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Präsident Donald Trump: Putins Werk, Clintons Beitrag
AFP

Eine Supermacht greift in den Wahlkampf einer anderen Supermacht ein: Der russische Cyberangriff in den USA ist ein Skandal. Vergessen sollte man nicht, dass Hillary Clinton für ihre Niederlage selbst verantwortlich ist.

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Der Viertelvorzwölfte 09.01.2017, 12:21
100. Und jetzt?

Zitat von muellerthomas
Und zwar? Was kam aus Ihrer Sicht den brisantes zum Vorschein?
Naja, schließen wir uns mal Ihrer "Argumentation" an:
1. Putin ist verantwortlich.
2. Es kam "nichts Brisantes" zum Vorschein.

Und worin hat dann eine Beeinflussung gelegen?

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spon-421-0k4i 09.01.2017, 12:21
101.

Das war ja wieder ein ordentlicher Griff in die Propagandakiste! Nichts ist bewiesen, aber wenn es immer wieder behauptet wird bekommt es vielleicht doch einen gewissen " Wahrheitsgehalt". Schon bei der Wortwahl zum russischen Präsidenten und zum russischen Staat zeigt sich Herrn Medicks bedingungslose Vasallentreue. Ich misstraue lieber dem Regime das seit Jahren die halbe Welt mit seiner aggressiven Politik destabilisiert. Dabei ist es mir egal ob der Machthaber Obama, Clinton oder Trump heißt.

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ancoats 09.01.2017, 12:22
102.

"Die Geschichte dürfte also im Wesentlichen stimmen" - weil sich die drei Geheimdienste einig waren? Weil sie damit den künftigen Präsidenten schädigen, und weil sie die amtierende Regierung als "digitale Trottel" darstehen lässt? Nun, auch die amerikanischen Sicherheitsbehörden hatten und haben auch gerne mal eine eigene Agenda, weshalb hier aus dem Einen keineswegs zwangsläufig das Andere folgt. Etwas dünne, diese Argumentation.
Ansonsten aber ein erfreulich ruhiger Kommentar, der eben auch daraufhin weist, dass nichts zu "leaken" gewesen wäre, hätten sich Madame Clinton und ihre Demokraten nicht so hirnrissig verhalten und damit definitiv an erster und prominenter Stelle dem Gruselclown Trump den Weg bereitet. Ich für meinen Teil halte die ganze Angelegenheit nachwievor für über alle Maßen und gefährlich aufgeblasen, denn eigentlich gibt es hier nicht viel (Neues oder gar exklusiv Putinhaftes) zu sehen. Die Herren im Kreml sind ganz sicherlich nicht zu unterschätzen, aber diese aktuelle Wiederkehr einer Reich-des-Bösen-Rhetorik ist alles andere als zielführend.

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namachschon 09.01.2017, 12:22
103. Tja, die Zeiten ändern sich...

Früher war nicht alles besser. Mir ist das klar. Aber früher kamen Dissidenten aus der UdSSR ( Russland), um in den USA Schutz zu suchen. Heute müssen Leute aus den USA fliehen, um in Russland Schutz zu suchen.
Früher hat die US-Regierung massiv in die Angelegenheiten vieler Staaten eingegriffen, um gefügige Marionetten-Regimes zu installieren. Die Beispiele sind Legion. ( Kuba, Vietnam, Persien, afrik. Staaten, etc.pp.). Heute müssen US-Bürger feststellen, dass auch in den USA das Ausland manipulierend tätig wird.
Ja, ja, die Zeiten ändern sich...

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DerBlup 09.01.2017, 12:24
104. Verstehe einfach nicht....

