Forum: Politik
Präsident Salih unter Druck: Militär verbündet sich gegen Jemens Machthaber

Der Machtkampf im Jemen eskaliert. In der Hauptstadt Sanaa sind Panzer aufgefahren. Zuvor waren hochrangige Militärs auf die Seite der Regierungsgegner gewechselt. Präsident Ali Abdullah Salih ist zunehmend isoliert und muss um sein Amt fürchten.

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TekDa74 21.03.2011, 15:23
1. Der nächste

Zitat von sysop
Der Machtkampf im Jemen eskaliert. In der Hauptstadt Sanaa sind Panzer aufgefahren. Zuvor waren hochrangige Militärs auf die Seite der Regierungsgegner gewechselt. Präsident Ali Abdullah Salih ist zunehmend isoliert und muss um sein Amt fürchten.
Jemen wird der nächste Kriegschauplatz.Das war doch alles vorher zu sehen.Nur der Jemen hat nichts was für die Weltwirtschft von bedeutendem Interesse ist.

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Safiye 21.03.2011, 15:32
2. Hier wird der Unterschied ...

... zu Libyen mehr als deutlich. Das Militär, Diplomaten und Governeure distanzieren sich von Präsident Saleh. Damit verliert er seine Machtbasis. Die libyschen Generäle hielten überwiegend zu Ghaddafi, obwohl er sogar Nicht-Libyer auf Menschen schießen ließ. Ghaddafi konnte sich in großem Umfang Söldner leisten, die bereit waren und sind, auf Leute, die sie nicht kennen und zu denen sie keine Beziehung haben, zu schießen. Diese libyschen Generäle haben sich selbst schuldig gemacht, zumal Ghaddafi sie wahrscheinlich mit Drohungen gegen ihre Familien und Clans in Schach hält. Saleh hat diese Möglichkeit nicht ... Hier können die Militärs frei entscheiden und sie entscheiden sich seit heute gegen ihn. Gut so, denn wer Heckenschützen einsetzt, hat seine Legitimität zur Regieren verloren.

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elbröwer 21.03.2011, 15:46
3. Spekulation und Wunschdenken

Bitte aber nicht gleich wieder von heroischen Freiheitshelden reden. Es ist das Militär. Man nennt das Militärputsch und so sehr werden die sich nicht von ihrem Machthaber unterscheiden dem sie Jahrzehnte lang die Füße geküßt haben. Wie in Ägypten oder Tunesien. Glaubt wirklich jemand an eine Demokratie und Transparenz bei denen? Haben wir in der BRD doch auch nicht wie die Atomverlängerung und die anschließende Aussetzung demonstrieren. Kennt jemand den wirklichen Deal?

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jörg pk 21.03.2011, 16:04
4. Kann Ihnen nur zustimmen...

...Oberst Gaddafi hat solche Erhebungen allerdings immer schon gefürchtet und schon viele Attentate und Putschversuche überlebt. So hat er niemals seiner Armee getraut und sie ganz bewusst schwach gehalten.
In Ägypten, und nun offenbar auch in Jemen, zeigt sich wofür eine Armee im besten Falle fähig ist. In beiden Ländern haben die Generäle nach einigem Zögern sich daran erinnert, dass sie ihrem Volk und nicht ihrem Despoten wahre Treue schulden.

Ist zu hoffen, dass dies auch in anderen Ländern Schule macht.

Zitat von Safiye
... zu Libyen mehr als deutlich. Das Militär, Diplomaten und Governeure distanzieren sich von Präsident Saleh. Damit verliert er seine Machtbasis. Die libyschen Generäle hielten überwiegend zu Ghaddafi, obwohl er sogar Nicht-Libyer auf Menschen schießen ließ. Ghaddafi konnte sich in großem Umfang Söldner leisten, die bereit waren und sind, auf Leute, die sie nicht kennen und zu denen sie keine Beziehung haben, zu schießen. Diese libyschen Generäle haben sich selbst schuldig gemacht, zumal Ghaddafi sie wahrscheinlich mit Drohungen gegen ihre Familien und Clans in Schach hält. Saleh hat diese Möglichkeit nicht ... Hier können die Militärs frei entscheiden und sie entscheiden sich seit heute gegen ihn. Gut so, denn wer Heckenschützen einsetzt, hat seine Legitimität zur Regieren verloren.

