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Präsidentenwahl am Nil: Schaut hin, was in Ägypten passiert!
DPA

Abdel Fattah el-Sisi wird die Präsidentenwahl in Ägypten klar gewinnen. Doch die Welt darf sich davon nicht blenden lassen. Das ist nämlich kein Gradmesser für die Stabilität seines Regimes.

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lupo49 26.03.2018, 11:40
1. Pharao

Große Pharaonen hatten mit harter Hand für Frieden und Wohlstand gesorgt. Hoffen wir, dass nach einer Zeit der Stabilisierung die Demokratie wieder eine Chance bekommt. Ohne die Korruption im Land in den Griff zu bekommen wird das aber nicht möglich sein.

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Stmbmw 26.03.2018, 11:50
2.

wie können sie einen Diktator als ein Autokraten bezeichnen und so ihn verharmlosen. Der sich doch bulutig an die Macht geputscht hat, oder schon vergessen?

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lies.das 26.03.2018, 11:50
3. Welche Sisi-Alternative gibt es denn...?

Es ist schön, sich für das autoritär regierte Ägypten mehr Demokratie, mehr Menschenrechte zu wünschen. Doch die einzige Alternative zu, Autokraten Sisi wäre die radikale Mulsimbruderschaft, die im Machtkampf sofort Bürgerkrieg und noch mehr Menschrechtsverletzungen auslösen würde - sie hat das ja im Jahr vor der Sisi-Herrschaft bewiesen.
Es gibt keine andere demokratische Alternativ-Partei in Ägypten, die genug Stimmen für einen Machtwechsel bekommen würde. Die ägyptischen Wähler sind in ihrer Not leider so radikal. Die kann man nicht am grünen Redaktionsschreibtisch mit toleranten Wählerschichten in Mitteleuropa vergleichen. Es geht nicht anders - oder man wählt Blutvergießen.

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Hajopistensau 26.03.2018, 11:52
4.

Zitat von lupo49
Große Pharaonen hatten mit harter Hand für Frieden und Wohlstand gesorgt. Hoffen wir, dass nach einer Zeit der Stabilisierung die Demokratie wieder eine Chance bekommt. Ohne die Korruption im Land in den Griff zu bekommen wird das aber nicht möglich sein.
Ja, sehr schön,

Ihr Beitrag zeigt wie wenig sie von den tatsächlichen Verhältnissen in Islamischen Ländern verstehen. Demokratie - da muß ich ja aufpassen dass mir schon bei dem Wort nicht der Kragen platzt.

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Hajopistensau 26.03.2018, 11:53
5. Und die Pharaonen beriefen sich auf die Götter

Ja, sehr schön,

Ihr Beitrag zeigt wie wenig sie von den tatsächlichen Verhältnissen in islamischen Ländern verstehen. Demokratie - da muß ich ja aufpassen dass mir nicht schon bei dem Wort der Kragen platzt.

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Heinrich52 26.03.2018, 11:54
6. Garant für Kontinuität und Frieden

Herr Sydow, sie sollten sich mehr um die Denkweisen und Situation Ägypten informieren und nicht die Lage aus europäischer sondern aus der Sicht der Menschen in Ägypten betrachten.
Die IS ist eine Abspaltung der mulsimischen Bruderschaft die 1928 in Ägypten gegründet wurde und das Ziel verfolgt die Welt zu islamisieren. Herr Morsi wollte die Scharia in Ägypten einführen. Er wollte Frauen auch Christen aus dem Parlament verbannen. Er provozierte Israel indem er in Sinai die Hispolla und Hamas unterstützte in dem er erlaubte dort Tunnel zu bauen und lieferte ihnen Waffen. Er wollte den Friedensvertrag mit Israel auflösen. Sie vergessen bei ihrem Komentar, dass die Christen in Ägypten unterdrückt und verfolgt werden. Die Muslime machen die Christen dafür verantwortlich dass Morsi gestürzt wurde. Seit Mubarak der für Sicherheit im Land stand, hat man man geholfen zu stürzen und damit das Land destabilisiert. Die Militärdiktatur ist für das Land am Besten und garantiert die Sicherheit und Frieden in dieser Gegend.

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archi47 26.03.2018, 11:55
7. was soll man mehr fürchten?

Den "demokratischen Frühling", der vor allem unwissende Religöse aus der Mehrheitsgesellschaft an an die Macht brachte und deren Demokratieverständnis sich darin reduzierte, dass Minderheiten sich der Mehrheit unterzuordnen haben, bis zur Aufgabe ihrer Menschenrechte. Es sei denn sie würden konvertieren.

Oder eine Diktatur, die ihre Macht diktatorisch absichert, dafür aber Minderheiten soweit toleriert, soweit es die Religionseiferer der Mehrheit noch nicht neu herausfordert.

Demokratur um jeden Preis, also unter Verlust der Minderheitenrechte und Toleranz, scheint mir die schlechtere Lösung zu sein. Das gilt auch für andere moslemisch dominierte Länder.
Das Pochen auf ein demokratisches Prinzip um der Prinzipes willen, aber um den Preis dass Demokratie nur eine Übergangsform zu einer religiösen Demokratur ist, analog des Straßenbahnvergleichs von Erdogan, scheint mir doch der Problemstellung unangemessen.

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go-west 26.03.2018, 11:55
8. Liebe Spiegel Journalisten,

Was wollt ihr eigentlich? Wieder so einen Mursi oder andere Muslimbrüder? Leute, die Prinzipien des Islam in der Politik festschreiben wollen? Mehr Pragmatismus und weniger Ideologie wären endlich mal angebracht.

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lathea 26.03.2018, 11:55
9. Demokratie braucht eine aufgeklärte und etwas.....

.......gebildete Bevölkerung. Politische Aufklärung und Bildung sind ausserdem in stark patriarchalisch geprägten Gesellschaften nicht so einfach. Wo Bildung, politische Bildung und gesellschaftliche Erfahrungen fehlen, haben es Autokraten leicht, die Bevölkerung zu manipulieren und in Schach zu halten. Das hat einfach mit der Bedürfnispyramide zu tun: zuerst kommt die Erfüllung der Grundbedürfnisse, d.h. zuerst kommt das Fressen und dann erst die Moral, die Politik und andere wichtige Errungenschaften, nach denen ein Mensch strebt. Mit der Erreichung eines gewissen Besitzstandes kommt auch noch die Angst vor dessen Verlust hinzu. Der Mensch muss erst lernen, seine Bedürfnisse richtig zu gewichten und sie im gesellschaftlichen Kontext zu betrachten. Das kann ein grosser Teil der Bevölkerung noch nicht einmal bei uns. Was sollten wir denn anderes machen, als zuzusehen? Wir sollten uns in der EU auf unsere eigenen Probleme konzentrieren und versuchen, ein besseres demokratisches, soziales und zukunftsweisendes geselldchaftliches und staatliches Modell als in den USA zu schaffen, an dem sich Staaten der Dritten Welt auch orientieren könnten. Es ist nicht unsere Aufgabe und liegt auch nicht in unserem Verantwortungsbereich, die politischen Probleme anderer Länder zu lösen.

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