Forum: Politik
Poroschenko und Selensky vor der Stichwahl in der Ukraine: Schlammschlacht im Stadion
Vadim Ghirda/AP/dpa

Zum Ende des Wahlkampfs in der Ukraine treffen Präsident Poroschenko und sein Herausforderer Selensky im Stadion aufeinander - die Art der Auseinandersetzung der beiden lässt nichts Gutes erahnen.

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gammoncrack 19.04.2019, 23:43
1. Das kann ja heiter werden.

"In den Umfragen liegt Poroschenko weit abgeschlagen mit 37 Prozent zurück, Selensky führt haushoch mit 73 Prozent."

Wenn das das Endergebnis wird, vermute ich hitzige Diskussionen bezüglich einer korrekten Wahl.

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m.klagge 19.04.2019, 23:52
2. Es ist sicher gut für die Menschen

in der Ukraine wenn mit Poroschenko die kriegslüsterne Marionette des Imperiums aus der offiziellen Politik verschwindet. Falls es an Poroschemkos üblem Charakter liegt, dass er selbst bei den geneigten Medien nicht länger der strahlende Held ist, wäre das gut. Anderseits kann auch ein regelmäßiger Mediennutzer nicht wissen, ob bei der Wahl nur eine gescheiterte Marionette gegen eine unverbrauchte ausgetauscht werden soll. Die Darstellungen in den imperialen Medien sind erschreckend Selensky freundlich. Also abwarten. Das Plutonium in Tschernobyl zerfällt nur ganz langsam.

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adsoftware 19.04.2019, 23:54
3. Gerade hat Russland ein Öl- und Gas-Embargo gegen die Ukraine verhängt

Es ist egal, wer gewinnt. Die Ukraine ist im Untergang begriffen, es sei denn, sie ändert ihre feindselige Haltung zu Russland. Wenn Poroschenko verliert, sollte er schnell ins amerikanische oder israelische Asyl flüchten, sonst könnte er für lange Zeit im Knast verschwinden. Die Ukraine ist kein Staat, sondern nur ein Spielball fremder Mächte. So ist das eben, wenn man keine eigene Geschichte aufweisen kann.

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anja-boettcher1 20.04.2019, 00:11
4. Vielleicht einfach mal einhalten:

Der Regime-Change in der Ukraine erweist sich immer mehr als Realsatire - und hat, genau besehen, damit zu dem gleichen Ergebnis geführt wie all die anderen seit 1989 auch: Von Freunden aus dem Balkan weiß ich, dass dort nur mafiöse Gebilde sind, denen die jungen Leute weglaufen. Im Nahen Osten hat jeder US-Eingriff nur zu Chaos geführt. NIcht nur das - inwzischen ist auch die US-Führung selbst eine Karrikatur und in Europa gleichen ihr immer mehr, ob Orban oder die Köpfe der PSiS.

Vielleicht ist schlicht, auch wenn man es hier nicht wahrhaben will, mit dem Zusammenbruch des einen Pfleilers der Nachkriegsordnung auch der andere dysfunktional geworden, d.h., dass er nach einer Logik funktioniert, die einfach nicht mehr greift, die keine stabile Staatlichkeit mehr bewerkstelligen kann? Vielleicht müssen wir ganz neu nachdenken - wozu ja auch Klimakatastrophen uns zwingen werden, denn endloses Wachstum, das Mantra des Kapitalismus, lässt eine Welt begrenzter natürlicher Ressourcen nicht mehr zu.

Es muss eine gemeinsame Anstrengung aller noch funktionierenden Staaten geben, endlich die Probleme anzupacken, gegen die die Schüler mit Recht demonstrieren. Dafür ist auch jede Konfrontationspolitik, in Europa oder Asien, kontraproduktiv. Das einzusehen, sind offensichtlich die USA weniger bereit als alle anderen. Auch die Korrekturfähigkeit ist dort geringer als irgendwo sonst. Deshalb müssen wir endlich unser Umfeld wahrnehmen. Auch die Ukraine wird nur zur Ruhe kommen, wenn Russland und Europa gemeinsam an Stabilität arbeiten. Die Eskalationsweltmesiter in Washington, erst recht in dem Zustand des Trumpismus, sind hier nur kontraproduktiv.

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dunnhaupt 20.04.2019, 00:21
5. Die Ukrainer genießen den demokratischen Wahlkampf

Die junge Demokratie Ukraine steigt enthusiastisch ein in die neue Freiheit, anders als unser deutsches Herdenvolk, das sich eine Mutti sucht, die uns stets sagt, wo es lang geht.

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mirage122 20.04.2019, 01:07
6. Ein ganz normaler Bürger

Geht es wirklich, dass ein politischer Nobody aus dem Volk wie Phoenix aus der Asche aufsteigen kann, um in einem korrupten System die Macht zu übernehmen? Es wäre zumindest ein Signal, das auch anderen Mächtigen dieser Welt aufzeigen könnte, dass die Menschen sich nicht immer und alles gefallen lassen. Es wäre zu schön, wenn die Intervention und Parteinahme unserer Frau Merkel doch so rein gar nichts gebracht hat. Vielleicht hat sie ihrem Freund Poroschenko damit nur geschadet. Allerdings ist die Art und Weise dieses Wahlkampfes nicht unbedingt als Vorbild zu sehen, es ist mehr oder weniger hard-core.

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horstborschtsch 20.04.2019, 01:19
7. Korruption beseitigen

Auf welche Strukturen kann Selensky setzen, wenn er eine weniger korrupte Gesellschaft aufbauen will?

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bergedorff 20.04.2019, 02:31
8. „Wie wird der Verlierer damit umgehen?“

DE kann sich schon auf zahlreiche Asylgesuche aus Ukraine einstellen, sonst hat Poroschenko Merkel umsonst getroffen.

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MarkusHenny 20.04.2019, 04:31
9. Unnötige Drohungen des SPON

Der Ausgang der Wahl ist klar. Freude herrscht.

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