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taiga 21.03.2011, 16:29
5. Ach, der Jemen

Zitat von TekDa74
Jemen wird der nächste Kriegschauplatz.Das war doch alles vorher zu sehen.Nur der Jemen hat nichts was für die Weltwirtschft von bedeutendem Interesse ist.
Was am Jemen besser werden soll, ist mir ein Rätsel. Ab jeden Mittag könnte man alles zumachen, da zieht sich die männliche Hälfte, also die, die sich in der Öffentlichkeit bewegen dürfen, zum Kat kauen in den Schatten zurück. Die Frauen verbringen ohnehin hinter Mauern ihr Leben und müssen sich am Abend mit den zugekifften (zugekatten) Männern rumplagen.
Allerdings gibt es im Südjemen ein paar Ölquellen und – Weihrauchharz. Da der Jemen gegenüber von Somalia liegt, könnte ihm eine gewisse geostrategische Wichtigkeit zukommen – falls man Somalia als Terror- und Piratennest künftig wirklich mal angehen will.

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Skeptisch 21.03.2011, 16:43
6. --

Sollte man da nicht auch paar Kampfjets hinschicken oder gibt es dort nicht genug Öl ?
Und was ist mit Bahrain ? Da schießen saudiarabische Truppen auf das Volk....Scheint aber weiter niemanden zu stören.
Und die betreffenden Herrscher sind ja alle demokratisch legitimiert, gell ?

Diese ganze Verlogenheit kotzt mich an. Die Deutschen im Kriegstaumel.....Ich möchte zu gerne mal wissen, wie alle die, die jetzt in Sachen Libyen jetzt in Kriegsgeschrei ausbrechen, in einem Jahr über die Sache reden. Dann wills wieder keiner gewesen sein.

Wie oft muß man denn noch mit dem Kopf gegen die Wand rennen? Unsere Bundesregierung hat völlig richtig entschieden. Auch wenn ich bestimmt kein Fan von Merkel und Westerwelle bin

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blaudistel 21.03.2011, 17:08
7. Keine Sorge

Zitat von Skeptisch
Sollte man da nicht auch paar Kampfjets hinschicken oder gibt es dort nicht genug Öl ? Und was ist mit Bahrain ? Da schießen saudiarabische Truppen auf das Volk....Scheint aber weiter niemanden zu stören. Und die betreffenden...
am Donnerstag lesen Sie vom Krieg Nummer 4.

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R.Koch 21.03.2011, 17:14
8. Unpassend

Zitat von Skeptisch
Sollte man da nicht auch paar Kampfjets hinschicken oder gibt es dort nicht genug Öl ? Und was ist mit Bahrain ? Da schießen saudiarabische.....
Ich halte Ihre Überlegungen für wenig qualifiziert.
Überall auf der Welt gibt es bewaffnete Konflikte zwischen Demonstranten und Regierungstruppen/Polizei.
Wenn In Bahrain schwere Kampfhubschrauber gegen Demonstranten eingesetz werden und über tausend Tote zu beklagen sind, dann können wir Ihre Gedanken wieder aufnehmen.

Erklären Sie bitte, warum Europa Libyen wegen Öl angreifen soll, wo doch die gesamte dortige Ölindustrie bereits in europäischer Hand ist? Milliarden wurden dort investiert!
Ihre Logik macht keinen Sinn!

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cingulator 21.03.2011, 18:04
9. Zum Glück...

...haben die letzten Juden des Jemen das Land schon vor ein paar Monaten verlassen, nachdem man sie vor die Wahl der Konversion oder der Auswanderung gestellt hatte (wobei ein paar Mordanschläge den Forderungen Nachdruck verleihen sollten).

Wieder ein Stück Kulturentreicherung :(

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