholung, dass alle Leute, die nicht ihre Meinung wiederspiegeln Angst haben, ist eine Form der Manipulation.
Eventuell haben die Leute nur eine andere Meinung, wollen eine andere Politik. Eventuell können Sie das nicht akzeptieren und haben Angst davor.

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jimbofeider 30.11.2016, 06:42
7. Globalisierung

hätte schon vor Jahren intensiver und mehr in den Medien kolportiert weden müssen. Von der Politik kam "wir glbalisieren mal eben,macht euch keine Sorgen,alles ist gut". Seit den Vorfällen im Nahen Osten und den für alle Sichtbaren Folgen ist die Verunsicherung (ich erlebe das in meinem Freundes und Bekanntenkreis)groß.S prüch,na ich weiß nicht so recht lieber mal abwarten sind typisch. Berichterstattung und zwar von Anfang an und für alle veständlich tut Not. Spiegel lets go,

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Freidenker10 30.11.2016, 06:43
8.

Im Gegensatz zu anderen kann ich die Befürchtungen vor Einwanderung und Globalisierung schon verstehen. Die jetzige Einwanderung ist eine fast ausschließliche in die Sozialsysteme und dies zu einer Zeit wo den Bürgern klargemacht wird dass die Rente sowieso schon nicht mehr reichen wird, klar das diejenigen die die Altersarmut erwartet nicht amüsiert sind! Und von dieser Globalisierung profitieren einfach zuwenige, aber die Nachteile haben alle an der Backe. Dieses ständige gefasel wie gut es Deutschland doch geht, aber auf der anderen Seite werden die unzähligen abgehängten verschwiegen stört auch mich sehr! Das letzte ist die Lohnentwicklung ausserhalb der Auto und Maschinenindustrie die in den letzten 25 jahren einfach lächerlich war.
Man hat sich den Aufschwung auf kosten der Arbeitnehmer finanziert , aber die Bosse packen sich die Taschen voll und das nervt viele grandios! Also für mich sind nicht alle rechts die gegen das jetzige System votieren!

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unzensierbar 30.11.2016, 06:44
9.

Es ist Unfug eine Opposition zu Globalisierung Globalisierungsangst zu nennen. Es geht schlicht darum zu erkennen was Globalisierung eigentlich bedeutet. Das ist ethisch begründet und nicht aus Angst.

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