Forum: Politik
Präsident Duterte gegen Washington: Ärger mit dem Rüpel in Manila
DPA

Mit wüsten Beschimpfungen verprellt der philippinische Präsident Rodrigo Duterte die USA. Doch Washington braucht das Land als Bollwerk gegen China.

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joG 16.09.2016, 09:16
1. Es ist immer ein Zeichen der.....

.....populistischen Politik bzw jener Politiker, die sich nur über Populismus dem Volk nahe bringen einen Außenfeind zu verwenden um seine Anhänger zu mobilisieren und stärken. Das ist alt bewährt. Auch sucht man sich einen Feind zum hassen, der groß und mächtig ist und hoffentlich nicht zurückschlägt, wenn man keinen Krieg will. Das ist wohl auch unter den EU Politikern momentan zu beobachten, die sich gegen die Nato mit einem EU Militär platzieren wollen und gegen die USA über Trump bzw TTIP große Gefahr sehen wollen und beschwören. Das ist zwar alles sehr wirksam zuerst. In der Länge der Zeit gerät so etwas aber leicht aus der eigenen Kontrolle und bekommt ein Eigenleben, wie man das in Deutschland sehen kann, wenn man die links orientierte Bewegung seit '68 beobachten. Von ihr ausgehend ist ein latenter Antiamerikanismus entstanden, der heute mitregiert und ein Wagnis darstellt, sich dagegen zu stellen. So wird das auch in den Philippinen werden, wenn es so weiter geht. Nicht sehr intelligent für alle bis auf den Politiker, der den Hass schürt.

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murks1000 16.09.2016, 09:19
2. Allein der erste Satz

"Mit wüsten Beschimpfungen verprellt der philippinische Präsident Rodrigo Duterte die USA. Doch Washington braucht das Land als Bollwerk gegen China." dieser Satz zeigt mehr als deutliche wie heuchlerisch Politik ist. Da nimmt man also lieber einen Präsidenten in Kauf, der willkürlich Menschen ermorden läßt, ohne auch nur einen Ansatz von Rechtstaatlichkeit zu wahren und begründet das dann damit, dass das Land als Bollwerk gegen China nützlich ist. Welche Werte will man hier gegen China nochmal verteidigen ?

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thequickeningishappening 16.09.2016, 09:23
3. China wird die Philippinen nicht

Und umgekehrt genau so! Ich kenne das Land. Und die Bemerkung von Duterte bezog sich auf die Politik seit dem amerikanisch-spanischen Krieg und nicht auf den Politiker Obama!

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C. V. Neuves 16.09.2016, 09:33
4.

Das ihm das mit den Inseln oder Felsen recht egal ist, das hat er schon vor seiner Wahl gesagt. Dass er möglicherweise mehr Synergien in einem freundschaftlichen Verhältnis mit der kommunistischen rotchinesischen Volksrepublik sieht, kann durchaus sehr sinnvoll sein. Und für was sollte er die Amerikaner als Beschützer brauchen? Wenn die Japaner wieder mal einen Rappel bekommen sollten, dann helfen den Pinoys wahrscheinlich auch die Chinesen. Die NSA wird ihm so oder so nachspionieren. Ich sehe als solches kein Problem: die Philippinen sind ein freies Land!

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mborevi 16.09.2016, 09:35
5. Wieso brauchen ...

... die USA ein "Bollwerk" gegen China? China hat die USA noch nie angegriffen und es sieht derzeit auch nicht danach aus. Ganz im Gegensatz zu den USA, die im Koreakrieg... (schweigen wir darüber). Und was den "Rüpel" betrifft, so teile ich in vielem seine Meinung über die USA. Warum sollte er nicht auch mal Klartext reden? Die USA sind seit Jahrzehnten der Hauptstörenfried für die Weltpolitik. Wenn immer ein Umsturz, Krieg, eine Revolution, ein Sturz (Chile) passieren und passierten, die CIA hat ihre Finger im Spiel.

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klaasm 16.09.2016, 09:39
6. Supermächte im Treibsand bzw. Thyphoon

Tja Rüpel hin Rüpel her.
Der Aufwind der Populisten generiert sich aus dem Versagen der Demokratien weltweit.
Korumpiert durch ein Finanzsystem das eigentlich schon gescheitert war.
ICH freue mich nicht.
Aber der Wahnsinn wird sich leider fortsetzen.
Die Flickschusterei unserer korupten politischen Klassen lässt die Völker nach starken Männern und Frauen rufen. Tja doof bleibt doof da helfen keine Pillen

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marinero7 16.09.2016, 09:51
7.

