Forum: Politik
Präsident Donald Trump: Putins Werk, Clintons Beitrag
AFP

Eine Supermacht greift in den Wahlkampf einer anderen Supermacht ein: Der russische Cyberangriff in den USA ist ein Skandal. Vergessen sollte man nicht, dass Hillary Clinton für ihre Niederlage selbst verantwortlich ist.

Seite 13 von 27
Jöel L. 09.01.2017, 12:36
120. Komplexes Geschehen

Der Artikel ist gut, er muss aber vieles offenlassen. Teilweise, weil der Platz beschränkt ist, teilweise, weil die Vorgänge sehr komplex sind. Zunächst muss man sehen, dass Putin ein sehr gerissener Politiker ist. Trumps Server wurden genaus so gehackt wie diejenigen von Clinton. Die Munition gegen Clinton wurde bereist eingesetzt, um den für Russland genehmen Kandidaten zu unterstützen. Die Munition gegen Trump wird sorgfältig gehortet und kommt zu gegebener Zeit zum Einsatz, wenn Putins Schachploitikertalent eine Schwächung von Trump als wünschenswert erachtet.

Wieviel Putins Intervention gegen Clinton gebracht hat, ist deh schwierig abzuschätzen. Wichtiger war auf jeden Fall der Hass gegen Clinton der auch viele Spiegel-Foristen beseelt und der sich im Forum immer wieder erstaunlich heftig zeigt. Mir gelingt es nicht diesen Hass nachzuvollziehen, der danach schreit: Clinton darf nicht Präsidentin werden, denn sie lügt und ist mit der Wall Street verbandelt. Der Vorwurf stimmt, aber wieso freut man sich dann über die Wahl Trumps, der viel hemmungsloser lügt und viel intensiver mit der Wall street verbandelt ist?Für wichtiger als Putins Intervention gegen Clinton halte ich die Intervention des FBI-Chefs Comey der Tage vor der Wahl eine neue Untersuchung gegen Clinton ankündigte. Dass er mit den anderen Geheimdiensten Putins Intervention untersuchte, hat viel von einer Realsatire.

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kurpfaelzer54 09.01.2017, 12:36
121. Warum wohl ?

" Aber warum sollten die drei größten Geheimdienste die Geschichte eigentlich erfinden? "
das ist ja schon ein bisschen naiv was der Autor da los lässt ? Die US-Geheimdienste waren sich in der Vergangenheit für keine Lüge und Schweinerei zu schade um Vorwände für Kriege zu schaffen oder politische Gegner zu verleumden. Sei es Chile, Vietnam, Irak oder gar das Auspionieren und beschnüffeln der lieben Verbündeten durch die NSA. Warum also sollte man ihnen glauben ?

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Bernd.Brincken 09.01.2017, 12:37
122. Verrat

Zitat von DerBlup
... Dies ist ein Machtkampf des Establishments ... Trump sollte versuchen, juristisch den Geheimdienstchefs Geheimnisverrat oder etwas anderes anzuhängen.
Noe, das wäre der Fall, wenn sie gesagt hätten:
"Wir haben Informationen, die wir aber nicht offenlegen dürfen, und die beweisen die russische Einwirkung."
Sie haben aber nur gesagt, sinngemäß:
"Aus meinen x Jahren im y Geheimdienst erscheint mir sehr plausibel, dass die Russen, und Putin, das beauftragt haben."
Also sie haben ihre Meinung gesagt, und keine Beweise.
Daher kann eine solche Aussage auch kein Geheimnisverrat sein.
Es ist Politik.
Und nur so sollte es auch gelesen werden.

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RenegadeOtis 09.01.2017, 12:37
123.

Zitat von mistergarak
Die Wähler haben einfach dem Establishment das Clinton wie keine zweite repräsentiert den Stinkefinker gezeigt und ihre hochmütige Verunglimpfung/Ignorierung des basket of deplorables und seiner Sorgen und Nöte hat sie mehr als alles andere den Sieg gekostet!
Ich wüsste jemand, der das Establishment noch besser repräsentiert: Ein Milliardärssohn, dessen Name fast ein Dutzend Firmenpleiten übertüncht und der außer von Vatis Geld und viel heißer Luft nichts weiß.

