Forum: Politik
Populisten vor der Wahl: Frankreichs Rechte sammelt Truppen gegen Europa
Vincent Kessler / REUTERS

Die Rechten von Marine Le Pen liegen im Europa-Wahlkampf vor der Partei von Emmanuel Macron. Ein erhebliches Problem für den französischen Präsidenten. Und dahinter drängeln noch radikalere Kräfte.

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tclaussnitzer 07.05.2019, 14:53
50.

Ich freue mich über diese Entwicklungen. Das Thema der (Armuts-) Migration ist eine Schicksalsfrage für Europa.

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axelmueller1976 07.05.2019, 14:54
51. Ja,Ja die Medien

Zitat von bs2509
sich nach der Ursache. Über die Entstehung von Populismus und Rechtsradikalismus schweigen sich die Medien gerne aus. Die Initialzündung hierfür ist in der Flüchtlingspolitik der Kanzelerin zu suchen. Solch eine "geniale" Steilvorlage für Nazis und Faschisten konnte vorher niemand leisten, der noch bei Trost ist. Aber weitaus schlimmer ist es, dass die Medien dieses totschweigen. Ein bischen Kritik ja, aber nicht die Schuldfrage stellen.
Sie haben völlig Recht ,nur die Medien wollen nicht begreifen was die mündigen Wähler wollen.Der Wähler will Offenheit und keine Schönschreiberei.

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Markus Dicks 07.05.2019, 14:55
52. ..die Überschrift ist "FALSCH"....

.. die "Rechten" sind nicht gegen Europa, sie sind gegen die EU in dieser Form - und sind damit ja nun wahrlich nicht alleine.
SPON - bitte kommt mal zurück zu einer neutralen und fairen Berichterstattung.

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Neandiausdemtal 07.05.2019, 14:56
53. Tja, ob man Merkel mag oder nicht......

Zitat von quarax
Jedesmal wenn ich so was lese, frage ich mich wie sich die Leute das eigentlich vorstellen: WAS ??? Wirklich WAS ??? hätte Fr. Merkel 2015 anders machen sollen?????? Die Grenzen schließen und geschlossen halten???????????? Haben solche Forums-Populisten überhaupt eine Vorstellung, was dann passiert wäre???? Wenn Menschen vor den ´deutschen Grenzen über Wochen kampiert hätten???? Wenn sie dort gehungert, gedurstet, an Krankheiten gelitten hätten? Wenn sie aus Verzweiflung die Grenzen gestürmt hätten? Wenn der erste Grenzer die Nerven verloren und geschossen hätte? Wenn es im Hinterland zu Jagdszenen durch 'besorgte Bürger' gekommen wäre? Haben Sie und alle anderen Merkel-Kritiker überhaupt eine Vorstellung, was das für SIE ganz persönlich bedeutet hätte? Für Ihren Arbeitsplatz und Ihr friedliches sicheres Leben???? Wir alle müssen froh sein, dass 2015 diese kluge und besonne Frau Kanzlerin war und kein Populist, der sich ins Hemd gemacht und eine Katastrophe für alle Beteiligten ausgelöst hätte.
......aber da hat sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen. Und ich mag Merkel gar nicht!

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petruz 07.05.2019, 14:58
54.

Merkel ist also Schuld am Erstarken der Rechten in Frankreich, die bereits 2002 mit 17% in die Stichwahl ums Präsidentenamt einzogen (1995 schon 15%)... ahja... klingt plausibel.

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wolfgangselig 07.05.2019, 14:58
55. Macron hat es vergeigt, kein Wunder, dass die Wahlprognosen so sind

Macron spricht mit viel Pathos, aber dahinter ist wenig Substanz. Die eigentlichen Probleme der EU und Frankreichs umschifft er lieber mit Worthülsen, die verschleiern sollen, dass er das Geld anderer EU-Nettozahler wie Niederlande oder Deutschland für innenpolitische Zwecke haben will. So wird das nichts. Zwar hat er mit einzelnen Handlungen wie der Bekämpfung des faktischen ENA-Bildungsmonopols auch gute Ansätze, aber wirtschafts- und geldpolitisch fährt er vor die Wand. In Frankreich fehlt es an Mittelstand, an Innovationen und an Risikokultur; außerdem an Stabilitätskultur. Die Grenzsicherung klappt nicht mal national (geschweige denn bei Frontex) und das Gespräch mit den Gelbwesten war eher ein Monolog des Präsidenten, der auf Medienwirksamkeit aus war.

Was Frankreich jetzt bräuchte, wäre ein Staatsmann, der den Leuten klar macht, dass sie sich stärker selbst helfen müssen, da der Staat es nicht mehr kann. Dass es eine Menge Chancen gibt, die der einzelne für sich besser beurteilen kann als der Staat. Und dass ein Sozialstaat nur funktioniert, wenn ihn nicht zu viele in Anspruch nehmen (müssen).

Vor allen Dingen müsste er ihnen eins klar machen: Frankreich war mal groß, aber ist es nicht mehr. Sie liegen hinten: bei Patenten, beim BIP pro Kopf, bei PISA, bei der Arbeitslosigkeit, bei vielen Dingen. Solange man wegen der force de frappe und dem ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat ernsthaft glaubt, man läge noch vor Ländern wie China, ist dem Land nicht zu helfen. Erst die Einsicht, dass man eine veraltete angeschlagene Mittelmacht mit großen Problemen ist, führt zu Verbesserungen. Ohne Einsicht kein Fortschritt.