...wie man nicht klar sehen kann, was hier vorgeht.
Wäre den US-Geheimdiensten an Aufklärung gelegen, dann hätten sie dem amtierenden Präsidenten (Obama) und dem künftigen (Trump) ihren Bericht über die russischen Aktivitäten übergeben und fertig. Denn genau hier endet ihre Zuständigkeit.
Geheimdienste sind nicht dafür zuständig, Geheiminformationen in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Es ist Sache der Politiker, das zu tun oder eben nicht.
Warum also passiert das auf einmal? Wem nützt es?
Das ist ein politischer Schachzug. Wenn der künftige Präsident das ewige Spiel mit dem nächsten bösen Mann nicht mehr mitspielen will und die Geheimdienste in seinen Augen an Wichtigkeit verlieren, dann macht er sich eben zu einem Ziel genau jener Institutionen.
Und dass diese offenbar absolut rücksichtslos gegen ihr eigenes Staatsoberhaupt vorgehen, zeigt doch schon, dass hier etwas faul ist. Zudem ist es natürlich Geheimnisverrat, geheime Informationen an die Öffentlichkeit zu geben, zumindest, wenn kein politischer Konsens darüber besteht.
Dies ist ein Machtkampf des Establishments, das um seinen Platz an den Fleischtöpfen fürchtet und nichts weiter.
Trump sollte versuchen, juristisch den Geheimdienstchefs Geheimnisverrat oder etwas anderes anzuhängen. Genau dasselbe macht die USA doch gerade mit Snowden, nicht wahr? Verrätst Du Geheimnisse, wirst Du schnell zum Staatsfeind Nr.1 erklärt. Trump sollte entschieden gegen diese Leute vorgehen.
Mittlerweile ist es mir auch unerklärlich, wie eher linke Presse wie SPON sich auf Seiten der US-Geheimdienste schlägt... dass ich das noch erleben darf... unglaublich!

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gehirngebrauch 09.01.2017, 12:25
105. mal halb so

dicke auftragen. beweise fehlen bis heute, es wird nur wild lamentiert und spekuliert. die gerüchteküche läuft auf hochtouren (guter rat: auf überhitzung achten !). allergrößtes mißtrauen ist angebracht, besonders bei den unkontrollierten geheimdiensten jeder coleur. bei den einen weiß man, dass sie gelogen haben, bei den anderen kann man mit gutem recht davon ausgehen, dass sie auch oft lügen und kgb-mann putin ist da bestimmt kein weißes schaf. aber viel mehr mißtrauen bringe ich inzwischen gegenüber der presse und den politikern auf, den diese lügen offensichtlich was die hucke hergibt. das nennen sie dann politik.

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CSc5911 09.01.2017, 12:26
106.

Zitat von Ottokar
Diesen Artikel hätte ich Herrn Veit Medick gar nicht zugetraut. Die heilige Hillary hat ihren Teil dazu beigetragen das sie die Wahl verloren hat ? Donnerwetter, aber danke für diesen Artikel der Mut beweist.
Sowas wie "heilige Hillary" habe ich bislang nur in übelmeinenden Leserkommentaren gelesen, deren Verfasser den Journalisten eine solche Auffassung unterjubeln wollten. Nie - weder wörtlich noch sinngemäß - bei SPON selbst. Daher kann ich auch keine "Zeitenwende" erkennen.

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SirTurbo 09.01.2017, 12:28
107. Skandal?

Ein Skandal wäre es, wenn es "russische Hacker" gebraucht hätte um die Sauereien bei Clintons und dem DNC ans Licht zu bringen. Brauchte es aber zum Glück nicht, denn es war ja offenbar ein Leak von innen heraus und kein Hack.
Trotzdem immerhin ein ganz leichter Ansatz in die richtige Richtung.

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cipo 09.01.2017, 12:29
108.

Zitat von Tom H.
"Die Geschichte dürfte also im Wesentlichen stimmen." Was heißt "im Wesentlichen"? Entweder haben die Russen die Mail gehackt, oder sie haben es nicht. Julian Assange betont, sie waren es nicht.
Und welche handfesten Beweise liefert Assange für seine Behauptung? Keine! Es ist schon ein bißchen sehr naiv zu glauben, daß die Russen Wikileaks solches Material direkt zukommen lassen würden. Um Spuren zu verwischen, würde da sicher eine Kette von Mittelsmännern zwischengeschaltet. Etliche ehemalige Assange-Mitarbeiter bemängeln immer wieder, daß Wikileaks schon seit längerm nicht mehr das nötige Personal und die finanziellen Ressourcen hat, um wirklich tiefgehend zu recherchieren und die Funde aufzubereiten. Assange ist deshalb in meinen Augen nicht glaubwürdiger als die US-Geheimdienste.

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Johannes60 09.01.2017, 12:29
109.

Das Deprimierende an der ganzen Angelegenheit ist für mich eher, dass der wirkliche Inhalt der geleakten Emails keine Rolle spielte. Die Vermutung, sie könnten Brisantes enthalten, reichte wohl aus.

Zum anderen ziehe ich aus den ganzen "Cyber-Attacken" etc. ohnehin folgenden Schluss: Kommunikation und Datenaustausch per Internet ist schnell und bequem, wirklich relevante Informationen sollte man aber digitalen Netzen nicht anvertrauen.

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