Naja, jetzt wird er erstmal CnC.

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granathos 09.01.2017, 12:37
124. Putins Werk?

haben diese "Dienste" denn die IP Adresse von Putins PC entdeckt? Woher wollen die das denn wissen KÖNNEN?

Zitat-----------
Erstens haben sie ihre Unterschrift unter ein Dokument gesetzt, mit dem sie ihren künftigen Chef in den Verdacht rücken, Präsident von Putins Gnaden zu sein. Das ist ein riskanter Schritt. Macht das jemand, der sich nicht sicher ist?
Zitat Ende-----------------------------------------
Ein riskanter Schritt? ALs wenn die davor zurückschrecken würden, lächerlich. Die haben Powell im UN SIcherheitsrat die dreistesten Fälschungen servieren lassen. Als alles aufflog hat Bush die Arme gehoben und gesagt, die Dienste hätten alles behaptet. UNd nun? Wollen wir sie in Den Haag anklagen und einbuchten lassen?
Und sie operieren so, WEIL sie ihren zukünfitgen "Chef" gleich an die kurze Leine nehmen wollen und die bisherige Politik der Eskalation mit Russland weiter vorantreiben wollen.

Zitat--------------------
Zweitens ist das Papier eine kolossale Blamage für Amerika. Es lässt die zwei größten Parteien sowie die Regierung als digitale Trottel erscheinen, für die der Virenscanner ein Fremdwort ist. Putin dagegen steht da wie ein Mann, der von einem großen Schaltpult im Kreml aus mal eben die ganze Welt manipulieren kann. Streut jemand einen solch peinlichen Bericht, wenn er keine eindeutigen Ermittlungsergebnisse hat?
Zitat Ende---------------------------------
Nein, natürlich streut niemand einen solchen peinlichen Bericht, wenn er nicht ganz konkrete politische Ziele verfolgt und sowieso für nix je belangt werden kann. Die politische Elite (Politiker, Rüstung, Militär) Haben die Typen vomn den Diensten ziemlich stark auf Linie gebürstet die da heisst:"Trump pol. kaltstellen, noch bevor er ins Amt kommt!"
Zitat----------
Die Geschichte dürfte also im Wesentlichen stimmen. Und es ist richtig, Putin, der russischen Regierung und ihren Handlangern mit allergrößtem Misstrauen zu begegnen. Auch in Europa, wo Putins Vertraute mit der Finanzierung von rechtspopulistischen Parteien längst an der nächsten Destabilisierung arbeiten.
Zitat Ende------------
Die Geschichte kann im Wesentlichen gar nicht stimmen, da 1.) die Geheimienst so was nie so öffentlich breittreten 2) Putins Beteiligung NIEMALS nachzuweisen sein könnte.

Ausserdem haben die US Geheimdienste in der Ukraine massiv an der Unterminierung des Verhältnisses zu Russland gearbeitet (warum waren die Faschisten in der Regierung eigentlich nie ein Thema, das hat es seit WW2 noch nie gegeben).
Ausserdem ist Russland jetzt international ziemlich isoliert und wird wohl daran arbeiten durfen dieses Dilemma beenden zu wollen. Jeder würde lieber Nachbarn haben, mit denen man im Einvernehmen leben kann, als wenn es sich um crooks handelte wie Clinton und die Falken in Washington.

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kecksen 09.01.2017, 12:37
125. Argumentativ totschlagen