Und diese Einsicht ist leider nicht da, ja wird durch die falsche mediale Großmannssucht, die durch Franzosen wie Michel Barnier auf EU-Posten entsteht, sogar noch gefördert. Nichts gegen Herrn Barnier (er macht m.E. im Rahmen seines Mandats einen ganz ordentlichen Job), aber für viele Franzosen entsteht der Eindruck, Frankreich sie in der EU primus inter pares. Das ist falsch. So etwas gilt für die USA in der NAFTA oder China beim Seidenstraßenprojekt, aber nicht für die EU.

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almeo 07.05.2019, 14:58
56.

Zitat von bs2509
[...]Über die Entstehung von Populismus und Rechtsradikalismus schweigen sich die Medien gerne aus. Die Initialzündung hierfür ist in der Flüchtlingspolitik der Kanzelerin zu suchen. [...] Aber weitaus schlimmer ist es, dass die Medien dieses totschweigen. Ein bischen Kritik ja, aber nicht die Schuldfrage stellen.
Abgesehen davon, dass ich solche kausalen Zusammenhänge bei globalen Veränderungen für zu einfach halte und denke, dass wir im Kampf gegen Rechts nicht einfach Menschenrechte, Humanismus und alle europäischen Werte von Bord werfen sollten - was nutzt der Blick zurück und die Frage, woher diese erstarkende Rechte kommt, die es übrigens schon lange vor der sog. Flüchtlings"krise" in Europa gab? Mit dem Finger auf Angela Merkel zu zeigen hilft niemandem, ist inhaltlich vermutlich eh falsch und wird auch von einer deutschen (und vermutlich auch europäischen) Mehrheit so schlicht nicht unterstützt. Aus lauter Ärger über Rechts jetzt die gemäßigten Parteien zu dämonisieren, wird bei der Europawahl wohl das allerfalscheste Zeichen sein, welches man senden kann...!

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velbart 07.05.2019, 14:58
57. Man

sollte nicht den Fehler machen, und deutsche Verhältnisse auf ganz Europa übertragen. Hier ist eine Meinungsdominanz entstanden, die in den sehr persönlichen Kontakten Merkels zu Frau Springer und Frau Mohn begründet ist. Die SPD hat sich durch mit vielen Ministerposten von der CDU kaufen lassen, anstatt sich dem Wählerwillen zu verschreiben. Das Wahlergebnis wollte eindeutig die SPD als Oppositionsführer, neben einer Jamaika-Koalition.

Die Europawahl wird dies alles relativieren. Wir, eine kleine Gruppe an einer kleine Uni, haben vor einem Jahr ein (freiwilliges) Projekt gestartet, um eine Plausibilitätsprüfung des Wahlergebnisses zur Europawahl abbilden zu können, das Abweichungen, die auf Meinungsgestaltung beruhen, aufzudecken. wir sind alle schon sehr auf die Einzelergebnisse der Länder und dem Gesamtergebnisse gespannt. Was liefert uns unser Ansatz, was lässt sich daraus ableiten? Das ist die Frage, die aber im heutigen Europa eine bedeutende Rolle spielen kann. Nach der Wahl werden, insbesondere in Deutschland, wieder Vorwürfe laut, die Wahlen seien manipuliert worden. Dies zu belegen, respektive belastbar entgegenzutreten, geht nur über entsprechende Prüfungen ohne menschlichem Einfluss. Der Algorithmus ist frei von menschlichen Einflüssen, wertet nur Stimmen und deren Plausibilität aufgrund vorliegender Ergebnisse aus, ohne Wichtung und das ausschließlich im Ländervergleich.

In weiweit der erwartete Rechtsruck tatsächlich stattfindet, ist noch gar nicht raus. Auch das gehört, wie die jetzt extreme Klimadiskussion zur Ablenkung von der Migration, zum Wahlgeschäft.

In zwei Wochen wissen wir sehr viel merh und können dann wohl ziemlich genau sehen, wo die Reise Europas und der EU hingeht.

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Havel Pavel 07.05.2019, 15:00
58.

Zitat von Neandiausdemtal
Populisten, also die Rechtsextremen um die es hier geht, sind auch Kapitalisten und beschleunigen den Abstieg der Mehrheit nur noch mehr. Wenn also die Unzufridenen nur halbwegs bei Verstand wären, würden sie weit links wählen. Damit würden sie die "Etablierten" abstrafen und was in ihrem eigenen Interesse ändern . Durch rechts wählen, Strafen sie zwar auch aber mit Änderungen zum eigenen Nachteil.
Aha, Einführung einer DDR 2.0 ist also die Lösung Ihrer Wahl, alle "Besitzenden" enteignen, alles dem Staat überlassen der dann nach seiner Entscheidung alls dann schön verteilen kann. Könnte durhaus dazu führen, dass es den meisten dann besser gehen würde, die Frage stellt sich allerdings für wie lange. Sozialistische Länder geben hierfür doch wohl genügend Negativbeispiele oder etwa nicht? Nach den USA ist Deutschland wohl das Land mit den meisten gut aufgestellten Unternehmen. Und warum sollt man ein System, das erwiesenermassen sich über Jahrzehnte gut bewährt hat ohne Not aus einer Schnapsidee heraus völlig umkrempeln?

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Le Commissaire 07.05.2019, 15:00
59.

Zitat von Casparcash
sie vergessen: 3. unvorstellbaren wohlstand kann ja mal passieren. wie sprachen schon die alten pythons? what have the romans ever done for us?
Na ja, unter den drei reichsten Ländern Europas sind die Schweiz und Norwegen. Beide sind nicht Mitglieder in der EU. Auch Singapur und Hong Kong sind in den letzten Jahrzehnten sehr reich geworden. Die EU in ihrer jetzigen Form scheint für Reichtum also nicht nötig zu sein.

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