Zitat von joG
.....populistischen Politik bzw jener Politiker, die sich nur über Populismus dem Volk nahe bringen einen Außenfeind zu verwenden um seine Anhänger zu mobilisieren und stärken. Das ist alt bewährt. Auch sucht man sich einen Feind zum hassen, der groß und mächtig ist und hoffentlich nicht zurückschlägt, wenn man keinen Krieg will. Das ist wohl auch unter den EU Politikern momentan zu beobachten, die sich gegen die Nato mit einem EU Militär platzieren wollen und gegen die USA über Trump bzw TTIP große Gefahr sehen wollen und beschwören. Das ist zwar alles sehr wirksam zuerst. In der Länge der Zeit gerät so etwas aber leicht aus der eigenen Kontrolle und bekommt ein Eigenleben, wie man das in Deutschland sehen kann, wenn man die links orientierte Bewegung seit '68 beobachten. Von ihr ausgehend ist ein latenter Antiamerikanismus entstanden, der heute mitregiert und ein Wagnis darstellt, sich dagegen zu stellen. So wird das auch in den Philippinen werden, wenn es so weiter geht. Nicht sehr intelligent für alle bis auf den Politiker, der den Hass schürt.
Was hat das Nichteinverständnis mit einer Regierungspolitik mit Antiamerikanismus zu tun? Bin ich, wenn ich z. B. mit der Politik von Victor Orban nicht einverstanden antiungarisch (gibt es das Wort überhaupt?)? Oder antirussisch, antipolnisch usw. Warum immer die große Keule und dann auch noch seit '68 !! Dümmer geht es nicht. Wenn es die 68er nicht gegeben hätte, würden Sie heute immer noch glauben, dass die USA in Vietnam Brunnen und Mädchenschulen gebaut haben und den freien Westen verteidigt haben. Frauen müssten ihre Männer um Erlaubnis bitten zu arbeiten oder ein Konto zu eröffnen.

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westerinen1967 16.09.2016, 09:53
8. WAs ist Politik?

Zitat von murks1000
"Mit wüsten Beschimpfungen verprellt der philippinische Präsident Rodrigo Duterte die USA. Doch Washington braucht das Land als Bollwerk gegen China." dieser Satz zeigt mehr als deutliche wie heuchlerisch Politik ist. Da nimmt man also lieber einen Präsidenten in Kauf, der willkürlich Menschen ermorden läßt, ohne auch nur einen Ansatz von Rechtstaatlichkeit zu wahren und begründet das dann damit, dass das Land als Bollwerk gegen China nützlich ist. Welche Werte will man hier gegen China nochmal verteidigen ?
Politik ist leider kein "Wunschkonzert", auch wenn viele Stammtischredner selbiges gerne suggerieren.

Ich kopiere mal die ersten paar Zeilen aus der zugehörigen Wikipedia Erläuterung: "Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen.[1] Sehr allgemein kann jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung von Forderungen und Zielen in privaten oder öffentlichen Bereichen als Politik bezeichnet werden.[2] Zumeist bezieht sich der Begriff nicht auf das Private, sondern auf die Öffentlichkeit und das Gemeinwesen im Ganzen. Dann können das öffentliche Leben der Bürger, Handlungen und Bestrebungen zur Führung des Gemeinwesens nach innen und außen sowie Willensbildung und Entscheidungsfindung über Angelegenheiten des Gemeinwesens als Politik beschrieben werden.[3] Im engeren Sinne bezeichnet Politik die Strukturen (Polity), Prozesse (Politics) und Inhalte (Policy) zur Steuerung politischer Einheiten, zumeist Staaten, nach innen und ihrer Beziehungen zueinander."

Politik ist wohl ein manchmal sehr schwieriger Prozess, in dem verschiedene Seiten versuchen, ihre Interessen voranzubringen. Am Ende müssen in der Regel z.T. schwer verdauliche Kompromisse geschlossen werden.

Ich finde nicht, dass das pauschal heuchlerisch ist. Aber extrem schwer ist es auf jeden Fall.

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ihawk 16.09.2016, 09:55
9. Philippinen

Nun, was veranlasst Duterte zu diesen Kraftausdrücken? Das Potential der Frustration im Verhältnis mit den USA muss gewaltig sein. Die wahren Hintergründe werden, wie immer wenn es um die USA geht, im den Medien verschwiegen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Philippinisch-Amerikanischer_Krieg

Die USA betrachtet die Philippinen nach wie vor als Kolonie auch wenn die offizielle Sprachregelung anders ist.

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