kann man die USA natürlich mit Ihren Affären immer! Das haben sie vergeigt und das ist auch etwas was die Seite die manipuliert optimal begünstigt - vor allem bzgl. öffentliche Meinung. Ein anderer Kommentar erwähnte das schon, lassen wir mal die ganzen Putin-Trolle, bezahlt oder von ihrer Wut zum kostenlosen Bot gemacht, die mit ein wenig geänderter Wortwahl immer die gleichen Texte a`la "Danke Merkel" und "Massenvernichtungswaffen im Irak"gebetsmühlenartig wiederholen, ergibt sich eine nicht ganz so leichte Lage.
Zum Einen kann ein Land, egal was es zuvor gemacht hat oder nach -wie vor macht, besonders in Sachen Geheimdienste bzw. dem massiven Missachten anderer persönlicher Grenzen, nicht ruhig bleiben, wenn nur ein geringer Verdacht besteht, dass Wahlen deshalb einen anderen Lauf genommen haben und zum Anderen ist es auffällig dass der Gegenkandidat, der durch Äußerungen über die ganze Wahl hinweg gezeigt hat, welcher Hass ihm innewohnt und was ihn antreibt, derart gut wegkommt und dass ihm dennoch Heldentaten, die er noch nicht vollbracht hat, zugeschrieben werden.
Ich las vorhin irgendwo wieder das Wort bzw. Unwort "Gutmensch" und auch den Gegenpart "angry white men" und "Wutbürger" und das ist etwas, was den Menschen hier Angst machen sollte, dass diese massive Wut, Frust und manchmal auch Hass in unseren Foren und sozialen Medien herrscht und woanders jemand auf seinem Stuhl sitzt und die Macht hat das zu forcieren und genau das ist auch die Quintessenz aus diesem guten Artikel.
Warum diese Wut so präsent ist, wird zwar gern durch alle Fraktionen erklärt, dennoch ist es mir schleierhaft, denn wir gehören mit Sicherheit zu den Menschen, die sich um existenzielle Dinge am wenigsten Sorgen machen müssen.

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dherr 09.01.2017, 12:38
126.

Klar ist das ein Skandal, genau wie der Abhörskandal der NSA einer ist. Schon vergessen?

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soratenia 09.01.2017, 12:38
127. Wer die oft

absurdesten, von CIA, NSA und FBI angezettelten Affären, Skandale, Inszenierungen etc. in den letzten Jahrzehnten verfolgt hat, muss wirklich ein Ding an der Birne haben, diesen gefährlichen, oft verbrecherischen Organisationen, auch nur den geringsten Glauben und Vertrauen zu schenken.
Ist der NSA vor nicht allzu langer Zeit erst aufgeflogen, praktisch die GESAMTE elektronische Kommunikation weltweit gehackt, überprüft und kontrolliert zu haben. Auch die von "befreundeten" Staatschefs?

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LibertyEMoore 09.01.2017, 12:41
128. Desinformation war KGBs Liebling...

... und Master Putin kommt aus dieser Organisation. Und fantastisch ist es heute, da wir ja alle so super vernetzt sind. Da können alle Fake-Meister sich nur freuen. Und gelernt ist gelernt, was die Sowjets sprich Russia today auch sofort nutzen. Dumm ist nur das die westlichen Staaten und deren Geheimdienste wie in den 80ger Jahren hinterhinken. Dumm ist auch die Arroganz und Ignoranz unserer Politiker solche Machtspielchen und Einmischungen nicht sehen zu wollen. Was rausgekommen ist, werden wir in den nächsten Monaten sehen, wenn ein "Crippling Guy" wie der neue US-"Fake" Trump Politik macht. Putin ist ein Strippenzieher und wer meint das, das alles so toll ist, wie das neue Amerika mit Russland den Weltfrieden sichert, der braucht keine Spielfilmunterhaltung mehr - sondern er erlebt es live. Ist das nicht fantastisch! Reality pur - Auf der einen Seite "Cliff Barnes" sprich Trump, auf der anderen Seite "JR" sprich Putin. Könnte auf der Leinwand nicht besser getroffen werden. Nur dumm das Millionen von Menschen die Konsequenzen tragen werden.

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matimax 09.01.2017, 12:41
129. Wie im richtigen Leben - wer sich verlässt, ist verlassen!

Zitat:
["Und es ist richtig, Putin, der russischen Regierung und ihren Handlangern mit allergrößtem Misstrauen zu begegnen."]

Yo! Es ist auch richtig, Trump, Clinton, NSA, CIA & Co. und ihren Handlangern stets mit allergrößtem Misstrauen zu begegnen.

Von der Metaebene (fast) generalisierend betrachtet, erinnert dies an einen verblüffenden Spruch meines ersten Chefs nach dem Studium: "Sie dürfen hier niemandem trauen!".
Er hatte recht - ich vergaß, ihn mit einzuschließen... .

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